Maschsee

Der Maschsee entstand 1934 unter der Diktatur von Adolf Hitler als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Schon viele Jahre zuvor gab es die Idee das Überschwemmungsgebiet zum See zu machen. Dadurch kann man die Wasserfläche für Freizeitaktivitäten nutzen und hat zugleiche einen Hochwasserschutz für die Innenstadt von Hannover, die zuvor häufig durch die Leine Überschwemmt wurde. Die Leine fließt jedoch nicht durch den Maschsee, sondern durch einen schmalen Landstreifen getrennt, am westlichen Ufer entlang. Der Maschsee ist rund 2,4 Kilometer lang und zwischen 200 bis 500 m breit.

Am Ufer des Maschsees stehen Plastiken von Arno Breker und Georg Kolbe. Auf dem See verkehren Linienschiffe von Üstra Reisen. Am Südufer gibt es ein Freibad mit Biergarten, am Nordufer eine breite Promenade mit einem weiteren Biergarten. Im Westen befindet sich das Stadion von Hannover 96 und der Schützenplatz.

 

Rudolf-von-Bennigsen-Ufer

www.uestra-reisen.de

 

Schloss Herrenhausen

Schloss Herrenhausen befindet sich in den berühmten Herrenhäuser Gärten, eine der Top Attraktionen von Hannover. Ab 1640 wurde das Anwesen schrittweise zum Schloss ausgebaut. Das ehemals barocke Schloss der Welfen wurde 1821 von Hofarchitekt Georg Ludwig Friedrich Laves, im Stil des Klassizismus umgestaltet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss Herrenhausen von Bomben getroffen und zerstört. Das Schloss  wurde 2013 nach den Plänen von Laves rekonstruiert und ist die jüngste Sehenswürdigkeit von Hannover. Im wiederaufgebauten Schloss befindet sich heute das Museum Herrengarten und ein Tagungszentrum.

 

Herrenhäuser Straße

www.hannover.de/Herrenhausen

 

Neues Rathaus

Das Neue Rathaus von Hannover wurde 1913 von Kaiser Wilhelm II feierlich eröffnet. Durch die Industriealisierung wuchs die Stadt schnell an und benötigte ein größeres Verwaltungsgebäude. Das Alte Rathaus in der Altstadt blieb jedoch erhalten. Das Neue Rathaus entstand außerhalb der ehemaligen Stadtmauer. Sehenswert ist der gigantische Innenraum. Auf die Kuppel des 97,7 m hohe Gebäudes kann man mit einem sehr speziellen Bogenaufzug gelangen und den Blick weit über Hannover schweifen lassen. Der Architekt des Neuen Rathaus war Hermann Eggert, der zuvor schon den Frankfurter Hauptbahnhof geplant hatte.

Das Neue Rathaus von Hannover ist das Wahrzeichen der Stadt. Das sich im Wasser spiegelnde Rathaus ist auch das bekannteste Fotomotiv von Hannover, mit dem Maschteich im Vordergrund.

 

Friedrichswall

 

Altes Rathaus

Um 1230 entstand der erste Abschnitt des Alten Rathauses als Saalbau mit Markthalle im Erdgeschoss. Da das Bodenniveau über die Jahre angestiegen ist, liegt das ehemalige Erdgeschoss an der Marktseite heute etwa zur Hälfte im Erdreich. Die schönen Staffelgiebel an den Schmalseiten, entstanden bei einem Umbau im Jahr 1455. Das Alte Rathaus von Hannover wurde im 16 Jahrhundert um den Ostflügel und 1891 um den Südflügel erweitert. 1863 wurde das Rathaus ins Wangenheimpalais verlegt. Das Alte Rathaus ist das schönste Bauwerk Hannovers aus dem Mittelalter.

 

Am Markte

 

Marktkirche St. Georg und Jakobi

Mit dem Bau der dreischiffigen Hallenkirche wurde um 1330 begonnen. Das Kirchenschiff konnte bereits 1360 vollendet werden. Der 97 m hohe Kirchturm wurde wegen Geldmangels erst 1388 vollendet. Nach den Kriegszerstörungen im Zweiten Weltkrieg, wurde der Innenraum ohne Verputz, ganz schlicht in Ziegelstein rekonstruiert. Die Marktkirche St. Georg und Jakobi ist die evangelische Hauptkirche Hannovers und ein Wahrzeichen der Stadt.

Vor der Marktkirche steht eine Skulptur von Martin Luther, die der Bildhauer Carl Dopmeyer angefertigt hat. Das Lutherdenkmal wurde 1900 aufgestellt und bestand aus drei Figuren. Um Waffen zu produzieren sollten die Figuren 1941 eingeschmolzen werden. Martin Luther wurde nicht eingeschmolzen und überlebte als einziger der Figurengruppe den Zweiten Weltkrieg. Die Skulptur stellt seinen Schwur auf dem Wormser Reichstag dar, auf dem er zu seiner Überzeugung stand und für vogelfrei erklärt wurde.

 

Am Markte/Kramerstr.

www.marktkirche-hannover.de

 

Kröpcke

Der Kröpke ist der Mittelpunkt Hannovers, hier kreuzen sich 5 große Straßen, die heute die Fußgängerzone von Hannover bilden. Auf dem Platz stand früher das Café Kröpke, ein Gusseisen Pavillon aus dem Jahr 1869. Im Krieg wurde der Pavillon zerstört und der Nachfolgebau musste dem U-Bahnbau weichen. Das heutige Café stammt aus dem Jahr 1976. Die Kröpke-Uhr wurde ursprünglich 1885 errichtet, heute steht hier ein Nachbau der historischen Uhr aus dem Jahr 1977. Diese Uhr ist der bekannteste Treffpunkt Hannovers. Die U-Bahnstation Kröpke ist der wichtigste Verkehrsknoten der Stadt.

 

Kröpcke

 

Hannover Hauptbahnhof

Der neorenaissance Bahnhof von Architekt Hubert Oswald Stier wurde 1879 eröffnet. Der alte Bahnhof aus dem Jahr 1847 blockierte den Verkehr der Stadt und man beschloss die Gleise auf 4,50 m über Straßenniveau anzuheben, damit der restliche Verkehr unter den Gleisen passieren kann. Der Hauptbahnhof von Hannover ist ein Durchgangsbahnhof mit 12 Bahnsteigen. Eine unterirdische Einkaufspassge verbindet den Hauptbahnhof mit dem Kröpke. Vor dem Bahnhofsgebäude steht ein Reiterstandbild von Ernst August I.

 

Ernst-August-Platz

 

Aegidienkirche

Die Aegidienkirche ist eine Kriegsruine, die an die Zerstörung durch den Krieg erinnert. Mit dem Bau der Ägidienkirche wurde 1347 begonnen. Sie war eine der drei mittelalterlichen Kirchen im historischen Zentrum von Hannover. Die Kirche wurde 1943 von Bomben zerstört, Turm und Außenwände blieben stehen, das Kirchenschiff brannte aus. Die leere Kirche ohne Dach dient seitdem als Gedenkstätte für Kriegsopfer. Im Turmstumpf befindet sich eine Glocke aus der Partnerstadt Hiroshima, die jedes Jahr am Tag der Atombombenexplosion (6. August) geläutet wird.

 

Breite Straße

 

Welfenschloss

Das Welfenschloss in Hannover ist ein Bauwerk des Architekten Christian Heinrich Tramm. Das Schloss wurde 1866 von Georg V als Sommerresidenz errichtet. Noch im gleichen Jahr verlor das Königreich Hannover den Krieg gegen Preußen und wurde aufgelöst. An der Südfassade des Schlosses stehen 4 Figuren aus der Geschichte der Welfen, der bekannteste ist Heinrich der Löwe. Nördlich des Schlosses befindet sich der Landschaftspark Welfengarten. 1879 übernahm die Leibniz Universität das Gebäude, seitdem wird es von der Universität Hannover genutzt. Vor dem Welfenschloss steht die Skulptur des Niedersachsenrosses. Das Sachsenross ist das Wappentier von Niedersachsen.

 

Nienburger Straße

 

Oper Hannover

Das spätklassizistische Königliche Hoftheater entstand 1852 nach den Plänen des Hofbaumeisters Friedrich Laves. 1918 wurde das Theater in "Opernhaus" umbenannt. 1943 wurde das Bauwerk von Bomben getroffen und brannte aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Opernhaus von Hannover wieder aufgebaut und 1950 wiedereröffnet. Seit 1970 heißt das Gebäude Niedersächsisches Staatstheater Hannover. Die Oper steht ganz in der Nähe des Kröpke, auf dem Opernplatz. Für Veranstaltungen in der Oper, siehe Link.

 

Opernplatz

www.staatstheater-hannover.de/oper

 

Landtag Niedersachsen

Das klassizistische Leineschloss, indem der heute der Niedersächsische Landtag residiert, war bis 1866 das Schloss der Könige von Hannover. Um 1637 entstand hier das erste Schloss, welches später immer wieder erweitert wurde. Das heutige Aussehen des Gebäudes geht auf Georg Ludwig Friedrich Laves zurück, der das Leineschloss zwischen 1816 und 1844 umbaute. Nach dem Sieg der Preußen über Hannover 1866, diente das Gebäude als Provinzverwaltung und kaiserliche Residenz. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Plenarsaal in das Bauwerk integriert, seitdem wird es als Parlamentsgebäude genutzt.

 

Leinstraße

www.landtag-niedersachsen.de

 

Bahlsen

Die Firma Bahlsen wurden 1889 als Hannoversche Cakesfabrik gegründet. Da die deutschen damals kein Englisch konnten wurde Cakes zu Keks. Der Hauptsitz der Firma befindet sich in einem Jugendstilgebäude im Stadtteil List. An der Fassade befindet sich das Markenzeichen von Bahlsen, der "Goldene Leibnitz Butterkeks", der von zwei Brezelmännern getragen wird. 2013 wurde der goldene Leibniz Keks vom Krümelmonster entführt aber gegen Lösekekse wieder frei gelassen. Geniale PR-Aktion oder doch ein brutales Verbrechen? Auf jeden Fall ist der goldene Keks seitdem eine Sehenswürdigkeit von Hannover.

 

Podbielskistraße 11

 

Lister Turm

Der Lister Turm entstand im 14. Jahrhundert als Wachturm am Landwehrgraben. Später wurde hier ein Forsthaus errichtet, von dem der Wald bewirtschaftet wurde. Dieses Forsthaus erhielt eine Schanklizenz und entwickelte sich schnell zu einem beliebten Ausflugsziel der Hannoveraner. Der heutige Lister Turm wurde 1898 errichtet und bietet viele große Räume für repräsentative Feierlichkeiten.

Der Biergarten Lister Turm befindet sich zwischen dem Stadtteil List und dem Waldpark Eilenriede. Im Sommer der perfekte Ort zum entspannen. Von der U-Bahnstation Lister-Platz sind es nur rund 350 m zum Lister Turm.

 

Walderseestraße 100

www.lister-turm-biergarten-hannover.de

 

Linden-Nord

In der Limmerstraße ist Hannover hip, hier findet man Cafés die man im Rest der Stadt vergeblich gesucht hatte. Wenn man nicht in Linden war, bekommt man den falschen Eindruck von Hannover, hier ist die Stadt urban und lebendig. Linden-Nord liegt im Westen der Innenstadt und wird von den beiden Flüssen Ihme und Leine im Osten und Norden begrenzt. Zwischen den beiden oberirdischen U-Bahnstationen Am Küchengarten und Ungerstraße befindet sich das Zentrum von Linden-Nord.

 

Limmerstraße

 

Nanas von Niki de Saint Phalle

Niki de Saint Phalle (1930-2002) schuf die drei bunten Nanas 1974 für die "Skulpturenmeile" am Leibniz-Ufer. Die Nanas sind üppige Frauenfiguren aus Polyester, die mit bunten Farben bemalt sind. Die ulkig, bizarren Figuren der französischen Künstlerin haben sich zu einer Attraktion von Hannover entwickelt. In Herrenhausen gestaltete Niki de Saint Phalle 1999 die Grotten im Großen Garten. Samstags findet am Leibniz-Ufer der sehr beliebte Flohmarkt am statt. Hannover machte Niki de Saint Phalle zur Ehrenbürgerin und benannte die Einkaufspassage am Hauptbahnhof nach der Künstlerin. Zum Dank schenkte Sie dem Sprengel Museum 400 ihrer Werke.

 

Leibniz-Ufer

 

Karte Sehenswürdigkeiten Hannover

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Sehenswürdigkeiten Hannover

Hannover entdecken

Das Zentrum von Hannover bietet nicht viel Besonderes. Die schönen Ecken der Stadt liegen etwas versteckt außerhalb des Zentrums. Berühmt sind Gärten von Herrenhausen, der Maschsee und der Zoo Hannover. Es gibt aber noch mehr zu entdecken. Urbanes Leben findet man in Linden-Nord, entlang der "Lister Meile" und in der Südstadt. Sehenswert ist auch die Ruine des Niederländischen Pavillons der EXPO 2000. Hannover kann auch mit exzellenten Museen glänzen, wie dem Sprengel Museum

 

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