Geschichte Straßburg

  
1000 v. Chr. Das Elsass wird von keltischen Stämmen bevölkert. 
12 v. Chr. Der römische Feldherr Drusus gründet das Militärlager "Argentoratum". An dieser Stelle befindet sich heute die Altstadt von Straßburg. Die Hauptachsen der römischen Festung sind heute die Rue du Dome und die Rue des Hallebardes. "Argentoratum" lag in der Provinz "Germania superior". 
260Nach germanischen Überfällen geben die Römer den Limes auf und ziehen sich aus den rechtsrheinischen Gebieten zurück.  
357Bei der "Schlacht von Argentoratum" besiegen die Römer die Alamannen. Der germanische Stamm hatte zuvor die Römer aus den linksrheinischen Gebieten vertrieben. Auch "Argentoratum" (Straßburg) wurde dabei von den Alamannen besetzt. 
401Die Römer ziehen sich aus Germanien zurück, die Burgunder übernehmen das Gebiet der ehemaligen Provinz "Germania superior" als "Foederati". Die "Foederati" waren mit dem "Römischen Reich" befreundete Völker. Der germanische Stamm der Burgunder kamen im Zuge der Völkerwanderung aus dem Gebiet der Lausitzund aus Vorpommern nach Gallien. 
430Die Burgunder müssen sich aus dem Elsass zurückziehen. Die Alamanen und andere germanische Stämme übernehmen die linksrheinischen Gebiete. während der Völkerwanderung ziehen viele verschiedene Stämme durch die "Burgundische Pforte" (Trouree de Belfort). 
840Nach dem Tod von "Ludwig dem Frommen" im Jahr 840 wird das Franken Reich unter seinen Söhnen aufgeteilt. Lothar I bekommt die Mitte (einen schmalen Landstreifen von Holland bis Italien), Karl der Kahle den Westen (Frankreich) und Ludwig der Deutsche den Osten (Deutschland). 
842Karl der Kahle und Ludwig der Deutsche verbünden sich in Straßburg gegen Lothar I. Das Schriftstück der "Straßburger Eide" wurde in Deutsch und Französisch verfasst und gilt als ältestes Dokument der französischen Sprache. 
870Im "Vertrag von Meerssen" wurde das Land Lothars II zwischen Karl dem Kahlen und Ludwig dem Deutschen aufgeteilt. Das Elsass lag im Gebiet von Ludwig dem Deutschen. Daher sind fast alle Ortsnamen im Elsass deutsch. 
1176Mit dem Bau des Straßburger Münsters wird begonnen. 
1254Straßburg gründet mit anderen Städten den "Rheinischen Städtebund", dem Städte von Köln bis Basel angehörten. Ziel des Bundes war es Frieden herzustellen und freien Warenverkehr ohne Zölle zu ermöglichen.  
1262Die Bürger Straßburgs gewinnen in der "Schlacht von Hausbergen" gegen den Bischof des Straßburger Hochstifts. Straßburg wird durch diesen Sieg zur "Freien Reichsstadt". 
1348Eine Pest-Epidemie dezimiert die Bevölkerung Straßburgs. Da den Juden die Schuld für die Pest gegeben wurde, verbrannte man alle Juden der Stadt. Genaue Zahlen über die Opfer gibt es nicht. 
1439Der 142 m hohe Nordturm des Straßburger Münsters wird fertiggestellt. 
1482Die reichen Bürger verloren durch einen Aufstand der Zünfte die Macht in der Stadt. Von nun an hatten die Zünfte eine zwei Drittel Mehrheit im Stadtrat. 
1647Durch den Einsturz des  151 m hohen Turms der St-Marienkirche in Stralsund, wird das Straßburger Münster zum höchsten Gebäude der Welt. 
1681Frankreich besetzt Straßburg während die Türken auf Wien vorrücken. Der Deutsche Kaiser kann daher keine Truppen schicken um Straßburg zu verteidigen. Straßburg bleibt jedoch eine deutschsprachige Stadt in der 20.000 Menschen leben. Auch die Protestantenverfolgung Frankreichs galt nicht für Straßburg. 
1770Johan Wolfgang von Goethe studierte ein Jahr lang in Straßburg.  
1789Beginn der "Französischen Revolution" in Paris. In Straßburg leben 50.000 Menschen. 
1806Napoleon erobert Berlin
1815Napoleon wird in Waterloo von England, Russland und Preußen endgültig besiegt. 
1870Frankreich erklärt Deutschland den Krieg und greift Saarbrücken an. Deutschland besetzt daraufhin das Elsass. Die überlegenen deutschen Kanonen entscheiden den Krieg für Deutschland. Frankreich muss das Elsass und Lothringen 1871 im "Frieden von Frankfurt" an Deutschland abtreten. 
1872Die "Kaiser Wilhelm Universität" wird gegründet. In Straßburg leben rund 90.000 Menschen. 
1883Der Straßburger Hauptbahnhof wird vom Berliner Architekten Johann Jacobsthal errichtet, der ein Jahr zuvor den S-Bahnhof Alexanderplatz baute. 
1895Die Industrialisierung führt zu einem Bevölkerungswachstum. Die Einwohnerzahl steigt auf 150.000. 
1919Nach dem Ersten Weltkrieg erklärt sich Elsass-Lothringen zur Republik. Wird aber sofort von französischen Truppen besetzt, die das Land als Kriegsbeute annektierten. 
1930Frankreich errichtet die "Maginot-Linie", um das Elsass vor deutschen Angriffen zu schützen. 
1940Die Wehrmacht besiegt Frankreich und Straßburg wird wieder deutsch. Die Synagoge wird zerstört. 
1943Straßburg wird von alliierten Bombern angegriffen. 
1944Straßburg wird von den Amerikanern erobert und gehört nach dem Krieg wieder zu Frankreich.
1946Die Einwohnerzahl von Straßburg liegt nach dem Krieg bei rund 170.000 Bewohnern. 
1949Straßburg wird zum Sitz des Europarats. 
1952Straßburg wird zum Sitz des Europäischen Parlaments
1962Algerien wird unabhängig, viele Franzosen aus Afrika flüchten nach Frankreich. Die Bevölkerung von Straßburg steigt auf über 200.000 an. 
2005Der grenzüberschreitende Eurodistrikt "Straßburg-Ortenau" wird gegründet. Ortenau ist der deutsche Landkreis gegenüber am rechten Rheinufer mit über 410.000 Einwohnern. 
2015Zusammen mit 27 weiteren Gemeinden wurde die Region zur "Eurometropole de Strasbourg" mit 475.000 Bewohnern zusammengefasst.  
2017Eröffnung der Straßenbahnlinie zwischen Straßburg und Kehl (Deutschland).
2018Anschlag auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt. Am 11. Dezember erschießt ein islamischer Terrorist 5 Menschen auf dem Place Kléber in Straßburg. Zudem werden 12 Personen zum Teil schwer verletzt, einer der Verletzten stirbt im Krankenhaus. Der Attentäter wir am 13. Dezember im Straßburger Stadtteil Neudorf von der Polizei entdeckt und erschossen. Der klein-kriminelle Täter mit marokkanischen Wurzeln bekannte sich zum Islamischen Staat.
2021Straßburg hat rund 280.000 Einwohner. 
  
  
  

 

 

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