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Böttcherstraße

In der Böttcherstraße wurden früher Fässer (Bottiche) hergestellt. Die meisten Gebäude an der engen Gasse wurden jedoch erst zwischen 1922-31 errichtet. Die wunderbare Backsteinarchitektur hat Bremen dem reichen Kaffeeröster Ludwig Roselius zu verdanken, der dieses Bauwerk in Auftrag gab.

Roselius beauftragte die Architekten Eduard Scotland, Alfred Runge, Carl Eeg und den Bildhauer Bernhard Hoetger mit der Gestaltung der Böttcherstraße. Das Ergebnis ist ein sehenswertes Gesamtkunstwerk aus expressionistischer Architektur und Skulptur. Wenn man vom Marktplatz Richtung Süden geht sieht man das Relief “Der Lichtbringer” von Hoetger. Das goldene Bildnis zeigt den Erzengel Michael als Drachentöter. Der heilige Michael gilt als Beschützer Deutschlands. Eine Symbolik die damals von den Nationalsozialisten, dem Führer zugeschrieben wurde. Der Stifter Roselius war einer germanischen Denkweise nicht abgeneigt, dennoch zeigt die Wahl seiner Architekten und Künstler eher ein modernes Kunstverständnis.

Die Böttcherstraße ist heute eine Touristenattraktion mit Geschäften, Kunsthandwerk und dem Paula Modersohn-Becker Museum. Einer expressionistischen Malerin aus der Künstlerkolonie Worpswede.

Böttcherstraße 6, 28195 Bremen

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