Landschaftspark Duisburg Nord

Das ehemalige Thyssen-Stahlwerk in Duisburg-Meiderich ist zu einem interessanten Kultur- und Natur-Experiment geworden. Die alten Industriebauwerke werden langsam von Pflanzen überwuchert. Der Landschaftspark Duisburg Nord war ein Projekt der IBA Emscher Park das ab 1990 umgesetzt wurde. Die Eisenhütte wurde bereits 1985 stillgelegt und nach den Plänen der Landschaftsarchitekten Peter Latz + Partner umgestaltet. Der Industriecharakter der Anlage sollte erhalten bleiben und es wurden Pflanzen ausgewählt die auf den kargen Böden überleben können. 1994 wurde der Landschaftspark Duisburg Nord eröffnet. Es ist international das bekannteste Projekte der IBA. Die Kombination aus Industrieruine, Ausstellungshalle und Landschaftspark mit Gastonomie macht Duisburg Nord einzigartig. Durch spektakuläre Nachtfotografien mit farbigen Lichtinstallationen wurde der Park weltberühmt.

Was gibt es zu entdecken?

Im Gebäude der Kraftzentrale befinden sich Veranstaltungsräume und Ausstellungsflächen. Auf dem Hochofen 5 befindet sich eine Aussichtsplattform. Im Gasometer befindet sich ein Tauchzentrum. Die ehemaligen Erzbunkeranlage wurde zum Klettergarten umgebaut. Der Eintritt zum Gelände ist kostenfrei. Veranstaltungen und Führungen sind kostenpflichtig, siehe Link.

Wie kommt man hin?

An der Emscherstraße gibt es einen Besucherparkplatz. Ab Hauptbahnhof Duisburg fährt die Straßenbahnlienie 903 zum Landschaftspark Nord. Von der Station sind es etwa 10 Minuten zu Fuß bis zum Eingang.

 

Emscherstraße, Duisburg

www.landschaftspark.de

 

Radschnellweg Ruhr RS1

Der Radschnellweg Ruhr RS1 ist eine Fahrradautobahn durch das Ruhrgebiet. Die über 100 Kilometer lange Strecke verläuft von Duisburg nach Hamm. 2015 wurde der erse Abschnitt des RS1 zwischen Mühlheim an der Ruhr und Essen eröffnet. Das rund 6 Kilometer lange Teilstück befindet sich zwischen dem Garten an der Ruhr in Mühlheim und dem Essener Niederfeldsee. Auf dem Foto sieht man den Stadt-Viadukt in Mühlheim.

Der Radschnellweg verläuft in diesem Abschnitt kreuzungsfrei. Der 4 m breite Radweg ist bis auf kurze Engstellen, immer vom Fußgängerweg getrennt. Dadurch kommt man sehr schnell voran. Steigungen wurden möglichst gering gehalten aber es gibt Steigungen. Das Ruhrgebiet ist kein Flachland, man sollte ein Fahrrad mit Gangschaltung benutzen. Der Radschnellweg Ruhr wird sehr gut angenommen, viele Pendler benutzen den Radweg auf dem Weg zur Arbeiten. An Wochenenden kann es auf dem RS1 auch mal voll werden. 

In Zukunft soll die ganze Strecke asphaltiert und beleuchtet werden. Servicestationen und Winterdienst sollen den Radweg auch im Winter befahrbar halten. Weitere Teilstücke befinden sich im Bau oder in Planung.

 

Stadt-Viadukt Mühlheim

www.rvr.ruhr/themen/mobilitaet/radschnellwege-ruhr

 

Nordstern Park

Der Nordsternpark liegt im Stadtteil Horst von Gelsenkirchen. Das Steinkohlebergwerk Nordstern begann 1868 Kohle zu fördern. Die Anlage wird immer weiter ausgebaut, bis 1980 der Niedergang beginnt. Nach dem die Zeche Nordstern 1993 endgültig geschlossen wurde, hat man auf dem Gelände einen Landschaftspark angelegt. 1997 fand hier die Bundesgartenschau (Buga) statt. Alte Gebäude der Zeche wurden in den Park integriert. Der Nordsternpark liegt direkt an der Emscher und am Rhein-Herne-Kanal. Hier wurde auch ein Amphitheater direkt am Wasser gebaut. Zu den Attraktionen im Park gehört die Landschaftspyramide und die rote Doppelbogenbrücke über dem Rhein-Herne-Kanal von Bauingenieur Stefan Polonyi.

 

Am Bugapark, Gelsenkirchen

www.nordsternpark.info

 

Emscher Park Radweg

Die Internationale Bauausstellung Emscher Park initiierte von 1999 bis 2009 viele Projekte zur Umgestaltung ehemaliger Industrieflächen in Parkanlagen. Der Emscher Park Radweg verbindet viele Projekte der Route der Industriekultur entlang des Flusses. Die Emscher diente lange Zeit als Abwasserkanal der Industrie und war ein hoch verschmutztes Gewässer. Sie entspringt in Holzwickede, einem östlichen Vorort von Dortmund und mündet nach rund 83 Kilometern in den Rhein bei Dinslaken. Der Emscher Park Radweg ist ein 230 Kilometer langer Radweg, der das Ruhrgebiet von Duisburg bis Hamm umrundet. Der Rundkurs verläuft nur teilweise entlang der Emscher, die oft parallel zum Rhein-Herne-Kanal verläuft.

Der interessanteste Teil befindet sich zwischen dem Gasometer Oberhausen und dem Nordsternpark in Gelsenkirchen. Zwischen diesen beiden Stationen biegt der Radweg nach Norden ab und führt am Tetraeder und dem Alpincenter in Bottrop vorbei. Die Radstrecke zwischen Gasometer und Nordsternpark misst rund 15 Kilometer. Die "Route der Industriekultur" ist eines der bekanntesten Freitzeitziele im Ruhrgebiet und gut ausgeschildert, hier findet man auch zahlreiche Restaurants, Industriebauwerke und Museen. Das Foto zeigt den Abschnitt im Nordsternpark.

 

Emscher Park

www.route-industriekultur.ruhr/route-per-rad.html

 

Schurenbachhalde

Die Mondlandschaft auf dem Gipfel der Schurenbachhalde steht im Kontrast zur üppigen, grünen Waldlandschaft, die man beim besteigen der Halde durchschreitet. Mit 250.000 Bäumen wurde die ehemalige Steinkohleabraumhalde in den 1980er Jahren renaturiert. Die Schurenbachhalde erhebt sich rund 50 m über die Umgebung im Essener Norden. Treppen und Wege führen auf den Gipfel, auf dem sich die Landartskulptur Bramme von Richard Serra befindet. An keinem anderen Ort versteht man das Ruhrgebiet so gut wie hier. Man sieht die von Menschen gemachte Wüste aber auch die grüne Landschaft die das Industriegebiet mittlerweile überwuchert.

Wie kommt man hin?

Es gibt keinen Besucherparkplatz, wer mit dem Auto kommt muss sich in der Nähe einen Parkplatz suchen. Dafür ist die U-Bahnstation Heßlerstraße nur 800 m Luftlinie vom Gipfel entfernt. Man folgt der Heßlerstraße rund 400 m bis zur Fritzstraße, nach weiteren 200 m steht man am Fuß der Schurenbachhalde. Dann folgt man den Wegen die nach oben führen.

 

Schurenbach Halde

 

Rhein-Herne-Kanal

Der Rhein-Herne-Kanal wurde zum Transport von Kohle 1914 eröffnet. Nachdem die Zechen stillgelegt wurden verlor der Kanal seine Funktion und wird nur noch von wenigen Schiffen befahren. Zur Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2010 wurde der Rhein-Herne-Kanal zum KulturKanal ausgebaut. Dabei wurden Kultur- und Freizeitprojekte am Kanal gefördert. Seitdem ist der Kanal ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Radwegen und einer Freilichtbühne direkt am Wasser in Gelsenkirchen. Der Rhein-Herne-Kanal beginnt im Osten am Schiffshebewerk Henrichenburg, dem Übergang zum Dortmund-Ems-Kanal. Bei Duisburg mündet der Kanal in den Rhein.

 

Rhein-Herne-Kanal

 

Stadtpark Bochum

Der Stadtpark in Bochum wurde 1876 im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Das hügelige Gelände mit zwei großen Wasserflächen und einem "Bismarckturm" von 1910, ist ein Paradies für Kaninchen. Die putzigen, kleinen Hasen sieht man überall im Park herum hoppeln. Am Stadtpark befindet sich auch ein kleiner Tierpark. Der Bochumer Stadtpark liegt nördlich der Innenstadt. In der Nähe befindet sich das Kunstmuseum und das Planetarium.

 

Stadtpark, Bochum

 

Chinesischer Garten Bochum

Im Botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum, befindet sich dieser bezaubernde Chinesische Garten. Der Qian Yuan wurde von der Tongji Universität in Shanghai 1990 als Geschenk errichtet, finanziell wurde das Projekt von der Sparkasse Bochum unterstützt. Planung und Bau erfolgte von chinesischen Spezialisten, die auch die Materialien aus ihrer Heimat mitbrachten. Der Name Qian Yuan bezieht sich auf den Dichter Tao Yuanming (Tao Qian), der in ganz China für das Gedicht "Aufzeichnung vom Pfirsichblütenquell" bekannt ist. In der Geschichte geht es um einen Fischer, der einem Fluss zur Quelle folgt und dabei hinter einer Felsspalte ein Paradies findet.

Die Ruhr-Universität ist eine brutalistische Betonburg an der Hangkante des Ruhrtals. Der Botanische Garten liegt am Hang unterhalb der Universität und der Chinesische Garten liegt wiederum versteckt unter Bäumen im unteren Teil des Botanischen Gartens.

Den Qian Garten betritt man über eine Brücke, die im Wasserbecken um 90 abknickt, damit keine bösen Geister folgen können. Nachdem man das Eingangsgebäude hinter sich gelassen hat, öffnet sich der Blick. Der eigentliche Garten ist ein von weißen Mauern umgeber Teich, an dem unterschiedliche Pavillons im Suzhou-Stil stehen.

 

Chinesischer Garten, Bochum

www.boga.ruhr-uni-bochum.de

 

Chinesischer Garten Duisburg

Der Chinesischer Garten des Kranichs befindet sich im Duisburger Zoo. Er ist ein Geschenk der chinesischen Partnerstadt Wuhan mit finanzieller Unterstützung von Duisburger Unternehmen. Der Garten wurde 1988 von chinesischen Arbeitern errichtet. Man betritt den Garten durch ein Tor, welches von zwei Marmorlöwen bewacht wird. Es folgt ein offener Pavillon in dem sich Bilder und Kaligrafien befinden, erst danach erblickt man den Garten, der um einen Teich angelegt wurde. Eine weiße Mauer mit Grün glasierten Ziegeln, trennt den Chineischen Garten vom Zoologischen Garten. Pavillons am Wasser und eine Marmorbrücke entfalten ihre ganze Schönheit im Frühling, wenn zahlreiche Bäume mit ihren blütenbehangenen Ästen den Garten verzaubern.

Weitere Chinesische Gärten in Deutschland:

Chinesischer Garten München   Chinesischer Garten Frankfurt   Chinesischer Garten Berlin

 

Mühlheimerstr. 273, Duisburg

www.zoo-duisburg.de

 

Karte Parks und Natur im Ruhrgebiet

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