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Die Geschichte von Stuttgart

Der älteste Teil von Stuttgart ist Cannstatt, hier gab es eine Furt über den Neckar und sich kreuzende Handelswege. Stuttgart selbst entstand erst rund 1000 Jahre später.

100 Die Römer errichten ein Kastell in Cannstatt. Die kleine Siedlung am Neckar entwicket sich dank einer Furt zu einem Marktplatz.
260 Alemannen überfallen Cannstatt und plündern die Siedlung.
950 Herzog Liutolf von Schwaben gründet ein Gestüt im Talkessel des heutigen Stuttgart. Der sogenannte “Stutengarten” war der spätere Namensgeber der Stadt.
1229 Stuttgart wird erstmals urkundlich erwähnt.
1316 Herzog Eberhard I baut Stuttgart zur Residenz aus.
1482 Stuttgart wird zur Hauptstadt von Württemberg erklärt.
1600 In Stuttgart leben ca. 10.000 Menschen.
1648 Die Bevölkerung sinkt durch Krankheiten und dem Dreißigjährigen Krieg auf 4.500 Einwohner.
1688 Im spanischen Erbfolgekrieg besetzen französische Truppen mehrmals die Stadt.
1718 Herzog Eberhard Ludwig verlegt die Hauptstadt seines Fürstentums nach Ludwigsburg. Er hatte die barocke Planstadt, die seinen Namen trägt, nach einer Reise zu König Ludwig XIV. begonnen. Stuttgart verlor dadurch den Hofstaat und die damit verbundenen Einnahmen.
1805 Stuttgart wird von Napoleons Soldaten besetzt. Der kleine Franzose reist zu Friedrich von Württemberg nach Ludwigsburg, um ihm die Königswürde anzubieten, falls er sich mit Napoleon verbündet. Friedrich willigt ein und bekommt dafür weitere Ländereien geschenkt. Die Landesfläche verdoppelte sich durch diese Verbindung.
1807 Das Neue Schloss wird fertiggestellt. Stuttgart wird wieder zur Hauptstadt von Württemberg.
1818 Die erste Cannstätter Wasen findet statt. “Die Wasen” gilt als zweitgrößtes Volksfest der Welt, nach dem Münchner Oktoberfest.
1845 Die erste Eisenbahnlinie auf dem heutigen Stadtgebiet verbindet Cannstatt mit Untertürkheim.
1846 Stuttgart zählt 50.000 Einwohner.
1875 Die Stadt Stuttgart wächst auf über 100.000 Einwohner.
1886 Die Firma Bosch wird in Stuttgart gegründet.
1887 Gottlieb Daimler gründet in Cannstatt eine Motorenfabrik. Zusammen mit Wilhelm Maybach verbessert er den Otto-Motor und baut Benzinmotoren in Kutschen ein. Später wird die Daimler Motoren Gesellschaft ein Auto mit dem Namen Mercedes produzieren.
1900 Die Einwohnerzahl von Stuttgart steigt auf 170.000.
1905 Der Vorort Cannstatt wird eingemeindet.
1927 Die Weißenhofsiedlung wird am Hang über Stuttgart gebaut. Die Siedlung wird von den berühmtesten Architekten der Welt geplant.
1929 Die Firmen von Gottlieb Daimler und Carl Benz fusionieren zu Daimler-Benz.
1941 Die Stuttgarter Juden werden von den Nationalsozialisten unter Adolf Hitler nach Riga transportiert und dort ermordet.
1944 Stuttgart wird durch alliierte Luftangriffe zu 60% zerstört.
1945 In der Stadt leben nur noch 266.000 Einwohner.
1964 Die Einwohnerzahl steigt auf 640.000.
1952 Stuttgart wird Hauptstadt von Baden-Württemberg.
1970 Die erste U-Bahnlinie geht in Betrieb.
1978 Das S-Bahnnetz entsteht.
2000 In Stuttgart leben 585.000 Menschen.
2010 In Stuttgart demonstrieren viele “Wutbürger” gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21. Das Projekt ist umstritten, weil die Gleise des Bahnhofs um 90° gedreht werden müssen, dafür muss ein neuer unterirdischer Bahnhof gebaut werden. Zudem muss ein Tunnel unter der Innenstadt gegraben werden. Was unkalkulierbare Kosten verursachen könnte. Dafür werden große Flächen des ehemaligen Kopfbahnhofs frei, die bebaut werden können. Große Chancen für die Stadtentwicklung aber auch große Risiken für die Stadtkasse.
2022 Die Stadt Stuttgart hat rund 635.000 Einwohner.

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