RWE-Zentrale

Die 127 m hohe Hauptverwaltung der RWE AG wurde 1997 fertiggestellt. Das runde Hochhaus des Energieversorgers wurde vom Düsseldorfer Architekturbüro von Christoph Ingenhoven errichtet. Die Architekten plante eine Doppelfassade, die eine natürlich Belüftung der Büroetagen ermöglicht und durch Lamellen für Schatten sorgt. Dadurch kann auf eine aufwendige Klimaanlage verzichtet werden. Der Turm steht im Innenbereich des Grundstücks und wird von einer Blockrandbebauung umgeben, die an der Ecke zum Park (Stadtgarten) offen ist. Auf dem Dach gibt es eine Aussichtsplattform die allerdings nur von Mitarbeitern  genutzt werden kann. Der RWE-Turm in Essen ist eines der schönsten Hochhäuser in Deutschland.

Thyssen Krupp Zentrale

Die neue Hauptverwaltung von Thyssen Krupp entstand auf dem alten Firmengelände, dem Krupp-Gürtel in Essen-Altendorf. Fertiggestellt wurde der Komplex 2010 nach den Entwürfen von JSWD Architekten, Köln mit Chaix & Morel aus Paris. Auf dem ehemaligen Gussstahlwerk wurde ein neuer Stadtteil geplant, in dessen Zentrum der neue Verwaltungsbau von Thyssen Krupp steht. Der 50 m hohe Bürowürfel Q1 mit der gläsernen Mitte (Foto), überragt die umliegenden Gebäude. Die rund 26 x 28 m große Glasfläche in der Mitte wird von einer Seilkonstruktion gehalten. Zum ThyssenKrupp Quartier Essen gehören noch weiter Bauwerke, wie das Q2, ein flaches langgestrecktes Gebäude mit Metallfassade. Fast alle Gebäude des ThyssenKrupp Quartiers setzten sich aus L-förmigen Elementen zusammen, die an der zentralen Wasserfläche stehen, an deren Ende sich das Hauptgebäude Q1 erhebt. 

Museum Folkwang

Der Neubau des Museums Folkwang in Essen, wurde im Kulturhauptstadtjahr 2010 eröffnet. Der Brite David Chipperfield lieferte den Entwurf, der mit seinen dunklen Stahlflächen an Mies van der Rohe erinnert. Bevor Chipperfield das Museum umbaute, bestand es aus zwei Gebäuden, einem Flachbau mit Innenhöfen von 1950 und einer Erweiterung von 1983. Die Erweiterung wurde abgerissen und der Neubau von Chipperfiled passte sich dem Bauwerk aus den 50er Jahren an. Das Denkmalgeschützte Gebäude wurde von den Architekten Werner Kreuzberger, Erich Hösterey und Horst Loy 1954 entworfen und 1960 eröffnet. Die neuen Ausstellungshallen von Chipperfield liegen an mehreren Innenhöfen, die die einzelnen Gebäudeteile miteinander verbinden. Richtung Innenstadt wurde ein offener Innenhof als Eingangsbereich konzipiert, der über eine große Treppe mit der Bismarckstraße verbunden ist.

Design School Essen

Das von Sanaa Architekten geplante Gebäude wurde 2006 fertiggestellt und beherbergt eine Design Schule. Die Fassade aus Sichtbeton besitzt eine aktive Wärmedämmung aus Rohrleitungen, durch die warmes Grubenwasser fließt. Eigentlich wird die Fassade beheizt und nicht gedämmt. Die japanischen Architekten von Sanaa entwarfen auch das New Museum in New York.

Rathaus Essen

Das neue Essener Rathaus wurde 1975-1979 von Theodor Seifert errichtet. Das 22- geschossige Hochhaus ist 106 m hoch und war damals das höchste Gebäude der Stadt. Das neue Rathaus ersetzte das alte Rathaus von 1888, das im Krieg so stark beschädigt wurde, dass es 1964 abgerissen werden musste. Das neue Rathaus wurde nicht an der Stelle des alten Rathauses am Flachsmarkt errichtet, sondern östlich der Altstadt und ist durch die Rathaus Galerie Essen mit dem Stadtzentrum verbunden. Das modernistische Gebäude mit einer Fassade aus Stahl und Glas, wird von einer Konstruktion aus Stahlbeton getragen. 

Margarethenhöhe

Margarethe Krupp stiftete die Wohnsiedlung 1906, zur Hochzeit ihrer Tochter Bertha. Die Siedlung gilt zusammen mit Hellerau bei Dresden, als erste deutsche Gartenstadt, nach dem Garden-City Konzept des Engländers Ebenezer Howard von 1898. Der Architekt Georg Metzendorf schuf eine romantische Kleinstadt-Idylle mit vielen schönen Details. Die Margarethenhöhe besteht aus 935 Gebäuden die überwiegend zwischen 1910-1929 entstanden. Am "Kleinen Markt" gibt es Geschäfte und ein Hotel.

 

Metzendorfstraße, Essen

 

DOC Medical Center Dortmund

Die ehemalige WestLB wurde 1978 von Harald Deilmann errichtet. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde zwischen 2011 und 2014 von Eller+Eller Architekten aus Düsseldorf saniert. Dabei wurde die ursprüngliche Gestalt erhalten. Hauptmerkmal ist die horizontale Ausrichtung der Etagen, die durch vertikale Technik-Türme unterbrochen wird. Die charakteristischen Spiegelglasfenster wurden extra für das Gebäude hergestellt.

Dortmunder U

Nachdem das ehemalige Gebäude der Dortmunder Union Brauerei 1994 geräumt wurde, übernahm die Stadt Dortmund das Gelände. Das 70 m hohe Haus aus dem Jahr 1929 wurde bis 2010 von Gerber Architekten zum Zentrum für Kunst und Kreativität umgebaut. Unter dem Dach befindet sich eine Aussichtsplattform mit Gastronomie.

Neue Synagoge Bochum

Für die rund 1.000 Mitglieder der jüdischen Gemeinde Bochum wurde 2007 eine neue Synagoge errichtet. Die alte Synagoge, in der Nähe des Bahnhofs, wurde 1938 von den Nazis zerstört. Die "Neue Synagoge" besteht aus einem mit Davidsternen verzierten Kubus und flachen Nebengebäuden. Geplant wurde der 7 Millionen € teure Neubau von Peter Schmitz Architekten aus Köln. An der Synagoge befindet sich auch das jiddische Restaurant "Matzen".

Erweiterung Bergbaumuseum Bochum

Neben dem Deutschen Bergbaumuseum wurde 2009 ein Anbau errichtet. Der schwarze Kubus von Benthem Crouwel Architects ist über zwei Brücken mit dem Altbau verbunden. Nachts leuchtet das Treppenhaus, dass sich direkt an der Fassade befindet, orange. Der Anbau wird auch "Schwarzer Diamant" genannt.

Karte Architektur im Ruhrgebiet

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