Arc de Triomphe

Der Triumphbogen wurde 1806 von Napoleon in Auftrag gegeben, um seinen Sieg über Russland und Österreich bei Austerlitz zu feiern. 1836 wurde der Arc de Triomphe eröffnet. Als Vorbild diente der Konstantinsbogen in Rom. 12 Straßen laufen sternförmig auf den Triumphbogen zu, der mitten auf der zentralen Achse von Paris steht. Der Arc de Triomphe kann besichtigt werden, von der Aussichtsplattform hat man einen guten Blick über die Champs-Élysées und auf den Eiffelturm. Der weithin sichtbare Arc de Triomphe steht auf der zentralen Sichtachse von Paris und ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Paris.

 

Place Charles de Gaulle

arc-de-triomphe.monuments-nationaux.fr

 

Avenue des Champs-Élysées

Le Notre verlängerte 1667 die Allee der Tuilerien nach Westen und schuf damit den Grand-Cours, der später Avenue des Champs-Élysées genannt wurde. Das Elysium ist in der griechischen Mythologie, die Insel der Glückseligen, und befindet sich ganz weit im Westen. Die Champs-Élysées ist der Pracht-Boulevard par excellence und liegt heute zwischen dem Place de la Concorde und dem Arc de Triomphe. Mit einer Breite von rund 70 m hat sie 6 Fahrspuren in der Mitte, 2 Baumreihen links und rechts und sehr breite Gehwege. Die Avenue des Champs-Élysées ist Teil der Sichtachse, die sich vom Musée du Louvre bis zum Grande Arche in La Défense erstreckt.

Die Champs-Élysées ist die prestigeträchtigste Einkaufsstraße von Paris, hier haben alle bedeutenden Marken und Geschäfte eine Niederlassung. Wer sich die Mieten hier leisten kann ist erfolgreich. Neben Luxusmarken findet man auch Restaurants und einheimische Geschäfte, wie die Pâtisserie Ladurée wo man kunstvoll verpackte Macarons und andere Köstlichkeiten bekommt, die sich auch als Mitbringsel eignen.

Auf der Champs-Élysées gibt es auch Theater und Kinos, in dieser Kategorie sticht das Lido de Paris heraus. Das Revuetheater Lido mit Cabaret und leicht bekleideten Tänzerinnen ist eine Attraktion von Paris und fast so bekannt wie das Moulin Rouge.

 

Ave. des Champs Elysees

 

Place de la Concorde

Der Platz wurde 1776 als Place Royal für eine Statue von Louis XV. angelegt. 1793 stand hier die Guillotine, mit der über 1.000 Menschen nach der Französischen Revolution hingerichtet wurden. Hier wurde auch König Louis XVI. und Marie Antoinette geköpft. 1795 erhielt der Platz den Namen Place de la Concorde (Platz der Eintracht). Der weitläufige Platz befindet sich im Zentrum von Paris, zwischen dem Louvre und dem Arc de Triomphe. In seiner Mitte steht ein Obelisk aus Luxor mit einer vergoldeten Spitze, der 1836 aufgestellt wurde. Zwei schöne Brunnen stehen auf dem Platz, die Fontaine des Mers im Süden und die Fontaine des Fleuves im Norden. Die Säulen rund um die Place de la Concorde sind mit Schiffsmotiven verziert, dem Wappen von Paris. Im Norden führt die Rue Royal zur Eglise de la Madeleine. Auf der linken Seite steht das Hôtel de la Marine (Verwaltung der französischen Mariene) und rechts der Rue Royal das luxoriöse Hôtel de Crillon.

Die Place de la Concorde ist der größte Platz von Paris und nach der Esplanade des Quinconces in Bordeaux, der zweitgrößte Platz in Frankreich.

 

Place de la Concorde

 

Place Vendôme

Die Place Vendôme entstand zwischen 1699 und 1806 auf dem Grundstück des dafür abgerissenen Hôtel de Vendôme. Für den neuen Platz wurde eine einheitliche Fassade entworfen und in der Mitte ein Reiterstandbild von Ludwig XIV. aufgestellt. Nachdem das Reiterstandbild des Königs in der Revolution zerstört wurde, hatte Napoleon I. die glorreiche Idee, auf dem Platz eine Siegessäule nach römischem Vorbild zu errichten. Die Siegessäule sieht aus wie die Colonna Marc Aurel auf der Piazza Colonna in Rom, tatsächlich diente die Trajanssäule als Vorbild. Die Siegessäule wurde aus russischen und österreichischen Kanonen gegossen, die Napoleon bei der Schlacht von Austerlitz erbeuten konnte. Auf der 43 m hohen Säule steht Napoleon als Imperator.

 

Place Vendome

 

Eglise de la Madeleine

König Ludwig XV. beschloss 1764 den Bau der Eglise de la Madeleine. Durch die Französische Revolution wurden die Arbeiten 1791 unterbrochen. Napoleon hatte 1806 die Idee, aus der Kirche eine Ruhmeshalle zu machen. Nach Napoleons Untergang in Waterloo war die Ruhmeshalle Geschichte. Die Eglise de la Madeleine wurde 1845 eingeweiht. Architektonisch orientiert sich das Bauwerk an einem antiken, griechischen Tempel. Gewaltige korinthische Säulen stützen den Tympanon. Hofarchitekt Pierre Contant d’Ivry lieferte den Entwurf, der von Jean-Jacques-Marie Huvé vollendet wurde.

Im Innenraum befindet sich eine von Engeln umringte Skulptur von Maria Magdalena. Die lange Halle wird von drei Kuppeln gebildet, durch deren Oberlichter das Kirchenschiff erhellt wird.

 

Rue Royale

 

Opéra Garnier

Im Auftrag von Napoleon III begann Architekt Charles Garnier 1860 mit den Bauarbeiten an der Pariser Oper. Der Bauplatz wurde von Baron Haussman ausgewählt, der gerade die ganze Stadt umgestaltete. Der junge Architekt Garnier gewann den Architekturwettbewerb und baute eine prunkvolle Oper. Garnier erkannte, dass es dem Publikum mehr darum ging gesehen zu werden als einer Aufführung beizuwohnen. Er schuf große Treppen und Foyers auf denen sich die Schönen und Reichen der Stadt glamourös in Szene setzen konnten. Der Innenraum ist eine barocke Orgie aus Gold und farbigen Deckenmalereien. Versailles wirkt dagen schlicht und zurückhaltend. Auf dem Dach reckt Apollon eine Harfe in die Höhe und an den Seiten der Hauptfassade stehen zwei goldene Engel.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870 wurde das Opernhaus erst 1875 eröffnet. Die Opéra Garnier sorgte weltweit für Aufsehen und wurde in vielen Ländern kopiert.

 

Place de l'Opera

www.operadeparis.fr

 

Notre Dame de Paris

Die Kathedrale Notre Dame ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Paris. Sie liegt auf der Île de la Cité, im Herzen von Paris. Ab etwa 400 entstand auf dem Grundstück eine Bischofsresidenz und eine Basilika, die 1160 für den Neubau der Kathedrale abgerissen wurde. Im Jahr 1163 wurde mit dem Bau der Kathedrale von Paris begonnen. Das Bauwerk wurde im romanischen Stil begonnen und 1330 in der Frühgotik fertiggestellt. Schon während der Bauphase wurden bereits fertiggestellte Bauteile wieder verändert, um dem neuen Baustil zu folgen. Dadurch wirkt Notre Dame doch einheitlich gotisch. Als Vorbild diente die Kathedrale von Sens, die als erste gotische Kathedrale 1140 begonnen wurde.

Bei der Revolution von 1848 wurde der Innenraum geplündert und Notre Dame de Paris musste zwischen 1857-1864 umfangreich renoviert werden. Dabei wurde der spitze Vierungsturm, die Königsgalerie an der Westfassade und die berühmten Wasserspeier Dämonen angebracht.

Wer etwas Zeit hat, sollte auf die Türme von Notre Dame steigen und die Fratzenköpfe der Wasserspeier bestaunen.

Vor der Kathedrale befindet sich der Kilometer Null, von dem aus alle Entfernungen in Frankreich gemessen werden.

 

Die Kirche Notre Dame de Paris wurde am 16.4.2019 durch ein Feuer teilweise zerstört. Der Wiederaufbau soll etwa 5 Jahre dauern. In dieser Zeit wird die Kathedrale von Paris sehr wahrscheinlich nur von außen besichtigt werden können.

 

Place du Parvis Notre Dame

www.notredamedeparis.fr

 

Sacré-Cœur

Nach dem verlorenen Krieg gegen Deutschland 1871 forderte die katholische Kirche eine große Kirche für das heilige Herz Jesu errichten zu lassen. Frankreich hätte den Krieg verloren, weil es seinen Glauben vernachlässigt hat. Seit der Französischen Revolution wurden Kirchen geplündert und religiöse Besitztümer verstaatlicht. Um Frankreich von diesen Sünden reinzuwaschen sollte die Basilika Sacré-Cœur auf dem Montmartre errichtet werden.

Der Montmartre "Berg der Märtyrer" trägt diesen Namen, weil hier der heilige Dionysius geköpft wurde. Er kam als Missionar aus Rom und wurde vom römischen Statthalter in Paris im Jahr 250 enthauptet. Der Legende nach hob er seinen Kopf auf, wusch ihn an einer Quelle und lief 6 Kilometer nach Saint-Denis, wo er begraben werden wollte. Seitdem gilt Dionysius als Schutzheiliger von Paris und der französischen Krone. Der Montmartre wurde zur Pilgerstätte.

Aus diesem Grund wollte die katholische Kirche auf diesem Berg eine Basilika errichten und rief das ganze Land zum spenden auf. Der Architekt Paul Abadie begann mit den Arbeiten an der Basilika 1875. Er entwarf die Kirche nach einem Vorbild aus seiner Heimatstadt Périgueux. Die Cathédrale Saint-Front de Périgueux ist ein Bauwerk im byzantinischen Stil mit 5 Kuppeln, erbaut aus weißem Kalkstein. Paul Abadie restaurierte die Kathedrale von Périgueux bevor er Sacré-Cœur in Paris plante. Schwierige Gründungsarbeiten verzögerten die Arbeiten an Sacré-Cœur bis 1914. Wegen des Ersten Weltkriegs wurde die Kirche erst 1919 eingeweiht.

Sacré-Cœur ist 83 m hoch und steht auf dem rund 130 m hohen Montmartre, dadurch ist die Kirche ein weithin sichtbares Monument. Vor der Kirche gibt es einen Platz von dem man ein wunderschönes Panorama über Paris genießen kann.

 

Parvis du Sacré Cœur

www.sacre-coeur-montmartre.com

 

Place du Tertre

Der alte Dorfplatz von Montmartre ist heute ein Touristenmarkt auf dem man viele Maler und Zeichner findet, die Karikaturen anfertigen. Der Place du Tertre (Platz auf dem Hügel) ist ein schöner Platz, umgeben von kleinen Häusern. Früher stand hier der Galgen als der Montmartre noch die Hinrichtungsstätte von Paris war. Wen der Touristenrummel nicht stört, kann hier in zahlreichen Restaurants und Cafés den Trubel beobachten. 

 

Place du Tertre

 

Moulin Rouge

Das Varieté mit der roten Mühle öffnete 1889 zum ersten Mal seine Tore und wurde schnell zum Inbegriff des verruchten Paris. Hier wurde der Cancan erfunden und der Maler Henri de Toulouse-Lautrec verbrachte dort seine Nächte und entwarf sogar Plakate für das Moulin Rouge. Am Boulevard de Clichy entstanden zu dieser Zeit auch viele andere Theater, Cabarets und Varietés. Das Moulin Rouge ist weltweit zum Synonym für Burlesque und Erotik-Theater geworden. Von außen wirkt das Moulin Rouge sehr klein, der eigentliche Theatersaal befindet sich im Blockinnraum und ist von außen nicht zu erkennen. Das frivole Nachtleben von Paris findet zwischen den Metrostationen Blanche und Pigalle statt.

 

Boulevard de Clichy

www.moulinrouge.fr

 

Porte Saint Martin

Die Porte Saint Martin war ein ehemaliges Stadttor, welches 1670 der Stadterweiterung weichen musste. 1674 wurde in der Nähe des alten Tores, der Triumphbogen für die Siege von Louis XIV. errichtet. Der Sonnenkönig wird auf den Reliefs als Kriegsgott Mars und als Herkules dargestellt. Die Porte Saint Martin ist 18 m hoch und wurde von Pierre Bullet entworfen.

Ganz in der Nähe steht an der Porte Saint-Denis ein weiterer Triumphbogen für Louis XIV. Dieser Triumphbogen wurde von François Blondel 1672 errichtet und feiert die Eroberung von Maastricht und die Überquerung des Rheins.

 

Boulevard Saint Martin

 

Pantheon

Das Panthéon wurde vor der Französischen Revolution als Kirche Sainte-Geneviève geplant. Geneviève ist die Schutzpatronin von Paris, die 502 in Paris verstarb und hier beerdigt wurde. Louis XV. beauftragte den Architekten Jacques-Germain Soufflot 1764 die Kirche zu bauen. Sufflot entwarf ein klassizistisches Bauwerk mit korithischer Säulenreihe an der Hautfassade und einer hohen Kuppel. Die Ähnlichkeit zum Pantheon in Rom ist eher zufällig.

1790 wurde das Gebäude fertiggestellt und von den Revolutionären zur Nationalen Ruhmeshalle erklärt. Der Name Pantheon bedeutet Tempel aller Götter. Die Revolutionäre lehten die Kirche ab weil sie den König unterstützt hatte, sie erklärte stattdessen ihre Helden zu Göttern. Seit dem werden hier große französische Persönlichkeiten beigesetzt, wie Marie Curie, Alexandre Dumas, Victor Hugo, Voltaire und Rousseau. Napoleon Bonaparte hat seine letzte Ruhestätte im Invalidendom.

Im Innenraum des Panthéon befindet sich das Foucaultsche Pendel, mit dem Léon Foucault 1851 die Erdrotation Nachweisen konnte.

 

Place du Panthéon

pantheon.monuments-nationaux.fr

 

Place St. Michel

Der Place St. Michel entstand 1855 unter Napoleon III. Die Fontaine de Saint-Michel, stellt den Erzengel Michael dar, der gegen den Teufel kämpft. Der Bildhauer Francisque Joseph Duret hat den Brunnen 1860 erschaffen.

An der Metrostation Saint-Michel Notre-Dame befinden sich noch ein Jugendstil-Eingang von Hector Guimard. Zwischen 1900 und 1910 wurden alle neuen Metroeingänge nach seinem Design gestaltet. Dadurch sind die Metro-Eingänge zum Markenzeichen von Paris geworden. An der Metrosation Abbesses (Montmartre) gibt es noch ein seltenes überdachtes Exemplar.

 

Place St. Michel

 

Tour Eiffel

Der Eiffelturm ist die bekannteste Sehenswürdigkeit von Paris und das Wahrzeichen von Frankreich. Zum 100 Jahrestag der Französischen Revolution wurde der Turm von Gustave Eiffel im Jahr 1889 errichtet. Er war Teil der Weltausstellung und wurde vom Staat und von einer privaten Aktiengesellschaft finanziert. Der 312 m hohe Eiffelturm war bis zur Errichtung des Chrysler Buildings in New York, das höchste Gebäude der Welt. Die Pariser fanden den Turm anfangs hässlich und wollten, dass er wieder verschwindet. Mittlerweile ist der Eiffelturm eines der bekanntesten Bauwerke der Menschheit. Wer den Turm besichtigen möchte, sollte lange Wartezeiten einplanen.

Öffnungszeiten und Preise siehe Link.

 

Ave. Gustave Eiffel

www.toureiffel.paris/fr

 

Karte Sehenswürdigkeiten Paris

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Paris Sehenswürdigkeiten

Paris entdecken

Die Hauptstadt Frankreichs ist mit 12 Millionen Einwohnern, zusammen mit London, Istanbul und Moskau eine der größten Städte des Kontinents. Der einheitliche Baustil und die große Anzahl berühmter Bauwerke, machen Paris zu einer der schönsten Städte der Welt. Rom war das Vorbild für viele Pariser Monumente, wie den "Arc de Triomphe", die Siegessäule auf der "Place Vendome" oder das "Pantheon".

 

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Pariser Arrondissements

Paris ist in 20 Arrondissements unterteilt, die mit römischen Ziffern spiralförmig durchnummeriert sind. Diese 20 Arrondissements bilden nur den Kern der Region "Ile de France". Paris hat etwa 2,1 Millionen Einwohner, der Großraum Paris zählt etwa 12 Millionen Einwohner. Die Arrondissements 1-4 entsprechen in etwa dem historischen Stadtzentrum nördlich der Seine. 5 und 6 befinden sich auf der südlichen (linken) Flussseite (Rive Gauche). Hier befindet sich das Studentenviertel "Quartier Latin" und der Stadtteil "Saint German". Die "Avenue Champs Élysées" befindet sich im 8 und Montmartre im 18 Arrondissement.

 

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