Zeche Zollverein

Die Zeche Zollverein ist die bekannteste Sehenswürdigkeit im Ruhrgebiet. Seit 2001 ist die ehemalige Industrieanlage im Essener Norden UNESCO-Weltkulturerbe. Zwischen 1851-1986 wurde hier Steinkohle gefördert und in der Kokerei zu Koks und Rohgas weiter verarbeitet. Die Zeche Zollverein ist auch für ihre Architektur berühmt. Der schönste Teil der Anlage ist Schacht 12 mit Doppelbock, der 1928 von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer erbaut wurde (Foto).

Die stillgelegte Zeche Zollverein wird heute als Kultur- und Museumsquartier genutzt. Sehr beeindruckend ist die alte Zentralkokerei mit 304 Öfen, die bis 1993 Kohle zu Koks veredelte. Auf der riesigen Anlage kann man den ganzen Tag verbringen. In der ehemaligen Kohlenwäsche befindet sich heute das Ruhr Museum. Das Red Dot Design Museum befindet sich im ehemaligen Kesselhaus, welches von Sir Norman Foster für das Museum umgebaut wurde und mittlerweile zu den besten Design Museen der Welt gehört. Auf dem Gelände der Zeche Zollverein findet man auch mehrere Restaurants und Geschäfte. Am nordöstlichen Rand des Geländes steht die Folkwang Universität der Künste, ein Bauwerk der japanischen Architekten SANAA.

Wie kommt man hin?

An der Gelsenkirchenerstraße gibt es einen großen Besucherparkplatz. Vom Hauptbahnhof Essen fährt die Straßenbahnlinie 107 zur Haltestelle Zollverein. Die S-Bahnstation Zollverein Nord befindet sich rund 800 m nördlich der Zeche. Mehr Informationen zum Öffentlichen Nahverkehr siehe www.ruhrbahn.de

 

Gelsenkirchener Str.

www.zollverein.de

 

Villa Hügel

Die Villa Hügel wurde 1873 von Alfred Krupp im Süden von Essen erbaut. Die großzügige Villa steht in einem Park oberhalb des Baldeneysees. Sie diente dem Stahlbaron als Wohnhaus und zu repräsentativen Zwecken. Das Gebäude hat 269 Räume auf einer Fläche von 8.100 qm. Die schlossartige Pracht zeigt den Reichtum, den sich die Familie Krupp seit der Firmengründung 1811 erarbeitet hatte. Alfred Krupp machte aus der verschuldeten Gussstahlfabrik seines Vaters Friedrich Krupp einen rentablen Großkonzern.

Mit dem Bau der Villa Hügel wurde 1870 begonnen. Da Alfred Krupp klare Vorstellungen hatte, wie das Bauwerk aussehen sollte, brauchte er keinen Entwurfsarchitekten, sondern nur einen Bauleiter. Der Architekt Paul Emmanuel Spieker unterstütze Alfred Krupp als Berater und zeichnete zusammen mit Johan Eduard Jacobusthal die Pläne.

Das Resultat ist ein großes Gebäude mit prunkvollen Innenräumen. Von außen kann die Villa Hügel nicht überzeugen. Sie besteht aus drei Bauteilen, die irgendwie nicht zusammen passen wollen. Im Erdgeschoss befinden sich die repräsentativen Räume, im 1. Obergeschoss befanden sich die Wohnräume der Familie Krupp. Die Angestellten wohnten im 2. Obergeschoss und im Keller befand sich die Küche.

1945 wurde die Villa Hügel von der Siegermacht USA beschlagnahmt. 1953 wurde das Haus der Familie Krupp zurückgegeben. Heute dienen die Räume zum Teil als Ausstellungsfläche. Die Villa Hügel ist ein Monument deutscher Industriegeschichte und öffentlich zugänglich. Öffnungszeiten und Eintrittspreise siehe Link.

Wie kommt man hin?

An der Haraldstraße gibt es Besucherparkplätze. Die S-Bahnstation Essen-Hügel befindet sich rund 250 m südlich der Villa.

 

Villa Hügel 1

www.villahuegel.de

 

Essener Münster

Das um 1275 errichtete Essener Münster war lange Zeit nur eine Stiftskirche, erst 1958 wurde das Ruhrbistum gegründet und die Kirch zur Kathedrale erhoben. Die gotische Hallenkirche betritt man, ähnlich wie S. Ambrogio in Mailand, durch ein Atrium. Hauptsehenswürdigkeit des Münsters ist die Goldene Madonna aus dem Jahr 980.

 

Burgplatz

 

Alte Synagoge Essen

Die Synagoge wurde 1913 von Edmund Körner im byzantinischen Stil errichtet und diente bis 1938 als jüdisches Gotteshaus. In der Reichspogromnacht brannte der Innenraum aus, den Krieg überstand die Synagoge ohne Zerstörung. Nach dem Krieg wurde die Alte Synagoge renoviert und ist heute eine Sehenswürdigkeit von Essen.

 

Edmund-Körner-Platz 1

www.alte-synagoge.essen.de

 

Bramme von Richard Serra

Die Schurenbachhalde entstand um 1920 durch den Abraum der Zeche Neuessen. Ihre heutige Größe erreichte sie durch den Abraum der Zeche Zollverein. Ab Mitte der 1980er Jahre wurde die Halde mit Bäumen bepflanzt und zum Naherholungsgebiet umgestaltet. Die Haldenkuppe wurde nicht bepflanzt und gleicht einer Mondlandschaft mit tollem Blick über die Industrieregion. Seit 1998 steht am höchsten Punkt die Stahlskulptur "Bramme" von Richard Serra.

 

Nordsternstraße

 

Nordsternturm

Der Turm der Zeche Nordstern wurde 1952 von Fritz Schupp errichtet, der als Architekt der Zeche Zollverein berühmt wurde. Der Nordsternturm wurde 2010 aufgestockt und um einem Lift mit Treppenhaus erweitert. Seitdem befindet sich auf dem 83 m hohen Dach eine Aussichtsplattform. Überragt wird der Bau vom Herkules von Gelsenkirchen des Künstlers Markus Lüpertz. Der 10 m hohe Herkules ist ein Symbol für die riesige Aufgabe, das Ruhrgebiet in eine Neue Zeit zu führen. Der Nordsternturm befindet sich im Gelsenkirchener Nordsternpark.

 

Am Bugapark

www.nordsternturm.de

 

Schloss Horst

Das baugeschichtlich interessante Renaissanceschloss Horst wurde 1554 auf den Ruinen der abgerannten Burg errichtet. Der Neubau im Stil des niederländischen Manierismus ist im Ruhrgebiet einzigartig. Das Schloss Horst liegt in Gelsenkirchen, im Stadtteil Horst.

 

Turfstr. 21

www.schloss-horst.de

 

Zeche Zollern

Die "Zeche Zollern" in Dortmund-Bövinghausen wurde 1898 eröffnet und bis 1966 betrieben. Die Kohleförderanlage sollte eigentlich abgerissen werden aber nach Protesten der Bürger, wurde die Zech Zollern unter Denkmalschutz gestellt. Heute gehört die Zeche Zollern zum Westfälischen Landesmuseum für Industriekultur LWL-Industriemuseum. 1987 wurde das Jugendstil-Portal der Zeche Zollern auf einer Briefmarke der Deutschen Post verewigt. Die Zeche in Dortmund ist eines der schönsten und bekanntesten Industriedenkmäler in Deutschland.

 

Grubenweg 5

www.lwl.org/industriemuseum/standorte/zeche-zollern/

 

Dortmunder U

Das Zentrum für Kunst und Kreativität in der alten Union Brauerei, entstand im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Im Gebäude befindet sich das Museum Ostwall, Ausstellungsflächen für zeitgenössische Kunst, Gastronomie und in der obersten Etage eine Aussichtsplattform mit Blick über Dortmund und das östliche Ruhrgebiet. Früher diente das von Emil Moog 1927 errichtete Gebäude als Gär- und Lagerturm der Dortmunder Union Brauerei.

 

Friedrichstrasse

www.dortmunder-u.de

 

Bermuda3Eck

Das "Bermuda3Eck" ist ein Kneipenviertel am Ende der Bochumer Einkaufsstraße. In den letzten Jahren hat sich das "Bermuda3Eck" zu einem der bekanntesten Adressen für Nachtschwärmer im Ruhrgebiet entwickelt. Zahlreiche Restaurants, Bars, Clubs und Kinos locken viele Besucher an.

 

Bermuda3Eck, Bochum

www.bermuda3eck.de

 

Tetraeder Bottrop

Der 50 m hohe, begehbare Tetraeder ist ein Projekt der IBA Emscher Park von 1995. Entworfen hat das Stahlgerüst der Darmstädter Architekt Wolfgang Christ zusammen mit den Statikern von Bollinger + Grohmann aus Frankfurt. Die Halde Beckstraße, auf der der Tetraeder steht, erhebt sich ca. 90 m über die Umgebung. Bei klarer Sicht, kann man von hier den Fernsehturm von Düsseldorf erkennen.

 

Beckstrasse

www.metropoleruhr.de

 

Alpincenter Bottrop

Auf der ehemaligen Abraumhalde der Zeche Prosper wurde 2001 die längste Skihalle der Welt eröffnet. In der 640 m langen Hall des Alpincenters, kann man das ganze Jahr über Skifahren. Auf der Halde gibt es auch eine Sommerrodelbahn und einen Biergarten.

 

Prosperstraße

www.alpincenter.com

 

Neue Mitte Oberhausen

Das Einkaufszentrum "CentrO" entstand auf einer Industriebrache in Oberhausen und wurde 1996 als größtes Einkaufszentrum Deutschlands eröffnet. Neben der "Mall" gibt es ein Aquarium, eine Veranstaltungshalle, ein Kinozentrum, ein Musical Theater, ein Erlebnisbad und weitere Attraktionen.

 

Neue Mitte Oberhausen

 

Zeche Ewald

Die Zeche Ewald nahm 1877 die Betrieb auf und wurde 2001 stillgelegt. Das ehemalige Steinkohlebergwerk befindet sich in der Stadt Herten. Das markante Wahrzeichen der Zeche ist der Doppelbock Förderturm über Schacht 7 (Foto). Der Malakow-Turm über Schacht 1 wurde 1875 fertiggestellt und ist noch erhalten, ebenso wie das Fördergerüst über Schacht 2. Auf dem Gelände der Zeche Ewald befindet sich heute ein Revue-Theater und ein Cafe. Aus dem Abraum der Kohleförderung wurde die Halde Hoheward aufgeschüttet.

 

Werner-Heisenberg-Straße 3, Herten

 

Tiger and Turtle Magic Mountain

Die Großskulptur von Heike Mutter und Ulrich Genth wurde 2011 eröffnet. Die Loopings der 20 m hohen Skulptur erinnern an eine Achterbahn, sind jedoch begehbare Treppen. Der Landschaftspark Tiger and Turtle Magic Mountain befindet sich auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe in Duisburg-Angerhausen. Die ehemalige Halde der Zinkhütte Duisburg wurde 2005 nach dem Heimatforscher Heinrich Hildebrand benannt und renaturiert. Die verzinkte Skulptur stellt mit ihrem Material einen Bezug zur Industriegeschichte des Ortes her. Die 35 m hohe Halde bildet zusammen mit der 20 m hohen Skulptur eine weithin sichtbare Landmarke. Von der begehbaren Skulptur Tiger & Turtle hat man einen schönen Ausblick über die Industrie-Landschaft im südlichen Duisburg über den Rhein bis nach Düsseldorf. Tipp: Nachts wird Tiger & Turtle beleuchtet und bietet ein sehr schönes Fotomotiv.

Wie kommt man ohne Auto hin?

Trambahn 903 vom Hbf Duisburg zu Tiger & Turtle.

 

Heinrich Hildebrand Höhe

http://tigerandturtle.duisburg.de

 

Karte Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet

Anzeigen

Sehenswürdigkeiten Ruhrgebiet

Willkommen im Ruhrgebiet

Die vielen Städte entlang der Ruhr werden zusammen als Ruhrgebiet bezeichnet. Die Grenzen dieser Region sind nicht genau definiert, weil das Ruhrgebiet keine Verwaltungseinheit ist. Daher schwankt die Einwohnerzahl der Region zwischen 5 bis 10 Millionen Menschen. Damit ist das Ruhrgebiet das größte "Häusermeer" zwischen Moskau und Paris

Das Ruhrgebiet war und ist eine Industrieregion auch wenn Zechen und Stahlwerke geschlossen wurden wird im Ruhrgebiet immer noch produziert. Die Sehenswürdigkeiten der Region haben fast alle einen Bezug zur Industrie und deren Umwandlung zu Freizeit und Kulturstätten.

 

Anzeigen

 

Das Ruhrgebiet entdecken

Kunst und Kultur

Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus der industriellen Geschichte des Ruhrgebiets hat die Region auch viele Kunstschätze angesammelt. Bemerkenswert sind die Sammlungen des Museums Folkwang in Essen und der "Küppersmühle" in Duisburg. Interessante Ausstellungen zur Gegenwartskunst findet man im "Gasometer" in Oberhausen und im Museum Ostwall in Dortmund. Museen zur Industriegeschichte findet man in Essen mit dem "Ruhr Museum", in Bochum mit dem Bergbaumuseum  oder in Mühlheim mit dem "Aquarius".

Natur und Freizeit

Viele Industrieanlagen wurden zu Parks und Grünflächen umgestaltet, die bekanntesten sind der "Landschaftspark Duisburg Nord" der "Emscher Park" und der "Nordstern Park". Klassische Parkanlagen findet man im Stadtpark Bochum und im Schlosspark Nordkirchen. Chinesische Gärten gibt es im Zoo Duisburg und in der Universität Bochum. Am Rand des Ruhrgebiets gibt es mit der "Westruper Heide" auch richtige Naturlandschaften.

Architektur

Das Ruhrgebiet benötigte schnell sehr viele Wohnungen für die Arbeiter die aus allen Teilen Deutschlands und später auch aus dem Ausland in die Industrieregion zogen. Die schönste Arbeitersiedlung wurde von Krupp errichtet. Die "Margarethenhöhe" ist eine der ersten "Gartenstädte" Deutschlands. Weitere Highlights sind die Firmenzentralen von Thyssen-Krupp und RWE. 

 

 

Anzeigen