Rano Kau Krater

Der Krater des Rano Kau Vulkans erhebt sich gleich hinter dem Flughafen von Hanga Roa. Im Krater sammelt sich das Regenwasser in vielen kleinen Tümpeln. Der Vulkankegel steht direkt am Meer, seine Flanken bilden eine 400 m hohe Steilküste im Süd-Westen der Osterinsel. Der Rano Kau ist eines der schönsten Naturwunder der Osterinsel, der Nationalpark eignet sich für Wanderungen entlang des Kraterrandes mit Panoramablick auf die Insel und den Pazifik. Der Abstieg in die Caldera ist verboten.

Motu Nui

Motu Nui ist ein Felsen der sich vor dem Vulkankegel des Rano Kau aus dem Meer erhebt. Der Felsen wurde durch den Kult des Vogelmannes sehr bedeutend. Als auf Rapa Nui (Osterinsel) der Ahnenkult durch den Schöpfergott Makemake im 16. Jahrhundert abgelöst wurde, entstand das Amt des Vogelmannes. Die Bewerber um das Amt schickten jedes Jahr einen Hopu (Gefolgsmann) in den Wettbewerb. Dieser musste von Orongo die Felsen hinunterklettern, durch das haiverseuchte Meer zur kleinen Insel Moto Nui schwimmen und von dort ein Ei der Seeschwalbe unbeschädigt mitbringen. Motu Nui ist die hintere der drei Felsinseln auf dem Foto. Der "Vogelmann-Kult" endete mit der Ankunft der Europäer um 1860, die die Einwohner versklavten und den christlichen Glauben auf die Osterinsel brachten.

Orongo

Die ehemalige Kultstätte Orongo befindet sich am Kraterrand des Rano Kau. Hier fanden die Wettbewerbe um das Amt des Vogelmannes statt. In Orongo gibt es über 50 Häuser die aus geschichteten Steinplatten erbaut wurden. Die höhlenartigen Behausungen hatten ein Grasdach und Löcher die als Eingang und Fenster dienten. Die Steinbauten dürfen nicht betreten werden aber der Blick in den Krater und auf die Weiten des Pazifiks sind sehr beeindruckend.

 

Orongo 

Hanga Roa

Hanga Roa ist der einzige Ort auf der Osterinsel. Mit knapp 4.000 Einwohnern versorgt Hanga Roa die zahlreichen Touristen der Insel. Südlich von Hanga Roa befindet sich der Internationale Flughafen Mataveri. In Hanga Roa befinden sich auch alle Hotels und das Krankenhaus der Insel. Im Hafen liegen ein paar kleine Fischerboote. Die Hauptsehenswürdigkeiten von Hanga Roa sind Ahu Tahai und das Museo Antropologico Padre Sebastian Englert (siehe Link). Das Museum zeigt Artefakte aus der Rapa Nui Kultur und rongorongo Schrifttafeln. Hier bekommt man auch viele weiter Informationen über die Osterinsel und die polynesische Geschichte. Das "Tapati Rapa Nui" ist das größte Fest der Osterinsel, dann wird in traditioneller Tracht getanzt und Musik gespielt. Das "Tapati Rapa Nui" ist ein Kulturfest, das jedes Jahr im Februar in den Straßen von Hanga Roa statt findet.

Ahu Tahai

Die archäologische Stätte "Ahu Tahai" befindet sich an der Küste im nördlichen Teil der Inselhauptstadt Hanga Roa. Die Steinplattform auf der die "Moai Maea" (Steinfiguren) stehen, nennt man "Ahu". Am "Ahu Tahai" gibt es 3 Plattformen, eine mit 5 Figuren Ahu Vai Ure und zwei mit je einer Moai. Ein Moai auf der Plattform Ahu Ko Te Riku hat einen "Pukao" Kopfschmuck und weiße Augen aus Korallenkalk. Die Moai von Ahu Tahai wurden vom amerikanischen Anthropologen William Mulloy restauriert. Am "Ahu Tahai" wurden auch bootsförmige Häuser "Hare Paenga" gefunden.

Playa Anakena

Die Playa Anakena ist der einzige schöne Sandstrand der Osterinsel. Mit Palmen und türkisfarbenen Wasser sieht es hier aus wie in der Südsee. Hier landeten auch die ersten Polynesier auf der Insel. Mit dem Ahu Nau Nau und dem Ahu Ature Huki gibt es auch zwei Plattformen mit Steinköpfen zu bewundern. Bei Einheimischen und Touristen ist der Strand von Anakena sehr beliebt.

Ahu Tongariki

Auf der Peninsula Poike steht die größte Ahu Plattform mit 15 Moai. Die "Ahu Tongariki" steht direkt an der Küste und ist eine der bekanntesten Fotomotive der Osterinsel. Die Poike Halbinsel befindet sich ganz im Osten der Insel, daher geht hier morgens die Sonne direkt hinter den Figuren der "Ahu Tongariki" auf. Zwischen dem Vulkankegel Rano Raraku und Ahu Tongariki befand sich früher ein Dorf. Hier wurden Petroglyphen mit Fischen, Schildkröten und einem Vogelmann gefunden. Im Vulkankegel von Rano Raraku hat sich ein See gebildet, hier kann man mit etwas Glück die Wildpferde der Osterinsel beobachten.

Rano Raraku

Die "Moai" Steinskulpturen auf Rapa Nui wurden in den Steinbrüchen an den Hängen des Vulkankraters Rano Raraku geschlagen. Der Rano Raraku Krater ist einer der schönsten Landschaften auf der Insel. An den Hängen des Rano Raraku ragen viele Moai-Köpfe aus der Erde. Die Figuren stecken teilweise bis zu 7 m in der Erde. Relativ weit oben am Kraterhang befindet sich "El Gigante", die größte aller "Moai" Figuren, die jedoch nicht vollendet wurde und noch teilweise mit dem Gestein verbunden auf dem Boden liegt. "El Gigante" ist etwa 20 m lang und soll über 240 t wiegen. Am Fuße des Rano Raraku gab es auch eine Siedlung, die Fundamente einiger "Hare Paenga" genannten Strohhütten, haben die Zeit überdauert. Diese Hütten gehörten den Häuptlingen und Priestern des Stammes.

Karte

Reiseführer Osterinsel

Willkommen auf der Osterinsel

Die Osterinseln liegt rund 3.800 km westlich von Santiago de Chile mitten im Pazifik. Die Flugzeit beträgt ca. 4 Stunden von Santiago nach Hanga Roa. Die Osterinsel gehört seit 1888 zu Chile. Die ersten Siedler kamen um das Jahr 1.000 aus Polynesien. Die Osterinsel heißt bei den polynesischen Einwohnern "Rapa Nui", die Chilenen nennen sie "Isla de Pascua". Auf der 162 km² großen Insel leben rund 6.000 Menschen. Das entspricht in etwa der Fläche von Wuppertal.

 

 

 

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