Sevilla ist die Hauptstadt von Andalusien und mit 700.000 Einwohnern auch die größte Stadt der Autonomen Region. Zur Expo 1992 floss viel Geld in die Infrastruktur und Entwicklung der schönen Stadt am Rio Guadalquivir.  
206 v. Chr.Hispalis wird von den Römern erobert. Julius Cäsar gibt dem Ort den Namen Colonia Julia Romula. Die Stadt liegt in der römischen Provinz Baetica. 
426Auf ihrem Plünderungszug durch die Iberische Halbinsel, erobern die Vandalen die römische Kolonie. Sie verlassen Iberien jedoch bald in Richtung Afrika.
441Die Westgoten folgen auf die Vandalen, errichten jedoch ein Reich auf spanischem Boden mit Toledo als Hauptstadt. Hispalis wird unter den Westgoten zum Bischofssitz.
711In der Schlacht am Rio Guadalete (Andalusien) besiegen die islamischen Invasoren die Westgoten. Dies war der Beginn der Maurischen Herrschaft über die Iberische Halbinsel.
844Sevilla wird von den Normannen geplündert.
929Sevilla gehört zum Kalifat Qurtuba (Cordoba) das über den größten Teil der Iberischen Halbinsel regiert.
1031Das Kalifat Cordoba zerfällt und die Almohaden übernehmen nach den Almoraviden die Kontrolle über Sevilla.
1147Im Reich der Almohaden wird Sevilla zur Hauptstadt von Al-Andalus. Das Königreich Granada war selbstständig und gehörte damals nicht zu Al-Andalus.
1248Sevilla wird von der Reconquista unter Ferdinand III, dem König von Kastilien erobert. 300.000 Mauren verlassen die Stadt in den folgenden Jahren.
1391Über 4.000 Juden werden von den Christen ermordet. Die übrige jüdische Bevölkerung wird aus Sevilla vertrieben oder konvertiert zum Christentum.
1478Da viele Juden das Christentum nur annahmen, um nicht verfolgt zu werden, wurde die Inquisition eingeführt. Sie sollte feststellen ob eine Person wirklich christlich war oder doch heimlich einem anderen Glauben diente. Das Vermögen der Verurteilten wurde eingezogen, dadurch war die Inquisition am Anfang ein sehr gutes Geschäft für die katholische Kirche. Geständnisse wurden durch Folter erzwungen und Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Spanische Inquisition war extrem grausam und einer Religion unwürdig. Wie viele Menschen bis zu ihrer Abschaffung 1834 ermordet wurden ist nicht bekannt, aber es waren sehr wahrscheinlich mehrere 10.000 Juden, Protestanten und Homosexuelle. 
1492Kolumbus segelt von Huelva nach Westen und entdeckt Amerika. Im gleichen Jahr tritt das "Alhambra-Edikt" in Kraft. Demnach müssen alle Juden Spanien verlassen, wenn sie nicht den christlichen Glauben annehmen. Das "Alhambra-Edikt" wurde erst 1992 außer Kraft gesetzt. Viele Juden konvertierten, die anderen verließen Spanien für immer. Sie gingen ins Osmanische Reich und nach Venedig, wo das erste Ghetto entstand.
1503Sevilla erhält das staatliche Monopol für den Amerika Handel.
1649Eine Pest-Epidemie stürzt die Wirtschaft von Sevilla in eine lange Rezession.
1717Sevilla verliert sein Handelsmonopol mit Amerika an Cadiz.
1929Ibero -Amerikanische Ausstellung im Parque de Maria Luisa.
1936Der Putsch von General Francisco Franco in Madrid, löst den Spanischen Bürgerkrieg aus.
1978Spanien wird nach dem Tod des Diktators Franko im Jahr 1975 demokratisch. 
1986Spanien wird Mitglied der Europäischen Union. 
1992Expo in Sevilla. 500 Jahre nach der Entdeckung Amerikas findet die Weltausstellung in Sevilla statt. Autobahnen, der Flughafen und eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Madrid werden gebaut.
2009Die erste U-Bahnlinie von Sevilla wird eröffnet.
2019Sevilla zählt rund 700.000 Einwohner.
 

 

 

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