Donau City Tower

Der "Donau City Tower" von Dominique Perrault ist mit 250 m das höchste Hochhaus Österreichs. Im 2013 eröffneten Turm befindet sich ein Hotel, Büros und Wohnungen. Das Projekt besteht eigentlich aus zwei Türmen, die wie ein zerbrochener Monolith mit den Bruchkanten gegenüber stehen. Die wellenförmige Glasfläche soll an die Donau erinnern. Bei Türme bilden zusammen ein gigantisches Stadttor.

Wien Hauptbahnhof

Der neue Wiener Hauptbahnhof wurde 2012 eröffnet, 2015 waren alle Bereiche fertiggestellt. Der Hauptbahnhof ersetzt die beiden Kopfbahnhöfe Ost- und Südbahnhof. Im Bahnhof befindet sich auch ein Einkaufszentrum. Der Entwurf stammt von den Wiener Architekten Wimmer, Hoffmann und Hotz aus der Schweiz. Das Besondere ist die rautenförmige Dachlandschaft aus verspiegelten Glaselementen, die in der Mitte der Raute hoch knickt und so Licht auf die Gleise fallen lässt.

Gasometer

Die vier Gasometer in Wien-Simmering wurden 1896 errichtet und wurden bis 1975 betrieben. Zwischen 1999 und 2001 wurden die Gasbehälter von verschiedenen Architekten umgebaut. Jean Nouvel plante ein Einkaufszentrum, Büroetagen und Wohnungen im Gasometer A. Coop Himmelb(l)au stellten einen Wohnturm neben den Gasometer B. Im Gasometer befinden sich weitere Wohnungen und ein Veranstaltungssaal. Gasometer C (Wehdorn Architekten) und D (Holzbauer Architekten) wurden von auch mit Wohnungen gefüllt.

Haas Haus

Das "Haas-Haus" war eines der ersten Kaufhäuser der Stadt. Nach dem Krieg entstand ein schlichter Neubau, der vielen Wienern ein Dorn im Auge war, so dass es 1985 abgerissen wurde. Der Neubau von Hans Hollein wurde 1990 eröffnet und war wieder sehr umstritten, da sein verspiegelter Glaserker angeblich nicht zum nahen Stephansdom passt. Mittlerweile hat man sich an das neue "Haas-Haus" gewöhnt und manche sehen darin sogar einen Umbruch zu einem neuen, internationalen Wien.

Wohnpark Alterlaa

Der gigantische "Wohnpark Alterlaa" sieht aus wie eine Zukunftsutopie der 70er Jahre. Harry Glück plante die Anlage aus drei 400 m langen und rund 85 m hohen Wohn-Blöcken mit 3.200 Wohnungen. Auf dem Dach befinden sich Schwimmbecken und im Erdgeschoss gibt es Geschäfte und öffentliche Einrichtungen. Die Fassade wird im unteren Bereich durch 4 m² große Pflanzkübel begrünt. Die Wohnsiedlung "Alterlaa" wurde zwischen 1973-1985 errichtet.

Vienna International Centre

Das "Vienna International Centre" wurde 1979 als Bürogebäude für verschiedene internationale Organisationen eröffnet. Der Gebäudekomplex aus 6 Türmen und einer runden Versammlungshalle wurde vom Architekten Johann Staber geplant. Die ypsilon-förmigen Burohäuser der "UNO-City" stehen aneinander, der höchste Turm misst 127 m.

Wotrubakirche

Am Stadtrand von Wien steht eine ungewöhnliche Kirche des Bildhauers Fritz Wotruba. Die Kirche besteht aus 152 Betonblöcke, die aufeinander gestapelt wurden. Die entstandenen Zwischenräume wurden verglast. Das Gotteshaus wurde aufgrund der Initiative von Margarethe Ottillinger 1976 verwirklicht. Offiziell heißt das Bauwerk Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit, der Name Wotrubakirche ist aber weiter verbreitet.

Umspannwerk Favoriten

Das Umspannwerk im Wiener Bezirk "Favoriten" ist ein seltenes Beispiel konstruktivistischer Architektur in Österreich. Die Architekten Eugen Kastner und Fritz Waage errichteten das Bauwerk 1931. Im Stil ähnelt es der Textilfabrik "Rotes Banner" in Leningrad von Erich Mendelsohn aus dem Jahr 1926. Kastner und Waage bauten noch viele Industriebauten, bis Kastner im Krieg fiel. Beide Architekten waren Mitglieder der NSDAP.

Karl-Marx-Hof

Der "Karl-Marx-Hof" ist mit 1.100 m Länge eines der längsten Wohngebäude der Welt. Die Anlage besteht aus 1382 Wohneinheiten die zwei Wohnblöcke bilden. In der Mitte sind die beiden Blöcke durch einen Platz und eine markante Häuserzeile mit vier Torhäusern (Foto) verbunden. Der "Karl-Marx-Hof" wurde von Otto Wagner Schüler und Oberstadtbaurat Karl Ehn entworfen. Die Wohnanlage für 9.000 Menschen wurde 1930 eröffnet. Die Wohnungen haben je eine Toilette und ein Waschbecken, Bäder gab es damals noch nicht. Im Ehrenhof steht die Skulptur "Sämann" von Otto Hofner, die Keramikfiguren über den Torbögen stammen von Josef Franz Riedl. Im Februar 1934 gab es hier einen Aufstand gegen den Diktator Dollfuß, der vom Militär niedergeschlagen wurde.

Looshaus

Das "Looshaus" ist eine Ikone der Architekturgeschichte, es markiert den Übergang zur Moderne. Adolf Loos baute dieses Haus 1910 weder mit klassizistischen Säulen noch mit Jugendstildekor. Das "Haus ohne Augenbrauen" sorgte für einen Skandal in der Stadt. Loos wurde aufs Übelste beschimpft und von der Stadt wurde ein Wettbewerb für eine neue Fassade ausgelobt, der jedoch von den Architekten aus Solidarität boykottiert wurde.

Postsparkasse

Eines der bedeutendsten Bauwerke Wiens ist die Postsparkasse von Otto Wagner. Das Jugendstilgebäude aus dem Jahr 1906 zeigt im Kassenraum, der 1912 errichtet wurde, schon moderne Bauelemente aus Glas und Aluminium. Zudem ist die Formensprache reduziert und kommt ohne die damals übliche Verzierung aus.

Karte Architektur Wien

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