Futurium

Das Haus der Zukunft "Futurium" ist ein wissenschaftliches Ausstellungsgebäude das sich mit zukünftigen Technologien befasst und einen Dialog mit der Bevölkerung führt. Es wird von der Bundesrepublik und mehreren Technologie-Firmen unterstützt. Das Futurium ist ein Niedrigst-Energiehaus, das mit regenerativer Energie betrieben wird. Das Gebäude wurde vom Berliner Architekturbüro Richter und Musikowski entworfen, die sich bei einem europaweitem Wettbewerb 2013 durchsetzen konnten. Das Futurium wurde 2017 fertiggestellt, es bietet neben Ausstellungsflächen auch ein großes Auditorium für 550 Besucher. Die Fassade besteht an den Seiten aus rautenförmig angeordneten Kassetten-Elementen aus keramisch bedrucktem Gussglas, die grün-silbern schimmern. An den beiden Stirnseiten im Norden und Süden befinden sich große Panoramafenster. Das Dach "Skywalk" ist öffentlich zugänglich, hier kann man die Photovoltaik- und Solarthermie-Anlage sehen die das Futurium mit Energie versorgt. Von hier hat man einen schönen Blick über den Spreebogen zum Kanzleramt. 

Reichstagskuppel

Das Reichstagsgebäude von Paul Wallot wurde 1894 eröffnet. 1933 wurde der Reichstag angeblich vom niederländischen Kommunisten van der Lubbe in Brand gesetzt. Da Hitler danach ohne Parlament weiter regieren konnte, ist die Version des Brandanschlags sehr unwahrscheinlich. Nach der Wiedervereinigung wurde der Reichstag von Sir Norman Foster bis 1999 saniert und eine neue Kuppel auf das Gebäude gesetzt. Über spindelförmige Rampen, gelangt man zur Aussichtsplattform auf der gläsernen Kuppel.

Hansaviertel

Das Hansaviertel entstand 1957 als Internationale Bauausstellung. Die Interbau orientierte sich an der Charta von Athen. Zahlreich berühmte Architekten, wie Walter Gropius, Max Taut, Oscar Niemeyer, Alvar Aalto und viele weitere, errichteten hier moderne Wohngebäude.

Karte Mitte West

L 40

Das Wohn- und Geschäftshaus mit Kunstgalerie am Rosa-Luxemburg-Platz wurde von den Architekten Roger Bundschuh und der Künstlerin Cosima von Bonin entworfen. Der 2010 fertiggestellte Baukörper wirkt wie ein grauer Monolith aus Sichtbeton, in den Öffnungen geschnitten wurden.  

Brunnenstraße 9

Das Architekturbüro Brandlhuber hat sich sein eigenes Büro in einer Baulücke in Mitte entworfen. Auf dem Gründstück stand im hinteren Teil eine Bauruinen, die mit geringen Mitteln fertiggestellt wurde. An der Straße wurde ein neues Gebäude mit leicht versetzten Geschossdecken entworfen. Die kleinen Versprünge kann man an der Fassade ablesen, die aus transluzenten Polykarbonat-Elementen und Glasflächen besteht. Dieser Versprung von 30 cm bietet Räume mit unterschiedlichen Höhen in jeder Etage. Die Treppe liegt außerhalb im Hof, dadurch können die Räume frei eingeteilt werden, es gibt kein störendes Treppenhaus in der Mitte. Zudem kann die Treppe als Balkon genutzt werden. Das Gebäude wird als Galerie-, Büro- und Wohnhaus genutzt. Es fügt sich in die Berliner Bockstruktur ein, unterscheidet sich aber durch die durchscheinende Fassade von der Umgebung. 

Paragon Apartments

Die "Paragon Apartments" im Prenzlauer Berg sind ein Werk von Graft Architekten. Das Wohngebäude entstand 2016 an der Danziger Straße und schließt den Häuserblock des dahinter liegenden ehemaligen Krankenhauses nach Süden ab. Die 217 Wohnungen haben hohe Decken und können durch Schiebetüren wie ein Loft benutzt werden.

Haus des Lehrers

Das 13. stöckige Bürohaus von Herman Henselmann wurde 1964 errichtet. Es war das erste Hochhaus am Alexanderplatz und erhielt seinen Namen vom Vorgängerbau des Berliner Lehrervereins, der im Krieg zerstört wurde. Im ehemaligen Vereinsgebäude fand 1919 die Trauerfeier für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg statt. Das besondere am Haus des Lehrers ist das Fries aus 800.000 Mosaiksteinen. Das Kunstwerk Unser Leben von Walter Womacka zeigt das Leben in der DDR.

Niederländische Botschaft

Das Botschaftsgebäude der Niederlande wurde von Rem Koolhaas (OMA) errichtet. Der Architekt aus Rotterdam entwarf ein extravagantes Haus aus Stahl, Glas und Beton, mit einer Erschließung die sich an der Außenhülle des Gebäudes entlang bis aufs Dach schlängelt. Die Botschaft wurde 2004 von Königin Beatrix und Außenminister Joschka Fischer feierlich eröffnet. 2005 erhielt das Gebäude den europäischen Architekturpreis.

Galeries Lafayette

Das französische Edelkaufhaus wurde 1996 von Jean Nouvel errichtet. Das komplett verglaste Gebäude entstand noch bevor das "Steinerne Berlin" von Hans Stimmann für alle Neubauten in Berlins Mitte Pflicht wurde. Sehenswert ist der Glastrichter im Innenraum.

Karte Berlin-Mitte-Prenzlauer Berg

Velodrom und Schwimmhalle

Berlin bewarb sich für die Olympischen Spiele 2000 und fing schon mal an ein Velodrom und eine Schwimmhalle zu errichten, bevor Sydney den Zuschlag bekam. Dominique Perrault realisierte den Berliner Größenwahn 1997. Die beiden Hallen sind mit Edelstahlmatten verkleidet.

Frankfurter Tor

Das Frankfurter Tor wird von zwei gleichen Wohntürmen gebildet, die 1953 von Herman Henselmann entworfen wurden. Die beiden Turmspitzen erinnern an die Kirchtürme am Gendarmenmarkt von Gontard. Das Frankfurter Tor gehört zum Ensemble der ehemaligen Stalinalleedie heute Karl-Marx-Allee heißt. Der rechteckige Platz wird von 6-geschossigen Wohnhäuser umschlossen, die von der monumentalen Karl-Marx-Allee zurückspringen und einen riesigen Platz bilden. Ab dem Frankfurter Tor stadtauswärts, heißt die Straße Frankfurter Allee. Sie ist Teil der Bundesstraße 1 von Aachen nach Küstrin Kostrzyn (Polen). Die Frankfurter Allee führt auch Richtung Frankfurt an der Oder.

Karte Berlin-Friedrichshain

Kollhoff Turm

Das höchste Hochhaus am Potsdamer Platz wurde von Hans Kollhoff im Jahr 2000 errichtet. Das ehemalige "DaimlerChrysler Gebäude" ist heute als "Kollhoff Turm" bekannt, da sich die beiden Autobauer getrennt haben und Chrysler heute zu FIAT gehört. Der mit roten Klinkern verkleidete Turm erinnert an New Yorker Hochhäuser aus den 1930er Jahren mit "Setbacks" (Rücksprüngen), wie sie damals in New York vom Baurecht gefordert wurden. Der "Kollhoff Turm" ist 103 m hoch, im obersten Stockwerk befindet sich die Aussichtsplattform "Panoramapunkt".

Sony Center

Das Sony Center von Helmut Jahn aus Chicago ist ein Bürogebäude mit Kinocenter und Restaurants. Das besondere an dem im Jahr 2000 eröffneten Komplex, ist der überdachte Platz und der denkmalgeschützte Kaisersaal des ehemaligen Hotels Esplanade.  

Rogers Gebäude

Richard Rogers hat in der Linkstraße, südlich des Potsdamer Platzes drei Bürogebäude errichtet, die seit der Errichtung 1997 von Daimler Benz genutzt wurden. Die beiden nördlichen Gebäude haben eine auffällige Ecke aus einem Glaszylinder, der von gelben Lamellen vor der Sonne geschützt wird.   

Berliner Philharmonie

Der Konzertsaal der Berliner Philharmoniker wurde zwischen 1960-1963 von Hans Scharoun errichtet. Die Anlage besteht aus zwei Gebäuden, die auf einem weißen Sockelgeschoss stehen und mit gold eloxierten Alu-Paneelen verkleidet sind. Die geschwungenen Dachformen erinnern an ein Zeltdach, was zu dem Spitznamen "Zirkus Karajani" führte.

Neue Nationalgalerie

Die Nationalgalerie von Mies van der Rohe besteht aus zwei Bauteilen. Der Sockel beherbergt die Dauerausstellung und im EG finden Wechselausstellungen statt. Das 1968 eröffnete Gebäude mit der stützenfreien Haupthalle, ist zur Ikone der Klassischen Moderne geworden.

Jüdisches Museum

Das Konzept von Daniel Libeskind thematisiert die Leere (void), die durch die Vernichtung der Juden geschaffen wurde. Um diese Voids wurde das Gebäude in Zickzacklinien entwickelt. Das Jüdische Museum wurde 2001 eröffnet und gilt als Musterbeispiel des Dekonstruktivismus.  

Karte Potsdamer Platz

Upper West

Mit 119 m ist das "Upper West" 20 cm höher als das gegenüberliegende "Zoofenster". Der Entwurf stammt vom Berliner Architekten Christoph Langhof, die Ausführungsplanung erledigte das Frankfurter Architekturbüro KSP Jürgen Engel. Das Upper West besteht aus einem Baukörper der an der West- und Ostseite je zwei abgerundete Ecken hat, wodurch der Eindruck eines Doppelhochhauses erzeugt wird. Bereits 1994 entwarf Langhof das Hochhaus das damals noch Atlas Hochhaus hieß. 2013 wurde das Schimmelpfeng-Haus aus den 1950er Jahren abgerissen. Das Upper West wurde 2017 fertiggestellt und als Hotel- und Bürogebäude genutzt. Das Hochhaus hat auf 33 Etagen eine Geschossfläche von rund 55.000 m².

Zoofenster

Das Waldorf Astoria Berlin wurde 2013 im Zoofenster eröffnet. Der 118,8 m hohe Hotelturm von Prof. Christoph Mäckler aus Frankfurt am Main, ist derzeit das dritthöchste Hochhaus der Stadt. In den 32 Geschossen befinden sich neben den 232 Zimmern des Waldorf Astoria Hotels, Büroflächen und Läden im Sockel-Geschoss. Für den Bau des Zoofensters wurde das denkmalgeschützte Schimmelpfeng-Haus abgerissen. Das zehn-geschossige Haus aus der Nachkriegszeit hatte die Kantstraße überbaut und den Blick auf die Gedächtniskirche verstellt. 2008 wurde mit den Bau des Turms begonnen.

 

 

Gedächtniskirche

Die im Krieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde von Egon Eiermann zwischen 1959-1963 neu aufgebaut. Eiermann wollte die Trümmer abreißen lassen, ließ die Ruine jedoch nach Bürgerprotesten stehen und stellte ein neues, achteckiges Kirchengebäude mit freistehendem Turm daneben. 

Bikini-Haus

Das Bikinihaus wurde 1957 von Paul Schwebes und Hans Schoszberger als Zentrum am Zoo errichtet. 2013 wurde das Gebäude revitalisiert und durch eine Concept Mall erweitert. Der Name Bikini entstand, weil es einen oberen und unteren Gebäudeteil gibt.

Karte Charlottenburg

Berlin Tempelhof

Der Flughafen Tempelhof war nach seiner Fertigstellung 1941 für kurze Zeit das größte Gebäude der Welt. Das 1,2 km lange Bauwerk wurde von Ernst Sagebiel entworfen. 2008 wurde der Flughafen geschlossen, der nur noch auf 350.000 Passagiere im Jahr kam. Das "Tempelhofer Feld" ist heute eine große Wiese die als Park genutzt wird.

Gropiusstadt

Die Trabantenstadt von Bauhaus-Architekt Walter Gropius entstand zwischen 1962 und 1975. In den Wohnhochhäusern befinden sich Sozialwohnungen. Die Gropiusstadt gilt heute als Sozialer Brennpunkt mit 35.000 Bewohnern. Ursprünglich sollten die Häuser nur 5 Geschosse hoch werden. Der Berliner Walter Gropius entwarf das Bauhaus in Dessau und war ein Pionier des industriellen Bauens. Später wurde er kritisiert weil seine Siedlungen nur noch funktionalen Prinzipien folgten und dadurch monoton wurden, was auch zu sozialen Spannungen in den Vierteln führte. Gropius starb 1969 vor der Fertigstellung der Gropiusstadt in den USA.

Weiter Bauwerke von Gropius:

Weißenhofsiedlung, Neues Frankfurt

Hufeisensiedlung

Die "Hufeisensiedlung" von Bruno Taut und Martin Wagner wurde 1933 fertiggestellt. Zentrum der Siedlung ist eine hufeisenförmige Häuserzeile mit einem Teich in der grünen Mitte. Markenzeichen von Bruno Taut waren kobaltblaue Wände, im Innenraum kam auch rot und gelb zum Einsatz.

Karte Berlin Süd

Corbusierhaus

Das "Corbusierhaus" wurde im Rahmen der "InterBau" 1957 errichtet. Das Wohngebäude des Schweizer Architekten Le Corbusier bietet 530 Wohneinheiten. Bis auf die Einzimmerwohnungen haben alle Wohneinheiten zwei Ebenen (Maisonette). Erschlossen wird die "Unité d'habitation" durch 130 m lange Flure, den "rues intérieures". Anders als die "Unité d'habitation" in Marseille hat das Berliner Haus keine begehbare Dachlandschaft. Das Gebäude ist rund 141 m lang, 23 m breit und 53 m hoch.

Olympiastadion Berlin

Das Berliner Olympiastadion wurde für die Olympischen Spiele 1936 errichtet. Der faschistische Rundbau wurde vom Berliner Architekten Werner March entworfen. Auf dem Grundstück stand bereits das Deutsche Stadion, das von Otto March entworfen wurde, dem Vater von Werner March. Adolf Hitler nutzte die Olympischen Spiele in Berlin zur Propaganda, um dem eigenen Volk die Größe und Entschlossenheit der nationalsozialistischen Bewegung zu demonstrieren. Das Olympiastadion diente diesem Zweck und war mit 100.000 Zuschauern eines der größten Stadien der damaligen Welt. Zum Vergleich, das größte Stadion der Welt in Pjöngjang, hat heute Platz für 114.000 Besucher. Das Stadion befindet sich zur Hälfte in der Erde, nur der obere Ring ist von außen sichtbar und mit Muschelkalk verkleidet. Das Olympiastadion von 1936 hatte noch klein Dach, dieses wurde erst für die FIFA-Weltmeisterschaft 2006 von Gerkan, Marg und Partner errichtet.

Karte Berlin Westend

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Architekturführer Berlin

Architektur in Berlin

Der Architekturführer von Berlin zeigt die interessantesten Gebäude die ab 1900 in der deutschen Hauptstadt entstanden. Ältere Gebäude von Bedeutung sind unter Sehenswürdigkeiten Berlin zu finden. Die Gebäude sind nach den Berliner Bezirken sortiert.

 

 

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