Santorin

Die Insel Santorin ist das Postkartenmotiv von Griechenland. Weiß gestrichene Häuser, umgeben von dunkelblauem Wasser und einem unendlich weiten Himmel locken jedes Jahr Millionen von Touristen aus der ganzen Welt nach Santorin. Die malerischen Dörfer der Hauptinsel, liegen oben an der Hangkante, des ehemaligen Vulkankraters. 

Entstehungsgeschichte von Santorin

Santorin war ursprünglich eine runde Vulkaninsel. Um 1500 vC brach der Vulkan aus, die leere Magmakammer implodierte und es bildete sich eine Caldera (Krater). Der Rand der Caldera brach ein und Wasser strömte in den Krater. Im Jahr 197 vC bildeten sich in der Mitte ein neuer Krater, der Palaia Kameni. Der neue Krater Nea Kameni entstand ab 1570 und ist noch aktiv. Ein Ausbruch in den nächsten Jahren gilt als wahrscheinlich, da sich der Krater bereits wölbt.

Die Wasserfläche zwischen den Inseln hat eine maximale Ausdehnung von 10,5 Kilometern.

Wie kommt man nach Santorin?

Am schnellsten kommt man mit dem Flugzeug nach Santorin. Der Flughafen liegt etwa 4 km östlich von Fira. Von Piräus braucht man mit dem Schiff zwischen 4-11 Stunden, je nachdem ob man eine schnelle oder langsame Fähre nimmt. Bei mehreren Zwischenstopps kann die Überfahrt sehr lange dauern. Die schnellen Fähren sind deutlich teurer. Die Fähren kommen am New Harbor Thira an, der etwa 4 Kilometer südlich von Fira liegt.

 

Thira

Thira ist die Hauptinsel des Archipels. Mit einer Fläche von knapp 80 km² ist sie größer als alle anderen Inseln von Santorin zusammen. Auf Thira befindet sich ein kleiner Flugplatz und der Hafen. Die Steilküste von Thira erhebt sich rund 570 m über den Meeresspiegel. Die Längste Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 17 Kilometer. Auf Thira befinden wohnen die meisten der rund 15.000 Einwohner der Inselgruppe. Hier befinden sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten.

 

 

Fira

Fira ist der größte Ort der Insel Thira. Hier befindet sich die Anlegestelle für die Kreuzfahrtschiffe. Vom Hafen gelangt man über eine steile Treppe nach oben. Man kann sich von Eseln tragen lassen oder man nimmt die Seilbahn. Fira liegt ungefähr in der Mitte der Insel, am der zur Caldera gerichteten Westseite. Der Ort ist besonders schön, weil ein Teil von Fira in Terrassen den Hang entlang gebaut wurde.

 

Fira

 

Santorin Caldera

Durch die steile Caldera hat Santorin keinen richtigen Hafen. Die Meerestiefe im Krater beträgt rund 200-300, dadurch ist das Ankern hier ebenfalls sehr schwierig. Die meisten Liegeplätze für Boote werden durch Moorings (am Felsen befestigte Seile) gesichert. Auch für große Kreuzfahrtschiffe ist die Caldera von Santorin nicht ungefährlich, wie das Unglück der Sea Diamond zeigt. Das Schiff fuhr gegen ein Riff das nicht korrekt in der Seekarte verzeichnet war und sank 2007 vor Thira.

 

 

Oia

Der schönste Ort auf der Insel Thira ist Oia. Oia liegt an der Nordwestecke der Insel, von hier überblickt man die Einfahrt in die Caldera. Auf dem Foto sieht man die Insel Nea Kameni und auf der linken Seite den Ort Fira. In Oia kann man die schönsten Fotos machen. Es gibt Kirchen mit blauen Kuppeln, weißgetünchte Häuser und Windmühlen. 

 

Oia

 

Windmühlen von Oia

Die Windmühlen von Oia befinden sich im Norden der Stadt. Von hier kann man bereits die Nachbarinseln Ios, Sikinos und Folegandros erkennen, die keine 20 Kilometer entfernt sind.

 

 

Akrotiri

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Santorin ist die Ausgrabungsstätte Akrotiri, im Süden der Insel Thira. Hier befand sich eine bronzezeitliche Siedlung der Minoer, die um 1500 vC durch einen gewaltigen Vulkanausbruch zerstört wurde. Ähnlich wie in Pompei und Herculaneum wurde die Stadt durch die Asche das Vulkans konserviert und ist sehr gut erhalten. Akrotiri war bereits seit dem 5.000 vC besiedelt und zählt damit zu den ersten Städten Europas. Die Bewohner von Akrotiri gehörten der Kykladenkultur an, die engverbunden ist mit der minoischen Kultur auf Kreta. Knossos, die Hauptstadt der Minoer, liegt nur 115 Kilometer südlich von Santorin. Athen und Rhodos sind über 200 Kilometer entfernt. Archäologen schätzen die Einwohnerzahl der Siedlung auf rund 2.000 Bewohner. Anders als in Pompei wurden keine Toten gefunden, die Menschen hatten die Stadt schon vor der Eruption verlassen und alle Wertgegenstände mitgenommen. Ob sie überlebten ist jedoch nicht bekannt, da auf den umliegenden Inseln keine nennenswerte Zuwanderung in dieser Zeit belegt ist.

In Akrotiri wurden viele sehr gut erhaltene Fresken entdeckt, die restauriert wurden und im Nationalmuseum in Athen gezeigt werden. Im Archäologischen Museum von Fira kann man weitere Fresken und Keramiken aus Akrotiri bewundern.

Die Ausgrabungsstätte von Akrotiri ist überdacht und mit Erde bedeckt, um möglichst wenig Hitze ins Innere zu lassen. Durch Dachfenster gelangt Licht und Luft in die Ruinenstadt.

 

Akrotiri

 

Sonnenuntergang Santorin

Santorin ist berühmt für seine spektakulären Sonnenuntergänge. Je nachdem von wo aus man den Untergang der Sonne beobachtet, bieten sich unterschiedliche Perspektiven. Auf dem Foto sieht man den Blick von Fira, bei dem die Sonne hinter Oia versinkt. Beobachtet man den Sonnenuntergang in Oia, dann versinkt die Sonne im Meer hinter der Insel Sikinos. Wenn der Himmel wolkenlos ist, hat man durch den hohen Kraterrand immer einen grandiosen Sonnenuntergang.

 

 

Karte Santorin

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Reiseführer Santorin

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