Pompei Scavi

Die römische Stadt Pompeji wurde 79 n. Chr. bei einem Ausbruch des Vesuvs unter einer 6 Meter dicken Ascheschicht begraben. Viele Jahrhunderte blieb der Ort unbesiedelt und erst im 11. Jahrhundert entstand in der Nähe eine neue Ortschaft. Ab 1748 wurde die sehr gut erhaltene Stadt auf Initiative von Maria Amalia Christina Königin von Neapel wieder ausgegraben. Das Ausgrabungsfeld von Pompeji ist die am besten erhaltene Stadt der Antike. In Pompeji kann man durch die alten Straßen laufen und in die Häuser gehen.

Pompeji wurde um 700 vor. Chr. von den Oskern gegründet, die um 80 vor. Chr. von den Römern unterworfen wurden und dann im Römischen Reich integriert wurden. Pompeji ist daher keine römische Planstadt sondern besteht aus 4 verschiedenen Besiedlungsphasen. Zur Zeit des Untergangs hatte Pompeji rund 10.000 Einwohner. Da es zuvor schon Anzeichen für einen Ausbruch des Vulkans gab, brachten sich viele Bewohner in Sicherheit.

In Pompeji sind viele große Bauwerke erhalten. Es gibt mehrere Theater, viele Tempel, ein Amphitheater, Thermen, Bordelle, das Forum, das Kapitol und sehenswerte Wohnhäuser, wie die "Mysterienvilla" Villa dei Misteri.

"Pompei Scavi" ist die bekannteste Sehenswürdigkeit am Golf von Neapel und UNESCO-Welterbe. 

Anfahrt von Neapel: Mit der S-Bahn "Circumvesuviana" ab Garibaldi bis Pompei-Scavi. Fahrtzeit ca. 45 min. Preis pro Person und Strecke ca 2-3 €.

Eintritt: 11 €, Kombikarte mit Herkulaneum 20 € (Stand 2018)

Öffnungszeiten: 8:30-19:30 (Nov.-März nur bis 17 Uhr)

Schloss von Caserta

Das Schloss von Caserta wurde für den spanischen König Karl III ab 1752 errichtet. Karl III. war damals noch Carlo VII. des Königreichs von Neapel und Sizilien. Seine Frau Maria Amalia von Sachsen hatte großen Einfluss auf den Bau der "Reggia di Caserta". Der Monumentale Prachtbau sollte Versailles übertreffen. Karl III. stammte von den Bourbonen ab, Ludwig XIV war sein Urgroßvater. Der Architekt Luigi Vanvitelli plante das Schloss als rechteckiges Gebäude mit vier Innenhöfen. Die früh-klassizistische Fassade ist 252 m lang, die Innenräume sind noch Spätbarock, mit viel Gold und riesigen Deckengemälden. Das 40 m hohe Bauwerk verschlang 8 Millionen Dukaten und wurde 1772 fertiggestellt. 1759 wurde Karl III. zum König von Spanien und zog in seine Heimatstadt Madrid, dort baute er unter anderem den Prado. Das Schloss in Caserta ist einer der größten Touristenmagneten Italiens, jährlich kommen über 1,5 Millionen Besucher in den Ort nördlich von Neapel. Der barocke Parco Reale Reggia di Caserta mit seinen zahlreichen Wasserbecken und der zauberhaften Giardino Inglese (Englischer Garten) sind mindestens genauso sehenswert wie das königliche Schloss. Das Schloss und seine Gärten gehört zum Welterbe der UNESCO.

Öffnungszeiten: täglich 8:30-19:30 (Dienstag geschlossen) Der Englische Garten schließt um 17 Uhr, der Schlosspark um 18 Uhr. Aktuelle Informationen siehe Webseite der "Reggia di Caserta".

Isola d'Ischia

Die 46 qkm große Insel Ischia ist vulkanischen Ursprungs und bekannt für heiße Thermalquellen. Auf der Insel leben ca. 60.000 Menschen, die höchste Erhebung ist der 789 m hohe Monte Epomeo. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Ischia ist der Gardini La Mortella in Forio. Der Garten wurde von Lady Walton zusammen mit dem Gartenarchitekten Page angelegt. In diesem wunderbaren Garten kann man sich von tropische und mediterrane Pflanzen verzaubern lassen.

Capri

Eines der bekanntesten Ausflugsziele am Golf von Neapel ist die wunderschöne Insel Capri. Hier gibt es kulturelle Schätze und einzigartige Naturwunder zu entdecken. Weltberühmt ist die Blaue Grotte oder die Villa Maleparte. Sehr zu empfehlen ist auch eine Inselrundfahrt auf der man die Highlights von Capri vom Boot aus bewundern kann. Aus diesem Grund haben wir der Insel Capri eine eigene Rubrik gewidmet.   

Herculaneum

Herculaneum versank wie das berühmte Pompeii 79 n. Chr. unter einem Ascheregen des Vesuvs. 1709 wurde die versunkene Stadt von einem Bauern beim Brunnen bohren wieder entdeckt. Das archäologische Ausgrabungsfeld von "Ercolano Scavi" befindet sich mitten in der Stadt, die sich rund 20 m über der antiken römischen Stadt befindet. Durch die Überbauung ab dem Mittelalter, konnte bisher nur etwa 1/5 der antiken Stadt ausgegraben werden. Durch die höhere Ascheschicht ist in Herculaneum mehr erhalten geblieben als in Pompeji. Die systematischen Ausgrabungen in Herculaneum begannen 1738 unter König Karl von Neapel. Viele Bewohner von Herculaneum konnten nicht rechtzeitig fliehen und wurden unter der heißen Aschewolke lebendig begraben. Im Hafen von Ercolano wurden 300 Skelette gefunden. Wer über das Meer floh wurde sehr wahrscheinlich von einem pyroklastischen Strom getötet, der mit heißen Gasen über die Bucht von Neapel fegte. Das grausame Schicksal der Bewohner lässt sich bei all der Schönheit von Herculaneum leicht vergessen.

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