Cube Berlin

Das verspiegelte Bürohaus Cube Berlin steht auf dem Platz im Süden des Berliner Hauptbahnhofs. Der Kubus ist 42,5 m hoch und ebenso breit und lang. Der gläserne Würfel wurde von den Architekten 3XN aus Kopenhagen entworfen. Die Faltungen in der Fassade führen zu interessanten Spiegelungen der Umgebung. An den horizontalen Knicken befinden sich versteckte Terrassen, die von den Mietern der Büroflächen genutzt werden können. Im Erdgeschoss gibt es Restaurants, die den Washington Platz beleben sollen.

Der Cube Berlin bietet einen Nutzfläche von rund 17.000 Quadratmetern. Das Bürohaus wurde 2020 eröffnet und gehört zum neuen Stadtviertel Europacity, welches rund um den Hauptbahnhof entstanden ist.

Weitere Gebäude von 3XN architects:

Museum of Liverpool   Bella Sky Hotel Kopenhagen​​​​​​​

 

Washingtonplatz 1

 

Axel Springer Campus

Der Axel Springer Campus steht neben dem goldenen Verlagshochhaus an der Zimmerstraße. Das Grundstück lbefand sich damals in Ost-Berlin und der Springer Verlag in West-Berlin. In der Zimmerstraße trennte die Berliner Mauer beide deutsche Staaten.

Der Neubau wurde vom Office for Metropolitan Architecture OMA Rem Koolhaas entworfen. Das Gebäude dient als digitales Medienzentrum und soll die Zusammenarbeit durch seine offene Struktur und das große Atrium fördern. Journalisten sollen im Herz der Stadt gemeinsam innovativ und kreativ arbeiten können. Ein Weg führt diagonal durch das Bauwerk, im Erdgeschoss gibt es Restaurants und Cafes, auf dem Dach befindet sich eine Bar mit dem Namen "Rem".

Der Springer Campus hat eine Nutzfläche von 43.000 m² für 3.500 Mitarbeiter. Zudem gibt es öffentliche Flächen auf weitern 8.000 m². Die Eröffnungsfeier fand im Oktober 2020 statt.

 

Zimmerstraße

https://oma.eu/projects/axel-springer-campus

 

James Simon Galerie

James Simon war ein jüdischer Baumwollkönig, der mit seinen Textilfabriken zu großem Reichtum kam. In der wilhelminischen Zeit spendete er große Summen für Berliner Museen. Aus seinem Besitz stammt auch die Nofretete im Neuen Museum. James Simon bezahlte die Ausgrabungen in Ägypten bei der die berühmte Büste gefunden wurde. Durch einen Vertrag mit der ägyptischen Regierung bekam er die Nofretete als seinen Anteil an den Fundstücken. Ihm zu Ehren wurde das Besucherzentrum auf der Berliner Museumsinsel benannt.

Die James-Simon-Galerie soll als zentraler Eingangsbereich dienen, um die Museumsgebäude zu entlasten. Hier befinden sich zudem ein Cafe, der Museumsshop, Toiletten, Garderobe und Veranstaltungsräume, unter der breiten Treppe befindet sich ein Auditorium. Der britische Architekt David Chipperfield hat das Bauwerk entworfen. 2019 wurde die James-Simon-Galerie eröffnet, die wie im armen Berlin üblich, vom Bund bezahlt wurde. Feinste Materialien im Innenraum und die schmalen, sandgestrahlten Betonfertigteilstützen der Kolonnade, lassen die James-Simon-Galerie sehr filigran und elegant wirken.

 

Bodestraße

 

Futurium

Das Haus der Zukunft "Futurium" ist ein wissenschaftliches Ausstellungsgebäude das sich mit zukünftigen Technologien befasst und einen Dialog mit der Bevölkerung führt. Es wird von der Bundesrepublik und mehreren Technologie-Firmen unterstützt. Das Futurium ist ein Niedrigst-Energiehaus, das mit regenerativer Energie betrieben wird. Das Gebäude wurde vom Berliner Architekturbüro Richter und Musikowski entworfen, die sich bei einem europaweitem Wettbewerb 2013 durchsetzen konnten. Das Futurium wurde 2017 fertiggestellt, es bietet neben Ausstellungsflächen auch ein großes Auditorium für 550 Besucher. Die Fassade besteht an den Seiten aus rautenförmig angeordneten Kassetten-Elementen aus keramisch bedrucktem Gussglas, die grün-silbern schimmern. An den beiden Stirnseiten im Norden und Süden befinden sich große Panoramafenster. Das Dach "Skywalk" ist öffentlich zugänglich, hier kann man die Photovoltaik- und Solarthermie-Anlage sehen die das Futurium mit Energie versorgt. Von hier hat man einen schönen Blick über den Spreebogen zum Kanzleramt. 

 

Alexanderufer 2

www.futurium.de

www.richtermusikowski.com

 

Anzeigen

Brunnenstraße 9

Das Architekturbüro Brandlhuber hat sich sein eigenes Büro in einer Baulücke in Mitte entworfen. Auf dem Gründstück stand im hinteren Teil eine Bauruinen, die mit geringen Mitteln 2010 fertiggestellt wurde. An der Straße wurde ein neues Gebäude mit leicht versetzten Geschossdecken entworfen. Die kleinen Versprünge kann man an der Fassade ablesen, die aus transluzenten Polykarbonat-Elementen und Glasflächen besteht. Dieser Versprung von 30 cm bietet Räume mit unterschiedlichen Höhen in jeder Etage. Die Treppe liegt außerhalb im Hof, dadurch können die Räume frei eingeteilt werden, es gibt kein störendes Treppenhaus in der Mitte. Zudem kann die Treppe als Balkon genutzt werden. Das Gebäude wird als Galerie-, Büro- und Wohnhaus genutzt. Es fügt sich in die Berliner Bockstruktur ein, unterscheidet sich aber durch die durchscheinende Fassade von der Umgebung. 

 

Brunnenstraße 9

www.brandlhuber.com

 

L 40

Das Wohn- und Geschäftshaus mit Kunstgalerie am Rosa-Luxemburg-Platz wurde von den Architekten Roger Bundschuh und der Künstlerin Cosima von Bonin entworfen. Der 2010 fertiggestellte Baukörper wirkt wie ein grauer Monolith aus Sichtbeton, in den Öffnungen geschnitten wurden.  

 

Linienstraße 40

http://bundschuh.net

 

Paragon Apartments

Die "Paragon Apartments" im Prenzlauer Berg sind ein Werk von Graft Architekten. Das Wohngebäude entstand 2016 an der Danziger Straße und schließt den Häuserblock des dahinter liegenden ehemaligen Krankenhauses nach Süden ab. Die 217 Wohnungen haben hohe Decken und können durch Schiebetüren wie ein Loft benutzt werden.

 

Danziger Straße 73-77

http://graftlab.com

 

Haus des Lehrers

Das 13. stöckige Bürohaus von Herman Henselmann wurde 1964 errichtet. Es war das erste Hochhaus am Alexanderplatz und erhielt seinen Namen vom Vorgängerbau des Berliner Lehrervereins, der im Krieg zerstört wurde. Im ehemaligen Vereinsgebäude fand 1919 die Trauerfeier für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg statt. Das besondere am Haus des Lehrers ist das Fries aus 800.000 Mosaiksteinen. Das Kunstwerk Unser Leben von Walter Womacka zeigt das Leben in der DDR.

 

Alexanderstraße 9

www.hausdeslehrers.de/geschichte

 

Niederländische Botschaft

Das Botschaftsgebäude der Niederlande wurde von Rem Koolhaas (OMA) errichtet. Der Architekt aus Rotterdam entwarf ein extravagantes Haus aus Stahl, Glas und Beton, mit einer Erschließung die sich an der Außenhülle des Gebäudes entlang bis aufs Dach schlängelt. Die Botschaft wurde 2004 von Königin Beatrix und Außenminister Joschka Fischer feierlich eröffnet. 2005 erhielt das Gebäude den europäischen Architekturpreis.

 

Klosterstraße 50

 

Anzeigen

Galeries Lafayette

Das französische Edelkaufhaus wurde 1996 von Jean Nouvel errichtet. Das komplett verglaste Gebäude entstand noch bevor das "Steinerne Berlin" von Hans Stimmann für alle Neubauten in Berlins Mitte Pflicht wurde. Sehenswert ist der Glastrichter im Innenraum.

 

Friedrichstraße, B-Mitte

 

Frankfurter Tor

Das Frankfurter Tor wird von zwei gleichen Wohntürmen gebildet, die 1953 von Herman Henselmann entworfen wurden. Die beiden Turmspitzen erinnern an die Kirchtürme am Gendarmenmarkt von Gontard. Das Frankfurter Tor gehört zum Ensemble der ehemaligen Stalinalleedie heute Karl-Marx-Allee heißt. Der rechteckige Platz wird von 6-geschossigen Wohnhäuser umschlossen, die von der monumentalen Karl-Marx-Allee zurückspringen und einen riesigen Platz bilden. Ab dem Frankfurter Tor stadtauswärts, heißt die Straße Frankfurter Allee. Sie ist Teil der Bundesstraße 1 von Aachen nach Küstrin Kostrzyn (Polen). Die Frankfurter Allee führt auch Richtung Frankfurt an der Oder.

 

Frankfurter Tor, Friedrichshain

 

Velodrom und Schwimmhalle

Berlin bewarb sich für die Olympischen Spiele 2000 und fing schon mal an ein Velodrom und eine Schwimmhalle zu errichten, bevor Sydney den Zuschlag bekam. Dominique Perrault realisierte den Berliner Olympiatraum 1997. Die Radrennbahn befindet sich in einer runde Halle, das olympische Wasserbecken in einer rechteckigen Halle. Die beiden Stahlbetonhallen sind mit Edelstahlmatten verkleidet und liegen eingebettet in einer grünen Böschung, an der S-Bahnstation Landsberger Allee.

 

Paul-Heyse-Straße 26

 

Kollhoff Turm

Das höchste Hochhaus am Potsdamer Platz wurde von Hans Kollhoff im Jahr 2000 errichtet. Das ehemalige "DaimlerChrysler Gebäude" ist heute als "Kollhoff Turm" bekannt, da sich die beiden Autobauer getrennt haben und Chrysler heute zu FIAT gehört. Der mit roten Klinkern verkleidete Turm erinnert an New Yorker Hochhäuser aus den 1930er Jahren mit "Setbacks" (Rücksprüngen), wie sie damals in New York vom Baurecht gefordert wurden. Der "Kollhoff Turm" ist 103 m hoch, im obersten Stockwerk befindet sich die Aussichtsplattform "Panoramapunkt".

Weitere Gebäude von Kollhoff Architekten:

KNSM Eiland Amsterdam   Kollhoff Toren Den Haag   Lindner Hotel Frankfurt

 

Potsdamer Platz 1

www.panoramapunkt.de

 

Anzeigen

Rogers Gebäude

Richard Rogers hat in der Linkstraße, südlich des Potsdamer Platzes drei Bürogebäude errichtet, die seit der Errichtung 1997 von Daimler Benz genutzt wurden. Die beiden nördlichen Gebäude haben eine auffällige Ecke aus einem Glaszylinder, der von gelben Lamellen vor der Sonne geschützt wird.   

 

Linkstraße 4

 

Berliner Philharmonie

Der Konzertsaal der Berliner Philharmoniker wurde zwischen 1960-1963 von Hans Scharoun errichtet. Die Anlage besteht aus zwei Gebäuden, die auf einem weißen Sockelgeschoss stehen und mit gold eloxierten Alu-Paneelen verkleidet sind. Die geschwungenen Dachformen erinnern an ein Zeltdach, was zu dem Spitznamen "Zirkus Karajani" führte.

 

Herbert-von-Karajan-Str. 1

 

Neue Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe wurde 1968 eröffnet. Mies van der Rohe setzt das Gebäude auf einen großen Sockel, der die Geländeunebenheiten ausgleicht. Von der Podsdamer Straße gelangt man über zwei breite Treppen auf das Niveau der Ausstellungshalle. Die Neue Nationalgalerie ist eine quadratische Halle aus Stahl und Glas. Das Dach liegt auf 8 Stützen, die sich außerhalb der Gebäudehülle befinden. Die Stahlkonstruktion wurden von Frei Otto berechnet. Das 64,80 m breite Dach wurde aus Fertigelementen vor Ort zusammen geschweißt und als ganzes angehoben. Es wurde auf provisorischen Stützen abgelegt, bevor die eigentlichen Stützen aufgestellt wurden. Das ganze Dach wurde dann um 15 cm abgesenkt, um auf den 8 Stahlstützen zur Ruhe zu kommen.

Dieser große technische Aufwand ermöglicht einen stützenfreien Innenraum. Das 3,6 m Raster erzeugt 18 x 18 Deckenfelder. Der Ausstellungsraum ist um zwei Felder nach Innen gerückt und hat eine Fläche von 50,40 x 50,40 m. Bis auf die zwei marmorverkleideten Technikschächte ist der Grundriss frei aufteilbar und sehr gut geeignet für Wechselausstellungen.

Im Untergeschoss befindet sich die Dauerausstellung der Neuen Nationalgalerie, die Garderobe und weitere Nebenräume. Die Glasfassade ist in einen unteren Teil mit Türen und einen oberen Teil mit großformatigen Glaselementen unterteilt. Im Außenbereich befindet sich ein Skulpturengarten, der unterhalb der Ausstellungsebene liegt und von Mauern umschlossen wird.

Wegen ihrer einfachen und klaren Formensprache, gilt die Neue Nationalgalerie als eines der wichtigsten Bauwerke der modernen Architektur.

Die Neue Nationalgalerie wurde nach der Renovierung durch David Chipperfield im April 2021 wieder eröffnet.

Weitere Gebäude von Mies van der Rohe:

Seagram Building  Barcelona Pavillon  Farnsworth Haus  IBM Plaza  Lake Shore Drive  Federal Center  Illinois Center  Crown Hall  IIT Chicago

 

Potsdamer Str. 50

 

Jüdisches Museum Berlin

Das Jüdische Museum in Berlin besteht aus einem Barockbauwerk, in dem sich früher die Justizverwaltung befand und einem Neubau von Daniel Libeskind. Der Altbau hat eine gelbe Putzfassade und der Neubau ist mit Titanzikelementen verkleidet. Der Innenhof des Altbaus hat ein Glasdach bekommen, das ebenfalls von Libeskind entworfen wurde und mit dekonstruktivistischen Stützen das Thema Laubhütte (Sukka) symbolisiert. Das Konzept von Daniel Libeskind thematisiert die Leere (void), die durch die Vernichtung der Juden geschaffen wurde. Um diese Voids wurde das Gebäude in Zickzacklinien entwickelt. Das Jüdische Museum wurde 2001 eröffnet und gilt als Musterbeispiel des Dekonstruktivismus.

Seit 2013 befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Michael Blumenthal Akademie. Es handelt sich dabei um eine ehemalige Markthalle für Blumen, die ebenfalls von Daniel Libeskind umgebaut wurde. Der Eingang zur Akademie korrespondiert mit dem Neubau des Jüdischen Museums. Der Innenraum folgt einem Haus-im-Haus Konzept, mit dden für Libeskind typischen schrägen Wänden.

 

Lindenstraße 9-14

 

Upper West

Mit 119 m ist das "Upper West" 20 cm höher als das gegenüberliegende "Zoofenster". Der Entwurf stammt vom Berliner Architekten Christoph Langhof, die Ausführungsplanung erledigte das Frankfurter Architekturbüro KSP Jürgen Engel. Das Upper West besteht aus einem Baukörper der an der West- und Ostseite je zwei abgerundete Ecken hat, wodurch der Eindruck eines Doppelhochhauses erzeugt wird. Bereits 1994 entwarf Langhof das Hochhaus das damals noch Atlas Hochhaus hieß. 2013 wurde das Schimmelpfeng-Haus aus den 1950er Jahren abgerissen. Das Upper West wurde 2017 fertiggestellt und als Hotel- und Bürogebäude genutzt. Das Hochhaus hat auf 33 Etagen eine Geschossfläche von rund 55.000 m².

 

Kantstraße 163/165

 

Zoofenster

Das Waldorf Astoria Berlin wurde 2013 im Zoofenster eröffnet. Der 118,8 m hohe Hotelturm von Christoph Mäckler aus Frankfurt am Main, ist derzeit das dritthöchste Hochhaus der Stadt. In den 32 Geschossen befinden sich neben den 232 Zimmern des Waldorf Astoria Hotels, Büroflächen und Läden im Sockel-Geschoss. Für den Bau des Zoofensters wurde das denkmalgeschützte Schimmelpfeng-Haus abgerissen. Das zehn-geschossige Haus aus der Nachkriegszeit hatte die Kantstraße überbaut und den Blick auf die Gedächtniskirche verstellt. 2008 wurde mit den Bau des Turms begonnen.

Weitere Gebäude von Christof Mäckler Architekten:

Opernturm   Tower 185

Hardenberg Straße 28

www.chm.de

 

Gedächtniskirche

Die im Krieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde von Egon Eiermann zwischen 1959-1963 neu aufgebaut. Eiermann wollte die Trümmer abreißen lassen, ließ die Ruine jedoch nach Bürgerprotesten stehen und stellte ein neues, achteckiges Kirchengebäude mit freistehendem Turm daneben. 

 

Kurfürstendamm

 

Anzeigen

Bikini-Haus

Das Bikinihaus wurde 1957 von Paul Schwebes und Hans Schoszberger als Zentrum am Zoo errichtet. 2013 wurde das Gebäude revitalisiert und durch eine Concept Mall erweitert. Der Name Bikini entstand, weil es einen oberen und unteren Gebäudeteil gibt.

 

Budapester Straße

www.bikiniberlin.de

 

Hansaviertel

Das Hansaviertel entstand 1957 als Internationale Bauausstellung. Die Interbau orientierte sich an der Charta von Athen. Zahlreich berühmte Architekten, wie Walter Gropius, Max Taut, Oscar Niemeyer, Alvar Aalto und viele weitere, errichteten hier moderne Wohngebäude.

 

Hansaplatz

 

Berlin Tempelhof

Der Flughafen Tempelhof war nach seiner Fertigstellung 1941 für kurze Zeit das größte Gebäude der Welt. Das 1,2 km lange Bauwerk wurde von Ernst Sagebiel entworfen. 2008 wurde der Flughafen geschlossen, der nur noch auf 350.000 Passagiere im Jahr kam. Das "Tempelhofer Feld" ist heute eine große Wiese die als Park genutzt wird.

 

Platz der Luftbrücke

 

Gropiusstadt

Die Trabantenstadt von Bauhaus-Architekt Walter Gropius entstand zwischen 1962 und 1975. In den Wohnhochhäusern befinden sich Sozialwohnungen. Die Gropiusstadt gilt heute als Sozialer Brennpunkt mit 35.000 Bewohnern. Ursprünglich sollten die Häuser nur 5 Geschosse hoch werden. Der Berliner Walter Gropius entwarf das Bauhaus in Dessau und war ein Pionier des industriellen Bauens. Später wurde er kritisiert weil seine Siedlungen nur noch funktionalen Prinzipien folgten und dadurch monoton wurden, was auch zu sozialen Spannungen in den Vierteln führte. Gropius starb 1969 vor der Fertigstellung der Gropiusstadt in den USA.

Weiter Bauwerke von Gropius:

Bauhaus DessauWeißenhofsiedlung, Neues Frankfurt, Bauhaus-Archiv, Pan Am Building

 

Johannisthaler Chausee, B-Neukölln

 

Hufeisensiedlung

Die "Hufeisensiedlung" von Bruno Taut und Martin Wagner wurde 1933 fertiggestellt. Zentrum der Siedlung ist eine hufeisenförmige Häuserzeile mit einem Teich in der grünen Mitte. Der Teich ist ein eiszeitlicher Pfuhl. Markenzeichen von Bruno Taut waren kobaltblaue Wände, im Innenraum kam auch Rot und Gelb zum Einsatz. Die Bauten von Bruno Taut wurden daher auch Tuschkastensiedlungen genannt. Die Hufeisensiedlung heißt offiziell Großsiedlung Britz und liegt im Berliner Bezirk Neukölln.

Die Berliner Siedlungen der Weimarer Republik wurden 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Die Berliner Siedlungen der Moderne nahmen die Ideen der Bauhaus-Schule auf und entstanden nach den Vorbildern von Dessau-Törten, der Weißenhofsiedlung in Stuttgart und den Großsiedlungen von Ernst May in Frankfurt am Main.

Zum Unesco-Welterbe gehören auch die Siedlungen Siemensstadt in Berlin-Spandau, die Schillerpark-Siedlung in Berlin-Wedding, die Wohnstadt Carl Legien in Berlin-Prenzlauer Berg, die "Weiße Stadt" in Berlin-Reinickendorf und die Gartenstadt Falkenberg in Berlin-Grünau (Treptow).

 

Fritz-Reuter-Allee 46

www.hufeisensiedlung-berlin.de

 

Corbusierhaus

Das "Corbusierhaus" wurde im Rahmen der "InterBau" 1957 errichtet. Das Wohngebäude des Schweizer Architekten Le Corbusier bietet 530 Wohneinheiten. Bis auf die Einzimmerwohnungen haben alle Wohneinheiten zwei Ebenen (Maisonette). Erschlossen wird die "Unité d'habitation" durch 130 m lange Flure, den "rues intérieures". Anders als die "Unité d'habitation" in Marseille hat das Berliner Haus keine begehbare Dachlandschaft. Das Gebäude ist rund 141 m lang, 23 m breit und 53 m hoch.

Weitere Gebäude von Le Corbusier:

Cité Frugès   UN Hauptquartier  Centre Le Corbusier   Villa Savoye   Cite Radieuse   Museum of Western Art   Weißenhofsiedlung

 

Flatowallee 16

www.corbusierhaus-berlin.de

 

Olympiastadion Berlin

Das Berliner Olympiastadion wurde für die Olympischen Spiele 1936 errichtet. Der faschistische Rundbau wurde vom Berliner Architekten Werner March entworfen. Auf dem Grundstück stand bereits das Deutsche Stadion, das von Otto March entworfen wurde, dem Vater von Werner March. Adolf Hitler nutzte die Olympischen Spiele in Berlin zur Propaganda, um dem eigenen Volk die Größe und Entschlossenheit der nationalsozialistischen Bewegung zu demonstrieren. Das Olympiastadion diente diesem Zweck und war mit 100.000 Zuschauern eines der größten Stadien der damaligen Welt. Zum Vergleich, das größte Stadion der Welt in Pjöngjang, hat heute Platz für 114.000 Besucher. Das Stadion befindet sich zur Hälfte in der Erde, nur der obere Ring ist von außen sichtbar und mit Muschelkalk verkleidet. Das Olympiastadion von 1936 hatte noch klein Dach, dieses wurde erst für die FIFA-Weltmeisterschaft 2006 von Gerkan, Marg und Partner errichtet.

 

Olympischer Platz

 

Karte Architektur Berlin

Anzeigen