Puerta del Sol

Die Puerta del Sol ist der Mittelpunkt von Madrid und damit der Mittelpunkt von ganz Spanien. Hier befindet sich der "Null Punkt" Kilómetro Cero, von dem aus die Entfernungen ab Madrid gemessen werden. Von der Puerta del Sol starten die meisten Einkaufsstraßen von Madrid. Bis 1570 stand hier das Osttor der mittelalterlichen Stadtbefestigung, von dem morgens die Sonne in die Stadt schien. Daraus entwickelte sich der Name Puerta del Sol "Tor der Sonne". Das größte Gebäude an der Puerta del Sol ist die Casa de Correos mit dem Glockenturm, die 1768 als Postamt errichtet wurde. Die Glocke läutet an Silvester mit zwölf Schlägen das Neue Jahr ein. In der Casa de Correos befindet sich heute die Comunidad de Madrid, die Verwaltung der Region Madrid. Die einheitliche, halbkreisförmige Bebauung des Platzes erfolgte 1862. In der Mitte des Platzes steht das Reiterstandbild von Carlos III.

Estata del Oso y el Madroño

Das Wappen von Madrid, der Bär (Oso) mit dem Erdbeerbaum (Madroño), steht auf einem Sockel an der Puerta del Sol. Die vier Meter hohe Statue "Estata del Oso y el Madroño" wurde 1967 vom Bildhauer Antonio Navarro Santafé erschaffen. Die Statue Oso y Madroño ist eines der beliebtesten Selfie-Motive von Madrid.

Calle de Preciados

Die Fußgängerzone Calle de Preciados verbindet die Puerta del Sol mit der Gran Via. An der eleganten Einkaufsstraße findet man viele schöne Geschäfte und internationale Markenläden. Das größte Kaufhaus an der Calle de Preciados ist das El Corte Inglés mit mehreren Filialen entlang der Straße. Die Parallelstraße Calle del Carmen ist ebenfalls eine Fußgängerzone, wie die kleinen Gassen, die die beiden Straßen verbinden.

Palacio Real

Der Palacio Real ist der offizielle Sitz der spanischen Königsfamilie. Der Königliche Palast liegt an der Hangkante zwischen dem Fluss Manzanares und der Altstadt von Madrid. Der Emir von Cordoba hatte hier im 9. Jahrhundert einen Alcazar errichtet, eine Burg die auch als Palast diente. Im Jahr 1085 wurde das maurische Magerit von den Spaniern erobert und ab 1309 trafen sich hier die Adligen. Ab 1560 wird der Alcazar zum Palast ausgebaut. Nachdem der Alcazar 1734 einem Feuer zum Opfer fiel, entstand bis 1764 der heutige Palacio Real, nach Plänen von Juan Bautista Sachetti, Francesco de Sabatini und Ventura Rodriguez. Der barocke Palast mit rund 2.000 Räumen diente bis 1931 als Regierungssitz des Königs. Unter der Kuppel an der Nordseite befindet sich die Kapelle. Der quadratische Palast steht gegenüber der Kathedrale Santa Maria, dazwischen befindet sich die Plaza de la Armeria mit dem Museum der königlichen Waffenkammer Real Armeria. Neben der Waffenkammer befindet sich die königliche Gemäldesammlung Galeria de Pinturas del Palacio Real.

Der Palacio Real ist die bekannteste Sehenswürdigkeit von Madrid und kann besichtigt werden, da die Königliche Familie im Palacio de Zarzuela am Stadtrand von Madrid lebt.

Teatro Real de Madrid

Das Opernhaus von Madrid wurde 1850 eröffnet. Für die Oper wurde der gleiche graue Stein verwendet, wie für den gegenüber liegenden Palacio Real. Weltberühmt wurde das Teatro Real de Madrid durch die Weihnachtslotterie "El Gordo" die jedes Jahr am 22. Dezember hier veranstaltet wird. Kinder ziehen Holzkugeln mit Nummern, die dann singend verlesen werden.

Mercado de San Miguel

Die kleine Markthalle Mercado de San Miguel entstand 1915 neben der Plaza Mayor. Die ehemalige Markthalle hat sich zu einem Gourmet-Tempel entwickelt. Obst und Gemüse sucht man hier vergeblich. In den meisten Ständen werden feine Spezialitäten angeboten. Hier gibt es Tapas, Austern und andere kulinarische Köstlichkeiten in angenehmer Atmosphäre. Die Preise sind entsprechend hoch aber man viel leckere Dinge probieren die man nur im Mercado de San Miguel findet.

Plaza Mayor

Die Plaza Mayor ist ein rechteckiger Platz mit einheitlicher Fassade der 1619 von Juan de Mora entworfen wurde. Der elegante Platz entstand auf einem Marktplatz außerhalb der damaligen Stadtmauer. Auf dem Platz fanden Stierkämpfe und Hinrichtungen statt. In der Zeit der Spanischen Inquisition (1478-1834) fanden hier auch Hexenverbrennungen statt. Heute ist die Plaza Mayor ein beliebter Treffpunkt mit vielen Cafés und Restaurants. Auf dem Platz steht das Reiterdenkmal von Felipe III., der die Plaza Mayor errichten ließ. Die Plaza Mayor ist der schönste Platz von Madrid mit vielen Touristen und kostümierten Darstellern, die sich gegen Geld fotografieren lassen. Das bekannteste Gebäude an der Plaza Mayor ist die Real Casa de la Panadería (Königliche Bäckerei) mit den beiden Türmchen an der Nordseite des Platzes. Heute befindet sich hier die Touristeninformation von Madrid.

Calle de Barcelona

Zwischen Plaza Santa Ana und Puerta del Sol, liegen viele Tapasbars, oft noch mit Kachelfassade im Erdgeschoss. Die schönsten befinden sich in der Callejón de Álvarez Gato, Calle de Barcelona und Calle de Cádiz. Am Abend wird es in den engen Gassen richtig voll und man bekommt kaum noch einen Platz in den urigen Bars und Restaurants.

Plaza Santa Ana

Bis 1810 befand sich hier das Kloster Santa Ana, das 1586 gegründet wurde. Napoleons Bruder ließ es abreißen und so entstand dieser schöne Platz im Huertas Viertel. Das Reina Victoria Hotel an der Westseite wurde 1916 errichtet, an der Ostseite steht das klassizistische Teatro Español. Die Plaza Santa Ana erwacht abends zum Leben, wenn sich die Tische der Restaurants rund um den Platz füllen und die Lichter das Hotel Reina Victoria erstrahlen lassen.

Karte Zentrum Madrid

Edificio Metropolis

Die Versicherung La Union y el Fénix beschloss 1905, an der Ecke zur Gran Via dieses prächtige Bürohaus zu errichten. 1911 wurde das üppig verzierte Edificio Metropolis eröffnet. Das sehenswerte Gebäude an der Ecke zur Gran Via ist zum Wahrzeichen der spanischen Hauptstadt geworden. Eigentlich ist aber die ganze Kreuzung sehenswert, weil auch die umliegenden Bauwerke nicht mit Reizen sparen.

Palacio de Comunicaciones

Die Casa de Correos y Telegrafos wurde 1917 nach den Plänen der Architekten Antonio Palacios und Joaquín Otamendi errichtet. Der Bau im Stil der Neorenaissance steht an der berühmten Fuente de Cibeles. Cibeles ist die griechische Fruchtbarkeitsgöttin. Die Fuente de Cibeles ist der Platz an dem die Anhänger von Real Madrid ihre Siege feiern und mit ihren Autos den Kreisel blockieren. Die Casa de Correos y Telegrafos ist ein architektonisches Meisterwerk das nicht nur von außen beeindruckt sondern auch einen monumentalen Innenhof besitzt, der von einer gläsernen Dachkonstruktion überspannt wird. Auf dem Dach gibt es die "Terraza Cibeles", eine Bar mit Blick auf den berühmten Brunnen.  

Gran Vía

Die Gran Vía ist ein großer Straßendurchbruch, der 1910 durch die gewachsene Stadt geschlagen wurde. In drei Abschnitten wurde der große Boulevard bis 1927 vollendet. Hier stehen die prächtigsten Häuser Madrids. Die Gran Vía beginnt an der Calle de Alcalá mit dem Edificio Metropolis. Das höchste Haus an der Gran Via ist das Edificio Telefónica mit knapp 90 m. Es folgen große Kaufhäuser bis zur Plaza del Callao, hier steht das berühmte Edificio Carrión. Dann macht die Gran Vía einen Knick und führt bergab auf die Plaza España.  

Plaza de España

Auf der Plaza de España steht das Denkmal für Miguel de Cervantes. Die Helden aus Cervantes Roman, Don Quijote und Sancho Panza, spiegeln sich im Wasserbecken. Eingerahmt wird der Platz von den beiden Hochhäusern Edificio España und Torre de Madrid.  

Templo de Debod

Als 1960 mit dem Bau des Assuan-Staudamms begonnen wurde, mussten bedeutende Tempel-Anlagen umgesiedelt werden. Spanien unterstützte Ägypten bei dieser Anstrengung und bekam als kleines Dankeschön, diesen Tempel geschenkt. Der Tempel von Debot stand am Ufer des Nils und wäre vom Stausee überflutet worden. Er wurde in Einzelteile zerlegt und 1970 nach Madrid gebracht. Hier wurde er bis 1972 wieder zusammengesetzt. Der Tempel von Debot wurde im 2. Jahrhundert vC von Ptolemaios IV. für die Göttin Isis errichtet. Man kann den Tempel besichtigen, der Eintritt ist frei.   

Estadio Santiago Bernabeu

Präsident Santiago Bernabéu von Real Madrid hatte die Idee mit dem größten Stadion, die höchsten Einnahmen zu erzielen und so den besten Fußballverein der Welt zu erschaffen. 1947 wurde das damals größte Stadion mit 75.000 Plätzen eröffnet. 1953 wurde die Kapazität auf 125.000 Zuschauer erweitert. Für die Weltmeisterschaft 1982 wurden viele Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt, dadurch sank die Kapazität auf 90.000 Besucher. Durch weitere Umbauten wurden alle Stehplätze zu Sitzplätzen und die maximale Zuschauerzahl sank auf heute rund 81.000. Damit ist das Estadio Santiago Bernabeu nach dem Camp Nou 99.000 Plätze) in Barcelona das zweitgrößte Stadion in Spanien.

Puerta de Alcalá

Das repräsentative Tor an der Landstraße nach Alcalá de Henares entstand 1778. Die Puerta de Alcalá war Teil der Stadtbefestigung und wurde abends geschlossen. Neben dem Tor befindet sich der Eingang zum Retiro.

Salamanca

Salamanca ist der Nobelstadtteil von Madrid. Hier befinden sich die teuersten Boutiquen, Restaurants und Designerläden der Stadt. In der Calle de Serrano 56 gibt es eine Filiale von Manolo Blahnik, dessen Schuhe durch amerikanischen Fernsehserien wie "Sex and the City" bekannt wurden. In der Calle de Jose Ortega y Gasset findet man internationale Luxusmarken wie Chanel, Armani, Louis Vuitton und andere bekannte Designer und Juweliere. 

Karte Sehenswürdigkeiten Madrid

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Sehenswürdigkeiten Madrid

Willkommen in Madrid

Die spanische Hauptstadt liegt auf 667 m Höhe, in der Mitte der Iberischen Halbinsel. Dadurch ist das Klima hier im Winter relativ kühl und im Sommer wegen der Entfernung zum Meer sehr heiß und trocken. Madrid ist mit rund 3,2 Millionen Einwohnern die größte Stadt Spaniens. In der Stadt gibt es viele schöne Gebäude und Plätze. Zahlreiche Restaurants und Bars locken die Besucher abends in die Altstadt und auf nette Plätze in den Stadtteilen nördlich und südlich des Zentrums.

 

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Madrid entdecken

Neben den Sehenswürdigkeiten hat Madrid auch viel Kultur zu bieten. Zu den bekanntesten Museen der Welt zählt der Prado. Im Centro de Arte Reina Sofia hängt das berühmte Bild "Guernica" von Pablo Picasso. Schätze aus der "Neuen Welt" werden im Museo de America ausgestellt.

Madrid hat auch viele schöne Grünflächen, der bekannteste Park der Stadt ist der wunderbare Parque del Buen Retiro. Im Frühling ist der Real Jardin Botanico sehr zu empfehlen. Westlich des Zentrums ersteckt sich das Waldgebiet Casa de Campo, das über eine Seilbahn in der Calle Rosaleda mit dem Zentrum verbunden ist. Den Park Casa de Campo kann man auch mit der U-Bahn (Station Lago) erreichen.

Architektur in Madrid

In Madrid haben sich auch viel internationale Architekten verewigt. Sir Norman Foster, Richard Rogers, Jean Nouvel, MVRDV, Herzog und de Meuron und Philip Johnson, um nur einige zu nennen.