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Saint-Malo

St-Malo ist die schönste Hafenstadt an der französischen Kanalküste. Die Stadt mit rund 46.000 Einwohnern entstand auf einer Halbinsel, um besser gegen Angriffe geschützt zu sein. Im 12. Jahrhundert wurde Saint-Malo von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben, die im 17. Jahrhundert verstärkt wurde. Am nordöstlichen Rand der Stadtmauer ließ die Königin Anne de Bretagne um 1500 das Château errichten, um die aufsässige Bevölkerung von St-Malo zu kontrollieren. An einen Turm ließ sie die Worte: “Quic en groigne, ainsi, sera, car tel est mon plaisir” meißeln. Auf Deutsch: Wer murren will, soll murren, juckt mich nicht! Die einheimischen nennen die Burg einfach “Quic en groigne”. 

Von Saint-Malo stachen Korsaren (Freibeuter) in See, um englische Frachtschiffe zu kapern. Sie hatten einen Kaperbrief der französischen Regierung und gaben dem Staat einen Anteil der Beute ab. Um 1700 war Saint-Malo die wichtigste Hafenstadt Frankreichs. Der berühmteste Korsar war Robert Surcouf, dem in St-Malo sogar eine Statue errichtet wurde. Eine Statue ist auch Jacques Cartier gewidmet, der 1535 den Sankt-Lorenz-Strom (Fleuve Saint Laurent) erkundete.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Saint-Malo von britischen Bombern zerstört, weil sich der deutsche Kommandant nicht ergeben wollte. Nach dem Krieg wurde St-Malo nach historischen Fotos rekonstruiert und wirkt heute wie eine Stadt aus dem 17. Jahrhundert. Sehenswert ist die Stadtmauer, auf der man das Stadtzentrum umrunden kann und dabei einen wunderbaren Blick auf die felsige Küstenlinie mit ihren vorgelagerten Inseln hat.

12 Rue Saint-Benoist, 35400 Saint-Malo

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Rothéneuf

In Rothéneuf wurde Jacques Cartier geboren, der Quebec erkundete und damit den Weg bereitete für die französische Kolonie Neu-Frankreich. Die Indianersiedlungen Stadacona bei Quebec und Hochelaga am Mont Real wurden von Jacques Cartier entdeckt.

Die Sehenswürdigkeit von Rothéneuf sind die verwitterten Steinköpfe Les Rochers Sculptés, die der Pfarrer Abbé Fouré an der Felsküste hinterlassen hat. Fouré war seit seinem 30 Lebensjahr halbseitig gelähmt, er schuf skurrile Fantasiegestalten bis er 1910 mit 71 Jahren verstarb. Die Granit-Skulpturen befinden sich auf einem privaten Grundstück, man muss einen kleinen Eurobetrag als Eintrittsgeld entrichten.

Das Dorf Rothéneuf ist ein Stadtteil von St.-Malo und liegt rund 6 Kilometer nordöstlich der Altstadt.

Chem. des Rochers Sculptés, 35400 Saint-Malo

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