Reichstag

Das Reichstagsgebäude wurde 1894 von Paul Wallot errichtet. Es war das Parlamentsgebäude des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik. 1933 wurde der Plenarsaal durch den Reichstagsbrand zerstört. Der niederländische Täter Marinus van der Lubbe gab die Brandstiftung zu. Er war ein radikaler Kommunist der schon mehrfach wegen Brandstiftung aufgefallen war. Für die Nazis war es das Signal um alle Kommunisten zu verhaften, da sie eine Revolution wie in Russland befürchteten. Im Krieg wurde der Reichstag stark beschädigt. 1945 hissten die Russen hier die Rote Fahne. In der BRD wurde das Reichstagsgebäude provisorisch als Museum der Deutschen Geschichte genutzt.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das Gebäude wieder zum Deutschen Bundestag und dafür 1999 vom britischen Architekten Sir Norman Foster umgebaut und mit einer spektakulären, gläsernen Kuppel versehen. Um auf die Kuppel zu gelangen, muss man sich in einer langen Schlange vor dem Reichstag anstellen. Man fährt mit dem Aufzug auf das Dach und läuft die spiralförmige Rampe nach oben. Die Reichstagskuppel ist ein architektonisches Highlight von Berlin.

 

Platz der Republik

www.bundestag.de

 

Bundeskanzleramt

Amerika hat das Weiße Haus und die Briten ihre Downing Street Nr. 10. In Deutschland befindet sich das Machtzentrum im Bundeskanzleramt. Hier ist der Arbeitsplatz der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers. Im 8. Obergeschoss gibt es eine Wohnung mit Blick Richtung Süden. Das Gebäude ist Teil eines Gebäudekomplexes der sich nördlich vom Reichstag erstreckt. Der städtebauliche Entwurf von Axel Schultes wurde 2001 gebaut. Das Kanzleramt ist ein Kubus aus Glas und Beton der sich über die flankierenden Bürotrakte erhebt. Von den Berlinern wird das Bundeskanzleramt die Waschmaschine genannt.

Vor dem Kanzleramt steht die Skulptur "Berlin" von Eduardo Chillida. Das Kunstwerk besteht aus zwei rostigen Krallen, die ineinander greifen.

 

Bundeskanzleramt

 

Berliner Stadtschloss

Das Berliner Schloss ist ein Nachbau des ehemaligen Stadtschlosses von König Friedrich I. von Preußen. Dieser ließ das Schloss ab 1699 auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus errichten. Der Architekt Andreas Schlüter errichtete das barocke Bauwerk bis 1702. Das Berliner Schloss war kein besonders schönes Gebäude und der Architekt fiel wegen Rissen im Mauerwerk in Ungnade. Schlüter ging nach Russland, um am Aufbau von Sankt Petersburg mitzuwirken, verstarb jedoch bald nach seiner Ankunft.

Das Berliner Schloss wurde kaum benutzt, da die Kurfürsten seit 1660 offiziell in Potsdam residierten. Das Berliner Schloss diente eher als Machtdemonstration. Spätestens nach dem Bau von Schloss Sanssouci 1745, war Berlin nur noch eine Außenstelle des Königs. Das Königliche Schloss befand sich in Potsdam, seitdem wird das Berliner Schloss auch Stadtschloss genannt.

Nach der Abdankung von Kaiser Wilhelm II. rief Karl Liebknecht vom Balkon des Stadtschlosses die "freie sozialistische Republik" aus. Das Schloss war leer und Liebknecht nutzte die Gunst der Stunde. Allerdings hatte er keine legitimierte Macht und wurde deshalb zwei Monate später im Tiergarten erschossen. Die Mehrheit der Deutschen wollte wohl auch keine Sozialistische Republik wie in Russland.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Berliner Schloss stark beschädigt. Die DDR hatte wenig Interesse an einem Monument der Feudalherrschaft und sprengte die Ruine 1950. Nur der Balkon von Liebknecht wurde gerettet und am Staatsratsgebäude angebracht. Auf dem Grundstück wurde der Palast der Republik errichtet.

Nach der Wende hatte der asbestverseuchte Palast der Republik keinen Nutzen mehr und wurde abgerissen. An seiner Stelle wurde 2013 mit dem Wiederaufbau des Stadtschlosses begonnen. Der Neubau wurde vom italienischen Architekten Franco Stella geplant und soll als Humboldt Forum eröffnet werden.

 

Schlossplatz

 

Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor ist das Wahrzeichen Berlins und wurde durch die Teilung Deutschlands zum Symbol des ganzen Landes. Das klassizistische Stadttor wurde 1791 von Carl Gotthard Langhans errichtete. Auf dem Tor steht die Quadriga von Johann Gottfried Schadow. Die Quadriga ist ein von vier Pferden gezogener Streitwagen auf dem die Siegesgöttin Victoria steht. Sie symbolisiert den Einzug des Friedens. 1806 eroberte Napoleon Berlin und brachte die Quadriga nach Paris. 1814 wurde Napoleon geschlagen und die Quadriga kam zurück nach Berlin. Nach der Machtergreifung 1933 durch Adolf Hitler marschierte ein Nationalsozialistischer Fackelzug durch das Brandenburger Tor. Nach dem Krieg befand sich das Tor an der Grenze zwischen DDR und BRD. Nach dem Bau der Berliner Mauer lag das Brandenburger Tor von 1961 bis 1989 zwischen zwei Mauern auf dem Todesstreifen der DDR. Nach dem Mauerfall wurde das Tor und die Quadriga restauriert und ist seitdem die bekannteste Sehenswürdigkeit von Berlin.

 

Pariser Platz
 

Gendarmenmarkt

Der Gendarmenmarkt ist der schönste Platz von Berlin. In der Mitte des Platzes steht das königliche Schauspielhaus von Karl Friedrich Schinkel aus dem Jahr 1821. Das Schauspielhaus wird von zwei baugleichen Kirchen flankiert, die dem Gendarmenmarkt seine elegante Harmonie verleihen. Der Deutsche und der Französische Dom wurden 1701 noch ohne Türme erbaut. Die Kuppeltürme der beiden protestantischen Kirchen wurden 1785 von Carl von Gontard ergänzt.

Friedrich I. ließ einen neuen Stadtteil an das mittelalterliche Berlin anbauen, den er ganz bescheiden "Friedrichstadt" nannte. Hier siedelte er französische Hugenotten an, die ihre Heimat aus regligiösen Gründen verlassen mussten. Diese Gemeinde durfte auf dem Gendarmenmarkt den Französischen Dom errichten. Der Französische Dom befindet sich am nördlichen Platzrand, an der Französischen Straße. Der Deutsche Dom liegt am Südende des Gendarmenmarkts.

 

Gendarmenmarkt

 

Berliner Dom

Die protestantische Domkirche zu Berlin wurde auf Wunsch von Kaiser Wilhelm II erbaut. Die Bezeichnung Dom stammt noch von den Vorgängerbauten aus katholischer Zeit. Auf dem Grundstück stand bereits ein barocker Dom, der von Schinkel klassizistisch umgestaltet wurde. Dieses Bauwerk wurde für den neuen Berliner Dom abgerissen. Architekt Julius Raschdorff zeichnete den Berliner Dom 1885 im Eklektizistischen-Stil mit klassizistischen und barocken Elementen. 1894 fand die feierliche Grundsteinlegung statt und bereits 1905 war das Bauwerk vollendet. Ursprünglich war die Fassade filigraner gestaltet, mit vielen Verzierungen. Durch die Zertörungen im Krieg und dem vereinfachten Wiederaufbau in der DDR sieht der Berliner Dom heute nicht mehr so überladen aus wie früher.

Der Innenraum wirkt monumental und wird, wie bei Zentralbauten üblich, von der Kuppel dominiert. Der Altar steht in eine prunkvoll ausgestatteten Nische, mit Marmorsäulen, bunten Glasfenstern und vergoldeter Kuppel.

Unter der Kirche befindet sich die Hohenzollerngruft, die Grabstätte des Kaiserreichs und der Preußen-Könige. Insgesamt liegen in der Gruft 94 Adlige. Der älteste Sarg stammt aus dem Jahr 1595.

 

Lustgarten

www.berlinerdom.de

 

Nikolaiviertel

Das "Nikolaiviertel" ist der älteste Teil Berlins. Hier entstand um 1237 die spätromanische bis frühgotische Nikolaikirche in Cölln. Berlin wurde erst später erwähnt, lag aber direkt gegenüber am nördlichen Ufer der Spree. Das "Nikolaiviertel" wirkt teilweise wie ein historischer Dorfplatz in Brandenburg, hat allerdings an seinen Rändern historisierende Plattenbauten aus DDR-Zeit, die den Altstadt-Charme etwas abmindern. Eine richtige Altstadt ist das Nikolaiviertel nicht, da Berlin im Mittelalter keinerlei Bedeutung hatte.

 

Nikolaikirchplatz

 

Bootsfahrt Berlin

Wer Berlin vom Wasser aus erleben möchte kann eine Bootsfahrt auf der Spree unternehmen. Reizvoll sind auch die Ausflugsfahrten auf dem Wannsee und der Havel. Die Boote legen je nach Tour und Veranstalter von verschiedenen Orten ab. Stern und Kreisschiffahrt ist einer der bekanntesten Anbieter (siehe Link) aber es gibt noch weitere Schiffahrtsgesellschaften die Touren durch Berlin anbieten. Bei einer Bootsfahrt auf der Spree kann man Berlin aus einem anderen Blickwinkel betrachten und muss nicht so viel laufen. Die Stadt vom Schiff aus zu erkunden, ist eine der beliebtesten Touristen-Attraktionen in Berlin.

 

www.sternundkreis.de

 

Hackesche Höfe

Der Hackesche Markt ist ein Platz in Berlin-Mitte mit S-Bahnstation. Ganz in der Nähe entstand 1907, die aus 8 Höfen bestehende Wohn- und Gewerbeanlage der Familie Quilitz. Geplant wurde die Hofanlage von Kurt Berndt zusammen mit August Endell, der die Jugendstilfassaden gestaltete. Die Hackeschen Höfe wurden von 1994-1997 umfangreich saniert und sind seitdem ein Anziehungspunkt mit Geschäften, Kino und Restaurants in Mitte. Diese Hinterhöfe sind typisch für Berlin und locken mit Kunst- und Kulturangeboten viele Touristen an. Die Hackeschen Höfe zählen zu den schönsten in ganz Berlin. Der Eingang befindet sich an der Ecke Oranienburger Straße / Rosenthaler Straße.

 

Hackescher Markt

 

Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche

Zum Gedenken an Kaiser Wilhelm I wurde die Kirche von Wilhelm II in Auftrag gegeben. Der Architekt Franz Schwechten entwarf eine neoromanische Kopie der Marienkirche von Gelnhausen. 1895 wurde die Kirche eingeweiht. 1943 wurde die Kirche von Bomben getroffen und stürzte ein. Egon Eiermann entwarf 1957 eine neue Kirche und plante den Abriss der Trümmer. Die Bürger stritten für den Erhalt der Ruine, seitdem stehen beide Gebäude auf dem Platz.

 

Kurfürstendamm

 

Siegessäule

Die Siegessäule von Heinrich Strack wurde 1873 nach Siegen über Dänemark, Österreich und Frankreich errichtet. Diese Einigungskriege führten zur preußischen Vormacht in Deutschland und damit zum Kaiserreich mit Berlin als Hauptstadt. Ein demokratisches Deutschland, wie es von der Frankfurter Nationalversammlung angestrebt wurde, hat Preußen damit verhindert. Auch die Vereinigung mit Österreich wurde dadurch unmöglich. Das kriegerische Preußen hat den Machtkampf gegen Österreich gewonnen und die Demokratie besiegt. Der Kaiser rüstet Deutschland auf und führt das Land in den Ersten Weltkrieg.

Auf der Spitze der 67 m hohe Siegessäule steht die römische Siegesgöttin Victoria, die im Volksmund auch "Goldelse" genannt wird. Die Siegessäule stand ursprünglich vor dem Reichstag und wurde von Hitler in den Tierpark verlegt, dabei wurde die Säule um eine Trommel erhöht. Der Sockel zeigt Szenen aus den drei gewonnenen Kriegen. Frankreich wollte die Siegessäule nach dem Zweiten Weltkrieg sprengen lassen, baute nach Protesten aber nur die Reliefs ab und brachte sie nach Paris. Frankreich gab die Reliefs 1987 zurück, seitdem ist die Siegessäule wieder vollständig. Unterhalb der Siegesgöttin gibt es eine kleine Aussichtsplattform, von der man über den Tiergarten blicken kann. 

 

Großer Stern

 

Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Berliner Mauer wurde errichtet, um die Flucht aus der DDR in den Westen zu verhindern. Von 1961-1989 wurden am "Todesstreifen" über 100 Menschen beim Fluchtversuch getötet. An der Innerdeutschen Grenze gab es Stacheldraht, Selbstschussanlagen und den Schießbefehl der ostdeutschen Grenzsoldaten. Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 wurden die Grenzanlagen entfernt. Von der einstigen Mauer bleib oft nur ein Metallstreifen im Boden. Um an die Geschichte der deutschen Teilung zu erinnern, wurde die Gedenkstätte Berliner Mauer 2010 eröffnet. In der Bernauer Straße wurde hiefür ein Teil der Mauer rekonstruiert. Gegenüber befindet sich das Dokumentationszentrum Berliner Mauer. An der Ecke Bernauer Straße / Gartenstraße steht das Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer.

S-Bahn: Berlin Nordbahnhof  U-Bahn: Bernauer Straße oder Naturkundemuseum

 

Bernauer Straße

www.berliner-mauer-gedenkstaette.de

 

Topographie des Terrors

Die "Topographie des Terrors" ist eine Gedenkstätte, die an den Ort erinnert, von dem aus die Nationalsozialisten Deutschland terrorisierten. Auf dem Gelände befand sich unter Adolf Hitler die Zentrale der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und die Reichsführung der SS. Beide Organisationen verhafteten die Gegner der NSDAP. Hier wurden Gegner der Diktatur gefoltert und ermordet oder in Konzentrationslager deportiert. Von den Gebäuden der NS-Schergen ist nur wenig geblieben, um diese Spuren sichtbar zu machen wurde die Gedenkstätte "Topographie des Terrors" gegründet. Auf einer Schotterfläche steht ein quadratisches Gebäude, in dem sich die Ausstellungsräume befinden. Hier wird die Geschichte des Ortes eindrucksvoll geschildert.

 

Niederkirchnerstraße

www.topographie.de

 

Checkpoint Charlie

Der "Checkpoint Charlie" war ein ehemaliger Grenzübergang zwischen der sowjetischen- und der amerikanischen Zone. Als die DDR 1961 die Berliner Mauer baute, entstanden die Übergänge Alpha, Bravo und Charlie (ABC). Am 27. Oktober 1961 standen sich hier amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. Die Welt stand kurz vor dem Dritten Weltkrieg. Heute steht hier eine Nachbildung der ersten amerikanischen Kontrollstelle. Der "Checkpoint Charlie" ist gerade bei amerikanischen Touristen eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit. 

 

Friedrichstraße

 

East Side Gallery

Die East Side Gallery ist ein Abschnitt der Berliner Mauer der nach der Grenzöffnung von Künstlern aus der ganzem Welt bemalt wurde. Die Westseite der Mauer wurde aus Protest schon kurz nach dem Bau der Betonmauer mit Graffitis verschönert. Der Ostteil blieb trist und grau. Nach der Öffnung wurde dieser Mauerabschnitt in Friedrichshain von 118 Künstler aus 21 Ländern mit großformatigen Kunstwerken bemalt. 1991 wurde die East Side Gallery unter Denkmalschutz gestellt. Die East Side Gallery ist ein historisches Zeugnis der Deutschen Geschichte und eine der bekanntesten Touristenattraktionen von Berlin.

S-Bahn + U-Bahn: Warschauer Straße

Mühlenstraße

www.eastsidegallery-berlin.de

 

Berliner Fernsehturm

Der Berliner Fernsehturm wurde als Symbol für die Überlegenheit des Sozialismus 1969 errichtet. In West-Deutschland wurden Fernsehtürme auf einer Anhöhe am Stadtrand errichtet. Der Fernsehturm in Ost-Berlin wurde direkt am Alexanderplatz gebaut, in der Mitte der Stadt. Man sollte den Turm von überall sehen, auch in West-Berlin. Das Design ist einfach, eine Kugel die von einer Nadel durchbohrt wird. Die Idee der Kugel kam vermutlich von Architekt Hermann Henselmann aber auch andere Architekten des Kollektivs beanspruchten später die Urheberschaft für sich.

Die Verkleidung der Kugel besteht aus Edelstahl, der aus West-Deutschland impotiert wurde. Das Muster der Metallplatten erzeugt einen kreuzförmigen Lichtschein auf der Kugel. Daher wirde der Turm auch das Kreuz des Ostens genannt. Weil der Turm überwiegend aus Propagandazwecken errichtet wurde, wird er auch Protzkeule genannt. Der Turm ist mit Antenne 368 m hoch und damit der höchste Fernsehturm in Deutschland. Die Aussichtsplattform befindet sich 203 m über dem Boden. Der omnipräsente Fernsehturm ist ein Wahrzeichen von Berlin und fehlt in keiner TV-Produktion aus der Hauptstadt.

Panoramastraße

www.tv-turm.de

 

Holocaust-Mahnmal

Bei der Wannseekonferenz 1942 beschlossen die Nationalsozialisten die "Endlösung der Judenfrage". Das bedeutete, dass alle Juden im Machtbereich des Deutschen Reichs getötet werden sollten. Die Juden wurden in Güterzügen zu Vernichtungslagern transportiert, wo sie in Gaskammern getötet wurden. Auf diese Weise wurden 4-6 Millionen Juden in Europa ermordet.

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin ist ein Denkmal für die ermordeten Juden Europas, es wurde 2005 fertiggestellt. Der Entwurf des New Yorker Architekten Peter Eisenman zusammen mit Richard Serra besteht aus 2711 Betonstelen, die sich nur in der Höhe unterscheiden und in einem Raster auf der Fläche stehen. Die Anzahl der Betonkuben hat keine symbolische Bedeutung auch die Kuben an sich haben keine Bedeutung. Das Denkmal soll emotional berühren und öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema wecken. Peter Eisenman sagte über das Holocaust-Mahnmal, es sei ein Ort ohne Bedeutung, wie ein Weizenfeld oder eine bewegte Meeresoberfläche. Dennoch drängt sich eine gewisse Ähnlichkeit mit den Steingräbern am Ölberg in Jerusalem auf.

Unter dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas, wie das Denkmal offiziell heißt, befindet sich ein Informationszentrum, das in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem entstand.

 

Ebertstraße

www.stiftung-denkmal.de/denkmaeler

 

Potsdamer Platz

Am Potsdamer Platz stand früher das Potsdamer Tor, hier begann die Berlin-Potsdamer Chaussee, die nach Sanssouci und zum Neuen Garten führte. 1838 wurde der Potsdamer Bahnhof gebaut und der Platz entwickelte sich schnell zu einem Verkehrsknoten der schnell wachsenden Stadt. 1924 wurde auf dem Potsdamer Platz die erste Ampel in Deutschlands aufgestellt. Eine Nachbildung steht heute wieder auf dem Platz. Der Potsdamer Platz war in den Goldenen Zwanziger Jahren das pulsierende Zentrum Berlins. Im Zweiten Weltkrieg wurden einige Häuser zerstört, die meisten hätten aber wiederaufgebaut werden können. Durch die Lage direkt an der Grenze fanden sich jedoch keine Investoren. Ab 1970 wurden die verbliebenen Gebäude abgerissen. Durch die Teilung Berlins wurde der verkehrsreichste Platz der Stadt zu einer leeren Brache im Grenzgebiet.

Ab 1992 wurde der städtebauliche Masterplan von Renzo Piano umgesetzt. Am Potsdamer Platz entstanden 3 kleine Hochhäuser und ein Einkaufszentrum. Das ganze Viertel wurde innerhalb von wenigen Jahren bebaut. Der Kollhoff Turm ist mit 105 m das höchste der drei Bürotürme. Es folgt der Deutsche Bahn Tower von Helmut Jahn. Dahinter liegt das Sony Center, ein überdachter Platz mit Kinocenter. Renzo Piano entwarf ein weiteres Hochhaus für Daimler-Benz und das Einkaufszentrum Potzdamer Platz Arkaden. Am nördlichen Platzrand wurden mehrere Hotels gebaut, das Ritz-Carlton zählt mittlerweile zu den bekanntesten Hotels in Berlin.

Gegenüber liegt der Leipziger Platz, ein achteckiger Platz der zwischen 1990 bis 2015 nach einem einheitlichen städtebaulichen Konzept bebaut wurde. Westlich folgt das Kulturforum mit der Berliner Philharmonie und der Neuen Nationalgalerie.

 

Potsdamer Platz

 

Schloss Bellevue

Das Schloss Bellevue ist seit 1994 der Amtssitz der deutschen Bundespräsidenten. Das Schloss wurde 1786 für Prinz August Ferdinand von Preußen errichtet. Das Gebäude wurde von Architekt Michael Philipp Boumann geplant, der auch die Schlossruine auf der Pfaueninsel entworfen hatte. Nach dem Tod des Prinzen diente Schloss Bellevue als Kunstgalerie. Im ersten Weltkrieg tagte hier die Oberste Heeresleitung. Im Zweiten Weltkrieg wurde es teilweise zerstört und bis 1959 wiederaufgebaut. Nach dem Umzug der Hauptstadt von Bonn nach Berlin wurde das ovale Bundespräsidialamt südlich des Schlosses errichtet. Richard von Weizsäcker war der erste Bundespräsident, der im Schloss Bellevue einzog.

 

Spreeweg

 

Schloss Charlottenburg

Die Herzogin von Braunschweig und Lüneburg Sophie Charlotte von Hannover ließ ab 1695 das Schoss als Sommerresidenz in Lützow bei Berlin errichten. Mehrere Architekten bauten ein Schloss im barocken Stil mit klassizistischen Elementen. Nach ihrem Tod 1705 wurde das Schloss und der Ort in Charlottenburg umbenannt. Friedrich II nutzte das Schloss seiner Großmutter als Residenz und erweiterte die Anlage bis 1747. Dann zog er nach Potsdam in das neue Schloss Sanssouci und das dortige Stadtschloss. Schloss Charlottenburg wurd nur noch gelegentlich für Feierlichkeiten genutzt. Unter Friedrich Wilhelm II. wurde das Schloss erweitert und erhielt seine Seitenflügel von Carl Gotthard Langhans sowie das Belvedere im Schlosspark. Schloss Charlottenburg ist damit rund 500 m lang, Versailles ist "nur" 400 m lang. 1825 wurde der Neue Pavillon von Karl Friedrich Schinkel gebaut, der sich zwischen Schloss und Spree befindet.

Der Schlosspark besteht aus einem Barockgarten nördlich des Schlosses und einem englischen Landschaftsgarten dahinter. Der Karpfenteich ist die Grenze zwischen den beiden Gärten. Er liegt in der Mittelachse des Schlosses und bietet einen wunderschönen Blick über das Wasser auf den Schlossturm. Auf der Turmkuppel steht die goldenen Skulptur "Fortuna" von Richard Scheibe, die seit dem Wiederaufbau 1965 das Schloss überragt. 

S-Bahn: Westend   U-Bahn: Richard-Wagner-Platz

 

Spandauer Damm

 

Karte Sehenswürdigkeiten Berlin

Sehenswertes Berlin

Willkommen in Berlin

Die deutsche Hauptstadt war 40 Jahre lang durch die "Berliner Mauer" geteilt. West-Berlin und Ost-Berlin haben sich in dieser Zeit unterschiedlich entwickelt, was heute den Reiz der Stadt ausmacht. Im Osten sind kreative Räume entstanden die Künstlern und Studenten, dank günstiger Mieten, den Platz zur Entfaltung gaben. Heute gleichen sich Ost und West immer mehr an. Der ehemalige Arbeiter- und Studentenbezirk Prenzlauer Berg hat sich schon zum Mittelstandsquartier entwickelt. Die Gentrifizierung anderer westdeutscher Metropolen wie Frankfurt, München und Hamburg hat jetzt auch Berlin erreicht. Die Mieten steigen seit Jahren an und verdrängen sozial schwächere Gruppen. Diese hat zur Folge, dass jetzt sogar West-Berliner Bezirke hip werden, die zuvor als Sozialer Brennpunkt galten, wie Berlin-Neukölln. 

Berlin hat viel zu bieten, gerade die Museumslandschaft ist einzigartig. Zu den bekanntesten Museen zählt das Pergamon Museum, die Neue Nationalgalerie und das Neue Museum. Nach der Wende wurde in Berlin sehr viel gebaut, berühmte Architekten haben bedeutende Gebäude geschaffen. der Architekturführer Berlin zeigt euch die wichtigsten Bauwerke der Hauptstadt. In Berlin gibt es auch sehr viel Parks und Grünflächen, der bekannteste ist der Tiergarten aber wer kennt den "Chinesischen Garten" in Marzahn? Sehenswert ist auch das "Tempelhofer Feld" auf dem Gelände des stillgelegten Flughafen Tempelhof.

 

 

 

Berlin entdecken

Berlin ist eine breite Stadt mit mehreren Zentren. Das U- und S-Bahnnetz ist gut ausgebaut. Alle touristisch interessanten Orte sind gut zu erreichen. Für den Besucher sind die Bezirke "Mitte", "Charlottenburg-Wilmersdorf", "Friedrichshain-Kreuzberg" und "Pankow" interessant.

Mitte

Der Bezirk "Mitte" ist das historischen Zentrum zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor. An der "Friedrichstraße" stehen große Kaufhäuser, wie die Galeries Lafayette und teure Einkaufspassagen. Zu einem beliebten Einkaufsviertel hat sich auch die Gegend um den "Hackeschen Markt" entwickelt. Auch der "Potsdamer Platz" mit drei kleinen Hochhäusern und einem Einkaufszentrum gehört zu "Mitte".

Charlottenburg-Wilmersdorf

Das alte "West-Berlin" mit dem berühmten Kurfürstendamm befindet sich im Bezirk "Charlottenburg-Wilmersdorf". Eine der schönsten Ecken des Bezirks ist der "Savigny Platz" an der Kantstraße. Haupt Sehenswürdigkeit des Bezirks ist das Schloss Charlottenburg.

Prenzlauer Berg 

Im Bezirk "Pankow" befindet sich der berühmte Stadtteil "Prenzlauer Berg" mit vielen Restaurants, Cafes und Bars. Das Zentrum des Bezirks befindet sich rund um die Hochbahnstation "Eberswalder Straße". Die Kastanienallee ist die schönste Einkaufsstraße der Gegend. Das Herz vom "Prenzlauer Berg" schlägt am Kollwitzplatz.

Kreuzberg

In Kreuzberg ist die Gegend rund um die Bergmannstraße interessant. Hier gibt es eine Markthalle mit Streetfood, unzählige Cafes, Restaurants und Bars. Der Stadtteil ist bekannt für seine lockere Atmosphäre. Der Namensgeber des Stadtteils befindet sich im Viktoriapark

Neukölln

Kreuzberg und Neukölln gehen ineinander über. Neukölln galt lange Zeit als Armenviertel mit sehr hohem Ausländeranteil. Mittlerweile hat sich Neukölln zum Hipster-Treff entwickelt mit schnell steigenden Mieten. Bekannteste Straße ist die Sonnenallee, die am Hermannplatz beginnt.

Friedrichshain

Seit die Studenten aus dem Prenzlauer Berg verdrängt wurden, ist Friedrichshain der angesagteste Stadtteil in Berlin. Rund um den "Boxhagener Platz" schlägt das Herz des Viertels. Die "Simon-Dach-Straße" hat sich zu einer richtigen Restaurant-Meile entwickelt. An der Rüdersdorfer Straße befindet sich der berühmte Club "Berghain".