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Die Meisterhäuser

Etwa 500 m nördlich vom Bauhaus liegen die Meisterhäuser versteckt in einem Kiefernwäldchen an der Ebertallee. Die Meisterhäuser dienten als Wohnungen für die Lehrer der Bauhaus-Schule. Die kleine Siedlung besteht aus 3 Doppelhäusern und dem Haus des Bauhaus Direktors. Die 4 Gebäude wurden alle von Walter Gropius entworfen und 1926 errichtet. Die Häuser bestehen aus gleichen Elementen, die nach den Prinzipien des rationalen Bauens aus Fertigteilen zusammengesetzt wurden. Da es damals noch keine Betonfertigteil-Werke gab, war die Umsetzung noch sehr schwierig. Die Kostenersparnis durch das verwenden gleicher Elemente war noch gering. Die Entwicklung von Prototypen lohnt sich erst ab einer größeren Stückzahl. Dennoch wurde hier versucht das Prinzip der Massenproduktion in den Wohnungsbau zu übertragen.

Die Meisterhäuser von Gropius sind strahlend weiße Kuben mit großen Balkonen und Dachterrassen. Horizontale und vertikale Fensterbänder markieren Treppenaufgänge und Atelierräume. Die anderen Wandflächen sind normale Lochfassaden. Die Meisterhäuser von Wassily Kandinsky und Paul Klee wurden von den Künstlern farblich gestaltet. Besonders die Treppenräume erhielten ein auffälliges Farbkonzept mit den Bauhaus typischen Farben Blau, Rot und Gelb.

An der Kreuzung Ebertallee / Ziebigker Straße hat Mies van der Rohe 1932 ein Kiosk errichtet, das in der DDR abgerissen wurde und 2013 rekonstruiert wurde. Die Trinkhalle befindet sich in einer Wand, die die Meistersiedlung von der Kreuzung abschirmt.

Auch die Meisterhäuser wurden im Zweiten Weltkrieg beschädigt und mussten aufwendig restauriert werden. Das Direktorenhaus von Walter Gropius wurde zerstört und 2014 wiederaufgebaut.

Ebertallee 69/71, 06846 Dessau-Roßlau

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