Das ungarische Parlament

Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Budapest ist das ungarische Parlamentsgebäude. Das Habsburger Reich wurde 1867 zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn und Budapest damit zur Hauptstadt von Ungarn. Damit Budapest eine repräsentative Hauptstadt wird, wurden die Städte Buda, Pest und Obuda 1873 zusammengelegt. Das neue Parlamentsgebäude wurde nach dem Londoner Vorbild, direkt an die Donau gelegt. Wie der Palace of Westminster wird auch das ungarische Parlamentsgebäude im neugotischen Stil errichtet. Der ungarische Architekt Imre Steindl entwarf das Gebäude. 1904 wurde das 268 m lange Országház, wie es im ungarischen genannt wird eröffnet. Mit einer Höhe von 98 m ist es eines der höchsten Bauwerke von Budapest.

 

Kossuth tér

 

Fischerbastei

Die Fischerbastei Halászbástya wurde 1902 von Frigyes Schulek im neoromanischen Stil errichtet. Früher befand sich hier der Fischmarkt und die Fischer mussten auch diesen Abschnitt der Stadtmauer von Buda verteidigen. Die zeltartigen Wehrtürme erinnern an die Ursprünge der ungarischen Zivilisation, die aus asiatischen Reiternormaden entstand. Von der Bastei hat man einen wunderschönen Blick auf die Donau und den Stadtteil Pest.

 

Szentháromság tér

 

Stephansdenkmal

Das Stephansdenkmal Szent István erinnert an den ersten König Ungarns, der zwischen 1000 und 1038 das Land regierte. Stefan I war mit der bayrischen Herzogstochter Gisela verheiratet und wurde mit dem Segen des Papstes zum König gekrönt. Er gilt als Nationalheiliger, weil er die Magyaren christianisierte. Der Nationalfeiertag Ungarns ist sein Gedenktag. Das Reiterstandbild steht auf einem weißen Sockel an der Fischerbastei.

 

Szentháromság tér

 

Matthiaskirche

Die Matthiaskirche Mátyás templom ist die älteste Kirche auf dem Burgberg und soll bereits von Stefan I gegründet worden sein. Unter Bela IV entstand 1269 eine romanische Kirche, die schon 1370 in eine dreischiffige gotische Hallenkirche umgestaltet wurde. Hier wurden drei ungarische Könige gekrönt. Nachdem die Türken im Jahr 1541 Budapest eroberten, wurde die Matthiaskirche zur Hauptmoschee der Osmanen. Nach der Rückeroberung 1686 durch die Heilige Liga, war die Kirche so stark beschädigt, das sie im barocken Stil neu aufgebaut wurde. So kann man in dem Bauwerk romanische, gotische und barocke Stilelemente entdecken.

 

Szentharomsag ter

 

Burgpalast

Auf dem Berg über der Donau wurde 1242 die gotische Königsresidenz erbaut. 1686 wurde die Burg bei der Vertreibung der Türken zerstört und anschließend neu errichtet. 1945 wird der Palast von den Deutschen zerstört. Der Burgpalast (ung. Budavári palota) wurde wiederaufgebaut und beherbergt heute verschiedene Museen.

Vörösmarty tér

Der Platz im Stadtzentrum von Budapest wurde nach dem Nationaldichter Mihaly Vörösmarty benannt. Auf dem Platz steht seit 1926 ein Denkmal für den Dichter und die Repräsentanten der ungarischen Gesellschaft. Am Platz endet auch die Fußgängerzone Váci utca.

Magyar Tudományos Akadémia

Die Ungarische Akademie der Wissenschaften wurde zwischen 1862 und 1864 vom Berliner Architekten Friedrich August Stüler im Stil der Neorenaissance errichtet. Sehenswert ist die Große Halle.

Magyar Állami Operaház

Mit dem Bau der Ungarische Staatsoper wurde 1875 begonnen. Das Werk des ungarischen Architekten Miklós Ybl wurde 1884 feierlich eröffnet. Die Oper im Stil der Neorenaissance bietet Platz für 1.200 Zuschauer und ist bekannt für ihre hervorragende Akustik. 

Millenniumi emlékmü

Das Millenniumsdenkmal wurde zum 1.000 jährigen Jubiläum der ungarischen Landnahme 1896 beschlossen und 1929 errichtet. Erzengel Gabriel steht auf einer Sieges-Säule und hält die Krone Ungarns in den Himmel. Der Platz wird von zwei halbrunden Arkaden Richtung Park eingefasst, zur Stadt hin ist der Heldenplatz offen. Ungarn stellt sich hier als siegreiches Reitervolk dar. Tatsächlich war die ungarische Landnahme eher eine Flucht vor den Bulgaren, die die Magyaren 896 aus den Karpaten vertrieben. Die Völker die damals in der Pannonischen Tiefebene lebten wurden von den Ungarn vertrieben oder sie passten sich den neuen Herrschern an.

Vajdahunyad

Die Vajdahunyad Burg im Stadtpark wurde für die Millenniums-Ausstellung 1896 errichtet. Der Architekt Ignác Alpár fügte Bauelemente aus verschiedenen Gebäuden und Epochen der ungarischen Geschichte zu einen fantasievollen Baukomplex zusammen.  

 

Vajdahunyad  vár

www.vajdahunyadcastle.com

 

Szechenyi Bad

Das größte Heilbad Europas ist auch eines der schönsten Bäder des Kontinents. Benannt wurde das 1913 eröffnete Badehaus nach dem Staatsreformer István Széchenyi. Sehr beeindruckend ist das über 2.000 qm große Freibad.  

Kettenbrücke

Die Széchenyi lánchíd Brücke wurde zwischen 1839 und 1849 errichtet und wurde wie das Bad nach dem Reformer István Széchenyi benannt, der sich sehr für den Bau der Brücke einsetzte. Die 375 m lange Brücke wurde vom englischen Ingenieur William Tierney Clark geplant.  

Stephans Basilika

Die Stephans Basilika Szent István Bazilika ist mit 96 m Höhe die größte Kirche der Stadt. 1851 wurde mit dem Bau begonnen, 1905 wurde das neoklassizistische Gotteshaus nach den Plänen von Miklós Ybl eingeweiht. In der Kirche befindet sich die bedeutendste Reliquie Ungarns, der mumifizierte Arm von Szent István (Stefan I). Wer die Kirche besucht sollte den atemberaubenden Blick vom Turm über die Stadt nicht verpassen.   

 

Szent István tér

en.bazilika.biz/actuality/?cpg=1

 

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