Castello de Sao Jorge

Schon die Phönizier und Römer haben sich auf dem Berg über der Tejo-Bucht niedergelassen. Später kamen die Westgoten, die dann durch die islamische Invasion der Mauren vertrieben wurden. Die Mauren wurden wiederum von Alfons I im Jahr 1147 besiegt, der dann zum ersten König Portugals wurde. Die Burg zählt zu den Top Sehenswürdigkeiten von Lissabon und bietet einen grandiosen Ausblick über die Stadt und den Tejo.

Catedral Sé

Im Jahr 1147 eroberte Alfonso I Lissabon und vertrieb die Mauren für immer aus der Stadt. Die muslimischen Herrscher hatten hier eine Moschee errichtet, wo zuvor eine Kirche der Westgoten stand. Noch im gleichen Jahr der Eroberung durch Alfonso I. wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen. 1380 wurde die romanische Fassade vollendet. Die Rosette wurde erst später hinzugefügt. Die Abkürzung "Sé" kommt von sedes episcopalis (Bischofssitz).

 

 

Largo da Sé 

Electrico

Die kleinen Straßenbahnen rattern seit 1901 durch die engen Gassen von Lissabon. Eine Fahrt mit der Linie 28, von der Unterstadt (Baixa) nach Alfama ist die schönste Strecke. Die alte Holzstraßenbahn schlängelt sich in engen Kurven den Berg hinauf. 

Panteão Nacional

Der Panteão Nacional ist die portugiesische Ruhmeshalle, hier stehen die Sarkophage berühmter Persönlichkeiten, wie dem Entdecker Vasco da Gama oder der Fado Sängerin Amália Rodrigues, deren Musik im Pantheon gespielt wird. Eigentlich wurde das Bauwerk als Igreja de Santa Engrácia 1683 begonnen. Als der Architekt João Antunes starb wurde das Projekt vom König beendet. Erst 1966 wurde die Kuppel unter Diktator Salazar vollendet und das Bauwerk als Panteão Nacional eröffnet. Viele Gräber sind jedoch leer, diese sogenannten Kenotaphe sind nur eine symbolische Ehrung der verstorbenen Berühmtheiten. Treppen führen in eine obere Ebene von der man in den großartigen Innenraum blicken kann. Wer den Stufen weiter nach oben folgt, gelangt auf das Dach, von dem man einen herrlichen Blick über Alfama hat.

Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr

Eintritt: 4 €

São Vicente de Fora

Die Klosteranlage São Vicente de Fora wurde im Jahr der Eroberung Lissabons 1147 von König Dom Afonso Henriques gegründet. Der Zusatz "de Fora" (draußen) deutet darauf hin, das die Kirche damals noch vor den Toren der Stadt lag. 1590 wurde São Vicente de Fora unter König Philipp II. neu errichtet. Die Baumeister Herrera, Álvares und Terzi planten die neue Kirche im schlichten Stil nach dem Vorbild von Il Gesú in Rom. Die Kirche wurde den heiligen Vinzenz und Sebastian geweiht, im Kirchenschiff sind daher die Symbole der beiden Heiligen dargestellt. Vinzenz wurde als Märtyrer auf einem Rost gegrillt, von zwei Raben verteidigt und mit einem Mühlstein im Meer versenkt. Sebastian wurde von Pfeilen durchbohrt, überlebte und wurde anschließend erschlagen und in die Cloaca Maxima geworfen. In den beiden Patios des Klosters sind großflächige Azulejos zu bewundern.

Karte Lissabon Alfama

Praça do Comércio

Der Platz des Handels ist der Zugang vom Meer in die Stadt. Bis zum Erdbeben von 1755, stand der Palast des Königs Paço da Ribeira an diesem Platz, der damals Terreiro do Paço hieß. Durch den Arco Triunfal gelangt man in die Unterstadt Baixa Pombalina.  

Praca Dom Pedro IV

Der Platz Dom Pedro IV, auch Rossio genannt, wurde nach dem Erdbeben 1755 neu angelegt und in das Raster der neuen Stadt integriert. Am Nordende des Platzes befindet sich das National Theater. Auf der Säule in der Platzmitte steht der König Dom Pietro IV.

Elvador de Santa Justa

Der "Elvador de Santa Justa" verbindet die Unterstadt Baixa, mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado. Der Aufzug aus gotisch verzierten Gußeisenelementen, entstand 1901 und überwindet einen Höhenunterschied von 32 Metern. Entworfen wurde der Aufzugsturm von Raoul Mesnier de Ponsard. Über dem Aufzug befindet sich ein Café und eine Aussichtsplattform, von der man einen schönen Überblick über Lissabon bekommt.

 

Convento do Carmo

Das Convento e Igreja de Nossa Senhora do Carmo wurde zwischen 1389 und 1423 errichtet. Der Stifter Nuno Álvares Pereira begab sich nach der Fertigstellung selbst als Mönch ins Kloster und wurde 2009 von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen. Die gotische Klosteranlage war eine der prächtigsten Kirchen in Lissabon, bis sie 1755 vom großen Erdbeben zerstört wurde. Da bei dem Erdbeben die ganze Stadt verwüstet wurde, fehlt das Geld, um das Convento do Carmo wieder aufzubauen. Seit dem steht nur noch die Ruine der Kirche am Largo do Carmo. Ehemalige Objekte aus dem mittelalterlichen Kloster sind heute im Museu Arqueologico do Carmo zu besichtigen.

Igreja de São Roque

Von außen wirkt die Kirche São Roque unscheinbar, dieser Stil wird in Portugal "Estilo Chão" (schlichter Stil) genannt. Im Innenraum ergibt sich ein ganz anderes Bild, hier fallen die 8 reich verzierten Kapellen auf, die sich seitlich am Kirchenschiff aufreihen, je 4 an jeder Seite. Die Igreja de São Roque ist dem heiligen Rochus gewidmet, der Pestkranke geheilt hat und als Schutzpatron für Spitäler dient. Sein Symbol ist ein Hund mit einem Brötchen im Maul, das sich an verschiedenen Stellen in der Kirche entdecken lässt. Eine der seitlichen Kapellen ist São Roque gewidmet. Diese Kapelle fällt durch ihre gelb-blauen Azulejos von Francisco de Matos auf, die 1584 angebracht wurden. Architekt Afonso Alvares begann 1566 mit dem Bau der Kirche, die 1596 fertiggestellt wurde. Da São Roque als eine der wenigen Kirchen in Lissabon nicht vom Erdbeben von 1755 zerstört wurde, hat sich die Holzdecke mit der perspektivischen Malerei von Francisco Venegas erhalten. Dies macht São Roque zu einer der bauhistorisch bedeutendsten Kirchen in Europa.

Karte Baixa und Bairro Alto

Padrão dos Descobrimentos

Das "Denkmal der Entdecker" wurde 1960 errichtet. 500 Jahre nachdem Dom Henrique verstarb, der die großen Entdeckungsfahrten beauftragte und damit die europäische Dominanz auf den Weltmeeren einleitete. Auf dem Denkmal sind alle großen Entdecker Portugals vertreten. Zu den berühmtesten Entdeckern Portugals zählen Pedro Alvares Cabral, der im Jahr 1500 Brasilien entdeckt. Bartolomeu Diaz der die afrikanische Westküste erforscht und als erster das Kap der Guten Hoffnung umsegelt. Der bekannteste portugiesische Entdecker ist Vasco da Gama der 1499 als erster Europäer den Seeweg nach Indien entdeckt und das Gewürzmonopol der Araber bricht. Portugal wird durch den Gewürzhandel zur Weltmacht. Die erste Weltumseglung gelang der Flotte von Fernando Magellan, der jedoch auf den Philippinen von Ureinwohnern ermordet wurde und die Weltumrundung selbst nicht vollenden konnte. Ganz vorne steht Heinrich der Seefahrer, der die ersten Entdeckungsreisen finanzierte. 

Torre de Belém

Der Torre de Belém entstand 1515, zusammen mit einem anderen Turm am südlichen Tejo-Ufer, als Schutz des Hafens. Beim schweren Erdbeben von 1755 wurde der südliche Turm zerstört. Der Torre de Belém ist das Symbol der portugiesischen Entdecker und seit 1983 UNESCO-Weltkulturerbe.

Mosteiro dos Jeronimos

Um eine angemessene Grabstätte für seine Dynastie zu schaffen, ließ Manuel I das Kloster in Belém (Bethlehem) ab 1501 errichten. 1601 wird die spätgotische Anlage vollendet. 1983 wird das Kloster zum Weltkulturerbe erklärt.

Karte Lissabon Belem

Oceanario

Das "Oceanário" ist ein Aquarium im Park der Nationen. Es wurde zur Weltausstellung 1998 errichtet und war damals das größte Meeresaquarium Europas. Das sehenswerte Oceanario ist eine der beliebtesten Attraktionen von Lissabon. Neben unglaublichen Fischen zeigt das Aquarium auch andere Meerestiere wie die niedliche Seeotter oder Pinguine.

Palácio Fronteira

Der Palácio dos Marqueses de Fronteira ist berühmt für seinen Garten mit der "Galeria dos Reis" (Galerie der Könige). Der Palácio Fronteira wurde 1672 vom Marquês de Fronteira errichtet. Die "Galeria dos Reis" ist eine Azulejo-Terrasse auf der die Könige als Büsten aufgereiht in Nischen stehen. Vor der Galerie befindet sich ein Wasserbecken, von dem an beiden Seite eine Treppe auf die Galerie führt. An das Wasserbecken grenzt der Große Garten mit Figuren und Springbrunnen. Auf einer etwas höher gelegenen Ebene befindet sich der Venusgarten der im Norden durch den Palast begrenzt wird. Im Palast ist der Sala dos Paineis (Saal der Bilder) besonders sehenswert. Dieser Saal ist mit Azulejo-Tafeln aus der Amsterdamer Werkstatt von Jan van Oort verkleidet, die Szenen aus der griechischen Mythologie darstellen. 

Mit der U-Bahn bis Jardim Zoologico, Rua das Furnas, Rua São Domingos de Benfica, über die Bahnbrücke und etwas den Berg hinauf. (zu Fuß ca. 1 Km / 15 min) Öffnungszeiten siehe Link.

Karte Lissabon

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Cristo Rei

Die Christus-Statue von Lissabon geht auf ein Gelübde der portugiesischen Bischöfe zurück, die 1942 gelobten eine Statue zu errichten, falls Portugal nicht in den Zweiten Weltkrieg verwickelt wird. 1959 wurde die "Cristo Rei" Statue von Francisco Franco erschaffen. Die Ähnlichkeit zu ihrem Vorbild, der Christus-Statue in Rio de Janeiro ist unverkennbar. Der König der Christen steht auf einem 82 m hohen Sockel, die Statue selbst ist 28 m hoch. Auf die Aussichtsplattform gelangt man mit einem Aufzug, von hier hat man einen wunderbaren Blick auf die Ponte de 25 Abril und den Tejo mit Lissabon im Hintergrund. 

Anfahrt: Mit der Fähre von Cais do Sodré nach Cacilhas von dort mit dem Bus 101 zum Cristo Rei.

Ponte de 25 Abril

Unter Diktator Salazar wurde die rote Hängebrücke 1966 eröffnet, sie hieß auch bis 1974 Ponte Salazar. Die Ähnlichkeit zur Golden Gate Bridge in San Francisco kommt nicht von ungefähr, die Ponte de 25 Abril wurde von der Firma US Steel errichtet. Im Gegensatz zum amerikanischen Vorgänger, besitzt die 2,2 km lange Brücke eine zweite Ebene auf der Züge den Tejo passieren können. Am 25 April 1974 steckte die Bevölkerung Lissabons den putschenden Soldaten Nelken in die Gewehrläufe. Die Diktatur von Caetano war am Ende und die Nelkenrevolution führte schließlich zur Demokratie in Portugal. Die Ponte Salazar wurde zur Ponte de 25 Abril.

Village Underground Lisboa

Neben der LX Factory liegt die "Village Underground Lisboa", eine kleines Urbanes Dorf aus Containern und Doppeldeckerbussen. Neben Coworking Flächen hat das Untergrund Dorf auch ein Café, eine Galerie und einen Club zu bieten. Zudem werden leere Fabrikhallen der Umgebung für Veranstaltungen genutzt.

LX Factory Lisboa

Die "LX Factory" ist eine ehemalige Textilfabrik die von Künstlern und Designern in ein alternatives Kulturzentrum verwandelt wurde. Mittlerweile gibt es in der LX-Factory Cafes, Restaurants, Bars, Modeläden, Kunstgalerien und Büros. Die LX Factory ist täglich geöffnet, am Sonntag findet der hier der "LX-Market" (Flohmarkt für Designartikel) statt, dann ist auf dem Gelände am meisten los. Auf dem Dach der Fabrik befindet sich die Bar Rio Maravilha (Foto) mit Blick auf den Tejo und die "Ponte 25 de Abril". Direkt am Eingang findet man die Cantina LX, das bekannteste Restaurant auf dem Gelände.

Karte Lissabon Alcantara Almada

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Sehenswertes Lissabon

Willkommen in Lissabon

Die Lissabon liegt an der Mündung des Tejo, der hier eine große Bucht gebildet hat. Die Hauptstadt Portugals ist mit 550.000 Einwohnern doppelt so groß wie Porto. Die Einwohnerzahl lässt sich allerdings nur bedingt mit deutschen Städten vergleichen, da die Fläche der Stadt sehr klein ist. Wenn man Lissabon mit Nürnberg vergleicht (510.000 Einwohner) hat Lissabon eine Fläche von 84 km² während Nürnberg 186 km² groß ist. Von daher entspricht die Größe der Stadt eher der von Frankfurt am Main mit rund 750.000 Einwohnern. Lissabon wurde durch die portugiesischen Seefahrer zu einer großen Hafenstadt. Im Stadtteil Belém werden die Entdecker mit einem großen Denkmal gefeiert. Lissabon ist bekannt für "Fado", einen melancholischen Gesang, der in den Kneipen der Altstadt gespielt wird. Der Fado wurde 2011 zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

 

 

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Lissabon entdecken

Lissabon besteht aus verschiedenen Stadtteilen die sich über die hügelige Landschaft verteilen. Die "Alfama" ist die Altstadt, die sich an den Hängen des Hügels befindet, auf dem die Festung "São Jorge" steht. Die "Alfama" wird durch viele kleine Häuser geprägt, die über steile Treppen erreicht werden können. Das Zentrum heißt "Baixa" und weist ein regelmäßiges Schachbrettmuster auf. Nach dem großen Erdbeben von 1755 wurde dieser Stadtteil komplett neu errichtet. Der "Bairro Alto" befindet sich auf einem Hügel westlich der Innenstadt, hier gibt es viele Restaurants und Fado-Kneipen. Im "Bairro Alto" und dem benachbarten "Chiado" ist Abends am meisten los. Belém befindet sich etwas außerhalb, hier steht der Torre de Belém, das Entdecker-Monument, das Museum Coleçâo Berardo, das Museo de Marinha und das Hieronymus-Kloster "Mosteiro dos Jerónimos". Hier werden auch die leckeren "Pastel de Nata" in der "Casa Pastéis de Belém" hergestellt. 

Ausflüge

Von Lissabon kommt man schnell ans Meer. Mit der Bahn kann man bequem zum rund 25 km entfernten Badeort "Estoril" fahren. Wer naturbelassene Strände sucht, wird südlich von Lissabon Richtung "Cabo Espichel" fündig. 

Ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist "Sintra". In der Sommerfrische in den Bergen Richtung Atlantik, residierten die Könige von Portugal. Hier kann man den "Pálacio Nacional" und den "Palácio da Pena" besichtigen.

 

 

 

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