Zeche Zollverein

Die stillgelegte Zeche Zollverein wird heute als Kultur- und Museumsquartier genutzt. Zwischen 1851-1986 wurde hier Kohle gefördert. Die Zeche Zollverein ist seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe. Der schönste Teil der Anlage ist Schacht 12, von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer aus dem Jahr 1928 (Foto). Sehr beeindruckend ist auch die Zentralkokerei mit 304 Öfen, die bis 1993 Kohle zu Koks veredelte. Auf der riesigen Anlage kann man den ganzen Tag verbringen, zudem gibt es Museen und Restaurants.

Villa Hügel

Die Villa Hügel wurde 1873 von Alfred Krupp erbaut. Sie diente als Wohnhaus und zu repräsentativen Zwecken. Die Gebäude zählen 269 Räume auf einer Fläche von 8.100 qm. Heute dienen die Räume zum Teil als Ausstellungsfläche der Kulturstiftung Ruhr.

 

Villa Hügel 1

www.villahuegel.de

 

Essener Münster

Das um 1275 errichtete Essener Münster war lange Zeit nur eine Stiftskirche, erst 1958 wurde das Ruhrbistum gegründet und die Kirch zur Kathedrale erhoben. Die gotische Hallenkirche betritt man, ähnlich wie S. Ambrogio in Mailand, durch ein Atrium. Hauptsehenswürdigkeit des Münsters ist die Goldene Madonna aus dem Jahr 980.

Alte Synagoge Essen

Die Synagoge wurde 1913 von Edmund Körner im byzantinischen Stil errichtet und diente bis 1938 als jüdisches Gotteshaus. In der Reichspogromnacht brannte der Innenraum aus, den Krieg überstand die Synagoge ohne Zerstörung.  

Schurenbachhalde

Die Schurenbachhalde entstand um 1920 durch den Abraum der Zeche Neuessen. Ihre heutige Größe erreichte sie durch den Abraum der Zeche Zollverein. Ab Mitte der 1980er Jahre wurde die Halde mit Bäumen bepflanzt und zum Naherholungsgebiet umgestaltet. Die Haldenkuppe wurde nicht bepflanzt und gleicht einer Mondlandschaft mit tollem Blick über die Industrieregion. Seit 1998 steht am höchsten Punkt die Stahlskulptur Bramme von Richard Serra.

Nordstern Turm

Der Turm der Zeche Nordstern wurde 1952 errichtet und 2010 durch aufgestockt und um einem Lift mit Treppenhaus erweitert. Seitdem befindet sich auf dem 83 m hohen Dach eine Aussichtsplattform. Überragt wird der Bau vom "Herkules von Gelsenkirchen" des Künstlers Markus Lüpertz. Der 10 m hohe Herkules ist ein Symbol für die riesige Aufgabe, das Ruhrgebiet in eine Neue Zeit zu führen.

Schloss Horst

Das baugeschichtlich interessante Renaissanceschloss Horst wurde 1554 auf den Ruinen der abgerannten Burg errichtet. Der Neubau im Stil des niederländischen Manierismus ist im Ruhrgebiet einzigartig. 

Zeche Zollern

Die "Zeche Zollern" in Dortmund-Bövinghausen wurde 1898 eröffnet und bis 1966 betrieben. Die Kohleförderanlage sollte eigentlich abgerissen werden aber nach Protesten der Bürger, wurde die Zech Zollern unter Denkmalschutz gestellt. Heute gehört die Zeche Zollern zum Westfälischen Landesmuseum für Industriekultur LWL-Industriemuseum. 1987 wurde das Jugendstil-Portal der Zeche Zollern auf einer Briefmarke der Deutschen Post verewigt. Die Zeche in Dortmund ist eines der schönsten und bekanntesten Industriedenkmäler in Deutschland.

Dortmunder U

Das Zentrum für Kunst und Kreativität in der alten Union Brauerei, entstand im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Im Gebäude befindet sich das Museum Ostwall, Ausstellungsflächen für zeitgenössische Kunst, Gastronomie und in der obersten Etage eine Aussichtsplattform mit Blick über Dortmund und das östliche Ruhrgebiet. Früher diente das von Emil Moog 1927 errichtete Gebäude als Gär- und Lagerturm der Dortmunder Union Brauerei.

Bermuda3Eck

Das "Bermuda3Eck" ist ein Kneipenviertel am Ende der Bochumer Einkaufsstraße. In den letzten Jahren hat sich das "Bermuda3Eck" zu einem der bekanntesten Adressen für Nachtschwärmer im Ruhrgebiet entwickelt. Zahlreiche Restaurants, Bars, Clubs und Kinos locken viele Besucher an.

Tetraeder Bottrop

Der 50 m hohe, begehbare Tetraeder ist ein Projekt der IBA Emscher Park von 1995. Entworfen hat das Stahlgerüst der Darmstädter Architekt Wolfgang Christ zusammen mit den Statikern von Bollinger + Grohmann aus Frankfurt. Die Halde Beckstraße, auf der der Tetraeder steht, erhebt sich ca. 90 m über die Umgebung. Bei klarer Sicht, kann man von hier den Fernsehturm von Düsseldorf erkennen. 

Alpincenter Bottrop

Auf der ehemaligen Abraumhalde der Zeche Prosper wurde 2001 die längste Skihalle der Welt eröffnet. In der 640 m langen Hall des Alpincenters, kann man das ganze Jahr über Skifahren. Auf der Halde gibt es auch eine Sommerrodelbahn und einen Biergarten. 

Neue Mitte Oberhausen

Das Einkaufszentrum "CentrO" entstand auf einer Industriebrache in Oberhausen und wurde 1996 als größtes Einkaufszentrum Deutschlands eröffnet. Neben der "Mall" gibt es ein Aquarium, eine Veranstaltungshalle, ein Kinozentrum, ein Musical Theater, ein Erlebnisbad und weitere Attraktionen.

Tiger and Turtle Magic Mountain

Die Großskulptur von Heike Mutter und Ulrich Genth wurde 2011 eröffnet. Die Loopings der 20 m hohen Skulptur erinnern an eine Achterbahn, sind jedoch begehbare Treppen. Der Landschaftspark Tiger and Turtle Magic Mountain befindet sich auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe in Duisburg-Angerhausen. Die ehemalige Halde der Zinkhütte Duisburg wurde 2005 nach dem Heimatforscher Heinrich Hildebrand benannt und renaturiert. Die verzinkte Skulptur stellt mit ihrem Material einen Bezug zur Industriegeschichte des Ortes her. Die 35 m hohe Halde bildet zusammen mit der 20 m hohen Skulptur eine weithin sichtbare Landmarke. Von der begehbaren Skulptur Tiger & Turtle hat man einen schönen Ausblick über die Industrie-Landschaft im südlichen Duisburg über den Rhein bis nach Düsseldorf. Tipp: Nachts wird Tiger & Turtle beleuchtet und bietet ein sehr schönes Fotomotiv.

Wie kommt man ohne Auto hin?

Trambahn 903 vom Hbf Duisburg zu Tiger & Turtle.

Schloss Nordkirchen

Die Anfänge von Schloss Nordkirchen lagen in einer Wasserburg der Herren von Morrien, die 1350 das Amt des Marschalls für den Fürstbischof von Münster verliehen bekamen. Das Anwesen wurde 1694 an den Fürstbischof von Münster Friedrich Christian von Plettenberg verkauft. Das Schloss Nordkirchen entstand ab 1703, als die alte Wasserburg abgebrochen wurde. Das Schloss Nordkirchen wurde um 1734 vollendet und hatte damals schon einen in ganz Europa bewunderten Schlossgarten. Der Herzog Engelbert-Maria von Arenberg kaufte das Schloss Nordkirchen 1903 und ließ das Hauptgebäude erweitern. Nach dem Ersten Weltkrieg verließ von Arenberg Deutschland in Richtung Mailand und das Schloss wurde kaum noch genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Schloss Nordkirchen in einem sehr schlechten Zustand und musste dringend saniert werden. 1958 kaufte das Land Nordrhein-Westfalen das Schloss und sanierte die Gebäude und Parkanlagen. Das Land NRW nutzt das hübsche Schloss im holländischen Stil, als Fachhochschule für Finanzen. Schloss Nordkirchen verzaubert seine Besucher durch den wunderschönen Schlosspark mit breiten Wassergräben und gepflegten barocken Gartenelementen.

Archäologischer Park Xanten

Die Ruinen der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana sind sehr gut erhalten, da die Stadt nicht überbaut wurde. Im Archäologischer Park Xanten kann man in die Zeit der Römer eintauchen und ihre über 2.000 Jahre alten Bauwerke bewundern. Im Jahre -12 kamen die ersten Legionen an den Niederrhein und bauten ein Heerlager für rund 10.000 Söldner. Im Jahr +70 wurde die Garnison von den Batavern niedergebrannt. Das Militärlager wurde wieder aufgebaut und im Jahr +99 zur Colonia Ulpia Traianaerhoben. Die Stadt wurde nach Kaiser Trajan (Marcus Ulpius Traianus) benannt, der selbst einige Zeit als Statthalter in Germanien regiert hatte. Die neue Stadt war doppelt so groß wie das zerstörte Heerlager und hatte eine Stadtmauer, ein Forum, ein Amphitheater, Tempel und Thermen. Mit über 10.000 Einwohnern war es eine der größten Städte in Germanien. Das archäologische Freilichtmuseum Xanten hat einige Bauwerke aus römischer Zeit rekonstruiert, so kann man ein römisches Handwerkerhaus besichtigen, den Hafentempel bestaunen und durch das Amphitheater laufen. Es werden immer weitere Teile des einstmals 73 Hektar großen Stadtgrundrisses ausgegraben, es lohnt sich eine Führung zu machen, auf der die Geheimnisse der Grabungsfunde erzählt werden. 

Öffnungszeiten:

Sommer täglich 9-18 Uhr, Winter täglich 10-16 Uhr  (Stand 2018)

 

Archäologischer Park Xanten

www.apx.lvr.de

 

Karte Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet

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Sehenswürdigkeiten Ruhrgebiet

Willkommen im Ruhrgebiet

Die vielen Städte entlang der Ruhr werden zusammen als Ruhrgebiet bezeichnet. Die Grenzen dieser Region sind nicht genau definiert, weil das Ruhrgebiet keine Verwaltungseinheit ist. Daher schwankt die Einwohnerzahl der Region zwischen 5 bis 10 Millionen Menschen. Damit ist das Ruhrgebiet das größte "Häusermeer" zwischen Moskau und Paris

Das Ruhrgebiet war und ist eine Industrieregion auch wenn Zechen und Stahlwerke geschlossen wurden wird im Ruhrgebiet immer noch produziert. Die Sehenswürdigkeiten der Region haben fast alle einen Bezug zur Industrie und deren Umwandlung zu Freizeit und Kulturstätten.

 

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Das Ruhrgebiet entdecken

Kunst und Kultur

Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus der industriellen Geschichte des Ruhrgebiets hat die Region auch viele Kunstschätze angesammelt. Bemerkenswert sind die Sammlungen des Museums Folkwang in Essen und der "Küppersmühle" in Duisburg. Interessante Ausstellungen zur Gegenwartskunst findet man im "Gasometer" in Oberhausen und im Museum Ostwall in Dortmund. Museen zur Industriegeschichte findet man in Essen mit dem "Ruhr Museum", in Bochum mit dem Bergbaumuseum  oder in Mühlheim mit dem "Aquarius".

Natur und Freizeit

Viele Industrieanlagen wurden zu Parks und Grünflächen umgestaltet, die bekanntesten sind der "Landschaftspark Duisburg Nord" der "Emscher Park" und der "Nordstern Park". Klassische Parkanlagen findet man im Stadtpark Bochum und im Schlosspark Nordkirchen. Chinesische Gärten gibt es im Zoo Duisburg und in der Universität Bochum. Am Rand des Ruhrgebiets gibt es mit der "Westruper Heide" auch richtige Naturlandschaften.

Architektur

Das Ruhrgebiet benötigte schnell sehr viele Wohnungen für die Arbeiter die aus allen Teilen Deutschlands und später auch aus dem Ausland in die Industrieregion zogen. Die schönste Arbeitersiedlung wurde von Krupp errichtet. Die "Margarethenhöhe" ist eine der ersten "Gartenstädte" Deutschlands. Weitere Highlights sind die Firmenzentralen von Thyssen-Krupp und RWE. 

 

 

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