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Die Geschichte von Leipzig

Leipzig hat mit der Völkerschlacht europäische Geschichte geschrieben und mit den Montagsdemonstrationen den Zusammenbruch der DDR eingeleitet. Die alte Messestadt besticht durch ihre schöne Altstadt und die gut erhaltenen Gründerzeitviertel.

650 Nachdem die Thüringer von den Franken besiegt wurden und sich aus der Region zurück zogen, wurde das Gebiet um Leipzig von den Sorben besiedelt.
1165 Die Siedlung Urbs Lipsk (Leipzig) erhält das Marktrecht.
1409 Die Universität Leipzig wird gegründet.
1485 Leipzig fällt an Sachsen.
1497 Leipzig erhält das Messeprivileg und wird damit zur Konkurrenz von anderen Messestädten.
1639 Durch die Pest sterben in Leipzig über 4000 der ca. 16.000 Bewohner.
1642 Im Dreißigjährigen Krieg wird Leipzig bis 1650 von schwedischen Truppen besetzt.
1756 Leipzig wird von Preußen erobert.
1800 In Leipzig leben 32.000 Menschen.
1813 Bei Leipzig findet die Völkerschlacht statt, bei der Preußen, Österreich, Russland und Schweden die Franzosen unter Napoleon besiegen.
1825 In Leipzig wird der Börsenverein der Deutschen Buchhändler gegründet.
1839 Die Eisenbahnlinie Leipzig-Dresden wird eröffnet.
1870 Leipzig wird mit über 100.000 Bewohnern zur Großstadt.
1871 Karl Liebknecht wird in Leipzig geboren. Er war Mitgründer des Spartakusbund, dessen Mitglieder eine kommunistische Revolution in Deutschland vorbereiteten. Am 9. November 1918 rief er vom Berliner Stadtschloss die “Freie sozialistische Republik Deutschland” aus. 1919 wurde er deshalb im Berliner Tiergarten erschossen. Er hatte kein politisches Mandat, eine sozialistische Republik auszurufen. Die Mehrheit in Deutschland wollte keine kommunistische Diktatur. In der DDR (ehemalige kommunistische Diktatur) galt er als Märtyrer. In deren Herrschaftszeit wurde eine der lebendigsten Straßen von Leipzig nach ihm benannt, die Karl-Liebknecht-Straße. Auch Clara Zetkin gehörte dem Spartakusbund an. Nach ihr wurde der Clara-Zetkin-Park benannt.
1891 Die Stadtfläche wird durch Eingemeindungen erweitert.
1895 Die erste Mustermesse wird eröffnet.
1900 Der Deutsche Fußballbund wird in Leipzig gegründet.
1905 Die Bevölkerung Leipzigs steigt auf über 500.000.
1913 Zum Gedenken an die Völkerschlacht vor 100 Jahren, wird das Völkerschlachtdenkmal errichtet.
1920 Die erste Frühjahrsmesse findet statt.
1930 Leipzig zählt über 700.000 Einwohner.
1938 Beginn der Deportation der Leipziger Juden unter Adolf Hitler. Die Juden werden in Konzentrationslager gebracht und dort ermordet.
1943 Leipzig wird bombardiert, Teile der Innenstadt werden zerstört.
1945 Leipzig wird von den Amerikanern besetzt, später jedoch an die / übergeben. Die Bevölkerung sinkt auf 580.000.
1952 Leipzig erhält durch die neue Aufteilung des Landes durch die DDR, einen eigenen Bezirk.
1989 Die Leipziger Montagsdemonstrationen führen zum Zusammenbruch der DDR. In der Stadt lebten damals rund 530.000 Menschen. Zu den Demonstrationen kamen über 200.000 Bürger. Diese Massen konnten von der Stasi nicht mehr unterdrückt werden und Russland war nicht bereit ein Massaker anzurichten. Russlands Präsident Michail Gorbatschow war ein kluger Mann, der wusste, dass sich die Welt verändern muss. Er sagte zu seinen deutschen Genossen: “Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.” Auch wenn das Einheits-Denkmal zur Wende in Berlin errichtet werden soll, die DDR haben die Bürger Leipzigs beendet. Das Denkmal wäre hier besserer aufgehoben.
1996 Das neue Messegelände wird eröffnet.
1998 Die Bevölkerung sinkt auf 440.000 Einwohner.
1999 Durch Eingemeindungen kann die Einwohnerzahl wieder auf 500.000 angehoben werden.
2000 Die ehemaligen Tagebaugruben rund um die Stadt werden geflutet und zu Naherholungsgebieten ausgebaut. Auf diese Weise entsteht die Leipziger Seenlandschaft.
2022 In Leipzig leben rund 600.000 Menschen.

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