Elbphilharmonie

Die von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron entworfene "Elbphilharmonie" wurde 2016 fertiggestellt. Das 110 m hohe Konzert- Hotel- und Wohngebäude geriet immer wieder in die Schlagzeilen, weil die Baukosten von ursprünglich 77 Millionen € auf über 866 Millionen anstiegen. Die Elbphilharmonie wurde in den ehemaligen Kaiserspeicher gebaut, der heute als rötlicher Ziegelsockel erkennbar ist. Darüber erhebt sich ein gläsernes Bauwerk, das in Wellen zur Molenspitze hin ansteigt. Zwischen beiden Gebäudeteilen gibt es eine Fuge, in der sich die Besucherterrasse befindet. Hier liegen auch die Eingänge zu den beiden Konzertsälen.

Cinnamon Tower

Der rötliche Wohnturm von Bolles + Wilson Architekten steht wie ein Campanile auf dem Marktplatz im "Überseequartier" der "HafenCity". Auf dem Platz steht auch das "Alte Hafenamt" und ein Info Pavillon der ebenfalls von Bolles + Wilson entworfen wurde. Der schlanke Turm steht auf einer Grundfläche von 13 x 16 m bei einer Höhe von 56 m. Der "Cinnamon Tower" von Groß + Partner wurde 2015 fertiggestellt.   

Elbe 36

Das Bürogebäude von Hadi Teherani Architekten fügt sich in den Gebäudeblock ein. Das abgerundete Dachgeschoss "Monitor" gibt dem Haus eine individuelle Besonderheit und bietet einen grandiosen Blick auf die Elbe und den Fischmarkt. Durch die Nähe zur Elbe wurde die Ladenfront flutwassergeschützt ausgeführt. Die drei unterirdischen Parkdecks werden über PKW Aufzüge erschlossen. Das 2012 eröffnet Bürohaus "Elbe 36" bietet eine Fläche von 7.200 m² BGF.

Tanzende Türme

Die "Tanzenden Türme" von Hadi Teherani stehen am Übergang zwischen der Hamburger City und der Vorstadt St. Pauli. Das verruchte St. Pauli steht für Lebensfreude, die "Tanzenden Türme" passen daher gut zur Amüsiermeile Reeperbahn mit dem Spielbudenplatz. Die beiden Türme sind in der Mitte verbunden, 16 verschiedene Neigungen erzeugen die tanzende Optik. Auf dem höchsten der beiden Türme befindet sich die Sky Bar CLOUDS. Das 85 m hohe Bürohaus wurde 2012 fertiggestellt.

Wohnhaus Oval

Das Wohngebäude "Oval" von Ingenhoven Architekten entstand 2008 zusammen mit dem benachbarten Bürohaus. Die ovale Form des Baukörpers entstand aufgrund der Windverhältnisse vor Ort. Die Wellenform der Balkon-Ausbuchtungen berücksichtigt den Sonnenstand auf der Parzelle. Pro Etage könne drei Wohneinheiten zwischen 60 - 125 m² geschaffen werden. Die Wohnungen können auch zusammen gelegt werden.

Wohnhaus Baufeld 10

Das Wohnhaus auf dem Baufeld 10 wurde von "Love Architecture" aus Graz entwickelt. Markenzeichen des Gebäudes sind schalenförmige Balkone. Allen Bewohnern steht zudem eine schalenförmige Dachterrasse zur Verfügung. Jede Wohnunge erhält einen Rahmen an der weißen Fassade. Fertigstellung war im Jahr 2008.

Marco Polo Tower

Der Marco Polo Tower wurde 2010 fertiggestellt. Geplant wurde der Wohnturm von Behnisch Architekten aus Stuttgart. Das besondere am Marco Polo Tower sind die versetzten, geschwungenen Geschosse, die dem 55 hohen Turm eine fließende Bewegung geben.

Unilever-Haus

Das Unilever Haus ist ebenfalls ein Werk von Behnisch Architekten und wurde 2009 eröffnet. Auffällig ist die durchsichtige Fassade aus Kunststoffmembranen. Das Haus hat durch seine umweltschonende Bauweise mehrere Preise gewonnen. Das Bürogebäude benötigt keine konventionelle Klimaanlage.

Bürohaus An der Alster 1

Das Bürohaus an der Alster von Jürgen Mayer H. wurde 2007 fertiggestellt. Das Haus stellt mit seinen runden Augen einen Bezug zum Wasser der Außenalster her. Große Spannweiten ermöglichen eine frei Einteilung der Büroflächen.

Empire Riverside Hotel

Das "Empire Riverside Hotel" von David Chipperfield wurde 2007 eröffnet. Der 70 m hohe Hotelturm bietet Platz für über 300 Gästezimmer. In der obertsen Etage befindet sich eine Bar mit spektakulärem Blick auf Hamburg und die Elbe. Die Fassade aus Bronze-Elementen mit bodentiefen Fenstern ermöglicht dem Gast einen freien Blick auf die Stadt. Die vertikale Struktur der Fassade wird durch Rücksprünge elegant gegliedert. Das Gebäude hat mehrere Architekturpreise gewonnen.

Dockland

Das rautenförmige Bürogebäude "Dockland" stammt auch aus der Feder von Hadi Teherani. Das Gebäude ragt auf spektakuläre Weise 40 m über das Wasser. An der Landseite der Schräge befindet sich eine öffentlich zugängliche Treppe, die auf die Dachterrasse führt. Das "Dockland" wurde 2006 eröffnet.

Bühne Spielbudenplatz

Auf dem Spielbudenplatz an der Reeperbahn wurden 2006 zwei mobile Bühnen "Spielbuden" errichtet. Die Berliner Landschaftsarchitekten "Lützow7" planten zwei sich gegenüber stehende Stahlbauwerke, die über Lichttechnik animierte Texte projizieren können.  

Bürohaus Kaiserkai 2

Das Bürogebäude am Anfang des Kaiserkais wurde vom britischen Architekten David Chipperfield entworfen. Der Engländer hat auch das Folkwang Museum in Essen und das Neue Museum in Berlin entworfen. Das 5.400 m² (BGF) große Bürohaus mit heller Klinker-Fassade wurde 2005 errichtet.

Flakturm IV

Der "Flakturm IV" ist ein Hochbunker der 1942 von Zwangsarbeitern in nur 300 Tagen errichtet wurde. Nach Bombenangriffen auf Berlin durch alliierte Luftstreitkräfte befahl Adolf Hitler "Flaktürme" zu errichten. Der Bunker mit 3,5 m dicken Wänden wurde von Albert Speer und Friedrich Tamms konzipiert.

Chilehaus

Das Chilehaus ist eines der bekanntesten Gebäude der Hansestadt. Es wurde 1924 errichtet und war damals mit 7-10 Stockwerken eines der höchsten Häuser der Stadt. Das Chilehaus war für damalige Verhältnisse ein riesen Bauwerk und der Architekt Fritz Höger versuchte die Baumasse durch geschwungene Formen und Staffelgeschosse aufzulockern. Das Bürogebäude nimmt einen ganzen Straßenblock ein, es wurde sogar eine Straße dafür überbaut. Nur an der Ecke Depenau/Klingberg steht noch ein anderes Gebäude. Das Chilehaus hat drei Innenhöfe, dort befinden sich die höchsten Gebäudeteile. An der Ecke Pumpen/Burchard Straße läuft das Chilehaus auf eine spitze Ecke zu und wirkt wie der Bug eines Schiffes. Ein Foto dieser Ecke befindet sich in der Rubrik Sehenswürdigkeiten Hamburg. Nördlich des Chilehauses befindet sich eine weiteres Bauwerk von Fritz Höger, der Sprinkenhof. Von außen eher schlicht aber der Innenhof ist sehenswert.

Fritz Höger war der bekannteste Vertreter des Backsteinexpressionismus, der sich um 1920 in Norddeutschland verbreitete. Sein Markenzeichen waren geschwungene Formen aus dunkelbraunen Ziegelsteinen in Kombination mit grünen Kupferdächern. Aus seiner Feder stammt auch das Anzeiger-Hochhaus in Hannover. 

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Karte Architektur Hamburg

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Architekturführer Hamburg

Stadtentwicklung Hamburg

Hamburg war schon im Mittelalter eine führende Hafenstadt der Hanse. Die Innenstadt aus Fachwerkhäusern wurde durch eine dicke Stadtmauer geschützt. Bei der Brandkatastrophe im Mai 1842 wurde die historische Altstadt zerstört. In der City entstanden jetzt moderne Kontorhäuser. Zwischen 1870 und 1890 verdoppelte sich die Bevölkerung Hamburgs auf über 600.000 Einwohner.

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Fritz Schumacher wurde 1909 zum Leiter des Hochbauamts und entwickelte eine Vision für die Zukunft. Unter seiner Regie entstanden moderne Wohnsiedlungen in Klinkerbauweise. Fritz Höger wurde zum bekanntesten Vertreter des norddeutschen Klinker Expressionismus.

Durch Alliierte Luftangriffe wurden 1943 große Teile der Stadt zerstört. Der Wiederaufbau der Nachkriegszeit favorisierte eine aufgelockerte Stadt mit vielen Grünflächen und geringer Baudichte. Als Baumaterial wurde überwiegend roter Backstein gewählt.

Ab 1990 wurden wieder andere Materialien verbaut. Glas, Metall und Beton kamen wieder an den Fassaden zum Einsatz. In der "HafenCity" entstehen Gebäude von renommierten Architekturbüros aus ganz Europa.

Zwischen 2006 und 2013 gab es eine IBA in Hamburg mit dem Schwerpunkt Wohnungsbau und Gewerbe. Die IBA Projekte befanden sich überwiegend südlich der Elbe mit dem Schwerpunkt in Wilhelmsburg. 

 

 

 

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