Kathedrale von Nantes

Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Nantes ist die Cathédrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul. Mit dem Bau der gotischen Kirche wurde 1434 begonnen. Auf dem Grundstück stand zuvor eine romansche Kirche. Normalerweise wurde im Mittelalter immer mit dem Bau des Chors begonnen, dem wichtigsten Teil der Kathedrale mit dem Altar. In Nantes wurden zuerst das Westwerk, mit den Glockentürmen errichtet, damit man den romanischen Chor weiterhin nutzen konnte. Die Kathedrale von Nantes wurde erst 1577 eingeweiht, was sehr spät ist für eine gotische Kirche. Zu diesem Zeitpunkt fehlte noch das Deckengewölbe und der Chor. Bis 1668 wurden auch diese Teile weitgehend vollendet. Endgültig fertig war die Kathedrale aber erst 1891.

Im Zweiten Weltkrieg trafen alliierte Bomben den Chor und 1972 brannte das Dach ab. 2020 brannte die Orgel ab, dass Feuer zerstörte auch die Buntglasfenster an der Westfassade.

 

Place Saint Pierre

 

Château des ducs de Bretagne

Das Château des ducs de Bretagne war das Schloss der Herzöge der Bretagne. Dem Schloss sieht man noch seine mittelalterliche Vergangenheit an. Die Burg wurde 1207 an einer Ecke der Stadtmauer errichtet. Wassergräben, hohe Mauern und Bastionen schützten das Bauwerk über Jahrhunderte. Das repräsentative Schloss Grand Logis wurde 1466 von Francois II. begonnen und von seiner Tochter Anne de Bretagne vollendet. Nachdem die Bretagne 1532 ein Teil Frankreichs wurde, verlor das Schloss von Nantes seine politische Bedeutung. Die Festung hatte jedoch noch militärischen Nutzen und wurde weiter ausgebaut.

Früher stand die Burg direkt an einem Seitenarm der Loire, der südlich an der Altstadt verbei floss. Heute befindet sich hier der Miroir d'eau.

 

Rue du Château

 

Basilique Saint-Nicolas

Die Basilique Saint-Nicolas sieht aus wie eine mittelalterliche Kirche. Das Gotteshaus wurde allerdings zwischen 1844 und 1869 errichtet. Die neo-gotische Basilika wurde vom Architekt Jean-Baptiste-Antoine Lassus entworfen. Der Pariser Architekt hat sich archäologisch mit mittelalterlichen Bauwerken beschäftigt und kam daher seinen Vorbildern recht nahe. Den Unterschied erkennt man jedoch schnell an den fehlenden Steinmetzarbeiten. Trotzdem gehört die Basilique Saint-Nicolas zu den schönsten Kirchen von Nantes.

 

Place Félix Fournier

 

Eglise Sainte Croix

Mit dem Bau der Eglise Sainte Croix wurde 1669 begonnen. Die Kirche hat eine barocke Fassade, mit einem sehenswerten Glockenturm. Die Spitze des Turms wurde 1860 mit einem Kranz aus trompete spielenden Engeln vollendet. Die Kirche des heiligen Kreuzes bietet im Innenraum ein ganz anders Bild. Hier findet man sich plötzlich in einem neogotischen Kirchenschiff wieder, das mit seinen Vorgängern nicht konkurrieren kann. Wer auf kitschige Engellampenhalter steht, kann dem Innenraum vielleicht noch etwas abgewinnen.

 

Place Sainte Croix

 

Place Graslin

Der Place Graslin ist einer der schönsten Plätze von Nantes. Der Platz wurde nach dem Grundstücksbesitzer Jean Graslin benannt, der das Land zu einem neuen Stadtteil entwickelte. Der Architekt Mathurin Crucy entwarf den städtebaulichen Plan, der auf das Theater ausgerichtet war. Das Theatre Graslin ist das bedeutendste Gebäude am Platz. Das neue Quartier entstand ab 1787, damals hieß der Platz noch Place de la Comédie. 

Gegenüber des Theaters wurde 1895 die Brasserie La Cigale gebaut. Das Jugendstilgebäude von Architekt Émile Libaudière gilt als schönste Brasserie Frankreichs. In der Brasserie La Cigale kann man die wunderschönen Jugendstilfliesen bewundern, mit denen fast der komplette Innenraum verkleidet ist. Wegen seiner Schönheit wird La Cigale oft für Dreharbeiten genutzt. Das Restaurant ist eine architektonische Sehenswürdigkeit von Nantes. Man kann hier natürlich auch sehr gut essen.

 

Place Graslin

www.lacigale.com

 

Passage Pommeraye

Die Passage Pommeraye verbindet die Rue Crébillon mit dem Place du Commerce. Dabei überwindet die Einkaufspassage den Höhenunterschied von etwa 10 m zwischen beiden Orten mit einer großzügigen Treppe. Die Passage wurde von Louis Pommeraye 1843 erbaut. Die Architekten Jean-Baptiste Buron und Hippolyte Durand Gasselin orientierten sich dabei an den Pariser Vorbildern der Galerie Vivienne und Galerie Colbert, die beide 1824 eröffnet wurden. Die Passage Pommeraye ist rund 111 m lang und besticht durch ihre schönen Verzierungen und die eleganten Geschäfte.

 

Passage Pommeraye

www.passagepommeraye.fr

 

Anzeigen

Place du Change

Die Place du Change ist ein zentraler Platz in der Altstadt von Nantes. An diesem schönen Platz trifft die Rue des Halles auf die Rue des Carmes. Der Place du Change liegt in der Fußgängerzone, hier findet man viele Cafes und Restaurants. Das Fachwerkhaus in der Rue des Carmes Nummer 2 ist eines der wenigen erhaltenen Bauwerke aus dem Mittelalter. Es wurde im 15 Jahrhundert von einem Apotheker errichtet und ist heute das schönste Fachwerkhaus von Nantes.

 

Place du Change

 

Rue de la Marne

Die Rue de la Marne ist die Haupteinkaufsstraße von Nantes. Sie ist Teil der Ost-West Achse, die das Zentrum von der Place Royale bis zur Place du Pilori durchzieht. An der Place du Pilori gabelt sich die Straße und führt entweder zum Schloss über die Rue du Château oder zur Kathedrale über die Rue de Verdun. An der Rue de la Marne steht auch das Kaufhaus Galeries Lafayette, das allerdings nicht so viel Glamour verbreitet wie das berühmte Kaufhaus in Paris.

 

Rue de la Marne

 

Le Grand Éléphant

Auf der Île de Nantes wurden früher Schiffe gebaut und Menschen bestiegen Dampfer die sie zu Zielen auf der ganzen Welt brachten. Das Zeitalter der Maschinen war auch die Epoche, die Jules Verne in seinen Abenteuerromanen beschrieb. Die beiden Künstler Francois Delaroziere und Pierre Orefice gründeten 2003 das Projekt Les Machines de l'île. Sie bauten große Maschinen für Theater, Fahrgeschäfte und als Attraktionen auf Straßenfesten. Ihre Spezialität sind riesige Tiere, die aus Holz und Stahl gefertigt werden.

Das bekannteste dieser Maschinen ist der große Elefant. Le Grand Éléphant ist 12 m hoch, 8 m breit und 21 m lang. Das Monstrum wiegt rund 48 t und bewegt sich mit 3 km/h. Auf dem Elefant können 50 Personen reiten. Der Elefenat ist die bekannteste Touristen-Attraktion von Nantes. Wer auf dem Elefanten reiten will, sollte sich vorher ein Ticket sichern (siehe Link). Wer die Tiere in Aktion sehen will, findet auf der Website auch den Fahrplan. In den riesigen Hallen der alten Werft, kann man noch weitere mechanische Ungetüme bewundern.

 

Boulevard Léon Bureau

www.lesmachines-nantes.fr

 

Lieu Unique

Das Lieu Unique ist ein Zentrum für zeitgenössische Künste. Dazu gehören Theater, Architektur, Tanz, Musik Zirkus und andere küstlerische Ausdrucksweisen. Das Lieu Unique befindet sich in der ehemaligen Keksfabrik von LU. Lefèvre-Utile kurz LU war eine in Frankreich bekanntes Unternehmen, das ab 1895 Butterkekse produzierte. Das Fabrikgebäude in Nantes wurde 1909 vom Pariser Architekt Auguste Bluyssen entworfen. Der Jugendstilturm am Quay de Malakoff blieb erhalten, als große Teile der Fabrik 1986 abgerissen wurden. LU gehört heute zu einem amerikanischen Großkonzern, die Marke wird weiterhin für Keksprodukte verwendet.

 

2 Rue de la Biscuiterie

www.lelieuunique.com

 

Der Hafen von Nantes

Nantes liegt an der Loire, etwa 50 Kilometer entfernt von der Mündung in den Atlantik. Der Hafen von Nantes war immer sehr wichtig für die Wirtschaft der Stadt. Nantes war im 18 Jahrhundert der größte Hafen Frankreichs. Der Handel mit den Kolonien in Amerika und Asien machten die Stadt reich. Auch der Sklavenhandel füllte die Kasse der Stadt. Mit den Containerschiffen endete die maritime Zeit in Nantes, die Loire war nicht tief genug für die riesigen Schiffe. 1989 wurde die letzte Werft geschlossen und der Hafen von Nantes verlor seine Bedeutung.

Heute liegen an des Quais von Nantes nur noch Museumsschiffe, wie der Zerstörer Maillé-Brézé oder Ausflugsboote für Touristen. Das ehemalige Hafengelände auf der Île de Nantes wird zu einem neuen Stadtteil umgebaut.

 

Quai de la Fosse

 

Karte Sehenswürdigkeiten Nantes

Anzeigen

Reiseführer Nantes

Willkommen in Nantes

Nantes ist eine Stadt mit rund 300.000 Einwohnern an der Loire. Früher war Nantes die Hauptstadt der Bretagne, heute ist es die Hauptstadt der Region Pays de la Loire. Der regiopia Reiseführer zeigt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Nantes mit der Kathedrale, dem Schloss und den grandiosen Maschinen auf der Insel.

 

 

 

 

Anzeigen

Anzeigen