Residenzschloss Dresden
Text und Fotos © Martin Gotsmann
Geschichte
Das Dresdner Schloss diente als Residenz der Könige von Sachsen. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand eine erste Burganlage, die in den folgenden Jahrhunderten erweitert wurde. Ab 1548 wurde das Schloss deutlich vergrößert und die Fassaden im Hof mit Sgraffito verziert. 1594 wurde im Süden ein weiterer Hof errichtet. Ab 1700 wurde das Residenzschloss im Stil des Barock umgestaltet. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gebäude aus und wurde ab 1990 wieder aufgebaut.
Museen im Residenzschloss
Dresdner Residenzschloss ist mittlerweile wieder zum architektonischen Schmuckstück geworden und beherbergt mehrere Museen und Sammlungen. Zu den bekanntesten Museen Dresdens gehört das Grüne Gewölbe, die Schatzkammer von August dem Starken.
Der Fürstenzug
Das 102 m lange Bild aus Porzellanfliesen wurde 1907 von der Meißner Porzellanmanufaktur erstellt. Schon in der Renaissance wurden hier Wandbilder zu Feierlichkeiten aufgemalt. Der Fürstenzug stellt die Markgrafen, Herzöge, Fürsten und Könige Sachsens dar, die das Land bis 1904 regierten. Das Bild besteht aus über 20.000 Fliesen, die aus Meißner Porzellan hergestellt wurden. Der Fürstenzug befindet sich an der Außenwand der Stallhofarkaden in der Augustusstraße.
Das lange Wandbild entstand ursprünglich zur 800 Jahrfeiert der Wettiner 1889, war jedoch nicht witterungsbeständig und wurde deshalb durch Fliesen ersetzt. Da die Fliesen mehrfach bei über 1.300 °C gebrannt wurden, überstanden sie den Feuersturm im Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet.
Die Stallhofarkaden
Die Stallhofarkaden sind 22 geöffnete Rundbögen am Langen Gang im Dresdner Residenzschloss. Kurfürst Christian I ließ die Arkaden 1588 als Austragungsort für Reitturniere errichten. Die beiden Ring-Stech-Säulen erinnern noch an die Turniere. Auf der Rückseite der Arkaden befindet sich der berühmte Fürstenzug.
Die Stallhofarkaden waren eine Coproduktion von Architekt Hans Irmisch und dem schweizer Bildhauer Giovanni Maria Nosseni. Sie dienten als Gang und als Zuschauerraum bei Turnieren. An der Fassade ist die Arkade mit Sgraffito verziert. Bei dieser Technik werden zwei Putzschichten übereinander aufgetragen und die obere Schicht teilweise abgekratzt. Dadurch wird die Farbe der unteren Schicht sichtbar und es entsteht ein Muster. Über dem Langen Gang befindet sich der Lange Saal, indem sich früher die Ahnengalerie der Wettiner befand. Heute wird der Lange Gang vom Verkehrsmuseum genutzt.
Verkehrsmuseum Dresden
Das Verkehrsmuseum Johanneum liegt mitten in der Dresdner Altstadt, es grenzt an den Stallhof, von dem es Teile sogar für Ausstellungen nutzt. Das Johanneum wurde 1586 als Stall im Renaissance-Stil errichtet und 1952 zum Verkehrsmuseum umgebaut. Das Dresdner Verkehrsmuseum zeigt alte Eisenbahnen, Automobile, Motorräder, Schiffsmodelle, Fluggeräte und Straßenbahnen, die in einer sehr ansprechenden Weise ausgestellt werden. In einer Halle steht eine 325 qm große Modellbaueisenbahn-Landschaft mit über 140 Fahrzeugen.
Info Verkehrsmuseum
Öffnungszeiten und Tickets siehe Link.
Adresse
Augustusstraße 1
01067 Dresden
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