Neue Frankfurter Altstadt

Die historische Frankfurter Altstadt wurde 1944 durch amerikanische Luftangriffe zerstört. 1974 wurde auf dem Grundstück das Technische Rathaus gebaut. Der brutalistische Betonklotz bestand aus drei Türmen und nahm in keiner Weise Rücksicht auf den Ort und die Geschichte der Altstadt. 2007 Stimmte die Stadtverordnetenversammlung für den Abriss des Technischen Rathauses und dem Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt. Das Technische Rathaus wurde 2010 abgerissen, 2012 begann der Wiederaufbau. Von den 35 Gebäuden wurden 15 als historische Rekonstruktion errichtet, das schönste ist das Fachwerkhaus "Goldene Waage". Auf dem Hühnermarkt wurde der Stoltze-Brunnen wieder aufgebaut. Die Neubauten halten sich an städtebauliche Prinzipien der Altstadt, wie steile Satteldächer, die Fassaden sind jedoch modern. Dadurch entsteht eine Mischung aus alten und neuen Häusern, die nicht so aussieht wie die historische Altstadt von Frankfurt aber die den Charakter der Altstadt wieder aufleben lässt. Die neue Frankfurter Altstadt soll im Herbst 2018 eröffnet werden, seit dem 9. Mai kann man aber schon durch die historischen Gassen laufen. Weiter Informationen und einen Übersichtsplan findest du auf der Webseite der DomRömer GmbH (siehe Link).

Aktuelle Fotos der Neuen Frankfurter Altstadt.

Römer

Der Römer dient seit 1405 als Frankfurter Rathaus. Der Gebäudekomplex besteht aus mehreren Gebäuden die nach und nach von der Stadt aufgekauft wurden. Der Römer diente auch als Wahl Ort der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nationen. Berühmt ist der Kaisersaal, mit den Bildern aller deutschen Kaiser. Die Bilder wurden im Krieg eingelagert und überstanden die Zerstörung der Frankfurter Altstadt unbeschadet. Der Römer selbst brannte aus, nur die Fassade blieb stehen. Den Kaisersaal kann man besichtigen, der Eingang befindet sich an der Südseite des Gebäudes. Im Römer befindet sich heute das Stadtparlament und das Standesamt. Die markante Treppengiebelfassade des Römers ist das Wahrzeichen der Stadt Frankfurt am Main.  

Ostzeile

Die Ostzeile des Römerbergs wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1983, nach historischen Vorbildern wieder aufgebaut. Das Projekt wurde von den Gegnern als "Mickey-Mouse-Architektur" verspottet. Der Wiederaufbau historischer Gebäude galt damals noch als Geschichtsverfälschung. Heute sieht man das etwas entspannter, es wird eher als Stadtreparatur empfunden. Der Erfolg der Ostzeile hat schließlich dazu geführt, dass die historische Frankfurter Altstadt wieder aufgebaut wurde.

Kaiserdom

In St. Bartholomäus wurden ab 1562 bis 1792 die Kaiser des heiligen römischen Reichs deutscher Nationen gekrönt. Mit dem Bau wurde 1235 begonnen und ab 1356 wurden hier die deutschen Kaiser gewählt. Als Dom wird normalerweise nur die Kirche eine Bischofs bezeichnet, da Frankfurt aber kein Bischofssitz ist, wurde St. Bartholomäus zum Kaiserdom. Dies ist jedoch kein offizieller Titel, dennoch wird diese katholische Kirche in Frankfurt "Dom" genannt. Im Dommuseum kann der Domschatz besichtigt werden. Vom 92 m hohen Turm hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Der Eingang zum Turm befindet sich außerhalb der Kirche an der Südseite.

Paulskirche

Die Paulskirche wurde als evangelische Hauptkirche 1833 errichtet. 1848 tagte hier die erste deutsche Nationalversammlung. Die Paulskirche ist ein Symbol der Deutschen Demokratie auch wenn das "Paulskirchenparlament" von Preußen zugunsten einer kaiserlichen Monarchie aufgelöst wurde. Hätte sich die Demokratie schon damals durchgesetzt, wären uns wohl zwei Weltkriege erspart worden. Im Krieg wurde der Innenraum und das steil aufragende Dach zerstört. Seit dem Wiederaufbau 1948 dient die Paulskirche als Haus aller Deutschen. Hier wird der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.

Maintower

Der Höhepunkt eines Frankfurt Besuchs, ist der Blick von der Aussichtsplattform des Maintowers. Vom 199 m hohen Büroturm der Hessischen Landesbank (Helaba), liegt einem die Stadt zu Füßen. Bei guten Wetter sieht man den Taunus im Norden und den Odenwald im Süden. Man sollte 15-30 min Wartezeit einplanen, bis man die Sicherheitskontrolle passiert hat und mit dem Aufzug in der obersten Etage angekommen ist. Der grandiose Ausblick auf die Bankenmetropole ist einzigartig.

Eiserner Steg

Die Fußgängerbrücke von 1869 verbindet Sachsenhausen mit der Innenstadt. Über der Brücke steht: ”Auf weinfarbenem Meer segelnd zu anderssprachigen Menschen.” vom Künstler Hagen Bonifer

Bootsfahrt auf dem Main

Bei schönem Wetter sollte man auf jeden Fall eine Bootstour auf dem Main unternehmen. Am Eisernen Steg befinden sich die Bootsanleger von den Linien Primus und KD

Alte Oper

Die Oper wurde 1880 nach Plänen des Berliner Architekten Richard Lucae errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie von Bomben zerstört und erst 1981 wieder aufgebaut. In den 70er Jahren wollte man die Ruine noch sprengen. Eine Bürgerstiftung sammelte das Geld für den Wiederaufbau. Unter dem vorderen Tympanon steht: "Dem Wahren Schönen Guten." Wie der Name "Alte Oper" verrät, gibt es in Frankfurt eine Neue Oper, in der Opern aufgeführt werden. In der "Alten Oper" finden überwiegend Konzerte statt. Die "Alte Oper" steht in der ehemaligen Wallanlage, die nach dem Abriss der Stadtmauer zu einem Park umgestaltet wurde. Der Eingang der Oper befindet sich im Westen, dadurch scheint die Sonne am Nachmittag auf die Fassade. Damit auch im Winter die Sonne auf die Fassade scheint, dürfen Hochhäuser im Westen der Oper nicht so hoch gebaut werden. 

Hauptwache

Die Hauptwache wurde 1730 als Polizeiwache und Gefängnis errichtet. Seit 1904 dient sie als Caféhaus. In den 70er Jahren wurde sie für den Bau der S-Bahn abgetragen und wieder aufgebaut.

Eschenheimer Turm

Zur Stadterweiterung 1333 wurde eine neue Stadtmauer mit 60 Türmen errichtet. Der Eschenheimer Turm und der Rententurm sind die einzigen, die nicht abgerissen wurden. Im Eschenheimer Turm befindet sich heute ein Café.

Goethe-Haus

In diesem Haus wurde Johann Wolfgang von Goethe 1749 geboren. Hier lebte er mit seinen Eltern und seiner Schwester Cornelia bis er 1765 zum Jurastudium nach Leipzig ging. Zwischen 1770 und 1775 lebet er in Straßburg und auch in Frankfurt, bevor er nach Weimar ging. Das Fachwerkhaus wurde im Krieg beschädigt und 1949 wieder aufgebaut. Die liebevolle Ausstellung zeigt die Räume zur Zeit des großen Dichterfürsten.

Deutsche Börse

Die Frankfurter Börse gibt es schon seit über 400 Jahren. Das Gebäude wurde 1879 fertig gestellt. Der berühmte Handelssaal, aus dem die TV-Anstalten ihre Börsenberichte senden, kann hier besichtigt werden. Vor der Börse steht die Skulptur Bulle und Bär. Der Bulle steht für steigende Kurse, der Bär für sinkende Kurse.

Euro Skulptur

Durch die Finanzkrise bekannt gewordenes € Zeichen vor der ehemaligen Europäischen Zentralbank. Nach dem Umzug der Bank in den neuen EZB-Turm im Frankfurter Ostend, wurde das durch Blockupy Proteste ramponierte Euro-Zeichen von Grund auf saniert. Die berühmte Skulptur wurde von Ottmar Hörl geschaffen.

Zeil

Die Zeil ist die größte Einkaufsstraße der Stadt. Auf der rund 500 m langen Fußgängerzone befinden sich die großen Kaufhäuser und Einkaufszentren. Mit über 14.800 Besuchern pro Stunde im Jahr 2017, gehört die Zeil zu den Top Einkaufsstraßen in Europa und belegt in Deutschland Platz 1, noch vor der Kaufinger Straße in München. (Quelle Statista 2017). Das "MyZeil" (Foto) ist das größte Einkaufszentrum in der Frankfurter Innenstadt. 

 

Zeil

Freßgass

Die Freßgass hat ihren Namen durch die vielen Delikatessläden und Cafés erhalten. Zur Mittagszeit strömen die Banker und Börsenhändler auf die Straße, um zu essen. Die Preise sind gehoben aber nicht übertrieben hoch, in den Suppenküchen kann man auch günstige Mahlzeiten finden.  

Alt-Sachsenhausen

Alt-Sachsenhausen ist ein Kneipenviertel in der Altstadt von Sachsenhausen, mit niedlichen Fachwerkhäusern. In Alt-Sachsenhausen gibt es fast nur Kneipen, dadurch ist des Viertel tagsüber fast menschenleer. Abends und besonders im Sommer, ist dafür die Hölle los. Vorsicht! In der Klappergasse steht die Brunnen-Skulptur Frau Rauscher und spritz mit Wasser auf ahnungslose Passanten. In Alt-Sachsenhausen geht man am besten in eine Apfelweinkneipe wie das "Lorsbacher Thal", "Dauth-Schneider" oder "Zum Eichkatzerl".

Frankfurter Skyline

Die vielen Hochhäuser Frankfurts kann man im Zentrum kaum erkennen, die Türme verstellen sich gegenseitig den Blick. In Frankfurt gibt es rund 30 Hochhäuser die über 100 m hoch sind. Erst aus der Ferne sieht man die Skyline als Ganzes. Den schönsten Blick hat man von den Brücken östlich der Innenstadt, hier der Blick von der Flößerbrücke. Etwas näher an den Hochhäusern ist man auf der Alten Brücke. Unter Architektur Frankfurt gibt es mehr Informationen über die Wolkenkratzer der Mainmetropole. Die Skyline wächst jedes Jahr, zur Zeit sind weiter 7 Hochhäuser über 100 m im Bau. Das höchste Hochhaus ist der Commerzbank Turm mit 267 m ohne Antenne.

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Karte Sehenswürdigkeiten Frankfurt

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Sehenswürdigkeiten Frankfurt

Willkommen in Frankfurt

Frankfurt ist das deutsche Finanzzentrum mit der Deutschen Börse, der Europäischen Zentralbank und vielen nationalen und internationalen Banken. Diese Kapitalmacht lässt ständig neue Hochhäuser entstehen. Viele Deutsche haben eine Abneigung gegen Hochhäuser und daher hatte Frankfurt lange Jahre einen schlechten Ruf, galt als hässlich und gefährlich. Mittlerweile haben sich auch die Deutschen an Hochhäuser gewöhnt und Frankfurt entwickelt sich zu einer attraktiven Stadt, die auch für Touristen aus dem Inland immer beliebter wird.

Dennoch bleiben den meisten Touristen die schönsten Ecken der Stadt verborgen. Die Frankfurter leben in Sachsenhausen, dem Nordend, Bornheim oder Bockenheim. Stadtteile in die es normale Touristen nicht verschlägt. Aber genau hier ist Frankfurt eine sehr schöne und liebenswerte Großstadt. Wer Frankfurt wirklich kennen lernen will, der sollte die "Berger Straße", die "Schweizer Straße" und die "Leipziger Straße" besuchen.

 

 

 

 

Frankfurt entdecken

Kunst und Kultur

Wer Frankfurt wirklich kennen lernen will kann viel entdecken. Neben den Sehenswürdigkeiten hat die Stadt auch ein große Anzahl von Museen zu bieten. Zu den besten der Republik gehören das Städel Museum, das Senckenberg Museum, das Deutsche Architekturmuseum, die Kunsthalle Schirn und das Museum für Moderne Kunst

Natur

Frankfurt ist eine Stadt mit sehr viel Wald und Wiesen, die durch den Grüngürtel vor bebauung geschützt werden. Im Stadtgebiet gibt es viele großzügige Parkanlagen wie den Grüneburg-Park, den Palmengarten, den Lohrberg oder den Bethmann Park mit dem Chinesischen Garten.

Ausflüge

Von Frankfurt kann man mit der U-Bahn in den Taunus zum Wandern fahren. Das Rheintal ist in ca. 45 min mit dem Auto zu erreichen. Nach Heidelberg fährt man etwa eine Stunde. Nach Wiesbaden, Mainz und Darmstadt kann man mit der S-Bahn fahren.

Restaurants

Frankfurt hat eine eigene Küche mit Handkäs, Grüner Soße und den berühmten "Frankfurter Würstchen". In Frankfurt trinkt man "Äppelwoi", den man in zahlreichen Apfelwein-Wirtschaften im Bembel gereicht bekommt. Frankfurt ist aber auch eine internationale Großstadt mit sehr guten Restaurants aus aller Welt. Unter "Restaurants Frankfurt" haben wir eine kleine Auswahl zusammen gestellt.

 

 

 

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