Iglesia de la Compania de Jesus

Am Plaza de Armas steht die Kathedrale und die Iglesia de la Compania de Jesus, die auf den Überresten des Inka Tempels Huayna Cápac gebaut wurde. Mit dem Bau der Kirche der Jesuiten wurde 1571 begonnen und schon damals war klar, dass die Iglesia de la Compania de Jesus die schönste Kirche von Cusco werden sollte. Der Bischof befürchtete das die Jesuiten seine Kathedrale übertreffen würden und schaltete den Papst in Rom ein, um einen Baustopp zu erwirken. Der Papst ordnete den Baustopp an aber bis die Post aus Italien nach Cusco kam war die Kirche schon fertig. Bei einem Erdbeben im Jahr 1650 wurde die Iglesia de la Compania de Jesu zerstört, das Gotteshaus wurde jedoch umgehend wieder aufgebaut. Die Barockfassade wird im Innenraum noch durch kunstvolle Verzierungen und den gewaltigen Altar übertroffen. Spanien verbot den Orden der Jesuiten 1767 und 1768 mussten die Jesuiten auch Cusco verlassen. Die Jesuiten galten damals als machtbesessen und habgierig. Sie wurden auch in Portugal und Frankreich verboten.

Plaza Mayor

Die Plaza Mayor ist der typische Hauptplatz spanischer Kolonialstädte in Südamerika. Der Platz heißt offizielle Plaza de Armas (Platz der Waffen). Zur Zeit der Inkas befand sich hier der Platz Haukaypata. In der Mitte des Platzes steht ein Brunnen mit dem Inka König Pachacutec, dem Weltenveränderer. Am 24. September 1572 wurde hier der letzte Inka Herrscher Túpac Amaru enthauptet. Auf dem Platz wird jedes Jahr das "Inti Raymi" (Fest der Sonne) gefeiert. 

Kathedrale von Cusco

Neben der ersten Kirche von Cusco Iglesia del Triunfo, die direkt nach dem Sieg über die Inkas errichtet wurde, baute man ab 1560 die Kathedrale. Sie wurde auf den Fundamenten des Inka Tempels Huiracocha errichtet. Die Kathedrale von Cusco Santo Domingo wurde 1654 eingeweiht. Die Renaissancefassade der Kathedrale wirkt weder elegant noch gut proportioniert. Zu den Sehenswürdigkeiten der Kathedrale zählen die Gemälde er Schule von Cusco (Escuela Cusqueña), der silberne Hauptaltar, die Kapelle Jesús, Maria y José und der schwarze Jesus "El Negrito".

Coricancha

Der Sonnentempel "Qurikancha" oder in der spanischen Schreibweise Coricancha war der bedeutendste Inkatempel in Cusco. Der Coricancha wurde 1438 errichtet. Nachdem Francisco Pizarro die Stadt 1533 erobert hatte, zerstörte er den Tempel. Die Überreste wurde 1650 durch das Kloster Santo Domingo überbaut. Dadurch erkennt man heute nicht mehr viel vom einstigen Coricancha Tempel der Inka. Da Cusco damals die Hauptstadt des Inkareichs war, war der Sonnentempel die höchste Kultstätte des Landes. Hier fanden alle wichtigen Ereignisse statt, wie Krönungen, Hochzeiten, Bestattungen oder religiöse Zeremonien. Der Sonnentempel war die Kultstätte des höchsten Priesters, dem Villac Umu. Neben dem Sonnengott wurde hier auch die Mondgöttin Mama Killa verehrt. Die Sonne wurde mit einer großen Goldscheibe dargestellt. Die Mondgöttin mit einer silbernen Scheibe. Gold galt den Inka als Schweißperlen der Sonne und Silber als Tränen des Mondes. Im Heiligen Garten "Jardin Sagrado" befanden sich lebensgroße Skulpturen aus Gold von Menschen, Pflanzen und Tieren. Die halbkreisförmige Tempelanlage hatte Terrassen die sich zu einem Platz hin abtreppten. Die gebogene Form der Mauerreste lassen dies noch erkennen. Im Innenraum des Klosters sind noch gut erhaltene Teile des Sonnentempels zu sehen.

Cusco Inka Bauten

Als Pizarro Cusco am 15. November 1533 eroberte ließ er die Tempel zerstören, um darauf christliche Kirchen zu errichten. Die perfekt ineinander gefügten Mauern nutzten die Spanier für ihre neue Stadt. Dadurch sieht man im Zentrum von Cusco immer wieder Mauerreste aus der Inkazeit. Hier ein Foto aus der Calle Hatunrumiyoc.

Museo de Arte Religioso

Das Museo de Arte Religioso befindet sich im ehemaligen Bischofpalast von Cusco. Das großzügige Bauwerk hat einen sehr schönen Innenhof uns sehenswerte Zedernholzdecken. Das Museum religiöser Kunst ist berühmt für seine Gemälde der Schule von Cusco aus dem 17. Jahrhundert. Im Sockelgeschoss kann man noch Reste des ehemaligen Inka Palasts erkennen der für den 6. Inka König errichtet wurde.

Plazoleta Nazarenas

Wenn man von der Kathedrale zum Museo Inka läuft und dann der kleine Gasse weiter Richtung Norden folgt, gelangt man an die Plazoleta Nazarenas. Der hübsche kleine Platz mit ein paar Bäumen wird von der Capilla San Antonio Abad überragt. Die Barockkirche wurde 1598 vom Bischof Antonio de la Raya in Auftrag gegeben. Der Platz wirkt so harmonisch, weil alle Hausfassaden weiß sind und etwas die gleiche Höhe aufweisen. Selbst die Glockentürme von der Kapelle San Antonio Abad werden am nächsten Haus in gleicher Art aufgenommen. Dieses Haus war das ehemalige Seminar des Klosters und wurde mittlerweile zum luxus Hotel Belmond Palacio Nazarenas umgebaut. Ein weiteres bedeutendes Gebäude am Platz ist das Museo de arte Precolombino, das peruanische Kunst vor der Eroberung durch die Europäer zeigt.

Lamas

Das Lamas ist immer noch immer ein beliebtes Lasttier, der ländlichen Bevölkerung des Anden-Hochlands. Für die Inka war das Lama das wichtigste Nutztier. Es konnte Lasten tragen und versorgte die Bevölkerung mit Wolle, für Kleidung. Als die Spanier das Land eroberten brachten sie ihre eigenen Haustiere mit und die Zahl der Lamas ging um ca. 90 % zurück. In Cusco sieht man auch heute noch Lamas aber eher als Fotomotiv für Touristen. 

 

 

Jesus auf dem Pukamuqu

Der Pukamuqu (Roter Hügel) ist ein berühmter Aussichtspunkt in Cusco. Auf dem 3.600 m hohen Hügel steht eine weiße Jesus-Statue. Da Cusco selbst schon auf rund 3.400 m liegt ist der Höhenunterschied nur etwa 200 m. Aber der Blick vom Cristo Blanco auf die Stadt ist trotzdem atemberaubend. Man sieht genau auf das Zentrum mit der Kathedrale und hat im Hintergrund das große Bergpanorama der Anden.

Sacsayhuaman

Sacsayhuaman war die Inka Festung von Cusco. Sie wurde zusammen mit der Stadt im 11. Jarhundert geplant. Der Plan von Cusco sah aus wie ein Puma und Sacsayhuaman war der Kopf. Auffällig sind die drei Terrassen mit Zickzackmauern. Die Festung ist 300 m lang und besteht aus bis zu 5 m hohen Granitblöcken die exakt aneinander passen. Die Festung diente auch als Fluchtburg für die Bevölkerung und auf der Ebene "Explanada" vor der Burg fanden Zeremonien statt. Gegenüber von Sacsayhuaman befindet sich der Hügel Rodadero, hier befand sich ein stuhlförmiges Bauwerk von dem sehr wahrscheinlich die Zeremonien geleitet wurden. Die Spanier eroberten Sacsayhuaman im 1536. Danach wurde die Festung als Steinbruch für den Wiederaufbau von Cusco verwendet.

Reiseführer Cusco

Willkommen in Cusco

Cusco ist mit rund 350.000 Einwohnern die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Im 11. Jahrhundert wurde Cusco als Hauptstadt des Inka-Reichs gegründet. Die großen Inka Tempel wurde von den spanischen Eroberern überbaut, man kann die exakt gearbeiteten Inka-Steine aber noch überall im Zentrum antreffen. Das Zentrum von Cusco liegt auf einer Höhe von 3.416 m. Die Stadt liegt etwa 560 km Luftlinie von Lima entfernt. Eine Busreise von Lima nach Cusco dauert aber mehrere Tage, weil dabei die Anden überwunden werden müssen. Der Flughafen von Cusco liegt nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt. Die hübsche Stadt liegt in einem Tal und dient den meisten Touristen als Station auf dem Weg nach Machu Picchu. 1983 wurde Cusco zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben.

 

 

 

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Beste Reisezeit für Cusco

Da Cusco in der Nähe des Äquators liegt sind die Jahreszeiten nicht so ausgeprägt wie bei uns, dennoch gibt es Unterschiede. Aufgrund der Höhe sind die Temperaturen in Cusco relativ niedrig und schwanken zwischen 18 bis 22 Grad im Monatsmittel. Am wärmsten ist es zwischen September und Dezember. Zwischen Dezember und März fällt der meiste Regen. Zwischen April und Oktober ist es eher trocken mit sehr geringen Niederschlägen. Die beste Reisezeit für Cusco ist September und Oktober, mit angenehmen Temperaturen und wenigen Regentagen.