20 Fenchurch Street

Das seltsame Hochhaus von Rafael Viñoly hat wenige Freunde für sich gewinnen können. Als Walkie-Talkie Building verspottet, bekam es 2015 den Carabuncle Cup für das schlechteste Bauwerk Großbritanniens. Der Architekt aus Uruguay entwarf ein gebogenes Gebäude das nach oben immer dicker wird. In der Bauzeit führte die ungewöhnliche Form zur Bündelung von Lichtstrahlen, so dass Kunststoffteile an parkenden Autos schmolzen. Das Problem wurde durch Lamellen an der Südfassade behoben. Das 160 m hohe Bürohaus wurde 2014 eröffnet. In der obersten Etage befinden sich eine Aussichtsplattform und der Sky Garden.

Leadenhall

Das Leadenhall Building von Rogers Stirk Harbour + Partners wurde 2014 fertig gestellt. Das schräge Gebäude hat einen Winkel von 10 Grad, damit das 225 m hohe Bürohaus nicht direkt hinter St. Pauls auftaucht, wenn man von der Fleet Street nach Osten blickt. Der Turm wurde als reine Stahlkonstruktion errichtet, es gibt keinen Betonkern. 

King's Cross

Der Bahnhof King's Cross wurde 2012 vom Architekturbüro John Mc Aslan+Partners umgebaut. Der historische Bahnhof aus dem Jahr 1852 wurde von Lewis Cubitt errichtet. Durch den Umbau erhielt das Gebäude einen seitlichen Anbau, in dem sich die Schalterhalle und Geschäfte befinden. Der halbrunde Anbau zwischen King's Cross und St. Pancras wird von einer sehenswerten Stahlkonstruktion überspannt. 

The Shard

Der Wolkenkratzer "The Shard" (die Scherbe) von Renzo Piano wurde nach vier Jahren Bauzeit 2013 eröffnet. Der 310 m hohe Glasturm war für kurze Zeit das höchste Haus Europas, bis der Mercury Tower in Moskau mit 338 m den Rekord nach Russland holte. Der Turm am südlichen Themse Ufer beinhaltet Büros, ein Hotel, Luxuswohnungen, Restaurants, Geschäfte und eine Aussichtsplattform. Die Technik befindet sich in den obersten 80 Metern des Turms. Bauherr des Wolkenkratzers war die Herrscherfamilie von Katar. 

The Gherkin

Im Auftrag der Swiss Re wurde das 180 m hohe Bürogebäude von Sir Norman Foster entworfen. Der Baubeginn erfolgte im Jahr 2001. Nach 3 Jahren Bauzeit wurde der Wolkenkratzer 2004 fertig gestellt. Seit die Bank das Bürohaus 2007 verkaufte, wird es "The Gherkin" (die Gurke) genannt. Das früher als "Swiss Re Tower" bekannte Gebäude wird auch unter dem Namen 30 St Mary Axe vermarktet. Spötter nennen den Turm auch die "Liebesgurke". Die gekrümmte Form wird durch dreieckige und rautenförmige Fassadenelemente erreicht. 

Millennium Bridge

Die Fußgängerbrücke zwischen Tate Modern im Süden und der Kathedrale St. Pauls wurde im Jahr 2000 eröffnet. Sir Norman Foster konnte die Jury mit dem freien Blick auf St. Pauls überzeugen, weil sich die Tragseile seitlich neben der Brücke befinden.  

Tate Modern

Die Bankside Powerstation, ein ehemaliges Kraftwerk, wurde von Herzog & de Meuron zum größten Museum für Moderne Kunst umgebaut. Im Jahr 2000 wurde die Tate Modern am südlichen Themse Ufer eröffnet. Die ehemalige Turbinenhalle wurde von den Schweizer Architekten in voller Höhe erhalten. Der nördliche Gebäudeteil ist in Geschosse unterteilt, die mit Rolltreppen verbunden sind. Südlich der Halle entsteht ein Anbau ebenfalls von Herzog & de Meuron.

Canary Wharf Station

Mit dem Bau der Canary Wharf Station 1999, erhielten die Docklands endlich einen U-Bahnanschluss. Die futuristische Station von Sir Norman Foster hat einen ovalen Glaseingang und hohe Decken aus hellen Sichtbetonelementen.

Liverpool St. Station

Die Liverpool Station wurde 1874 von der Great Eastern Railway (GER) eröffnet. Im Ersten Weltkrieg traf eine Bombe den Bahnhof und tötete 162 Menschen. 1992 wurde der Innenbereich des Bahnhofs umgebaut.

One Canada Square Tower

Als die Docks der West India Company 1980 geschlossen wurden, entwickelte London die Docklands zu einem Finanzzentrum, das die City of London entlasten sollte. Die kanadische Immobilienfirma Olympia & York kaufte das Gelände und baute die ersten Bürotürme am Canary Wharf. Das höchste ist das One Canada Square von César Pelli. Der 240 m hohe Turm war bei seiner Eröffnung 1991, nach dem Messeturm in Frankfurt, das zweit-höchste Haus Europas. Die trostlos wirkende Bürolandschaft der Docklands, entwickelt sich langsam zu einem grauen Wohn- und Einkaufsviertel.

 

Lloyd's of London

Die Zentrale der Versicherung Lloyd's of London wurde zwischen 1978-1986 errichtet. Architekt war Richard Rogers, der wie beim Centre Pompidou in Paris alle Versorgungsfunktionen nach außen legte. Im Innenraum entsteht dadurch Platz für ein 60 m hohes Atrium, in dem Rolltreppen die verschiedenen Ebenen erschließen. Das 88 m hohe Bürohaus, wirkt von außen wie eine Chemiefabrik aus Edelstahl. Einem ähnlichen Konzept folgt der Entwurf von Sir Norman Foster für die HSBC-Zentrale in Hong Kong. 

 

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Karte Architektur in London

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London Architekturführer

London war das Zentrum des Britischen Empires und damit die erste Weltstadt überhaupt. London ist immer noch die internationalste Metropole Europas. Das spiegelt sich auch in der Baugeschichte der Stadt wieder. Von römischen Ruinen bis zu modernen Wolkenkratzern, finden sich Bauwerke aller Epochen und Stilrichtungen in London. Dieser Architekturführer zeigt die wichtigsten Gebäude ab 1900. Ältere Bauwerke von Bedeutung findest Du unter Sehenswürdigkeiten London. Die Gebäude des Architekturführers London sind nach dem Jahr der Fertigstellung sortiert.

 

 

 

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