Messe Basel

Die Messehalle 1 stellt die Verbindung zwischen der Stadt und dem Messegelände her. Über der Straßenbahnstation befindet sich ein riesiges Loch, durch das Licht auf den Platz scheint. Das Erdgeschoss ist verglast und lockt die Besucher durch Lichtbänder zum Messeeingang. Darüber befinden sich zwei Messehallen, die versetzt aufeinander liegen. Die Fassade besteht aus wellenförmig gebogenen Metallstreifen, die an manchen Stellen weiter auseinander gezogen sind und dadurch eine abwechslungsreiche, plastische Struktur erzeugen.

Die Messehalle von Herzog & de Meuron wurde 2013 eröffnet und hat sich durch das große Loch zu einem Instagram Spot von Basel entwickelt. Es ist eines der berühmtesten Bauwerke zeitgenössischer Architektur in Basel.

 

Messeplatz 1

 

Warteck Brauerei

Das Gebäude der Warteck Brauerei in der Burgstraße entstand ab 1889. Rund 100 Jahre später 1990 wird die Bierproduktion in der Burgstraße eingestellt. Das historische Bauwerk wird geschützt und der Stiftung "Werkraum Warteck pp" übertragen. Das ehemalige Sudhaus und das Malzsilo bleiben dadurch erhalten, der Rest des Geländes wird mit Wohnungen bebaut. In der alten Brauerei werden Ateliers und Werkstätten eingerichtet, es gibt Kulturbetriebe und Gastronomie.

Die neue Erschließungstreppe wurde von den Architekten Fabian Nichele und Stefan Eisele entworfen. Das extravagate Treppengebilde wurde 2014 errichtet.

 

Burgweg 15

www.werkraumwarteckpp.ch

 

Museum der Kulturen

Das Museum der Kulturen Basel befindet sich in einem Hinterhof am Münsterplatz. Dieser ungewöhnliche Eingang geht auf den Umbau durch Herzog & de Meuron zurück, die das Museum 2011 erweiterten. Dabei wurde der Eingang an den Münsterplatz gelegt. Der Schürhof wurde durch eine schräge Platzgestaltung tiefer gelegt, so dass der Eingang heute im ehemaligen Untergeschoss des Museums liegt.

Die eigentliche Erweiterung ist das neue Dachgeschoss. Die auskragende neue Ebene unterscheidet sich durch ihr Material und ihre Form vom Bestandsgebäude darunter. Der Dachaufsatz besteht aus einer leichten Stahlfachwerkkonstruktion, durch die ein rund 600 m² großer stützenfreier Raum für Wechselausstellungen entstand.

Die Dach- und Fassadenverkleidung besteht aus schwarz-grünen keramischen Fliesen, die teilweise dreidimensional sind. Dadurch entsteht eine changierende Oberfläche, die das Licht unterschiedlich reflektiert.

 

Münsterplatz 20

 

Zentralstellwerk

Das Zentralstellwerk (Central Signal Box) am Baseler Hauptbahnhof ist eines von mehreren ähnlichen Bauten im Gleisfeld des Bahnhofs. Die Kisten mit der sensiblen Technik werden durch eine Kupferfassade abgeschirmt, damit weder Blitzschlag noch die Starkstromkabel der Züge, die Elektronik beeinträchtigen können. Die Fassade besteht aus sich überlappenden Kupferstreifen, die an den Fenstern des Gebäudes so gebogen sind, das man hindurch sehen kann. Der Kubus selbst ist an einer Seite leicht verdreht.

Die drei Stellwerke am Baseler Bahnhof brachten dem Architekturbüro Herzog & de Meuron 1995 den internationalen Durchbruch. Das Zentralstellwerk (Foto) wurde jedoch erst 1998 vollendet.

 

Münchensteinerstrasse 115

 

Neubau Kunstmuseum Basel

Der Erweiterungsbau des Kunstmuseum Basel wurde auf der gegenüberliegenden Straßenseite errichtet. Das Bauwerk der Architekten Christ & Gantenbein wurde 2016 eröffnet. Der Neubau beherbergt die zeitgenössiche Kunst des Museums. Die Fassade des dreigeschossigen Gebäudes besteht aus grauen Wasserstrich-Ziegeln. Die Farbe nimmt Bezug auf den Altbau von 1930, der mit hellem Sandstein verkleidet wurde. In der Fassade sind LED-Lichtbänder integriert, auf denen Texte über die Fassade laufen. Die Fassade des Neubaus hat viele unterschiedliche Winkel, die auf die umgebenden Häuser und Straßen reagieren. Im Innenraum findet man grauen Marmor und Parkett als Bodenbelag.

 

St. Alban-Graben 20

 

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Tinguely Museum

Das Tinguely Museum wurde 1996 eröffnet. Es wurde vom Schweizer Architekt Mario Botta entworfen. Bedingt durch seine Lage zwischen der Autobahn und einem Park hat das Museum zwei unterschiedliche Seiten. Eine geschlossene, steinerne Fassade zur Schwarzwaldbrücke und eine offene, gläserne Seite zum Park. Am Rhein liegt eine gläserne Rampe, die wie eine Aussichtsgalerie, den Blick über den Rhein zelebriert. Unter dieser "Rheinpromenade" befindet sich der Einstieg zum Rhyschwimme. Die großen kinetischen Skulpturen von Tinguely benötigen einen großen Raum, daher gibt es eine große stützenfreie Halle, die von Fischbauträgern überspannt wird.

 

Paul Sacher-Anlage 2

 

BIZ Bank Mario Botta

Ein sehr typisches Bauwerk von Mario Botta ist die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ. Das halbkreisförmige Gebäude wurde 1995 für die Bank UBS errichtet. Die Fassade besteht aus zwei unterschiedlichen Natursteinen, die in horizontalen Streifen angebracht wurden. Ein weiteres wiederkehrendes Element von Bottas Architektursprache, ist die umgekehrte Treppe. Sie erzeugt eine Öffnung in der Natursteinfassade, hinter der sich eine Metall-Glasfassade befindet. Auf der Rückseite verjüngt sich das Bürohaus nach oben durch mehrere Rücksprünge. In der Mitte gibt es ein großes Atrium mit Oberlicht.

 

Aeschenpl. 1

 

Fondation Beyerle

Das Ausstellungsgebäude der Fondation Beyerle in Riehen bei Basel wurde von Renzo Piano entworfen. Der italienische Stararchitekt wurde durch das Centre Pompidou bekannt und hat seitdem viele Museen auf der Welt gebaut. Die Fondation Beyerle wurd 1997 errichtet. Das rund 140 m lange Museum liegt direkt an der Baselstraße, zu dieser Seite ist das Gebäude durch eine Natursteinwand aus argentinischen Porphyr geschlossen. Im Norden und Süden lieht das Bauwerk an einem Park, zu dieser Seite ist es offen. Die großen Glasflächen werden durch das weit auskragende Dach vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt.

Durch eine intelligente Dachkonstruktion können auch die Ausstellungsräume mit natürlichem Licht beleuchtet werden. Das Glasdach lässt nur Licht aus dem Norden durch und streut das Licht durch die mattierten Gläser und weiß gestrichene Metallgitter. An der Südseite befindet sich ein Seerosenteich, im Museum hängt hier das berühmte Bild von Claude Monet mit den Seerosen. Das Gelände wurde so angepasst, dass die Ausstellungsfläche auf einer Ebene liegt.

Weitere Gebäude von Renzo Piano:

Centre Pompidou   Art Institute of Chicago   California Academy of Sciences   The Shard​​​​​​​

 

Baselstrasse 101, Riehen

 

Bürogebäude Richard Meier

Das Büro- und Geschäftshaus von Richard Meier wurde 1998 errichtet. Ursprünglich war das Gebäude als Bankhaus geplant, wurde dann jedoch zum Bürohaus mit Geschäften im Erdgeschoss umgebaut. Das Bauwerk besteht aus einem rechteckigen Block und einer runden Ecke, die durch einen langestreckten Baukörper miteinander verbunden sind. Zwischen diesen beiden Elementen befindet sich ein kleiner Platz. Die runde Ecke bezieht sich auf die gegenüber gelegene Markthalle, die ebenfalls mit einer Rundung auf die Kreuzung reagiert.

Weitere Gebäude von Richard Meier:

Stadthuis Den Haag   MAK Frankfurt   Museo d'Art Contemporani   Getty Center

 

Viaduktstrasse 42

 

Roche Türme

Die beiden Roche Türme sind die höchsten Hochhäuser in Basel. Der Roche-Turm Bau 1 wurde bereits 2015 fertiggestellt und ist mit 178 m der höchste Bürotum der Schweiz. Der Roche-Turm Bau 2 soll 2021 fertig werden und ist mit 205 m sogar noch höher. Beide Türme stehen auf dem Firmengelände des Pharmakonzerns Roche und werden als Bürogebäude vom Konzern genutzt.

Die beiden Hochhäuser von Herzog & de Meuron stehen nicht im Stadtzentrum sondern auf der Kleinbaselerseite in der Nähe des Rheins. Die beiden keilförmigen Bauwerke werden je an einer Seite durch Rücksprünge immer schmaler. Wegen dieser Form wird das Hochhaus auch als "Chemie-Säge" verspottet. Viele Einheimische finden die beiden Türme zu hoch.

 

Grenzacherstrasse 124

 

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St. Jakob Park

Der St. Jakob Park ist das Stadion des FC Basel. Das Stadion wurd zur Fußball-Weltmeisterschaft in der Schweiz 1954 errichtet. Deutschland verlor in diesem Stadion 8:3 gegen Ungarn. Im Final in Bern trafen beide Mannschaften erneut aufeinander und Deutschland wurde Weltmeister.

Das alte Stadtion wurde 2001 durch einen Neubau von Herzog & de Meuron ersetzt. Das neue Stadion wurde für 33.000 Zuschauer errichtet. Für die Europameisterschaft 2008 wurde das Stadion auf 38.000 Zuschauer erweitert. Zum Konzept des neuen Stadions gehören weitere Nuttzungen rund um die Arena. So entstanden Ladenflächen, eine Seniorenresidenz und der 71 m hohe St. Jakob Turm (Baujahr 2008) mit Büros und Wohnungen. Die Architekten Herzog & de Meuron planten eine semitransparente Kunststofffassade für den St. Jakob Park, die nachts in den Farben des FC Basel beleuchtet werden kann. Die aus Lichtkuppeln zusammengesetzte Fassade diente als Vorbild für die Münchner Allianz-Arena des FC Bayern. Die restliche Konstruktion des Stadtions besteht aus Beton und ist eher konventionell.

Auf einer Stadiontour kann der St. Jakob Park besichtigt werden siehe Link.

 

St. Jakobs-Strasse 395

www.fcb.ch

 

Vitra Design Museum

Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein (Deutschland) wurde 1989 von Frank O. Gehry errichtet. Der Kalifornier mit Kanadischen Wurzeln brachte damals die Architekturwelt durcheinander als er Formen und Materialien chaotisch zusammen warf. Der rechte Winkel war plötzlich Vergangenheit. Bei Frank O. Gehry hat man immer das Gefühl, er macht sich über die klassische Architekturlehre lustig. Die Ehrlichkeit in der Architektur ist seit der Vorhangfassade passé. Gehry zeigt am Vordach des Museums eine Putzfassade und zugleich die Unterkonstruktion aus Metall. Der klassische Architekt ist fasziniert und angewiedert zugleich.

Das Vitra Design Museum ist ein interessantes Bauwerk, es fällt auf und bietet spannende Innenräume.

Weitere Bauwerke von Frank O. Gehry:

Guggenheim Museum Bilbao   Walt Disney Concert Hall LA   Fondation Louis Vuitton Paris  Gehry Tower NY   Siedlung Frankfurt-Goldstein   Gehry Turm Hannover

 

Charles-Eames-Straße 2, Weil am Rhein

 

Vitra Konferenzgebäude

Das Vitra Konferenz- und Tagungsgebäude wurde von Tadao Ando 1993 errichtet. Der japanische Architekt ist bekannt für seine klaren Formen und seinen perfekten Sichtbeton, bei dem die Schalungslöcher und Fugen exakt geplant sind. Durch eine spezielle Beschichtung ist der Beton super glatt und glänzt in der Sonne. Das Gebäude besteht aus zwei rechteckigen Körpern, die in unterscheidlichen Winkeln zueinander stehen und sich durchdringen. Ein quadratisches Loch schafft eine Abgeschiedenheit in der sonst offenen Landschaft. Eine rechtwinklige Mauer am Zugangsweg schirmt das Bauwerk zum Frank O. Gehry Bau ab. Hier treffen zwei radikal unterschiedliche Architekturkonzepte aufeinander. Tadao Andos Architektur ist kontemplativ und rational, Gehrys laut und chaotisch. Beide Bauwerke stehen auf der gleichen grünen Wiese neben einander.

Weitere Bauwerke von Tadao Ando:

Naoshima   La Collezione   Shibuya Station

 

Charles-Eames-Straße 2, Weil am Rhein

 

Vitra Haus

Das Vitra Haus ist das Besucherzentrum und der Verkaufsraum des Vitra Campus in Weil am Rhein. Der Vitra Flagshipstore wurde von Herzog & de Meuron entworfen. Das Konzept basiert auf einem typischen Haus-Schema, das zu Stangen verlängert und scheinbar willkürlich übereinander geworfen wurde. Zudem überschneiden sich die einzelen Häuser. Durch das einheiltliche, dunkle Grau, wirkt das Gebilde trotzdem sehr elegant. Im Erdgeschoss ist die Fassade teilweise verglast. Hier öffnet sich das Gebäude zur Wiese mit Restaurant und Cafe.

Weitere Gebäude von Herzog & de Meuron:

Allianz Arena   Elbphilharmonie   Tate Modern   Prada Store Tokyo   Museu Blau   Leonard St. NYC   Olympiastadion Peking   Medienzentrum Cottbus

 

Charles-Eames-Straße 1, Weil am Rhein

www.vitra.com/de-de/campus

 

Karte Architektur Basel

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Architekturführer Basel

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