Allianz Arena

Die Heimspielstätte des FC Bayern München und der Münchner Löwen wurde von Herzog de Meuron entworfen. Die Fassade besteht aus ETFE-Folie, die in rautenförmigen Kissen das Fußballstadion umspannt. Die Folie lässt über 90% des Lichts durch und löst damit das Problem vieler Stadien, daß der Rasen durch die Verschattung des Dachs vermoost. Die Kissen sind nur im oberen Bereich durchsichtig, der Rest der Fassade besteht aus weißer Folie. Die Kissenform entsteht durch Luftdruck, der von Ventilatoren erzeugt wird. Die Fassade kann an den Spieltagen in den Farben des jeweiligen Vereins beleuchtet werden. Da 1860 München seine Anteile am Station an den FC Bayern München verkauft hat, wird die Allianz Arena meistens rot beleuchtet.

Das 2005 eröffnete Stadion fasst 75.000 Zuschauer. Davon sind rund 57.000 Sitzplätze, 14.000 Stehplätze und der Rest Logenplätze. Alle Sitzplätze sind überdacht.

Weitere Gebäude mit ETFE-Folie: Innovation Center IIT in Chicago

 

Werner-Heisenberg-Allee 25

www.allianz-arena.de

 

BMW Welt

Die BMW Welt ist ein Event- und Auslieferungszentrum der Bayrischen Motoren Werke. Der Autokonzern hat seinen Sitz in unmittelbarer Nähe, mit Firmenzentrale und BMW-Museum. Die BMW Welt von Coop Himmelb(l)au wurde 2007 eröffnet. Die Wiener Architekten konnten sich im Architekturwettbewerb gegen 274 Architekturbüros aus aller Welt durchsetzten. Baubeginn des 500 Mio. € Projekts war 2003.

Die BMW Welt ist ein auffälliges Gebilde aus Glas und Metall. Schräge und geschwungenen Formen verbinden sich zu einem interessanten Baukörper. Die BMW Welt wirkt wie eine Mischung aus Messehalle und Raumschiff Enterprise. Im Innenraum verdichtet sich dieser Eindruck noch. Stege, Brücken und Ebenen scheinen im Raum zu schweben. Die Event-Architektur passt zum Konzept und zieht jedes Jahr Millionen Besucher an.

Weitere Gebäude von Coop Himmelb(l)au:

EZB Frankfurt   UFA-Kristallpalast Dresden   Gasometer Wien

U-Bahnstation: Olympiazentrum U3+U8, Öffnungszeiten siehe Link

 

Lerchenauer Straße

www.bmw-welt.com

 

Museum Brandhorst

Die Kunstsammler Anette und Udo Brandhorst vermachten der Stadt München ihre Sammlung, die sich im Gegenzug verpflichtete ein Gebäude zu errichten und zu betreiben. Für die Sammlung Brandhorst wurde 2009 dieses neue Kunstmuseum errichtet. Die Berliner Architekten Sauerbruch und Hutton entwarfen das drei geschossige Ausstellungshaus. Das Gebäude setzt sich aus einem langen zweigeschossigen Baukörper an der Türkenstraße und einem dreigeschossigen Kopfbau an der Theresienstraße zusammen. Der Eingang befindet sich in einer gläsernen Halle an der Kreuzung der beiden Straßen.

Das Besondere am Museum Brandhorst ist die Fassade aus polychromen Keramikstäben. Die dreidimensionale Fassade besteht aus farbigen Metallplatten, die als Wetterschicht vor der Wärmedämmung liegen. Davor befinden sich die glasierten Keramikstäbe, die im unteren Bereich aus den Farben Grün, Blau und Rot zusammen gesetzt wurden. Im oberen Teil der Fassade werden heller Farbtöne eingesetzt, die aus der Entfernung eher gelblich schimmern.

Die Innenräume sind weiß gestrichen und werden teilweise von Oberlichtern mit Textildecken, die das Tageslicht gleichmäßig verteilen, belichtet. Die Böden und Treppen sind aus dänischer Eiche gefertigt.

Weitere Gebäude von Sauerbruch Hutton:

KfW Westarkade Frankfurt

 

Türkenstraße 19

www.sauerbruchhutton.de

 

Lenbachhaus

Das Lenbachhaus wurde 1891 von Architekt Gabriel von Seidel als Atelier und Wohnhaus für den Maler Franz von Lenbach entworfen. Gabriel von Seidel baute die Villa im Stil der italienischen Renaissance als U-förmige Anlage um einen Garten. 1926 wurde das Haus zur Städtischen Galerie umgebaut. Für die Erweiterung und Neuorganisation des Eingangsbereichs wurde das Büro Foster + Partners ausgewählt. Der britische Stararchitekt entwarf einen schlanken Baukörper an der Richard-Wagner-Straße und einen Kubus an der Briennerstraße. Dadurch entsteht ein Platz mit Cafe der sich zum Königsplatz hin öffnet. Die Fassade aus golfarbenen Metallstäben der Anbauten ist der Putzfarbe der Villa ähnlich, zeigt aber durch ihr Material deutlich, dass sie aus einer anderen Zeit stammt.

Zwischen dem schlanken Bauköper und der Fassade der Villa entstand eine Fuge, dieser Teil der historischen Fassade befindet sich jetzt im Innenraum. Die Wegeführung hat sich dadurch von der Villa in die neue Fuge verlagert. Ziel des Umbaus war es, den Besucherstrom der durch den Garten in die Villa lief neu zu organisieren, weil der Eingang zu klein war, um die große Zahl der Besucher zu verkraften. Der neue Eingang liegt jetzt am Platz und wird durch eine gläserne Fuge zwischen Neubau und Villa betont.

 

Luisenstraße 33

 

NS-Dokumentationszentrum München

Den Realisierungswettbewerb für das NS-Dokumentationszentrum gewann das Architekturbüro Georg Scheel Wetzel 2009. Der weiße Kubus wurde 2015 eröffnet. Der quadratische Baukörper steht zwischen den beiden erhaltenen NS-Bauten am Königsplatz, nimmt aber bewusst keinen Bezug zur Umgebung auf. Das NS-Dokumentationszentrum steht an der Stelle, wo sich das "Braune Haus" befand. In diesem Haus war die Parteizentrale der NSDAP. Im NS-Dokumentationszentrum befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte des Ortes, Seminarräume und eine Bibliothek.

Das Bauwerk besteht aus hellem Sichtbeton und hochformatigen Glasflächen. Auch der Innenraum wird von Sichtbeton bestimmt, nur in wenigen Räumen findet man Holzflächen.

 

Brienner Straße 34

www.georgscheelwetzel.com

 

Joseph Pschorr Haus

Das "Joseph Pschorr Haus" liegt direkt an der Neuhauser Straße. Daher besteht die Nutzung überwiegend aus Einzelhandelsflächen. Es wurden aber auch 25 exklusive Wohnungen errichtet. Das Gebäude von Kühn Malvezzi Architekten wurde 2014 eröffnet.

 

Neuhauser Straße 21

 

Medienbrücke München

Die "Medienbrücke" von Seidle Architekten wurde 2010 eröffnet. Ziel war es möglichst große, helle Büroflächen für ein Medienunternehmen zu schaffen. Die drei Geschosse in der "Medienbrücke" stehen auf zwei 45 m hohen Betonstützen. Die 90 m lange Brücke wird von zwei Fachwerk-Konstruktionen getragen. Das Bauwerk hat eine Fläche von 9.000 m² BGF.

 

Rosenheimer Straße 145

www.steidle-architekten.de

 

Jüdisches Zentrum München

Die Synagoge von Wandel Hoefer Lorch Architekten wurde am 9. November 2006 eingeweiht. Am 9. November 1938 fand die Reichskristallnacht statt, in der deutschlandweit Synagogen zerstört wurden. Der Sockel erinnert an die Klagemauer in Jerusalem, die Innenverkleidung ist aus libanesischem Zedernholz gefertigt.

 

St. Jakobsplatz

www.juedischeszentrumjakobsplatz.de

 

Ten Towers

Das "Telekom Center München" besteht aus 10 Bürotürmen, die durch einen "Skyway" auf der obersten Ebene verbunden sind. Die Türme sind 50 m hoch und gegeneinander versetzt angeordnet. Von den oberen Etagen bietet sich ein grandioser Blick auf das Münchner Stadtzentrum oder auf die Alpen im Süden. Der Bürokomplex vom münchner Architekturbüro Kiessler + Partner wurde 2005 eröffnet. Das Projekt wird auch Ten Towers genannt. Neben den 10 Türmen steht noch eine Rundbau, der sich nach oben verbreitert.

 

Dingolfinger Straße 7

www.kiessler.de

 

FÜNF HÖFE

Die Einkaufspassage FÜNF HÖFE entstand zwischen 1998 und 2003. Die Schweizer Herzog & de Meuron lieferten den Masterplan, der Tessiner Ivano Gianola entwarf den Maffeihof und Hilmer und Sattler aus München, den Amirahof. Die "Hängenden Gärten" in der Salvator-Passage, stammen von Tita Giese. In den 5 Höfen befindet sich auch die "Kunsthalle München" der Hypo-Kulturstiftung.

Weitere Gebäude von Herzog & de Meuron:

Elbphilharmonie   Tate Modern   Olympia Stadion Beijing   Leonard St New York   Museu Blau   De Young Museum   Vitra Haus   St. Jakob Park   Roche Türme   Zentralstellwerk   Museum der Kulturen  Messehalle 1

 

Theatinerstraße

 

Olympia Stadion

München bekam den Zuschlag für die olympischen Sommerspiele 1972 und lobte einen Architekturwettbewerb aus, den das Büro von Günter Behnisch gewann. Die Architekten entwarfen ein spektakuläres Stadion mit einer luftigen Zeltdachkonstruktion, die im Gegensatz zum nazionalsozialistischen Olympiastadion in Berlin, Offenheit und Transparenz einer demokratischen Gesellschaft wiederspiegeln sollte. Für die Umsetzung des kühnen Entwurfs wurde der Architekt Frei Otto ins Team berufen, der zuvor den deutschen Pavillon für die Expo 1967 in Montreal gebaut hatte. Dessen Zeltdach inspirierte Behnisch für das Münchner Olympiastadion. 

Zu dem Ensemble gehören noch zwei Sporthallen, die ebenfalls mit der gleichen Zeltdachkonstruktion überspannt wurden. Dadurch ergibt sich eine Landschaft aus Acrylglas, Stahlkabeln und Pylonen, die das Olympiastadion 1972 weltberühmt machten. Das Münchener Olympiastadion steht unter Denkmalschutz und wurde nach dem Bau der Allianz Arena nicht abgerissen. Allerdings wird es kaum noch für Sportveranstaltungen genutzt.

 

Olympiapark

 

Führerbau und NSDAP Verwaltung

Der Königsplatz wurde zwischen 1934 und 1939 zum "Forum der Partei" umgestaltet. Der Architekt Paul Ludwig Troost errichtete die beiden fast identischen Bauwerke für die NSDAP im nationalsozialistischen Stil. Der nördliche Baukörper diente als "Führerbau" von Adolf Hitler. Der südliche war ein Verwaltungsbau für die NSDAP. Im Inneren unterscheiden sich beide Bauwerke. Im Führerbau befindet sich ein großer Tagungssaal, im Verwaltungsgebäude befinden sich zwei große Lichthöfe.

 

Königsplatz

 

Karte Architektur in München

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