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Die Kölner Stadttore

Die mittelalterliche Kölner Stadtmauer wurde zwischen 1180–1220 errichteten. Als die Stadtbefestigung 1881 geschleift wurde beschloss der Rat der Stadt 4 Stadttore zu erhalten. Die Tore sind sehr unterschiedlich und sind jedes für sich, ein Beispiel mittelalterlicher Wehrarchitektur.

Hahnentorburg

Die Hahnentorburg war ein Tor in der zwischen 1180–1220 errichteten Kölner Stadtmauer. Das Tor im Westen der Stadt, liegt an der Straße nach Aachen. Die Straße westlich des Tors heißt Aachener Straße. Hinter dem Tor Richtung Innenstadt, heißt die Straße Hahnenstraße. Der Name des Tors hat aber nichts mit dem Federvieh zu tun, sondern wurde sehr wahrscheinlich von Hain (Holz) abgeleitet, da sich hinter dem Tor damals noch Wald befand.

Neben der Verteidigungsfunktion, diente die Torburg auch als Kerker. Als 1881 die Kölner Stadtmauer abgerissen wurde, entschied der Rat der Stadt 4 Stadttore zu erhalten. Die Hahnentorburg hatte Glück und wurde 1890 von Josef Stübben saniert, dem bekanntesten Stadtplaner seiner Zeit.

Rudolfpl. 1, 50674 Köln

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Eigelstein Torburg

Die “Eigelstein Torburg” ist ein Relikt der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Der Name “Eigelstein” kommt von Eichel Steinen. Die Römer hatten nördlich von Köln einen Friedhof angelegt, als Zeichen der Unsterblichkeit errichteten die Römer Pinien Steine. Diese wurden von den Germanen als Eicheln gedeutet. So kam die Straße zu ihrem Namen Eigelstein. Das Tor wurde dann nach der Straße benannt. An der linken Seite sieht man den “Kölsche Boor” (Kölner Bauer) mit Dreschflegel und Schild.

Eigelstein, 50668 Köln

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Ulrepforte

Die Ulrepforte war die älteste und kleinste Pforte der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Ein Grund dafür war, das sich hinter dem Tor keine Landstraße befand und das Tor damit keine Verkehrsfunktion hatte. Um 1450 wurde das Tor zugemauert und zur Windmühle (Karthäuser Mühle) umgebaut . Benannt wurde das Tor nach den Töpfern (Üler), die hier beheimatet waren.

Ulrichgasse, 50678 Köln

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Severinstorburg

Auch das Severinstor war Teil der mittelalterlichen Stadtmauer. Von hier gelangte man nach Bonn und weiter Richtung Süddeutschland. Die Nordsüdrichtung entlang des Rheins, war eine der wichtigsten Handelsstraßen des Mittelalters. Aus diesem Grund hatte die Severinstorburg auch einen repräsentativen Zweck. 1881 wurde die Stadtmauer geschliffen, seitdem wird das Torgebäude als Bürgerhaus genutzt.

Chlodwigpl. 2, 50678 Köln

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