Mamshit
Text und Fotos © Martin Gotsmann
Mamshit liegt zwischen dem Toten Meer und Be’er Sheva an der Landstraße 25, etwa 5 Kilometer östlich von Dimona. Wie Avdat war auch Mamshit eine Stadt der Nabatäer an der Weihrauchstraße. Mamshit wurde um das Jahr 70 nC errichtet und liegt oberhalb des Baches Nahil Mamshit, der den Ort mit Wasser versorgte. Die Nabatäer waren exzelente Wasserexperten, die das Regenwasser in großen, überdachten Wasserbecken sammelten und so in der Wüste Ackerbau betreiben konnten.
Geschichte
Eine Stadtmauer umschloss Mamshit, das damals rund 1.000 Bewohner zählte. Im Jahr 106 wurden die Nabatäer von den Römern unterworfen. Später gehörte Mamshit zum Byzantinischen Reich. In dieser Epoche entstanden auch die Kirchen, deren Überreste heute noch zu erkennen sind. Das Titelbild zeigt die Ostkirche. Nach der islamischen Eroberung im Jahr 636 wurde die Stadt verlassen.
Die Ostkirche
Mamshit National Park
Viele Bauwerke sind relativ gut erhalten. Die Mauern wurden teilweise wieder aufgebaut und neue Stützen eingefügt, dadurch hat man wieder den Eindruck durch eine Stadt zu laufen. Viele Besucher verirren sich nicht nach Mamshit obwohl die Stadt auf dem Weg zum Toten Meer liegt. Es gibt kein Cafe oder Shop also Wasser selbst mit bringen.
Mamshit National Park, Dimona
Nahal Mamshit
Der Bach Nahal Mamshit liegt direkt unterhalb der Stadt Mamshit. Die Ausgrabungsstätte sieht man auf dem Foto am oberen linken Bildrand.
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