Franziskanerkloster Bozen
Text und Fotos © Martin Gotsmann
Geschichte
Das Franziskanerkloster ist eine der Top Sehenswürdigkeiten von Bozen. Der Orden der Franziskaner wurde um 1210 von Franz von Assisi in Italien gegründet. Das Franziskanerkloster in Bozen entstand im 13. Jahrhundert und ist damit das älteste Kloster der Franziskaner im deutschen Sprachraum. Die Franziskanerkirche wurde im späten 15. Jahrhundert erbaut. Besonders sehenswert ist der Kreuzgang aus dem 14 Jh. mit bemalten, gotischen Gewölben und eindrucksvollen Wandgemälden.
Franziskanerkloster in Bozen
Das Kloster liegt im Norden der Altstadt von Bozen, es ist von dort zu Fuß zu erreichen. Von außen kann man die Schönheit der Klosteranlage nicht erahnen. An der Straße steht eine hohe, fensterlose Mauer mit zwei kleinen, offenen Zugängen. Wenn man nicht weiß, dass es hier etwas zu sehen gibt, würde man an dem Kloster einfach vorbeigehen. Die Westfassade mit dem Eingang ist schmucklos und liegt zudem unterhalb des Straßenniveaus. Die Architektur zeigt die Bescheidenheit des Ordens, zumindest nach außen.
Die Klosteranlage besteht im Wesentlichen aus drei Teilen, dem sehenswerten Kreuzgang (Titelbild oben) im Norden, der Kirche in der Mitte und dem Klostergarten im Süden. Der Glockenturm steht seitlich zwischen Chor und Hauptschiff, ist aber relativ niedrig und von der Straße aus nicht zu sehen.
Franziskanergasse, 1, Bozen
Die Franziskaner (Francescani)
Der Franziskanerorden wurde von Franziskus von Assisi (1181-1226) gegründet. Er lebte in Assisi bei Perugia und verzichtete auf Geld und Wohlstand. Er lebte als Bettelmönch und verzichtete ganz bewusst auf Besitz. Er hatte nicht vor einen Orden zu Gründen aber ihm folgten bald viele Christen und sein Orden verbreitete sich noch zu seinen Lebzeiten in Europa.
Eine einfache Kutte mit einem Seil als Gürtel sind die Erkennungszeichen der Franziskanermönche.
Leitspruch von Franziskus: „Nimm nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab, keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd.“
Franziskanerkirche Bozen
Wenn man die Kirche betritt, ist man erstaunt, wie groß und prächtig die Kirche erscheint. Der Chor mit seinen hohen gotischen Fenstern ist wirklich sehenswert. Der Rest des Kirchenschiffs ist dagegen relativ schlicht gestaltet. Die Bescheidenheit von außen und die Schönheit im Inneren verdeutlicht das Prinzip der Franziskaner.
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