Place de la Bourse

Der Place de la Bourse ist das Herz von Bordeaux, hier trifft alles was Bordeaux einzigartig macht zusammen. Eleganter Städtebau trifft auf die Garonne und bildet einen großzügigen Platz. Das macht den Platz zu einer der Top Sehenswürdigkeiten von Bordeaux, besonders abends, wenn die schönen Fassaden beleuchtet werden.

Der barocke Place de la Bourse wurde in der Zeit der größten wirtschaftlichen Bedeutung von Bordeaux geschaffen. Bordeaux war im 18. Jahrhundert der bedeutendste Seehafen von Frankreich. Der Handel mit den Kolonien in Übersee wurde zum größten Teil über Bordeaux abgewickelt. Die Stadt wuchs, wurde reich und schön. Für den Place de la Bourse wurde die mittelalterliche Stadtmauer abgerissen und Bordeaux öffnete sich zur Garonne, wo die großen Segelboote mit den Waren aus allen Erdteilen ankamen.

Bordeaux machte auch Frankreich reich und der König schickte zum Dank seinen Hofarchitekten Jacques Gabriel, um den Place de la Bourse zu entwerfen. Auf dem Platz ließ der gnädige König Ludwig XV. ein Reiterstandbild für sich errichten, welches wie das Königshaus selbst, die Französische Revolution nicht überlebte. Heute steht hier der Brunnen der drei Grazien. Das elegante Gebäudeensemble besteht aus zwei großen Bauwerken im Norden und Süden und dem ehemaligen Haus der Admiralität in der Mitte. Im nördlichen Gebäude befindet sich die Börse und die Handelskammer, im südlichen das Musée national des Douanes.

 

Place de la Bourse

 

Miroir d'eau

Zwischen Garonne und Place de la Bourse befindet sich der miroir d'eau (Wasserspiegel). Die 130 x 42 m große Wasserfläche wurde im Zuge der Uferneugestaltung von Landschaftsplaner Michel Corajoud ersonnen. Der miroir d'eau wurde nach den Plänen von Jean-Max Llorca und Pierre Gangnet 2006 realisiert. Der Brunnen besteht aus Granitplatten, aus denen kleine Fontänen sprudeln oder Nebel sprühen. Ein riesen Spaß für Klein und Groß. Der dünne Wasserfilm sorgt zudem für spektakuläre Spiegeleffekte, was den miroir d'eau zum beliebtesten Fotomotiv von Bordeaux gemacht hat. 

 

Miroir d'eau

 

Kathedrale von Bordeaux

Die Kathedrale ist die größte Kirche der Stadt und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Bordeaux. Das Bauwerk ist bemerkenswert, weil es aus einem romanischen Teil im Westen und einem gotischen Teil im Osten besteht. In der Mitte stehen vier Türme. Auf der Nordseite haben die Türme spitze Hauben und ragen 80 m in den Himmel, im Süden fehlen diese Turmspitzen. Dadurch sieht die Kathedrale von Bordeaux auf jeder Seite anders aus. Die romanische Kirche wurde 1096 eingeweiht, der gotische Ostteil wurde 1280 begonnen und 1350 vollendet. Die Kathedrale Saint-André ist einschiffig, was für diesen Teil Frankreichs nicht ungewöhnlich ist. Der Innenraum wird durch die gotischen Kreuzrippengewöbe geprägt. Durch die vier Türme in der Mitte der Kathedrale, ist es dort recht dunkel, durch die Rosetten fällt weniger Licht als durch die Fenster des Langhauses.

Hinter dem Chor steht der Tour Pey Berland, ein freistehender Glockenturm, der nach einem ehemaligen Bischof von Bordeaux benannt wurde. Der gotische Turm wurde 1466 errichtet und ist 50 m hoch. Auf der Spitze steht die goldene Figur Notre Dame d'Aquitaine.

 

Place Pey Berland

 

Porte Cailhau

Die Porte Cailhau ist ein trutziger Wehrturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Bordeaux. Der Turm wurde 1495 im spätgotischen Stil errichtet und ist zugleich ein Triumph-Tor von Karl VIII. der hier seine Siege in Italien verewigte. Karl VIII. hatte im Februar 1495 Neapel erobert und auf dem Weg die Republik Florenz unterworfen. Um Karl aus Italien zu vertreiben wurde die Heilige Liga von Venedig gegründet. Den Italiener gelang es den Franzosen noch im gleichen Jahr aus ihrer Heimat zu vertreiben. Im 18 Jahrhundert hatte die Stadtmauer ausgedient und wurde abgebrochen, nur die Port Cailhau und die Porte de la Grosse Cloche wurden verschont. Man kann die Porte Cailhau besichtigen und den Ausblick auf die Garonne genießen. Auf dem Place du Palais vor der Porte Cailhau, gibt es Cafés, Bars und Restaurants die am Abend sehr beliebt sind.

 

Porte Cailhau

 

Grosse Cloche

Die "Große Glocke" ist das Wahrzeichen von Bordeaux. Sie hängt zwischen zwei 40 m hohen, runden Türmen im ehemaligen Stadttor Saint Eloi. Des mittelalertliche Tor wurde im 15. Jahrhundert errichtet und wurde an die Kirche Saint Eloi angebaut. Es war das repräsentative Stadttor nach Süden und diente auch als Gefängnis. Die Glocke hatte eine große Bedeutung für die Bewohner von Bordeaux, sie kündigte Gefahren an. Sie wurde zur vollen Stunde geläutet und wenn sich fremde Armeen der Stadt näherten oder ein Feuer in Bordeaux ausbrach. Die heutige Glocke stammt jedoch nicht aus dem Mittelalter, sie wurde 1775 gegossen. Die "Grosse Cloche" wird nur noch selten geläutet, zum Beispiel am Neujahrsstag und am Nationalfeiertag Frankreichs, dem 14.Juli. Man kann den Turm besteigen, sollte sich aber vorher über die Öffnungszeiten informieren.

 

Rue Saint-James

 

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Rue Saint Catherine

Bordeaux (Burdigala) wurde von den Römern gegründet und zur Hauptstadt der Provinz Aquitania gemacht. Aus dieser Zeit stammt auch noch die Rue Saint Catherine. Sie ist der ehemalige Cardo Maximus, die Nord-Süd Achse der Stadt. Die Fußgängerzone durchschneidet das Stadtzentrum schnur gerade, wie von den Römischen Vermessern vor 2.000 Jahren angelegt. Die Rue Saint Catherine beginnt im Norden an der Oper und endet im Süden an der Porte d'Aquitaine. Die römische Ost-West Achse Decumanus ist die heutige Rue de la Porte Dijeaux. Die Straße ist rund 1,3 Kilometer lang, hier findet man viele namhafte Geschäfte, wie da Kaufhaus Galeries Lafayette.

 

Rue Saint Catherine

 

Porte d'Aquitaine

Die Porte d'Aquitaine ist ein Torbogen auf dem Place de la Victoire, er markiert den südlichen Eingang ins Zentrum von Bordeaux. Hier beginnt auch die Rue Saint Catherine. Die Porte d'Aquitaine wurde 1754 zu Ehren von Prince Monseigneur le Duc d'Aquitaine errichtet. Auf dem dreieckigen Giebel sind die Wappen der Könige und der Stadt Bordeaux dargestellt. Ursprünglich hatte das Torbogen noch zwei seitliche Durchgänge, die jedoch 1902 entfernt wurden. Auf dem Place de la Victoire gibt es viele Cafés, da sich hier auch die Universität von Bordeaux befindet.

 

Place de la Victoire

 

Galerie Bordelaise

Die Galerie Bordelaise ist eine historische Einkaufspassage an der Rue Sainte-Catherine, die diagonal durch einen Häuserblock führt. Sie verbindet die größte Fußgängerzone von Bordeaux mit der Oper. Die Galerie Bordelaise wurde 1833 von Händlern aus Südamerika finanziert und von Architekt Gabriel Joseph Durand geplant, der sich auf Reisen nach Italien und England inspirieren ließ. Die elegante Passage beeindruckt durch hochwertige Details aus Marmor und Spiegelglas. Sehr schön sind auch die floralen Motive der Verzierungen.

 

12 Rue Sainte-Catherine

 

Opera National de Bordeaux

Die Oper von Bordeaux wurde 1780 errichtet. Der Architekt Victor Louis hat das Grand Theatre hinter einer klassizistischen Säulenreihe mit korinthischen Kapitellen versteckt. Die Fassade wirkt sehr streng und das Bühnenhaus ist vom Platz vor der Oper nicht zu erkennen. Dadurch könnte die Oper auch ein Finanzamt oder ein Gericht beherbergen. Der einzige Hinweis auf die Nutzung sind die Skulpturen auf dem Dach. Das Gesims zeigt 12 Figuren, die 9 Musen und 3 Götter darstellen. Im Innenraum sind die Deckengemälde von Jean Baptiste Claude Robin sehenswert.

 

Place de la Comedie

www.opera-bordeaux.com

 

Porte Dijeaux

Die Porte Dijeaux ist der westliche Endpunkt der römischen Decumanus, der heuteigen Straßen Rue de la Porte Dijeaux und Rue Saint-Remi, die das historische Zentrum von Bordeaux in Ost-West-Richtung durchschneiden. Beide Straßen sind heute beliebte Fußgängerzonen. In der römischen Zeit stand hier der Jupiter Tempel, auf den der heutige Name Dijeaux zurückzuführen ist. Im lokalen Dialekt bedeutet dijàus (franz. jeudi = Donnerstag), der Tag Jupiters.

Der Torbogen wurde 1753 von Architekt André Portier im klassizistischen Stil erbaut. Hinter der Porte Dijeaux befindet sich der Place Gambetta, der ebenfalls von Portier entworfen wurde.

 

90 Rue de la Porte Dijeaux

 

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Eglise Saint Pierre

Saint Pierre ist eine gotische Kirche im südlichen Teil der Altstadt von Bordeaux. Mit dem Bau des gotischen Bauwerks wurde 1358 begonnen. Die Bauarbeiten zogen sich bis ins 15. Jahrhundert. Die Eglise Saint Pierre war die Kirche des Hafenviertels, eine ganz normale mittelalterliche Kirche. Der Glockenturm steht nördlich der Westfassade und wird auf dem Foto vom Baum verdeckt. Der Innenraum strahlt Ruhe aus und wirkt durch den grauen Stein und die gotischen Gewölbe sehr harmonisch. Saint Pierre ist auch der Name des Stadtteils, der durch enge Gassen und schöne Plätze geprägt wird. Zahlreiche Cafes und Restaurants machen diesen Teil der Altstadt, abends zu einem sehr beliebten Ort.

 

Place Saint Pierre

 

Place Camille Jullian

Was Bordeaux so sympatisch macht, sind die vielen schönen Plätze in der Altstadt. Der Place Camille Jullian liegt ziemlich in der Mitte und ist einer der größten Plätze der dicht bebauten Altstadt. Der Place Camille Jullian ist nach einem Historiker benannt, der an der Universität von Bordeaux lehrte und die frühe Geschichte von Bordeaux erforschte. Camille Jullian ist in ganz Frankreich bekannt, weil er auch die Geschichte der Gallier erforschte. Die Säulen auf dem Platz sind sein Denkmal.

 

 

Place Camille Jullian

 

Esplanade des Quinconces

Die Esplanade des Quinconces ist mit rund 126.000 m² einer der größten Plätze Frankreichs. Früher stand hier das Chateau Trompette, eine Festung die ab 1453 errichtet wurde, um die englandfreundliche Bevölkerung von Bordeaux zu kontrollieren. Bordeaux gehörte bis dahin zu England. Die Festung war ein Symbol für die Unterdrückung durch den König. Napoleon ließ die Festung 1818 abreißen, dadurch entstand dieser riesige Platz. Die Esplanade des Quinconces ist auch heute noch eine große weite Fläche, die von Bäumen eingerahmt wird. Im Osten grenzt der Platz an die Garonne. Im Westen befindet sich eine der Sehenswürdigkeiten von Bordeaux, das Monument aux Girondins. Es ist den heimischen Opfern der Französischen Revolution von 1789 gewidmet. Das Monument wurde 1902 errichtet und besteht aus einer 43 m hohen Säule, auf der ein Engel schwebt, der die Ketten der Unterdrückung sprengt. Am Sockel der Säule befindet sich ein Monumental-Brunnen mit allegorischen Figurengruppen, die unter anderem die Flüsse Garonne und Dordogne sowie den Triumph der Republik und den Triumph der Einheit symbolisieren. 

 

Esplanade des Quinconces

 

St Louis des Chartrons

Die Église St Louis des Chartrons ist eine neogotische Kirche die 1880 fertiggestellt wurde. Der Architekt Pierre-Charles Brun hat die beiden Kirchtürme an die Ostseite gelegt, dadurch ist die Kirche vom Fluss aus gut zu sehen. Der Chor, der sonst in Richtung Jerusalem zeigt (Osten), befindet sich dadurch im Westen. Die Kirche wurde Louis IX geweiht, der in Frankreich auch als Saint Louis bekannt ist. Da die Kirche im Stadtteil Chartrons steht wird sie Église St Louis des Chartrons genannt. Sehenswert sind die Glasmalereien von Nicolas Lorin und Henri Fleur.

 

51 Rue Notre Dame

 

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Palais Gallien

Das Palais Gallien ist ein römisches Amphitheater, welches im 2. Jahrhundert außerhalb der Stadt Burdigala errichtet wurde. Heute sind nur noch Reste erhalten, die sich in der Nähe des Jardin Public befinden. Das Theater hatte eine elliptische Form und bot Platz für rund 20.000 Zuschauer. Das Amphitheater war rund 130 m lang und etwa 110 m breit. Die Fassade war 25 m hoch und bestand aus Ziegeln und Naturstein, wodurch ein gestreiftes Muster entstand. Es wird vermutet, dass die Tribünen aus Holz bestanden und durch ein Feuer zerstört wurden.

Der Name "Palais Gallien" ist irreführend. Im Mittelalter gab es das Gerücht, dass die Ruine früher der Palast von Galiène war, der legendären Königin von Bordeaux. Eine weitere Vermutung geht davon aus, dass das Theater nach dem römischen Kaiser Gallienus benannt wurde. Dieser regiert jedoch erst nachdem das Amphitheater errichtet wurde und man hättes es wohl eher Theater des Gallienus genannt.

 

126 Rue du Dr Albert Barraud

 

Basilique Saint Seurin

Die eher unscheinbare Kirche außerhalb des historischen Stadtkerns, gehört zum UNESCO-Welterbe. Die Basilique Saint Seurin ist eine wichtige Station auf dem Jakobsweg und steht deshalb auf der Welterbeliste. Die Kirche wurde im 11. Jahrhundert auf den Ruinen einer Kirche aus dem 5. Jahrhundert errichtet. In späteren Jahrhunderten wurde die Kirche erweitert und umgebaut. Die neoromanische Westfassade wurde erst um 1840 von Architekt Pierre Alexandre Poitevin errichtet. Unter der Kirche fand man einen früchristlichen Friedhof, den ersten christlichen Spuren in Bordeaux. Die Krypta ist die Hauptsehenswürdigkeit der Kirche, hier stehen merowingische Sarkophage aus dem 6. Jahrhundert.

 

Place des Martyrs de la Résistance

 

Cité du Vin

Die Region rund um Bordeaux ist weltberühmt für Weinanbau. Die Cité du Vin ist ein Touristen-Informationszentrum für den Weinbau mit Museum und anderen Einrichtungen zum Thema, wie mache ich Alkohol aus Traubensaft. Die Cité du Vin liegt nördlich der Innenstadt in der Nähe der Brücke Jacques Chaban Delmas. Der 55 m hohe Turm symbolisiert ein Weinglas mit Lichtreflexen. 2016 wurde das Bauwerk der Architekten XTU aus Paris eröffnet.

 

Esplanade de Pontac, 134

www.laciteduvin.com

 

U-Boot Bunker

Im Zweiten Weltkrieg war der Hafen von Bordeaux ein Stützpunkt der deutschen U-Bootflotte, die jagt machte auf Versorgungsschiffe, die Kriegsmaterial nach Großbritannien brachten. Um die U-Boote vor Bombenangriffen zu schützen, wurde ein gewaltiger Bunker über den Anlegestellen gebaut. Hier konnten die Boote gewartet und repariert werden. Mit dem Bau des 235 m langen Bunkers wurde 1941 begonnen. Die 11 U-Boot Stellplätze wurden 1943 fertiggestellt. 7 Plätze wurden als Trockendock und 4 als Wasserbecken gebaut. Auf französisch heißt der Bunker Base Sous-Marine und ist heute ein Ausstellungsraum der Stadt Bordeaux. Wenn Ausstellungen stattfinden kann man den U-Bootbunker besuchen.

 

Boulevard Alfred Daney

www.bordeaux.fr/o271/base-sousetmarine

 

Karte Sehenswürdigkeiten Bordeaux

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Reiseführer Bordeaux

Willkommen in Bordeaux

Bordeaux ist die Hauptstadt der Region Nouvelle-Aquitaine. In Bordeaux leben rund 250.000 Menschen, die Region zählt etwa 6 Millionen Einwohner. Bordeaux ist bekannt für guten Wein und sein schönes Stadtzentrum, das sich aus einer römischen Kolonie entwickelt hat. Bordeaux ist ein attraktives Reiseziel, das auch mit endlosen Sandstränden Touristen aus aller Welt begeistert. Der kostenlose Reiseführer von regiopia zeigt Dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen von Bordeaux.

 

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