Catedral Metropolitana de Quito

Die Kathedrale von Quito steht am Unabhängigkeits-Platz im Zentrum der ecuadorianischen Hauptstadt. Sie ist die "Primada Catedral", die bedeutendste Kirche des Landes. Der Haupteingang befindet sich allerdings nicht am Platz sondern in der Calle Eugenio Espejo. Nach der Gründung der Stadt San Francisco de Quito am 6. Dezember 1534 und der darauf folgenden Planung der Stadt und der Vergabe von Grundstücken, wurde der Kathedrale der gesamte südliche Teil an der Plaza Mayor zugeteilt. Die erste provisorische Kirche, die zwischen 1562 und 1565 von Pedro Rodríguez de Aguayo errichtet wurde, war ein Bau aus Lehmziegeln mit Reetdach. In den folgenden Jahren wurde die Kathedrale nach den Plänen von Antonio Garcia aus Stein errichtet und 1572 eingeweiht. 1660 wurde die Kathedrale von einem Erdbeben zerstört und wieder aufgebaut. Weitere Erdbeben zerstörten Teile der Kirche, die immer wieder aufgebaut wurde. Die Kathedrale von Quito hat drei Kirchenschiffe, im rechten Schiff befinden sich mehrere Kapellen. Durch die Spitzbögen und die Alfarjes (Holzdecken im Maurischen-Stil) wird das Bauwerk dem gotischen Mudejar-Stil zugeordnet.

Iglesia de Compania de Jesus

Die Iglesia de Compania de Jesus in Quito ist einer der schönsten Kirchen in Südamerika. Papst Franziskus und Johannes Paul II haben die Kirche bereits besucht. Der Jesuitenorden kam 1586 in Quito an, um in dieser Stadt eine Kirche, eine Schule und ein Kloster zu errichten. 1622 wurde die Universität San Gregorio errichtet. Um 1614 wird mit dem Bau der Iglesia de Compania de Jesus begonnen. Das barocke Portal aus Vulkangestein wurde 1765 fertiggestellt. An der Iglesia de Compania de Jesus wurde über 160 Jahre gebaut, dadurch finden sich vier verschiedene Stilrichtungen in der Kirche vereint. Sehr dominant ist der Barock-Stil, viele Verzierungen wurden im Mudejar-Stil (maurisch) ausgeführt zudem wurden Elemente aus dem Churrigueresque-Stil übernommen, benannt nach einem spanischen Bildhauer aus der Region Madrid-Salamanca und in der Kapelle Santa Mariana de Jesus findet man neoklassizistische Stilelemente.

Iglesia de San Francisco

Das Kloster der Franziskaner belegt die größte Fläche im historischen Stadtkern von Quito. Das Areal erstreckt sich über zwei Blöcke und nimmt die gesamte Breite des Platzes ein. Die Iglesia de San Francisco in Quito wird daher gerne mit El Escorial nördlich von Madrid verglich. Diese Vergleich ist jedoch sehr gewagt, dennoch ist das Kloster sehr beeindruckend. Bevor die Spanier Quito eroberten stand hier der Palast von Inka-König Huayna Capac. Der Palast wurde vor der Eroberung der Stadt von den Incas selbst angezündet. Die Spanier errichteten ab 1537 eine provisorische Kirche auf dem Grundstück. Mit dem Bau der heutigen Iglesia de San Francisco wurde 1550 begonnen, 1705 wurde die Kirche eingeweiht. Der König von Spanien Karl V hatte den Bau finanziell unterstützt. Auch die Planung der Kirche erfolgte sehr wahrscheinlich in Madrid.

Das Kloster ist eine nach außen geschlossenen Ansammlung von Bauwerken und Gärten. Eine elegante Treppe verbindet das Kloster mit dem Platz und der Stadt. Durch die lange Bauzeit und Zerstörungen durch Erdbeben vereint die San Francisco Kirche verschiedene Baustile. Barock und Spätrenaissance ist der dominierende Baustil, im Innenraum kamen auch Mudejar-Elemente zum Einsatz. Das relativ schlichte Erscheinungsbild der Fassaden wird im Innenraum durch Gold und üppige Verzierungen ins Gegenteil verkehrt. Besonders sehenswert sind die vergoldeten Kassettendecken, die mit der blauen Kuppel einen verschwenderischen Kirchenraum bilden.

Iglesia de Santo Domingo

Das Kloster der Dominikaner entstand ab 1540, als der Orden das Grundstück im Süden von Quito erhalten hatte. Die Iglesia de Santo Domingo wurde 1688 vollendet. Das Kirchenschiff ist mit Zedernholz bedeckt, das mit Blattgold verkleidet wurde, sowie mit zahlreichen Gemälden und Schnitzereien, die den Innenraum schmücken. Neben dem Hauptaltar bereichern die zehn seitlichen Kapellen den Kirchenraum mit schönen Holz- und Blattgoldarbeiten. Der Kreuzgang hat Korridore und doppelte Bogengänge mit achteckigen Säulen, die nach dem Entwurf von Francisco Becerra erbaut wurden. Im Patio stehen hohe Palmen. Auf dem Platz vor der Kirche steht der Unabhängigkeitskämpfer Marschall Antonio José de Sucre.

Palacio de Carondelet

Der Carondelet-Palast ist Sitz der Regierung und Amtssitz des Präsidenten der Republik Ecuador. Er befindet sich im historischen Zentrum der Stadt Quito. Es ist eines der wichtigsten Symbole des ecuadorianischen Staats. Der Carondelet-Palast steht am wichtigsten Platz der Hauptstadt, der Plaza de la Independencia oder Plaza Grande wie er von den Spaniern genannt wurde. Benannt wurde der Palast nach Francisco Luis Hector Baron de Carondelet, der die Fassade neu errichten ließ. Carondelet diente von 1799 bis zu seinem Tod 1807 dem spanischen König als Präsident der Königlichen Audienz von Quito, von wo er das heutige Ecuador, das nördliche Peru und Kolumbien regierte. Er empfing die Naturwissenschaftler Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland 1803 bei ihrem Besuch in Quito. Im Gegensatz zu Lima und Mexiko-City, wo die Eroberer Francisco Pizarro und Hernán Cortés die besten Grundstücke an der Plaza Mayor für ihre Paläste reservierten, baute der Stadtgründer von Quito, Sebastian Benalcázar sein Haus in der Gegend der Kreuzung Olmedo/Benalcázar, dort befand sich die vorläufig Plaza Mayor. Später wurde die Plaza Mayor an die heutige Plaza de la Independencia verlegt. Das Königshaus kaufte 1627 alle Gebäude an dieser Seite des Platzes auf und baute einen repräsentativen Palast. Der unter Carondelet umgebaut wurde und deshalb seinen Namen trägt.

Teatro Sucre

Das Teatro Sucre wurde 1886 am Mercado de las Carnicerías de Quito eröffnet. Der Marktplatz der Fleischer von Quito wurde dann in Plaza del Teatro umbenannt. Das Theater selbst wurde nach dem Freiheitskämpfer Antonio José Francisco de Sucre y Alcalá benannt. Früher fanden auf dem Platz Stierkämpfe statt, daraus entwickelte sich dann der Fleischmarkt. Die Stadt beschloss die Schlachthäuser vor die Tore der Stadt zu verlegen und so wurde der Platz frei für ein Theater. Das Teatro Sucre wurde vom deutschen Architekten Franz Schmidt im klassizistischen Stil entworfen. Die klassische Form wurde von Palladio inspiriert. Der Giebel ist mit einem goldenen Fries verziert, der den griechischen Gott Apollon, (erkennbar an der Zither) darstellt, als Leiter der Musen und die Musen: Calliope, Clio, Erato, Euterpe, Melpomene, Polyhymnia, Thalia, Terpsichore und Urania. Das "Teatro Sucre" bietet Platz für 804 Besucher.

Basilica del Voto Nacional

Die Basilica del Voto Nacional ist eine Kirche die durch ein Nationales Versprechen entstanden ist und durch den Staat und durch Spenden der Bürger finanziert wurde. Auf Initiative von Pater Julio Matovelle wurde 1883 beschlossen eine Kirche im Namen Ecuadors für das Heilige Herz Jesu zu errichten. Die Bauarbeiten begannen 1892. Die Kirche wurde von Emilio Tarlier im neugotischen Stil entworfen. 1924 wurde das Bauwerk vollendet aber erst 1988 eingeweiht. Die Basilica del Voto Nacional steht an einem Hang nördlich des historischen Zentrums von Quito und seine beiden Türme ragen je 115 m in die Höhe. Dadurch ist sie eine der auffälligsten Sehenswürdigkeiten von Quito.

Virgen del Panecillo

Die Jungfrau von Quito steht auf dem Hügel El Panecillo (kleines Brot), der sich südwestlich vom historischen Zentrum über der Stadt erhebt. Die Statue Virgen del Panecillo ist 30 m hoch und steht auf einem 11 m hohen Sockel. Damit ist sie so groß wie die Jesus Statue in Rio de Janeiro. Die Jungfrau von Quito ist aus Aluminium und wurde 1975 errichtet. Wie die Basilica del Voto Nacional so geht auch die Virgen del Panecillo auf eine Idee von Pater Julio María Matovelle zurück. Die Skulptur ist eine Vergrößerung der Heiligen Jungfrau Maria von Bernardo de Legarda, die in der Iglesia de San Francisco als Figur in einer Kapelle steht. Die heiter wirkende Maria zerquetscht mit ihren Füßen eine Schlange, als Symbol der Sünde. Die Virgen del Panecillo ist mittlerweile zum Wahrzeichen von Quito geworden. Der Blick vom Panecillo gehört zu den Highlights jeder Stadtbesichtigung.  

Mitad del Mundo

Rund 23 Kilometer nördlich von Quito verläuft der Äquator, der dem südamerikanischen Land seinen Namen gab. An der Stelle, an der Charles-Marie de La Condamine 1736 die Position des Äquators bestimmte. Der 30 m hohe Monolith wurde 1982 errichtet. Die exakte Position des Äquators liegt zwar ein paar hundert Meter entfernt aber das macht bei den Dimensionen der Erdkugel keinen großen Unterschied. 

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