Atomium

Das Atomium wurde zur Expo 1958 errichtet. Der Ingenieur André Waterkeyn hatte es als Symbol für das Atomzeitalter und die friedliche Nutzung der Kernenergie entworfen. Die neun Kugel stellen die atomare Struktur des chemischen Elements Eisen dar. Der 102 m hohe Aussichtsturm wurde von den Architekten Andre und Jean Polak geplant. Die Kugeln haben einen Durchmesser von 18 m und die Verbindungsstangen sind je 3,30 m breit. In der obersten Kugel befindet sich die Aussichtsplattform, die mit einem Aufzug erreicht werden kann. In anderen Kugeln befinden sich Restaurants und Ausstellungsflächen, die über die Verbindungsrohre erreicht werden können. Bei der Renovierung 2006 wurde die Aluminiumverkleidung durch Edelstahl ersetzt. Das Atomium ist die bekannteste Sehenswürdigkeit von Brüssel.

Wie kommt man hin?

Das Atomium steht in einem Park im Norden von Brüssel. Mit der Metro fährt man zur Station Heysel. Von dort sind es rund 500 m zum Atomium. In der Nähe befindet sich das Messegelände Brusseles Expo, das Heysel Stadion, Mini-Europe und das Planetarium. Öffnungszeiten und Eintrittspreise, siehe Link.

 

Square de l'Atomium

www.atomium.be

 

Manneken Pis

Der 60 cm große Petit Julien wurde 1619 vom Magistrat der Stadt beauftragt und vom Bildhauer Jerôme Duquesnoy erschaffen. Der pinkelde Knabe stellt die Respektlosigkeit der Brüsseler dar. Er wurde schon oft entführt aber kehrte immer wieder zurück. Im Stadtmuseum kann man die ca. 600 Gewänder besichtigen die für den kleinen Mann geschneidert wurden. Schon seit 1450 ist ein "Manneken Pis" in Brüssel als Brunnenfigur dokumntiert. Petit Julien pinkelt auf alles was er blöd findet, auf Nazis, Terroristen und andere A*löcher. Die lustige Brunnenfigur ist ein Symbol für die Brüssler Lebensart. Das Manneken Pis ist das Wahrzeichen von Brüssel und das beliebteste Instagram Motiv der Stadt.

 

Rue du Chêne

 

Grand Place

Der Grand Place oder auch Grote Markt ist das Herz von Brüssel. Der mittelalterliche Platz wurde 1695 bei der Bombarierung von Brüssel von den Franzosen zerstört. Nur der Rathausturm aus dem Jahr 1449 blieb stehen. Die meisten Häuser waren zerstört und ausgebrannt. Beim Wiederaufbau der Zunfthäuser wurde auf einheitliche Fassaden im Barockstil geachtet. Dadurch wirkt der Grand Place sehr harmonisch. Zu den sehenswerten Gebäuden am Platz gehört auch die Maison du Roi, der ehemalige Sitz der spanischen Monarchen. Hier befindet sich heute das Musée de la Ville mit den Kleidern des Manneken Pis. Ein weiteres herrschaftliches Gebäude ist La Maison des Ducs de Brabant von Guillaume de Bruyn mit goldenen Verzierungen an der breiten Fassade. Das spätgotische Rathaus mit seinem 96 m hohen Turm und die prächtigen Zunfthäuser machen den Grand Place zu einem der schönsten Plätze Europas.

 

Grand Place / Grote Markt

 

Cathedrale St-Michel et St. Gudule

An dieser Stelle stand bis zum Anfang des 13. Jahrhundert eine romanische Kirche, die für die neue Kathedrale abgerissen wurde. Im Jahr 1226 wurde mit dem Bau begonnen. Bis zum Ende des 15. Jahrhundert wurde das neue Gotteshaus im Stil der Gotik errichtet. Die beiden Türme der Kathedrale von Brüssel sind je 69 m hoch. Die Kirche wurde dem Erzengel Michael und der Heiligen Gudula geweiht. Gudula von Brüssel ist die Nationalheilige Belgiens und die Schutzpatronin von Brüssel. Gudula war Inkluse in Hamme, einem kleinen Ort zwischen Antwerpen und Gent. Das heißt sie lebte in einer kleinen Zelle, um sich ganz ihrem Glauben zu widmen. Diese extreme Form der Askese war im Mittelalter nicht ungewöhnlich. Als sie 714 verstarb wurden ihre Gebeine als Reliquie nach Brüssel gebracht.

 

Place Sainte-Gudule

 

Triumphbogen im Jubelpark

Belgien erklärte am 4. Oktober 1830 seine Unabhängigkeit von den Vereinigten Niederlanden. Die Belgische Revolution wurde von Frankreich militärisch unterstüzt. Zum 50 jährigen bestehen Belgiens wurde 1880 der Jubelpark (Parc du Cinquantenaire) angelegt. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz wurde ein Park mit Ausstellungshallen errichtet. 1905 folgte der 45 m hohe Triumphbogen mit Quadriga und wehender belgischer Fahne. Die halbkreisförmigen Arkaden werden in der Mitte zu einem monumentalen Tor, auf denen die Belgischen Provinzen als Frauenskulpturen dargestellt sind. Die Arcades du Cinquantenaire sind seitdem ein Wahrzeichen Belgiens und eine der Sehenswürdigkeiten von Brüssel.

 

Parc du Cinquantenaire

 

Brüsseler Königspalast

Der Königspalast entstand in mehreren Bauphasen auf den Ruinen der alten Herzogsburg, die 1731 abbrannte. Der niederländische König Wilhelm I. veranlasste den Bau eines großen Palasts, der 1829 vollendet wurde. Ironischerweise erklärte Belgien 1830 seine Unabhängigkeit von den Niederlanden und der Königliche Palast in Brüssel wurde zur Residenz von Leoplod I. König von Belgien. Der belgische König wohnt heute im Château Royal im brüsseler Stadtteil Laeken. Wenn er sich im Königspalast (Palais Royal / Koninklijk Paleis) befindet, weht die belgische Fahne auf dem Dach. Vor dem Königspalast befindet sich der Parc de Bruxelles / Warandepark.

 

Place de Palais

 

Saint-Jacques sur Coudenberg

Charles Alexander von Lothringen ließ die mittelalterliche Kirche abreißen, die zuvor an dieser Stelle stand. Aus stätebaulichen Gründen wollte er eine neu Kirche errichten. Mit dem Bau der Hofkirche Saint-Jacques sur Coudenberg wurde im Jahr 1776 begonnen. Das klassizistische Gebäude wurde von den Architekten Jean-Benoît-Vincent Bareé und Gilles-Barnabé Guimard entwofen. Die Kirche Saint-Jacques sur Coudenberg wurde 1786 vollendet. Der Glockenturm wurde erst 1849 hinzugefügt und hat den klassizistischen Charakter des Bauwerks deutlich verändert.

In dieser katholischen Kirche wurde 1831 der Prinz Leopold von Sachsen-Coburg-Saalfeld gekrönt, damit wurde er zu Leopold I. König von Belgien.

 

Place Royale

 

Notre Dame du Sablon

Als die kleine Kapelle der Armbrustschützen 1348 die Darstellung der wundertätigen Madonna von Antwerpen bekam, entwickelte sich die Kirche zu einer Pilgerstätte. Großzügige Spenden sorgten dafür, dass an dieser sandigen Stelle um 1400 mit dem Bau von Notre Dame du Sablon / Onze-Lieve-Vrouw ten Zavel begonnen wurde. Die "Frauenkirche im Sand" wurde im frühen 16. Jahrhundert fertiggestellt. In der spätgotischen Kirche befindet sich die Grabkapelle der Familie Thurn und Taxis.

Auf dem Platz vor der Kirche findet am Samstag und Sonntag (9-15 Uhr) der Brüsseler Antiquitäten Markt statt.

Place de la Régence

 

Palais de Justice

Der Palais de Justice (Justizpalast) wurde 1883 vollendet und war der größte Monumentalbau seiner Zeit. Das Bauwerk wurde von Architekt Joseph Poelaert im eklektischen Stil entworfen. Der Justizpalast steht an einer Hangkante oberhalb der mittelalterlichen Stadt. An diesem Ort stand früher der Galgen von Brüssel. Der Platz vor dem Gebäude ist nach dem Architekten benannt, der noch vor der Fertigstellung des Gebäudes 1879 verstarb. Von den ehemaligen Bewohnern des Viertels wurde er angefeindet, weil viele Wohnhäuser für den Palais de Justice abgerissen wurden. Der Justizpalast ist ein gewaltiger Gebäudekomplex mit 8 Innenhöfen. In der Mitte überragt der 104 m hohe Turm, mit goldener Krone, das gesamte Bauwerk. Der Turm liegt in der Achse der Rue de la Régence und ist vom Place Royal gut zu sehen.

Place Poelaert

 

Galeries Royales Saint Hubert

Die über 200 m lange Galeries Royales Saint Hubert befindet sich ganz in der Nähe des Grand Place. Die erste überdachte Einkaufspassage Europas wurde 1847 fertiggestellt. Sie diente als Vorbild für die Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand und viele weitere überdachte Einkaufsstraßen weltweit. Einheitliche Fassaden mit einem Glasdach darüber, sorgen für regensicheres Einkaufsvergnügen in elegantem Ambiente. Diese eleganz sorgte für wohlhabende Kundschaft. Bis heute findet man in der Galeries Royales Saint Hubert namhafte Geschäfte, wie die Confiserieen Neuhaus und Godiva. Wenn es in Brüssel regnet, kann man hier entspannt im Café sitzen.

 

Rue du Marché aux Herbes

www.galeries-saint-hubert.com

 

Europäische Kommission Brüssel

Brüssel ist die Hauptstadt der Europäischen Union. Die EU-Kommission ist die Regierung der Europas. Die "Europäische Kommission" residiert im Berlaymont-Gebäude im Brüsseler Europaviertel. Hier befinden sich viele europäische Institutionen. Das Gebäude wurde 1969 eröffnet und trägt den Namen eines ehemaligen Frauenklosters. Es ist das wichtigste Gebäude der Europäischen Union.

 

Rue de la Loi

 

Börse Brüssel

Die Bourse de Commerce wurde 1873 von Architekt Léon Suys im neoklassizistischen Stil errichtet. Dabei verwendete der Architekt viele Verzierungen, die eher an barocken Bauwerken zu vermuten wären. Die zahlreichen Skulpturen an der Fassade schuf der Bildhauer Auguste Rodin. Die ehemalige Bourse oder Beurs dient heute nicht mehr als Handelssaal. Das prächtige Bauwerk wird für Ausstellungen und Konzerte genutzt. Es wird auch überlegt ein Museum in den Räumen einzurichten.

Auf dem Platz vor der Brüsseler Börse finden oft Konzerte, Veranstaltungen oder auch Demonstrationen statt.

 

Rue Henri Maus 2

 

Basilique National de Sacre Coeur

Zum 75. jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit Belgiens, beschloss König Leopold II eine Herz-Jesu-Kirche zu errichten. Die Basilique National de Sacre Coeur wurde vom Architekt Pierre Langerock entworfen. Mit den Bauarbeiten wurde 1905 begonnen. Wegen der beiden Weltkriege kam es zu langen Unterbrechungen in der Baupahse. Daher konnte die Nationalbasilika erst 1970 fertiggestellt werden. Die riesige Art-déco-Kirche steht auf dem Koekelberg und ist eine weithin sichtbare Sehenswürdigkeit von Brüssel. Die Kirche selbst ist 93 m hoch und hat eine Aussichtsplattform auf 53 m Höhe.

Am 21.7. dem belgischen Nationalfeiertag findet hier ein Gottesdienst mit der königlichen Familie statt.

Wie kommt man hin?

Mit der Straßenbahnlinie 19 bis zur Station: Bossaert-Basilique

 

Koekelberg

 

Karte Sehenswürdigkeiten Brüssel

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Brüssel Belgien

Brüssel entdecken

Brüssel ist die Hauptstadt von Belgien mit etwa 1,1 Millionen Einwohnern. Brüssel ist auch bekannt als Hauptstadt der Europäischen Union und Sitz der NATO. Das Zentrum liegt in einem Talkessel, hier befindet sich die Altstadt mit dem berühmten "Grand Place" und das Königliche Schloss. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind das "Manneken Pis" und das "Atomium". 

Sprachen

In Brüssel wird französisch und flämisch (niederländisch) gesprochen. Die Wallonen sprechen französisch, die Flamen niederländisch. In Brüssel spricht die Mehrheit französisch ca. 80%.

 

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Brüsseler Spezialitäten

Brüssel ist eine Stadt der Feinschmecker, wie in Frankreich wird viel Wert auf gutes Essen gelegt. In der "Petite Rue des Bouchers" reiht sich ein Restaurant an das nächste. Die Straße ist allerdings sehr touristisch, wer wirklich gut essen gehen will, sollte sich einen aktuellen Restaurant-Führer besorgen.

Restaurants mit 2 Michelin Sternen:

Le Chalet de la Forêt

Drève de Lorraine 43

Comme Chez Soi

Place Rouppe 23

Belgien ist bekannt für Pommes Frites, Waffeln und Schokolade. Für diese Leckereien gibt es überall kleine Geschäfte. Chocolatiers präsentieren ihre süßen Kreationen in sehr schönem Ambiente. Belgische Schokolade ist weltbekannt, weil für die Herstellung die besten Zutaten verwendet werden und die Schokolade oft gewalkt wird, was sie zarter macht. Zu den berühmtesten Marken gehören Neuhaus, Godiva und Galler.

Die besten Fritten gibt es laut Fremdenverkehrsamt am

Place Flagey bei "Frit Flagey".

 

 

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