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Prager Straße

Die Prager Straße entstand 1853 als Verbindung von der Dresdner Altstadt zum Böhmischen Bahnhof. Die Straße entwickelte sich schnell zur Einkaufsstraße und große Kaufhäuser und elegante Geschäfte entstanden. Im Krieg wurde die Prager Straße, wie das ganze Zentrum von Dresden zerstört.

Zwischen 1965 und 1978 wurde die Prager Straße als sozialistischer Boulevard wieder aufgebaut. Die Prager Straße ist ein Musterbeispiel für den Städtebau der DDR. Gebäude wurden in Massenproduktion hergestellt. Die Stadt der DDR setzte sich aus standardisierten Gebäudetypen zusammen. Le Corbusiers Unité d’Habitation in Marseille diente als Vorbild für den Plattenbau. Allerdings fehlten den Plattenbauten jegliche architektonische Raffinesse. Die schlichten Kisten aus Betonfertigteilen, sollten schnell zu errichten und möglichst billig sein.

Auch in der DDR gab es die Überlegung die Straße wieder so aufzubauen, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatte. Der Bombenkrieg war noch sehr präsent und die dichte Bebauung führte zu einem Feuersturm der alles zerstörte. Man entschied sich für breite Straßen und Gebäude die durch ihre Höhe ebenfalls eine hohe Dichte ermöglichen. Zudem wurde durch die Bodenreform der DDR eine komplette Neuplanung möglich, mit einer Architektur, die die Ideale der sozialistischen Stadt repräsentiert.

Die Prager Straße verläuft in Nord-Süd Richtung, auf der östlichen Seite steht ein 250 m langer Wohnbauriegel und auf der westlichen Seite 3 Hoteltürme mit Läden im Erdgeschoss, die nach Felsen im Elbsandsteingebirge benannt wurden. Das Centrum Warenhaus mit seiner Aluminium-Waben-Fassade wurde erste 1979 eröffnet. Weiter Gebäude waren geplant oder im Bau als die DDR 1989 unter ging.

Nach der Wende wurden die Gebäude saniert und bekamen eine neue Fassade, die sich an der ursprünglichen Gestaltung orientiert. Die Prager Straße vermittelt daher immer noch einen guten Eindruck des sozialistischen Städtebaus in Deutschland.

Prager Straße

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