Bosco Verticale

Der "Bosco Verticale" (vertikaler Wald) des Architekten Stefano Boeri wurde 2014 fertiggestellt. Die beiden Wohntürme sind 110 m und 76 m hoch. Die Bäume auf den Balkonen sollen Hitze, Staub und Lärm mildern und zu mehr Biodiversität in der Umgebung führen. Die Bäume sind spezielle Züchtungen, die mit geringem Pflanzbett auskommen, sie werden zentral bewässert und gepflegt.

Pirelli Hochhaus

Der Grattacielo Pirelli steht am Bahnhof "Milano Stazione Centrale". Das 127 m hohe Hochhaus wurde 1960 als Zentrale der Reifenfirma Pirelli fertiggestellt. Der elegante Turm wurde von den Architekten Gio Ponti und Pier Luigi Nervi entworfen. Das "Pirelli Hochhaus" wurde als "Pirellone" zum Wahrzeichen des wirtschaftlichen Aufstiegs von Mailand nach dem Zweiten Weltkrieg. 2002 stürzt ein Kleinflugzeug in das fünfundzwanzigste Stockwerk, drei Menschen sterben bei dem Unfall.

Torre Velasca

Der "Torre Velasca" ist ein sehenswertes Hochhaus im Zentrum von Mailand. Der 106 m hohe Turm wurde 1958 von den Architekten BBPR errichtet. BBRP steht für Gian Luigi Banfi, Lodovico Barbiano di Belgiojoso, Enrico Peressutti und Ernesto Nathan Rogers (Richard Rogers ist sein Neffe). Der "Torre Velasca" wurde nach einem Gouverneur des Herzugtums Mailand benannt. Im Erdgeschoss befinden sich Läden, im 18-geschossigen Schaft sind Büros und die auskragende Turmspitze beherbergt Wohnungen. Die seltsame Form des "Torre Velasca" wurde angeblich vom Turm der Festung "Castello Sforzesco" inspiriert, der Festungsturm springt auch leicht nach vorne.

Architektur im Zentrum von Mailand

Anzeigen

Zaha Hadid Residences City Life

Zaha Hadid hat 2015 im neuen Stadtteil "City Life" sieben Wohngebäude geplant. Die Gebäude sind zwischen 5 und 13 Stockwerke hoch und sind um einen Innenhof gruppiert. Alle Gebäude haben sanft fließende Baukörper ohne rechtwinklige Ecken. Holzlamellen bringen etwas Abwechslung in die glatte Fassade aus weißen Fiberzementplatten.

Citylife Tower

Der "Citylife Tower" von Arata Isozaki ist der höchste der "Tre Torri", die auf dem ehemaligen Messegelände in Mailand errichtet werden. Er ist auch der erste der schon 2015 fertiggestellt wurde. Der "Citylife Tower" ist 207 m hoch und damit das höchste Hochhaus Italiens. Die beiden anderen Türme von Zaha Hadid und Daniel Libeskind sollen 175 und 173 m hoch werden. Der Turm von Arata Isozaki und Andrea Maffei besteht aus 8 Modulen mit jeweils 6 Büroetagen. Die äußere Hülle der Doppelglas-Fassade ist nach außen gewölbt. Vom zweiten Modul tragen 4 schräge Stützen Vertikale Lasten nach außen ab, um mehr Platz im Innenraum zu erhalten.

Libeskind Residence City Life

Auf dem ehemaligen Messegelände der "Fiera Milano" wurde von Daniel Libeskind, Zaha Hadid und Arata Isozaki ein Masterplan für einen neuen Stadtteil mit dem Namen "CityLife" erstellt. Neben drei Bürotürmen "Tre Torri" im Zentrum, entstehen zwei Wohnquartiere von Zaha Hadid und Daniel Libeskind. Im Quartier von Daniel Libeskind ist noch Platz für einen Wohnblock und mehrere Wohntürme. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant. Die Wohnhäuser von Libeskind sind etwas höher als die von seiner 2016 verstorbenen Kollegin. Ähnlich wie bei Hadid haben die Häuser eine helle Fassade mit vereinzelten Bereichen aus Holz. Bei Libeskind sind die Fassaden mit hellen Fliesen verkleidet. Auf den Turmspitzen befinden sich zweigeschossige Penthouse-Wohnungen.

Milano Congress Center

Der Ausstellungskomplex im Stadtteil Portello wurde nach dem Umzug der Messe nach Roh neu gestaltet. Mario Bellini baute das Gebäude 1997, 2012 baute er sein eigenes Haus um. Spektakulär ist das neue Dach aus Metallpanelen, das sich wie ein Tuch über das Bauwerk legt. Das Kongress Zentrum öffnet sich jetzt zum neuen Zentrum von "City Life", mit seinen gläsernen Hochhäusern.

Stadio San Siro Giuseppe Meazza

Das "Giuseppe Meazza Stadion" in San Siro wurde 1926 eröffnet. Zur WM 1990 wurde ein dritter Rang errichtet, für den neue Treppentürme gebaut wurden. Architekten Ulisse Stacchini (1926), Ragazzi, Hoffer mit Ing. Leo Finzi (1990).

Ulisse Stacchini entwarf auch den Bahnhof Milano Centrale.

Karte Mailand Architektur

Vanke Expo 2015 Pavillon

Die chinesische Immobilienfirma Vanke hat sich von Stararchitekt Daniel Libeskind einen eigenen Pavillon errichten lassen. Libeskind hat aus den Themen Shitang (Speisesaal), der Landschaft und dem Drachen ein schuppiges, extravagantes Gebäude entworfen.   

Israelischer Pavillon

Israel ist es gelungen durch Wissenschaft und Technik sein trockenes Land fruchtbar zu machen. Auf der Expo Milan 2015 zeigte das kleine Land seine Größe im Bereich der Landwirtschaft unter dem Motto: "Fields of Tomorrow" mit vielen aufwendigen Visualisierungen.   

Nach oben

Deutscher Pavillon Expo Mailand

Der Deutsche Pavillon von Schmidhuber Architekten aus München, stand unter dem Motto Fields of Ideas. Aus dem Gebäude wachsen Ideen-Keimlinge die als Solarbäume Strom erzeugen. Im Biergarten gab es Spezialitäten aus Bayern. Schmidhuber gestaltete auch schon den deutschen Expo Pavillon in Shanghai.

Pavillon von Brasilien

Brasilien ist einer der größten Lebensmittel-Produzenten der Welt, zur Expo in Mailand wurde das Thema Netzwerk gewählt. Der Besucher kann den Pavillon über ein riesiges, begehbares Hüpf-Netz erschließen. Der brasilianische Pavillon war dadurch einer der beliebtesten der Expo 2015.

Japanischer Pavillon

Der Japanische Pavillon der Weltausstellung 2015 wurde aus Gründen der Nachhaltigkeit aus Holz errichtet. Die beiden Schriftzeichen für Japan bedeuten "Sonne" und "Holz". Die Ausstellung zeigte die Einzigartigkeit der japanischen Küche. Das Holz des Pavillons von Atsushi Kitagawara konnte nach der Expo wieder verwendet werden.

Italienischer Pavillon

Der Palazzo Italia war der größte Pavillon der "Expo Milano 2015" und steht direkt an der Lake Arena. Das als urbaner Wald geplante Gebäude, besteht aus biodynamischem Beton, der Smog und andere Umweltgifte in Salz umwandeln kann. Das futuristische Gebäude mit großem Atrium wurde vom italienischen Architekturbüro "Nemesi Studio" entworfen. 

Expo 2015 Milano

MUDEC Museo delle Culture

Das Museo delle Culture MUDEC entstand 2015 in der alten Fabrikanlage von Ansaldo. David Chipperfield, der schon viele Museen baute, setzte das Museum in den Innenhof der Fabrik. Rechtwinklige Metallkuben umgeben das geschwungene, gläserne Zentrum des Museums. Neben den Ausstellungsräumen gibt es noch ein Auditorium für 300 Zuschauer.

Universita Bocconi

Das Erweiterungsgebäude der Bocconi Universität wurde 2008 errichtet. Die irischen Architekten Grafton bauten eine geschlossen Fassade aus grauem Naturstein, die durch Vor- und Rücksprünge ein markantes Schattenspiel erzeugt. Innen ist das Gebäude offen, mit vielen lichtdurchfluteten Innenhöfen.

Prada Museum

Die Prada Stiftung ließ eine alte Spirituosenfabrik aus dem Jahr 1910 vom Büro OMA von Rem Koolhaas zum Kunstviertel umbauen. Koolhaas integrierte 3 Neubauten (Podium, Kino und Turm) in die bestehende Fabrikanlage. Die Neubauten aus Glas und Beton liegen im Innenhof der Anlage. Der goldene Turm der Destillerie ragt aus der interessanten Mischung aus Alt und Neu heraus.

Karte Mailand Süd

Anzeigen

Architektur in Mailand

Architekturführer Mailand

Die Architekturführer von regiopia sind chronologisch sortiert, die neuesten Gebäude befinden sich oben, die älteren unten.

Expo Mailand 2015

Da Weltausstellungen sehr kurzlebig sind und die Pavillons schon bald nach der Expo abgebaut werden haben wir die interessantesten Gebäude hier noch einmal zusammen gestellt.

 

 

Anzeigen

Anzeigen