Henninger Turm

Der Henninger Turm ist ein Wahrzeichen der Stadt Frankfurt und bietet den schönsten Blick auf die Frankfurter Skyline. Der Henninger Turm wurde 1961 als Getreidesilo für die Henninger Brauerei errichtet. Auf dem 87 m hohen Silo befand sich eine außermittig sitzende Turmspitze in Form eines Bierfasses. Mit dem Fass erreichte der alte Henninger Turm eine Höhe von 119,5 m. Im Fass befand sich ein Drehrestaurant und eine Aussichtsplattform. Der alte Henningerturm von Architekt Karl Emil Lieser wurde 2013 abgerissen, weil das Silo nicht mehr benötigt wurde. An gleicher Stelle sollte ein neuer Henninger Turm entstehen. Das Frankfurter Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt gewann den Wettbewerb für den neuen Wohnturm, der an das Getreidesilo erinnert. Das Fass wurde wieder errichtet und die Fassade ist in Richtung Innenstadt weiß, wie beim alten Henninger-Turm. Der neue Henninger Turm wurde 2018 eröffnet, ist 140 m hoch und deutlich breiter, um großzügige Wohnflächen zu schaffen. In der Turmspitze gibt es wieder ein Restaurant und eine Aussichtsplattform. Allerdings ist das neue Restaurant Franziska kein Drehrestaurant mehr. Die Aussichtsplattform ist derzeit nur über das Restaurant zugänglich (Stand Feb. 2019).

Aktiv-Stadthaus

Das Aktiv-Stadthaus von HHS Architekten und der ABG Frankfurt, ist das derzeit größte Wohngebäude Europas, das seine Energie selbst erzeugt. Photovoltaik-Elemente auf dem Dach und an der Fassade produzieren Strom. Das Gebäude wurde 2015 fertiggestellt. Das Aktiv-Stadthaus ist rund 150 m lang aber nur 10 m breit. Auf einer BGF von 11.700 m² entstanden 74 Mietwohnungen. 

Europäische Zentralbank

Das Hochhaus der Europäischen Zentralbank wurde 2015 eröffnet. Das 185 m hohe Bürogebäude der Wiener Architekten Coop Himmelb(l)au steht neben der ehemaligen Großmarkthalle von Martin Elsaesser aus dem Jahr 1928. Die 220 m lange Fassade der Markthalle wird an einer Stelle von einem auskragenden Baukörper durchbrochen, der den Eingang in den Komplex markiert. In der Markthalle befinden sich Konferenzräume und das Pressezentrum. Das Hochhaus besteht aus zwei verdrehten Scheiben, die durch ein Atrium verbunden werden. 

Taunus Turm

Die beiden Hochhäuser von Gruber + Kleine-Kraneburg wurden 2014 eröffnet. Die Fassade wird von einem hellem Stein geprägt. Der Projektentwickler Tishman Speyer und die Commerz Real haben den 170 m hohen Büroturm und den 60 m hohen Wohnturm realisiert. Beide Gebäude stehen direkt an der Frankfurter Wallanlage, einem Grünzug der nach dem schleifen der Stadtmauer entstand. Die beiden Türme sind die ersten Gebäude, die ihren Haupteingang nicht an die Straße, sondern an den Park gelegt haben.    

Sandweg

Das Projekt "Sandweg" von Stefan Forster Architekten wurde 2013 fertiggestellt. In dem Wohnbauprojekt befinden sich 33 Wohneinheiten in zwei Häusern. Die Formensprache von Forster ist hier deutlich zu erkennen. Typisch sind die horizontalen Balkonbänder mit abgerundeten Ecken und der Sockel mit Klinker-Verkleidung. An den Straßenfassaden sieht man kein Fallrohre, diese werden an die Rückseite verlegt oder liegen in Schächten.

Opernturm

An der Stelle des ehemaligen Palais Rothschild, das für den Bau des Zürich Hauses abgerissen wurde, entstand 1960 das 68 m hohe Bürohaus der Zürich Versicherung. Als eines der ersten Hochhäuser der Stadt, stand es unter Denkmalschutz, bis es 2002 abgerissen wurde. Seit 2010 steht hier der 170 m hohe Opernturm von Prof. Christoph Mäckler. Projektentwickler war das New Yorker Unternehmen Tishman Speyer Properties.

KfW Westarkade

Der 56 m hohe Erweiterungsbau von Sauerbruch Hutton wurde zum besten Hochhaus 2011 gewählt. Das 2010 fertiggestellte Gebäude zeichnet sich durch einen niedrigen Energiebedarf aus. 

LILU Café

Auf einer Halbinsel im Main wurde für das Licht- und Luftbad in Frankfurt-Niederrad ein schwimmfähiger Ponton errichtet, der bei Hochwasser aufschwimmen kann und wie ein Bootsanleger von Stahlpfeilern gehalten wird. Die Frankfurter Architekten Meixner Schlüter Wendt haben den Stahlbau 2003 entwickelt. Das LILU ist ein Café mit Serviceräumen. Dadurch hat sich die kleine Flussinsel zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt.

Westhafen-Tower

Der 112 m hohe Büroturm wurde 2003 fertig gestellt. Die Architekten Schneider und Schumacher haben ein rundes Hochhaus entworfen, das mit dreieckigen Glaselementen verkleidet wurde, die eine natürliche Belüftung ermöglichen. Der Westhafen Tower steht am Eingang des Westhafens, der Mitte der 1990er Jahre von einem Industriegebiet in ein Wohnquartier mit Bürogebäuden verwandelt wurde. Der Westhafen Tower wird von den Frankfurtern das "Gerippte" genannt, weil die Rautenform an ein geripptes Apfelweinglas erinnert. 

Skylight Tower

Der 2001 fertig gestellte Komplex aus Büros, Geschäften und einem 63 m hohen Wohnturm wurde von Richard Rogers entworfen. Typisch für Rogers sind die außen liegenden Aufzüge wie beim Centre Pompidou in Paris oder Lloyd's of London.

Commerzbank Tower

Das 1997 errichtete Hochhaus der Commerzbank war bis 2003 das höchste Haus Europas. Der 267 m hohe Turm von Sir Norman Foster misst mit Antenne 300 m. An den Ecken des dreieckigen Grundrisses erheben sich die Aufzugsschächte aus Stahlbeton, in die die Büroetagen aus Stahl eingehängt wurden. Große Öffnungen für Gärten in der Fassade, ermöglich den Ausblick von den innen liegenden Büros. Die drei Gärten im Commerzbank Turm sind thematisch nach der Himmelsrichtung gestaltet. Der Garten nach Osten beheimatet Pflanzen aus Asien, der Garten Richtung Süden hat mediterrane Pflanzen und der Garten im Westen ist mit amerikanischen Gewächsen bepflanzt. Bei Nacht sind die Wintergärten, die sich auf jeder Seite an einer anderen Stelle befinden, gut zu erkennen.

Die Commerzbank-Zentrale ist ein Büroturm mit hohen Sicherheitsanforderungen daher kann er normalerweise nicht besichtigt werden. Aber am letzten Samstag eines jeden Monats gibt es eine öffentliche Führung zu der man sich anmelden kann (Siehe Link).

Siedlung Goldstein

Die Wohnsiedlung von Frank O. Gehry in Goldstein besteht aus 162 Wohnungen, die in mehreren Häusern um zwei Höfe gruppiert wurden. Die Wohnanlage entstand zwischen 1993-1996. Typisch für Gehry sind die Fassaden aus Zinkblech. Die meisten Wohnhäuser haben jedoch eine Putzfassade, an diesen Häusern sind nur die Flächen rund um die Balkone und Loggien mit Blech verkleidet. 

Weitere Gebäude von Frank O. Gehry:

Guggenheim Museum Bilbao, Fondation Luis Vuitton Paris, Walt Disney Concert Hall Los Angeles, Gehry Tower Hannover, MoPop Museum Seattle, 8 Spruce Street NYC

Messeturm

Der "Frankfurter Messeturm" war bei seiner Fertigstellung 1991 das höchste Gebäude Europas. Mit 256,5 m wurde der bisherige Rekordhalter, der "Tour Montparnasse" in Paris mit 210 m übertroffen. Den Rekord musste der Messeturm jedoch schon 1997 an den "Commerzbank Tower" abtreten. Der Messeturm wurde vom amerikanischen Architekten Helmut Jahn aus Chicago entworfen. Der postmoderne Turm zitiert einige Elemente aus der Frankfurter Baugeschichte. Der rötliche Granit erinnert an den Sandstein der Altstadthäuser, die Spitze nimmt Bezug auf den Treppengiebel des "Römers" und wie der "Dom" entwickelt sich der Turm von einem Quadrat an der Basis zu einem Zylinder an der Spitze. 

Museum für angewandte Kunst

Das Haus von Richard Meier am Frankfurter Museumsufer zählt zu seinen besten Werken. Um die historische Villa Metzler baute der New Yorker Architekt 1985 ein Museum das sich perfekt mit dem Park und der Villa verbindet. Der Grundriss besteht aus vier Gebäuden die zusammen ein Quadrat bilden. Die historische Villa Metzler ist eines der 4 Gebäude, die alle über Stege verbunden werden. Die Fassaden bestehen aus weißen Putzflächen oder weißen Metallelementen und großen Glasflächen. Das Museum Angewandt Kunst wirkt von Innen sehr hell und Lichtdurchflutet. Der Besucher gelangt über eine Rampe in das Obergeschoss. Die geometrischen Formen des Gebäudes lösen sich teilweise auf und es entsteht eine Verbindung zum Himmel und zu den Bäumen die sehr nah am Gebäude stehen. Die Lage am Flussufer und am Park machen das Museum von Richard Meier zu einem ganz besonderen Ort.

Weitere Gebäude von Richard Meier:

Getty Center Los Angeles, Museo d'Art Contemporani Barcelona

Torhaus Messe

Das 117 m hohe Hochhaus von Oswald Mathias Ungers wurde 1984 fertiggestellt. Der 2007 verstorbene Kölner Architekt setzte das Hochhaus auf einen dreieckigen Sockelbau an der S-Bahnstation Messe. Das Hochhaus besteht aus einem steinernen Gebäudeteil, aus dem sich ein gläserner Gebäudeteil erhebt. Die Fassade ist in ein strenges Quadratraster eingeteilt. Das Hochhaus wurde zur Ikone der Postmoderne und gilt immer noch als eines der besten Bauwerke der 80er Jahre.

Olivetti-Türme

Egon Eiermann, der bekannteste Architekt der Nachkriegszeit, errichtete für Olivetti die Deutschlandzentrale in der Bürostadt Niederrad. Der Bürokomplex besteht aus zwei mit Brücken verbundenen Flachbauten und zwei Bürotürmen die diagonal zueinander an den Flachbauten stehen. Das besondere an den Olivetti-Türmen ist die Konstruktion. Die Türme stehen jeweils auf einem trichterförmigen Betonsockel. Eiermann verstarb 1970, die "Olivetti-Zentrale" wurde 1972 eröffnet. Bekannt wurde Eiermann für den Wiederaufbau der Gedächtniskirche in Berlin. In Frankfurt hat er noch die Neckermann-Zentrale und das Hochtief-Hochhaus (abgerissen) errichtet.

IG-Farben Haus

Die Firmenzentrale der Chemischen Industrie entstand 1931. Als Vorbild diente das General Motors Building in Detroit. Nach dem Krieg diente der Komplex als Zentrale der US Armee. Seit 2001 gehört der Poelzig-Bau zum Campus Westend der Goethe Universität.

Römerstadt

Die Römerstadt von Ernst May ist die bekannteste Siedlung des Neuen Frankfurt. Die Siedlung mit 1.220 Wohnungen entstand zwischen 1927-1928. Zur Nidda markieren Bastionen die Grenze zwischen Stadt und Natur. Die geschwungene Form der Römerstadt folgt dem Flusslauf der Nidda. Der Name "Römerstadt" bezieht sich auf die römische Siedlung Nida, die in Frankfurt-Heddernheim entdeckt wurde und beim Bau der Siedlung "Römerstadt" zum größten Teil zerstört wurde. Die "Römerstadt" ist eine der frühen Siedlungen des Neuen Frankfurt, hier findet man noch gerundete und gebogene Häuserzeilen. Später werden die Siedlungen immer gradliniger.

Siedlung Bruchfeldstraße

Unter Ernst May entstanden für das Bauprogramm "Das Neue Frankfurt" zwischen 1925-1930 etwa 15.000 Wohnungen. Die erste Siedlung entstand 1928 in der Bruchfeldstraße in Frankfurt-Niederrad. Die Wohnsiedlung besteht aus aneinandergereihten aber versetzt stehenden Gebäuden, die einen grünen Hof umschließen. Die Siedlung Bruchfeldstraße wird deshalb auch "Zickzackhausen" genannt. Für die Wohnungen wurde die "Frankfurter Küche" von Margarete Schütte-Lihotzky entwickelt. Das Neue Frankfurt wurde durch das Bauhaus beeinflusst, Architekten aus Dessau arbeiteten an Wohnprojekten in Frankfurt und schrieben für die Zeitschrift Das Neue Frankfurt.

Behrensbau

Das Technische Verwaltungsgebäude der Farbwerke Höchst wurde 1924 fertiggestellt. Der Bau von Peter Behrens wurde zum Markenzeichen der Hoechst AG. Das Licht fällt durch drei Glaskuppeln in die farbige Kuppelhalle. Das Gebäude befindet sich auf dem Werksgelände und kann nur mit Führung besichtigt werden.

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Karte Architektur Frankfurt

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Architekturführer Frankfurt

Städtebau in Frankfurt am Main

Das "Neue Frankfurt"

Unter Baudirektor Ernst May wurden zwischen 1925-1930 über 15.000 neue Wohnungen errichtet. Die May-Siedlungen entstanden am Stadtrand und waren reine Wohnsiedlungen. Der moderne Städtebau versprach Licht und Luft, gegenüber der dichten und dunklen Bebauung im Frankfurter Stadtzentrum. Die Gebäude wurden standardisiert und teilweise im Plattenbau errichtet. Eine Errungenschaft des "Neuen Frankfurts" war die "Frankfurter Küche" von Margarete Schütte-Lihotzky. Die "Frankfurter Küche" war der Prototyp der modernen Einbauküche. 

 

Frankfurt nach dem Krieg

Vor dem "Zweiten Weltkrieg" war Frankfurt eine mittelalterliche Stadt, mit der größten Fachwerk-Altstadt Europas. Nach dem Krieg war von den mittelalterlichen Holzgebäuden nichts mehr übrig. Die Stadt wurde nach modernen Vorstellungen neu errichtet. Die "Berliner Straße" wird durch die historische Stadt geschlagen und teilt seither die Innenstadt. Zwischen Dom und Römer entsteht das "Technische Rathaus", der dreiteilige Betonklotz sprengt alle Dimensionen der ehemaligen Altstadt. 

 

 

 

 

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Hochhäuser in Frankurt

In der 1950er Jahren entstehen die ersten Nachkriegs-Hochhäuser in Frankfurt. Die 30-50 m hohen Gebäude erheben sich nur wenig über die Umgebung. Die meisten dieser Hochhäuser wurden bereits durch höhere Türme ersetzt. Erhalten blieben das "Juniorhaus" und das "Bayer-Haus".

In den 60er und 70er Jahren wuchsen die Türme auf 100-160 m an. 1978 wird der "Silberturm" der Dresdner Bank mit 166 m zum höchsten Bürogebäude Deutschlands. 1991 wurde mit dem 256 m hohen "Messeturm" von Helmut Jahn, ein neuer Rekord aufgestellt. Der Turm war damals der höchste Wolkenkratzer Europas und übertraf den "Tour Montparnasse" in Paris um 45 m. 1997 wurde dieser Rekord von der Commerzbank mit 269 m übertroffen. Die Commerzbank ist seitdem das höchste Bürogebäude der Stadt. Von den 10 höchsten Wolkenkratzern Deutschlands, stehen alle 10 in Frankfurt am Main.

 

 

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