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Yerebatan Sarayi

“Der versunkene Palast” wird die Zisterne auch genannt, die der Byzantinische Kaiser Justinian im Jahr 565 errichten ließ, um seinen Palast mit Wasser zu versorgen. Mit 336 Marmorsäulen, die je 9 m hoch sind, wirkt der Yerebatan Sarayi tatsächlich wie ein unterirdischer Palast. Die Kapitelle sind korinthisch und dorisch. Auf einer 140 m langen und 70 m breiten Grundfläche konnten 80.000 Kubikmeter Wasser gespeichert werden. Nach der Eroberung von Byzanz durch die Osmanen im Jahr 1453, diente die Zisterne nur noch kurze Zeit als Wasserversorgung des Topkapi Sarayi. Die Osmanen bauten eine neue Wasserversorgung und der “Versunkene Palast” geriet in Vergessenheit. Erst im 16. Jahrhundert wurde der Yerebatan Sarayi wiederentdeckt.

Der Eingang zum Yerebatan Sarayi befindet sich neben der Hagia Sophia. Man gelangt über eine Treppe in die große Halle, hier können die Besucher über Stege, den antiken Wasserspeicher besichtigen. Die Hauptsehenswürdigkeit der Zisterne sind die beiden Medusenhäupter, die als Säulenbasis verwendet wurden. Man ist sich nicht sicher, ob sie aus einem anderen Bauwerk stammen oder als Schutz extra für den “Versunkenen Palast” hergestellt wurden. Der Kopf der Medusa wurde in Byzanz als Schutz eingesetzt. Der Legende zufolge kann der Schlangenkopf jeden in Stein verwandeln, der ihn ansieht. Damit das nicht passiert, wurden die Schlangenhäupter kopfüber aufgestellt. Der “Versunkene Palast” ist eine der Top-Attraktionen von Istanbul.

Alemdar, Yerebatan Cd. 1/3, 34110 Fatih/İstanbul

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