Fürst Borivoj baute im 9. Jh. eine Burg auf dem Hradschin, um von hier seine Ländereien zu kontrollieren. Am Fuß des Berges entstand die erste Siedlung. Das rechte Moldauufer wurde oft überschwemmt und aus diesem Grund noch nicht bebaut. Dort entstand später eine florierende Kaufmannssiedlung.  
  
875Auf dem Hradschin entsteht eine Burganlage. 
1091Am rechten Ufer entsteht eine Siedlung. 
1167Die erste Steinbrücke verbindet die beiden Stadtteile. 
1230König Wenzel I erweitert die Altstadt und baut eine Stadtmauer. 
1235Die Siedlung am rechten Ufer erhält das Stadtrecht. 
1257Die Kleinseite wird als selbstständige Stadt von Ottokar II gegründet. 
1348Karl IV gründet die Neustadt und die Universität. 
1355Prag hat mit allen Stadtteilen etwa 40.000 Einwohner. 
1393Wenzel IV lässt Johannes von Nepomuk (1729 heiliggesprochen) von der Karlsbrücke werfen. 
1419Anhänger von Jan Hus stürzen mehrere Ratsherren aus dem Fenster des Neustädter-Rathauses. Die Hussitenkriege beginnen, bei denen die Gegenreformation gewinnt. Daraufhin verlassen 150.000 Protestanten das Land.  
1437Die Kriege werden beendet. Prag hat nicht nur sehr viele Einwohner sondern auch an Bedeutung verloren. 
1471Die böhmische Krone fällt an die polnischen Jagiellonen, welche die Residenz von Prag nach Budapest verlegen. 
1556Ferdinand I wird deutscher Kaiser und Prag Reichshauptstadt. 
1618Der zweite Prager Fenstersturz, gegen die Aufhebung der Religionsfreiheit löst den Dreißigjährigen Krieg aus. 
1624Die Habsburger verlegen ihr Machtzentrum nach Wien, Prag wird Provinzstadt. 
1763Prag wird während mehrerer Kriege belagert und geplündert. 
1784Die selbstständigen Prager Städte werden zusammengelegt. Die Stadt zählt jetzt 72.000 Einwohner. 
1845Die Bahnlinie Wien-Prag wird eröffnet und belebt die Wirtschaft. 
1861Die Deutschen verlieren die Mehrheit im Stadtparlament an die Tschechen. 
1866Nach dem "Frieden von Prag" scheiden Österreich und Böhmen aus dem Deutschen Bund aus. 
1918Nach dem ersten Weltkrieg wird  der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn aufgelöst. Prag hat 450.000 Einwohner und wird Hauptstadt der Tschechoslowakei.  
1930Durch Eingemeindungen steigt die Bevölkerung von "Groß-Prag" auf 850.000. 
1939Deutschland besetzt das Sudetenland und Prag wird Sitz eines deutschen Statthalters. 
1945"Prager Aufstand" gegen die deutsche Besatzung. Die Stadt wird 4 Tage später von den Russen erobert, die das Land zu einem sozialistischen Staat machen. 
1968Der "Prager Frühling" ein Aufstand für Reformen wird von Moskau niedergeschlagen. 
1989In die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland haben sich hunderte DDR Bürger geflüchtet. Außenminister Genscher ermöglicht die Ausreise der Flüchtlinge in die BRD.
2020In Prag leben rund 1,3 Mio. Menschen.
  
  

 

 

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