Murinsel

Die Murinsel entstand 2003 als Projekt der Europäischen Kulturhauptstadt. Entworfen hat die Insel der New Yorker Künstler Vito Acconci nach dem Konzept von Robert Punkenhofer. Auf der muschelförmigen Insel befinden sich ein Café und ein Amphitheater für 350 Besucher. Die Murinsel wird über Stege mit den beiden Flussufern verbunden. Die beiden Nutzungen der Murinsel sind auch baulich unterschiedlich ausgeführt worden. Das Café hat ein verglastes Dach, während sich das Theater unter freiem Himmel befindet. Ein solches Bauwerk in einem Fluss ist nicht ganz unproblematisch, da es bei Hochwasser überflutet wird. Die Insel in der Mur wurde daher mit einem Rammschutz versehen, der das Metallgebilde vor großen Baumstämmen schützen soll.

Joanneumsviertel

Die Architekten Nieto Sobejano haben Graz durch ein außergewöhnliches Museumsviertel bereichert. Eröffnet wurde das Joanneumsviertel 2013. Der Entwurf der spanischen Architekten verbindet die beiden historischen Bauwerke unter der Erde. Der Platz zwischen der Steiermärkischen Landesbibliothek und dem Universalmuseum Joanneum wurde unterbaut und durch unterschiedlich große, runde Öffnungen kommt Tageslicht in das sehenswerte Untergeschoss. Im größten der 5 Löcher liegt eine Rolltreppe die in die Eingangs-Ebene führt, von der man ins Museum oder in die Bibliothek gelangt. Die runden Löcher an der Oberfläche werden hier zu gläsernen Lichthöfen (Foto), die den Raum elegant unterteilen. 

Weitere Gebäude von Nieto Sobejano:

Madinat al-Zahara

Kunsthaus Graz

Das bekannteste Projekt zum Kulturhauptstadtjahr 2003, war der "Friendly Alien" vom britischen Architekten Peter Cook (Spacelab Cook-Fournier). Die biomorphe Form aus blauen Acrylglas-Elementen ist ein Musterbeispiel der Blob-Architektur. Das Kunsthaus Graz unterscheidet sich in allen Belangen von der barocken Stadtlandschaft der Umgebung. Aus dem blauen Blob wachsen 15 "Nozzles", die als Lichteinlässe funktionieren. Die Außenhaut des Gebäudes kann durch die BIX (Big Pixel) Medienfassade beleuchtet und mit Bildern und Filmen als Monitor genutzt werden. Das Kunsthaus Graz ist eine reine Ausstellungshalle ohne eigene Sammlung.

Rondo

Im Wohn- und Bürogebäude mit der geschwungenen Fassade befinden sich auch Atelierräume für Künstler, die mietfrei zur Verfügung gestellt werden. Realisiert wurde das Projekt des Architekten Markus Pernthaler 2007. Das Rondo hat eine Fassade aus transparenten Polycarbonatplatten, die schräg eingebaut wurden und von unregelmäßig angeordneten Elementen, die durchsichtig sind, aufgelockert wird. Das Gebäude wurde über dem Mühlgang errichtet, einem Kanal der für den Betrieb von Mühlen errichtet wurde. Auf einem Teil des Daches befindet sich ein Dachgarten, ein anderer Bereich wird von der Solaranlage genutzt.

Botanischer Garten

Die Gewächshäuser im Botanischen Garten von Graz gehen auf das Jahr 1889 zurück. 1995 wurde die Anlage um drei Gewächshäuser von Architekt Volker Giencke erweitert. Die gewölbten Hallen aus Acrylglas-Elementen stehen versetzt zu einander und haben jeweils einen tieferen Bereich und einen höheren Bereich, sodass die Gewächshäuser von der einen Seite zur anderen Seite hin ansteigen. Die drei Gewächshäuser sind alle miteinander verbunden.

Sportbad Eggenberg

Das Sportbad von Fasch & Fuchs Architekten aus Wien wurde 2011 eröffnet, nachdem das Büro den Wettbewerb 2008 gewonnen hatte. Wie eine Auster öffnet sich das Hallenbad zum Freibad im Innenbereich des Grundstücks und lässt umgekehrt Licht in den Innenraum. Das Sportbad Eggenberg hat eine blaue Fassade, die sich auch durch ihre Schräge deutlich von der Wohnbebauung im Stadtteil Eggenberg unterscheidet. Gleichzeitig schirmt das Gebäude die Wohnhäuser vor dem Lärm des Freibads ab. Das Dach besteht aus einer Stahl-Fachwerkkonstruktion, die auf der Unterseite mit weißen Holzelementen verkleidet wurde. Weiße Kunststoffsegel an der Decke der Schwimmhalle dienen als akustisch wirksame Elemente, die zudem das Licht streuen und indirekt beleuchtet werden.

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Karte Architektur Graz

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