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Torhaus Messe

Das 117 m hohe Bürohochhaus von Oswald Mathias Ungers wurde 1984 fertiggestellt. Der 2007 verstorbene Kölner Architekt setzte das Hochhaus auf einen dreieckigen Sockelbau an der S-Bahnstation Messe. Das Torhaus besteht aus einem steinernen Gebäudeteil, aus dem sich ein gläserner Gebäudeteil erhebt. Die Fassade ist in ein strenges Quadratraster eingeteilt. Das Hochhaus wurde zur Ikone der Postmoderne und gilt immer noch als eines der besten Bauwerke dieser Epoche der Baugeschichte.

Warum wird das Torhaus an der Frankfurter Messe der Postmoderne zugeschrieben?

Der Unterschied zur Klassischen Moderne besteht darin, dass Ungers das Prinzip “form follows function” nicht befolgt. Die Form ergibt sich nicht aus der Funktion sondern wurde entworfen und dann mit der Funktion gefüllt. Die Fassade ist nicht horizontal gegliedert wie in der Moderne, Ungers verwendet hier wieder eine Lochfassade, wie in historischen Bauten. Ein dritter Punkt ist das Material, er verwendet einen hellroten Betonstein, der einen Bezug nimmt, zum in Frankfurt verwendeten Mainsandstein. Dieser lokale Bezug widerspricht dem Internationalen Stil, dem lokale Bautraditionen egal waren.

Weitere Bauwerke von Oswald Mathias Ungers:

Deutsches Architektur Museum Frankfurt  +  Wallraf-Richartz Museum Köln  +   Hamburger Kunsthalle

Emser Brücke, Messe Frankfurt

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