Piotrkowska

Die ulica Piotrkowska ist eine 4,9 km lange Einkaufsstraße die sich schnurgerade durch das Stadtzentrum von Lodz zieht. Die ehemalige Landstraße verläuft in Nord-Süd-Richtung und hat sich zum Zentrum der Stadt entwickelt. Die "Piotrkowska" ist ist auf über einem Kilometer zur Fußgängerzone ausgebaut worden. Das kleine Dorf Lodz ist erst im 19. Jahrhundert explosionsartig gewachsen und hat daher keinen mittelalterlichen Stadtkern. Die polnische Industriemetropole hat sich daher wie eine amerikanische Stadt im rechtwinkligen Straßenraster entwickelt. Die "Piotrkowska" entstand wie eine amerikanische Main Street oder ein Broadway.

 

  

Piotrkowska

Rosenpassage

Die "Pasaz Rozy" Rosenpassage ist ein Durchgang von der Einkaufsstraße Piotrkowska zur Zachodnia Straße. Hier befindet sich die Kunstakademie AOIA Akademicki Osrodek Inicjatyw Artystycznych. Das besondere an der Rosenpassage sind die Hauswände, die komplett mit Spiegelbruchstücken verziert wurden. Dadurch hat sich der graue Innenhof in eine Sehenswürdigkeit für Touristen verwandelt.

Aleja Gwiazd

Lodz gilt als die Filmmetropole des Landes und wie in Hollywood gibt es hier einen Walk of Fame. Auf der Allee der Sterne "Aleja Gwiazd" werden die Stars des polnischen Films geehrt. Die berühmtesten Sterne stammen von Roman Polanski und Krzysztof Kieslowski. Der polnische "Walk of Fame" befindet sich neben der Einkaufsstraße Ulica Piotrkowska. Die Allee der polnischen Filmstars ist eines der beliebtesten Fotomotive von Lodz.

Manufaktura

Die ehemalige Baumwollspinnerei von Izrael Poznanski wurde 2006 aufwendig saniert. In den roten Backsteinhallen befindet sich heute ein Einkaufszentrum und hochwertige Büroflächen. Die "Manufaktura" ist aber mehr als nur ein Einkaufszentrum. Der Platz um den sich die Fabrikgebäude versammeln ist zum Marktplatz von Lodz geworden. Im Sommer gibt es hier einen "Beachclub" mit Liegestühlen und Sand, im Winter eine Eislaufbahn und einen kleinen Weihnachtsmarkt. Ein großes Kino mit 15 Sälen, ein Theater und das Museum ms2 bieten auch viel Kultur in der Manufaktura von Lodz.

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Poznanski Palast

Der "Poznanski Palast" war die prunkvolle Residenz des Textilunternehmers Izrael Poznanski. Poznanski gehörte die Baumwollfabrik neben an, die heute "Manufaktura" heißt. Der "Poznanski Palast" unterscheidet sich deutlich von den Industriebauten aus rotem Backstein. Die helle Fassade des Palais im französischen Stil ist in Lodz einzigartig. Der L-förmige Baukörper bildet eine markante Ecke im Stadtgefüge und steht direkt am Park Staromiejski, dem Park zwischen der Altstadt von Lodz und der neuen Industriestadt entlang der Piotrkowska. Bereits 1860 stand hier ein zweistöckiges Gebäude das von Izrael Poznanski mit samt dem riesigen Grundstück dahinter für seine Fabrik gekauft wurde. Poznaski baute diese Gebäude zu seinem Wohnhaus um und erweiterte es ab 1888 zum dem Palast in dem sich heute das Historische Museum der Stadt Lodz befindet. Der "Poznanski Palast" wurde sehr wahrscheinlich von den Architekten Jung und Rosenthal geplant.

 

 

 

Dworzec Lodz Fabryczna

Rund um den neuen Bahnhof Lodz Fabryczna sind einige neue Gebäude entstanden. Die Gegend um den Bahnhof wird auch das neue Zentrum von Lodz genannt. 1865 wurde hier die Bahnstrecke nach Warschau eröffnet. Das historische Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1868 von Architekt Adolf Schimmelpfennig wurde als Replik in den Neubau integriert. 2016 wurde der neue Bahnhof Lodz Fabryczna eröffnet. Mit dem Umbau wurde aus dem alten Kopfbahnhof ein moderner Durchgangsbahnhof. Die gläserne Halle lässt das Licht bis zu den 16 m tiefer gelegenen Gleisen scheinen.

Kathedrale von Lodz

Mit dem Bau der Kathedrale von Lodz wurde 1901 begonnen, 1912 wurde die Kirche geweiht und 1927 fertiggestellt. Die katholische Kirche des heiligen Stanislaus-Kostka wurde 1919 zum Dom erhoben, als das Bistum Lodz geschaffen wurde. Der 104 m hohe Kirchturm ist bis heute einer der höchsten in Polen. Die neugotische Kathedrale wurde vom Architekten Emil Zillman entworfen und von der Firma Wende Zarske aus Lodz ausgeführt. Lodz gehörte damals zu Russland, daher musste der Entwurf in St. Petersburg genehmigt werden. Das gotisch anmutende Kirchenschiff wurde aus Stahlbeton gegossen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kathedrale von den deutschen als Lager genutzt, dabei wurden die Fenster zerstört. Nach einem Feuer im Jahr 1971, bei dem das Dach zerstört wurde, hat man die Stanislaus-Kostka Kathedrale 1978 wieder aufgebaut.

Matthäuskirche

Die Kosciol sw. Mateusza "Matthäuskirche" ist eine der wenigen evangelischen Kirchen in Lodz. Die neuromanische Kirche wurde zwischen 1909 und 1928 errichtet. Der Lodzer Architekt Johannes Wende entwarf das Gotteshaus für die Evangelisch-Augsburgische Gemeinde zusammen mit dem Berliner Architekten Franz Schwechten, der auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und den Grunewaldturm plante. Der Kirchturm ist 80 m hoch und die Kuppel hat einen Durchmesser von 17 m, damit ist die Matthäuskirche eine der größten Kirchen der Stadt. In Lodz ist die Kirche für ihre hervorragende Akustik und ihre große Orgel bekannt. Daher finden hier oft Konzerte statt.

Ksiezy Mlyn

Karl Wilhelm Scheibler war der größte Fabrikbesitzer in Lodz. Er baute eine ganze Fabrikstadt im Südosten von Lodz. Neben Arbeiterwohnungen und Fabrikgebäuden entstanden auch eine Schule, zwei Krankenhäuser, Läden, ein Gaswerk und eine Feuerwehr. Die "Stadt in der Stadt" aus dem 19. Jahrhundert steht unter Denkmalschutz. In der Straße "Ksiezy Mlyn" kann man eine gut erhaltene Arbeitersiedlung aus toten Ziegeln besichtigen. Südlich davon liegt die ehemalige Fabrik von Scheibler die saniert wurde und in alten Glanz erstrahlt. "Ksiezy Mlyn" ist ein sehenswertes Denkmal der Industriegeschichte von Lodz.

Jüdischer Friedhof Lodz

Der "Cmentarz Zydowski" ist der zweitgrößte Jüdische Friedhof Europas. In Lodz lebten vor dem Zweiten Weltkrieg rund 160.000 Juden. Der bekannteste Jude von Lodz war der Fabrikant Izrael Poznanski, seine Ruhestätte gilt als größtes jüdisches Grabmahl der Welt. Nach dem Holocaust war von der jüdischen Gemeinde nicht mehr viel übrig. Die Juden wurden im Ghetto Litzmanstadt eingesperrt und in den deutschen Konzentrationslagern ermordet. Heute leben nur noch wenige Juden in Lodz.

Karte Sehenswürdigkeiten Lodz

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Reiseführer Lodz

Die Stadt Lodz ist eine Industriemetropole westlich von Warschau mit etwa 700.000 Einwohnern. Anders als mittelalterlichen Stadtgründungen, wurde Lodz wie ein Schachbrettmuster angelegt. Die "Ulica Piotrkowska" ist mit etwa 5 km Länge, eine der längsten Einkaufsstraße Europas. Lodz ist auch ein Zentrum der polnischen Filmindustrie, hier werden die nationalen Filmsternchen auf der "Aleja Gwiazd" geehrt.

 

 

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