Campanile di San Marco

Der Markusplatz Piazza di San Marco ist der prominenteste Platz der Stadt, hier befinden sich die berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Venedig, wie der Campanile, die Kathedrale und der Dogenpalast. Der Markusplatz entstand durch das Zuschütten eines Kanals um 1155. Der Platz ist besonders schön, weil er durch einheitlich wirkende Fassaden umschlossen wird. In diesen Prokuratien befand sich die Verwaltung der Republik Venedig. In den Arkaden im Erdgeschoss befinden sich Geschäfte und Restaurants. Zwischen der Piazza und der Piazzetta steht der Campanile. 

Mit dem Bau des Campanile wurde im Jahr 888 begonnen. Die Turmspitze wurde 1517 vollendet. Der Campanile von Venedig wurde in Venetien oft kopiert und dadurch zum Symbol des Stadtstaates. 1902 stürzte der Turm ein und man beschloss ihn sofort wieder aufzubauen. 1912 waren die Arbeiten abgeschlossen und der Campanile wieder das Wahrzeichen von Venedig. Man kann den Turm besteigen und hat von oben den besten Blick über die Stadt und die Lagune von Venedig.

 

Piazza di San Marco

 

Dogenpalast

Der Doge war das gewählte Oberhaupt der Stadtrepublik Venedig. Der Dogenpalast war der Regierungssitz. Ursprünglich stand hier eine Burg, die vom Dogen Sebastiano Ziani um 1175 errichtet wurde. 1424 wurde dieser Bau wieder abgerissen, um einen repräsenativen Palast mit einheitlicher Fassade zu errichten. Da die Seeseite bereits 1365 in diesem Stil umgestaltet wurde. Der märchenhafte Palazzo Ducale ist ein gotisches Bauwerk mit Flamboyant-Elementen. 1577 wurde der Palast von einem Feuer zerstört und kurz darauf wieder aufgebaut.

Die Fassade des Dogenpalasts ist in drei Bereiche unterteilt. Im Erdgeschoss befinden sich Spitzbögen, die auf breiten Säulen stehen. Sie bilden einen Arkadengang zur Piazzeta und zur Riva degli Schiavoni. Darüber steht eine weitere Säulenreihe mit Kielbögen, die in eine Reihe von Kreisen übergeht, in denen sich Vierpassöffnungen befinden. Dieses Architektur-Detail wirkt sehr filigran und ist das Markenzeichen des Palasts. Der Eckkonflikt an den Kreisen wurde mit Figuren kaschiert. Die Hauptebene mit den großen Sälen, hat eine flächig Fassade aus weißen und rötlichen Steinen, die ein Quadratmuster bilden. Große, bogenförmige Fenster unterteilen die Fassade. In der Mitte befindet sich jeweils ein Balkon, der mit Figuren aus Marmor verziert ist.

Den sehenswerten Innenhof betritt man durch die Porta della Carta, die sich zwischen dem Dogenpalast und der Markuskirche befindet. Von hier kommt man zur Scala dei Giganti, einer Treppe die von den beiden Göttern Mars und Neptun flankiert wird. Auf dieser Treppe wurden die Dogen gekrönt.

Der Dogenpalast war auch das Justizzentrum von Venedig über die Seufzerbrücke war der Palast mit dem Gefängnis verbunden. Die prunkvollen Innenräume des Dogenpalasts können besichtigt werden. Informationen über Preise und Öffnungszeiten siehe Link.

 

Molo Riva degli Schiavoni

https://palazzoducale.visitmuve.it/

 

Seufzerbrücke

Im Dogenpalast fanden früher die Gerichtsverhandlung satt und die Verurteilten wurden über die Seufzerbrücke direkt zu ihren Gefängniszellen auf der anderen Seite des Rio di Palazzo gebracht. Die 1602 errichtete Brücke überspannt den 8 m breiten Kanal. Die Ponte dei Sospiri wurde von Architekt Antonio Contin entworfen. Die Marmorbrücke ist mit Voluten und Steinköpfen verziert. Im oberen Bogen sieht man ein Relief der Gerechtigkeit. Das Gefängnis Palazzo delle Prigioni wurde 1589 errichtet, man kann es an den vergitterten Fenstern erkennen.

 

Molo Riva degli Schiavoni

 

Markuskirche Basilica di San Marco

Der Markusdom  (Basilika die San Marco) wurde zwischen 1063-1094 errichtet, nachdem der Vorgängerbau durch ein Feuer zerstört wurde. Durch die enge Handelsbeziehung zu Byzanz, wurde auch die Kirche im byzantinischen Stil erbaut. Der heilige Markus war der Gründer der koptischen Kirche und Bischof von Alexandria, sein Symbol ist der geflügelte Löwe, den Venedig als Symbol der Stadt übernommen hat. Im Markusdom liegen die Gebeine des heiligen Markus.

 

Piazza di San Marco

www.basilicasanmarco.it

 

Torre dell' Orologio

Der Uhrturm ist der nördliche Abschluss der Piazza San Marco. Der Torre dell' Orologio wurde 1499 errichtet, die beiden Flügelbauten neben dem Turm entstanden 1755. An der Fassade befindet sich eine astronomische Uhr, die Mond-und Sonnenphasen anzeigt. Oben an der Fassade befindet sich ein Relief des geflügelten Löwen, das Wappentier von Venedig. Auf dem Turm stehen zwei Figuren, die die Glocke auf der Turmspitze schlagen.

 

Piazza San Marco

 

Canal Grande

Der S-förmige Kanal ist die Hauptverkehrsader der Lagunenstadt. Am bis zu 50 m breiten Canal Grande stehen die meisten und schönsten Paläste der Stadt. Die Rialto-Brücke überspannt den Kanal, an dem auch die Kirche Santa Maria della Salute steht. Am Canal Grande findet man alles was Venedig ausmacht. Um den Kanal zu entdecken kann man eine Fähre nehmen, die den Canal Grande entlang fährt. Die Vaporetto (Wasserbus) Linie 1 fährt vom Bahnhof den Canal Grande hoch bis zur Insel Lido. Auf dem Weg kommt man an vielen Sehenswürdigkeiten von Venedig vorbei. 

 

Canal Grande

 

Rialto Brücke

Nachdem die Holzbrücken über den Canal Grande ständig erneuert werden mussten, beschloss die Stadt eine Steinbrücke zu errichten. Die Rialtobrücke (Ponte di Rialto) wurde 1591 fertiggestellt. Den Ausschlag für den Entwurf von Giovanni Alvise Boldu machten die Läden, die der Stadt Mieteinnahmen versprachen und die stützenfreie Konstruktion, die gut für den Schiffsverkehr auf dem Kanal war. Heute ist die Rialto Brücke eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Venedig.

 

Canal Grande

 

Basilica dei Frari

Die große Backsteinkirche der Franziskaner entstand ab 1250, als Architekt wird Nicola Pisano vermutet. Um 1340 übernimmt Scipione Bon die Bauleitung und passt den Entwurf seinen Vorstellungen an. Die relativ schlichte Hauptfassade wird von Lisenen mit Fialen unterteilt. Der Glockenturm ist nach dem Campanile von San Marco, der zweithöchste in Venedig. Die romanisch-gotische Pfeilerbasilika beeindruckt auch durch das hohe Mittelschiff.

Bekannt ist die Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari als Grabstätte von Tizian, der 1576 an der Pest starb. In der Kirche sind zwei seiner Werke zu sehen. Hinter dem Hauptaltar befindet sich das Bild "Die Assunta" und im linken Kirchenschiff "Die Pala di Ca' Pesaro". Die Basilica dei Frari zählt zu den Sehenswürdigkeiten von Venedig, weil sich im Innenraum noch zahlreiche weitere berühmte Gemälde befinden.

 

Campo dei Frari / Salia San Rocco

www.basilicadeifrari.it

 

San Moise

Die Chiesa di San Moise wurde im 10. Jahrhundert von Mosé Venier in Auftrag gegeben. Die ungewöhnlich üppig verzierte Kirche verdankt ihre Fassade der großzügigen Spende von Vincenzo Fini, einem reichen Patrizier, der nach dem Brand von 1632 die Kosten für den Wiederaufbau der Kirche übernahm. Er und seine Familie sind in der Fassade des Architekten Alessandro Tremignon verewigt worden. Auch der Innenraum ist im Barockstil gestaltet, mit vielen großen Gemälden. Nur die Decke ist relativ schlicht gestaltet. Neben der Kirche steht der Glockenturm aus Ziegelmauerwerk der im 14. Jahrhundert erbaut wurde.

 

Campo San Moisè

 

Gran Teatro La Fenice di Venezia

Die erste Oper an dieser Stelle war das 1755 eröffnete Teatro San Benedetto. Die berühmte Oper von Venedig brannte 1774 ab und wurde 1792 unter dem Namen "La Fenice" (der Phönix) wieder neu errichtet. Das Opernhaus von Architekt Gian Antonio Selva wirkt von außen relativ klein und bescheiden aber der Innenraum ist sehr pompös, mit 5 übereinander liegenden Logenreihen und vielen goldenen Verzierungen. 1835 brannte das Teatro La Fenice erneut ab und wurde innerhalb eines Jahres wieder aufgebaut. 1996 wurde die Oper absichtlich angezündet und komplett zerstört. Die Oper von Venedig wurde 2003 nach historischen Fotos rekonstruiert und mit moderner Technik ausgestattet. Die Oper von Venedig ist eines der bekanntesten Opernhäuser der Welt, weil hier viele Werke von Giuseppe Verdi zum ersten Mal aufgeführt wurden.

 

Campo St Fantin

www.teatrolafenice.it

 

Basilica dei Santi Giovanni e Paolo

Die Basilika der Heiligen Johannes und Paul entstand im 13. Jahrhundert nachdem der Doge Jacopo Tiepolo eine Vision Gottes hatte, in dem Gott diesen Ort für eine Kirche wählte. Die Kirche des Dominikanerordens wurde 1430 eingeweiht. Die Iglesia Santi Giovanni e Paolo ist mit einer Länge von 96 m eine der größten Kirchen von Venedig. Die dreischiffige Basilika ist 43 m breit und hat eine Deckenhöhe von 35 m. Bemerkenswert ist der große Abstand zwischen den Säulen, die mit Holzbalken verbunden sind. Die Venezianer verkürzen den Namen der Kirche auf Zanipolo. Die gotische Kirche diente als Grabeskirche der Dogen. Der Backsteinbau hat nur wenige Verzierungen aus istrischem Naturstein an der Fassade.

Direkt neben der Kirche steht die Scuola Grande di San Marco. Das Gebäude der Bruderschaft wurde 1488 von Architekt Piedro Lombardo begonnen und um 1495 vollendet. Das Gebäude im Stil der Frührenaissance hat eine sehenswerte Natursteinfassade. Die Österreicher machten das Bauwerk 1808 zum Militärkrankenhaus. Bis heute wird das Gebäude als Hospital genutzt.

Auf dem großen Platz vor der Kirche steht ein Reiterstandbild, welches den Feldherr Bartolomeo Colleoni zeigt, der für Venedig zahlreiche Kriege führte. Der Platz zählt zu den schönsten von Venedig.

 

Campo SS. Giovanni e Paolo

www.basilicasantigiovanniepaolo.it

 

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Santa Maria della Salute

Der Doge Contarini veranlasste den Bau der Kirche Santa Maria della Salute 1630, mit der Bitte an die Jungfrau Maria, die Pest zu beenden. Fertiggestellt wurde die von Baldassare Longhena entworfene Votivkirche 1687. Auf einem achteckigen Grundriss erhebt sich die mächtige Kuppel der mit weißem Marmor verkleideten Kirche über dem Canal Grande. Auf der Südseite befindet sich eine weitere Kuppel und zwei Glockentürme.

 

Campo della Salute

 

Biennale von Venedig

Seit 1895 findet die Internationale Kunstausstellung Biennale alle zwei Jahre statt. Viele Länder haben auf dem Gelände eigene Pavillons errichtet. In geraden Jahren findet hier die Architekturbiennale statt. Auch die Filmfestspiele von Venedig gehören zur Biennale. Das Gelände der "Biennale di Venezia" befindet sich im Giardini di Biennale, am Ende der Uferpromenade, die am Dogenpalast beginnt. Da das Gelände auch sonst oft für Veranstaltungen genutzt wird, ist der Zutritt selten uneingeschränkt möglich. Auf der Webseite der Biennale kann man sich über aktuelle Veranstaltungen informieren. Siehe Link.

 

Viale trento

www.labiennale.org/it

 

San Giorgio Maggiore

San Giorgio Maggiore ist eine kleine Insel, die vom Markusplatz aus gut zu sehen ist. Auf der Insel steht die gleichnamige Kirche, die der berühmte Architekt Andrea Palladio 1565 entworfen hat. Die Kirche der Benediktiner existiert bereits seit 982 auf der Insel. Durch die Reliquie von Stephanus, des ersten Märtyrers der Christenheit, kamen viele Pilger auf die Insel und ermöglichten durch ihre Spenden den Bau dieser großen Kirche. Im Innenraum der klassizistischen Kirche befinden sich viele Gemälde von Jacopo Tintoretto. Der Glockenturm von San Giorgio Maggiore ähnelt dem Campanile von San Marco.

Wie kommt man hin?

Mit den Vaporetto Booten von ACTV, siehe Link. 

 

Isola di San Giorgio Maggiore

http://actv.avmspa.it/en

 

Murano

Im Mittelalter war Venedig berühmt für seine Glasproduktion. Um die Brandgefahr in Venedig zu minimieren, wurden alle Glasmanufakturen auf die Nachbarinsel Murano verlegt. In Venedig sieht man überall Geschäfte, die das bunte Glas aus Murano verkaufen. Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel ist daher das Glasmuseum Museo del Vetro. Murano ist aber auch sonst ein sehenswerter Ort und im Vergleich zu Venedig nicht so überlaufen.

Mehrere Linien der Vaporetto Boote fahren nach Murano. Am kürzesten ist die Strecke von Fondamente Nove.

 

Isola di Murano

 

Karte Sehenswürdigkeiten Venedig

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Sehenswertes in Venedig

Willkommen in Venedig

Die Lagunenstadt ist eines der bekanntesten Reiseziele weltweit. Folglich wird Venedig nicht nur von der Adria überschwemmt sondern auch von Touristenmassen. Trotzdem ist Venedig eine wunderschöne Stadt und wer sich vom "Markusplatz" und der "Rialtobrücke" etwas entfernt, kann auch in Venedig ruhige Plätze entdecken.

 

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