Centre Georges-Pompidou

Das Centre Georges-Pompidou ist ein Museums- und Kulturzentrum mitten in der Stadt. Die beiden Architekten Renzo Piano und Richard Rogers hatten einen ungewöhnlichen Ansatz, sie wollten kein Monument für den Präsidenten errichten, sondern einen Treffpunkt für die Menschen. Sie planten ein hohes Gebäude, um mehr Freiraum vor dem Museum zu gewinnen. Der Platz ist für sie wichtiger als das eigentliche Bauwerk. Sie hatten viel Glück, dass die Jury das Potential ihres plumpen Entwurfs erkannte, der damals noch viel höher war als das heutige Gebäude. Rogers und Piano wollten eine Mischung aus Britsh Museum und Times Square bauen. 

Sie bekamen den Zuschlag 1971, mussten ihr Gebilde aber den Brandschutzanforderungen anpassen. Das Centre Pompidou wurde dadurch niedriger und die offenen Räume wurden durch Brandschutzwände unterteilt. Die Metallstützen bekamen eine Brandschutzverkleidung, die wieder von Metall ummantelt wurde. Die gringere Höhe ermöglichte die Erschließung durch eine außenliegende Rolltreppe, die zum Markenzeichen des Centre Pompidou wurde. Die Fassade am Place Georges Pompidou ist gläsern und durchlässige, wärend auf der Seite zur Rue Beaubourg alle Installationsleitungen liegen. Von dieser Seite sieht das Centre Pompidou aus wie eine bunte Chemiefabrik.

Das Centre Georges-Pompidou war bei seiner Eröffnung 1977 ein Wendepunkt in der Architekturgeschichte. Die moderne Architektur war in einer Sackgasse gelandet. Die brutalistische Architektur aus Beton und monotone Glaskisten wurden mehrheitlich abgelehnt. Die moderne Architektur ignorierte den Ort und seine Geschichte. Das Centre Pompidou wurde gefeiert, es gab den Bewohnern die Stadt zurück, es funktionierte wie eine italienische Piazza. Das Centre Pompidou war der Beginn der High-Tech-Architektur von Richard Rogers und Norman Foster.

Weitere Gebäude von Richard Rogers:

Lloyd's of London   Leadenhall   Las Arenas   Aeropuerto de Barajas   Skylight Tower   Tribunal de Grand Instance

 

Weitere Gebäude von Renzo Piano:

The Shard   Art Institute of Chicago   California Academy of Sciences

 

Rue Beaubourg 19

www.centrepompidou.fr

 

Fondation Luis Vuitton

Die Fondation Louis Vuitton ist ein Zentrum für zeitgenössische Kreationen im Bois de Boulogne. Architekt der wolkenartigen Struktur war der Amerikaner Frank O. Gehry. Eröffnet wurde das außergewöhnliche Gebäude 2014. Das Museum besteht aus 19 Gebäudegruppen in denen die Ausstellungsräume und andere Funktionen der Fondation Louis Vuitton untergebracht sind. Die Fassade steht vor dem Museum und besteht aus einer Stahl-Holz-Konstruktion die mit gebogenen Milchglasscheiben verkleidet ist. Der Architekt nennt sein Gebäude die "Glaswolke", offiziell heißt das Bauwerk "Le vaisseau de verre", das Glasschiff. Sehenswert ist auch der Dachgarten mit schönen Ausblicken über Paris.

Weitere Gebäude von Frank o. Gehry:

Walt Disney Concert Hall, Guggenheim Museum Bilbao, Siedlung Goldstein, Gehry-Tower, 8 Spruce Street

Metro: Les Sablons

8 Ave. du Mahatma Gandhi

www.fondationlouisvuitton.fr

 

Bibliotheque national de France

Der Neubau der Nationalbibliothek Frankreichs wurde 1996 von Dominique Perrault errichtet. Vier Hochhäuser, die wie geöffnete Bücher einen bewaldeten Innenhof überragen machen das Gebäude einzigartig. Die Flachbauten, die die Büchertürme verbinden sind verglast, von hier blickt man in den bewaldeten Innenhof. Der Wald wurde an einem Tag aus der Normandie nach Paris gebracht und kann dort ungestört wachsen. Der Innenhof wird nur einmal im Jahr für Besucher geöffnet. König Franz I. verfügte im 16. Jahrhundert, dass alle Verleger ein Exemplar jedes Buches, welches in Frankreich gedruckt wird, an die National Bibliothek schicken müssen. Über die Jahrhunderte sind so über 30 Millionen Bücher eingelagert worden. In der Bibliotheque François Mitterrand lagern rund 10 Millionen Bücher. Die anderen Exemplare verteilen sich über weitere Standorte der Bibliotheque national de France. Da der Neubau auf Initiative von Francois Mitterrand entstand, wurde das Bauwerk nach dem verstorbenen Präsidenten benannt.  

 

Quai François Mauriac

www.bnf.fr

 

Grande Arche

Der "Grande Arche de la Fraternité" in La Défense bildet den Endpunkt der Großen Achse von Paris. Zur 200 Jahrfeier der Französichen Revolution wurde der würfelförmige Bürokubus 1989 errichtet. Architekt war der Däne Johan Otto von Spreckelsen, der bereits 1987 verstarb und die Einweihung nicht mehr miterleben konnte. Der Grande Arch de la Défense wurde vom französischen Architekt Paul Andreu vollendet.

Der 111 m hohe Kubus ist rund 107 m breit und 112 m lang. Die zentrale Sichtachse Axe historique schneidet sich durch Paris und beginnt am Palais du Louvre, dem ehemaligen Schloss des Königs. Etwa in der Mitte steht der Arc de Triomphe.

Die Form des Grand Arche ist ein Tesserakt, ein großer Würfel mit einem kleineren Würfel in der Mitte. Die Ecken werden miteinander verbunden und bilden schräge Flächen. Der innere Würfel bildet hierbei den Luftraum. In den Seitenfläche befinden sich 35 Büroetagen, die an den Langseiten verglast sind. Die Stirnseiten sind mit hellem Granitplatten verkleidet. In der Öffnung schweben wolkenförmige Segel, "Les Nuages", die das strenge quadratische Raster der Fassade auflockern. Gläserne Aufzüge fahren durch die Öffnung zum Dach des Grande Arche. Hier gibt es eine Aussichtsplattform von der man die Achse bis zum Arc de Triomphe sehen kann.

Der "Grande Arche" war eines der Grands Projets von Präsident François Mitterrand.

 

La Défense

www.lagrandearche.fr

 

Passerelle Simon Beauvoir

Die Fußgängerbrücke in Osten von Paris verbindet die Nationalbibliothek mit dem Parc de Bercy. Die geschwungene Brücke von Dietmar Feichtinger ermöglicht die Erschließung der Uferstraße und der Promenade, die auf zwei verschiedenen Höhen liegen. Fertigstellung 2006. 

Musee du Louvre

Wie die Nationalbibliothek und der "Grande Arche", war auch die Erweiterung des Louvre ein "Grande Projet" von Präsident François Mitterand. Architekt der 1989 errichteten Glaspyramide war I.M. PeiFrançois Mitterand war ein großer Bewunderer des alten Ägyptens und mischte sich in alle Großen Projekte ein. Die Pyramide vor dem Louvre steht am Schnittpunkt der Großen Achse mit dem Nullmeridian von Paris, der mit Arago Medallions in den Straßen der französischen Hauptstadt markiert ist. Die Proportionen sind exakt gleich mit denen der Cheops Pyramide in Giseh. Mitterand wusste seit 1981 das er Krebs hatte und wollte sich mit den Grande Projets ein Denkmal setzen. Wie Napoleon wollte er die Hauptstadt durch große Bauprojekte prägen. Die Pyramide ist für ihn dabei das wichtigste Zeichen. I.M. Pei hat die Pyramide neu interpretiert, sie ist kein riesiger Berg aus Steinen sondern relativ klein und aus Glas. Da sie nachts beleuchtet wird überstahlt sie alle Bauwerke der Umbegung. Funktional ist sie der neue Eingang zum Louvre Museum. Durch die gläserne Pyramide fällt Licht in den unterirdischen Raum von dem Gänge zu den Ausstellungsräumen führen. Im Louvre findet man viele Schätze aus Ägypten weil Napoleon das Land 1798 eroberte. Die entscheidende Schlacht fand bei den Pyramiden statt.

Weitere Gebäude von I.M. Pei:

Bank of China   Deutsches Historisches Museum 

 

Cour Napoleon

www.louvre.fr

 

Cité de la Mode et du Design

Die Architekten Jakob + Mac Farlane bauten eine Lagerhalle an der Seine zum Zentrum für Mode und Design um. An die alte Betonkonstruktion der Halle wurde ein futuristisches Stahlglasobjekt gehängt, das wie ein knallgrüner Parasit das Gebäude überwuchert. Fertigstellung 2008

Parc de la Villette

Auf dem ehemaligen Schlachthofgelände entstand 1983 eine der größten Parkanlagen von Paris. Der Schweizer Architekt Bernard Tschumi konzipierte den Parc de la Villette mit 26 roten Kuben (Folies), die auf einem Raster im Park stehen. Die dekonstruktivistischen Elemente gliedern den Park und werden durch Wege, Brücken und Stege miteinander verbunden. Zentrum des Parks ist der Canal de l' Ourcq, der die Grünfläche durchschneidet. Der Parc de la Villette bietet weitere architektonische Sehenswürdigkeiten, wie die Philharmonie de Paris von Jean Nouvel oder dieCité de la musiquevon Christian de Portzamparc.

Weitere Gebäude von Tschumi:

Akropolis Museum Athen

 

Parc de la Villette

www.villette.com

 

Musee du quai Branly

Das Museum du quai Branly von Jean Nouvel wurde 2006 eröffnet. Das Gebäude besteht aus einer gebogenen Glasfassade die die Krümmung der nahen Seine auf nimmt, aus der farbige Kuben heraus stehen. Ein Teil der Fassade wurde von Patrick Blanc begrünt.

Tours Nuages

Das Wohnungsbauprojekt von Emile Aillaud besteht aus 18 Türmen, von denen der höchste 105 m hoch ist. Die abgerundeten Fassaden sind mit Fliesen verkleidet, deren Muster und die Grundrissform an Wolken (franz. Nuages) erinnert. Fertigstellung war 1977.

 

Av. Pablo Picasso, Nanterre

 

Villa Savoye

Le Corbusier errichtete die Villa für die Familie Savoye 1931. Das Gebäude gilt zu Recht als Ikone der Architektur. Die Übergänge von Innen- und Außenflächen machen das Haus besonders. Die "Villa Savoye" ist heute ein Museum und kann besichtigt werden. Die Gebäude von "Le Corbusier" zählen seit 2016 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Öffnungszeiten: Di-So. 10-17 Uhr (im Sommer bis 18 Uhr).

In Paris gibt es die Fondation Le Corbusier  8-10 Square du Dr Blanche (16 Arrondissement)

Weitere Gebäude von Le Corbusier:

Cité Radieuse  Cité Frugès  Corbusierhaus Berlin  Centre Le Corbusier   National Museum of Western Art   UN New York  

 

82 rue de Villiers, Poissy

http://villa-savoye.monuments-nationaux.fr

 

Karte Architektur in Paris

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