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Ein Avdat

Text und Fotos © Martin Gotsmann

Geschichte

Mitten in der Negev liegt die Ruinenstadt Avdat. Sie war eine Station auf der Weihrauchstraße der Nabatäer, die ihr Reich von Petra aus kontrollierten. Die Weihrauchstraße führte von Saba im heutigen Jemen, über die Arabische-Halbinsel zum Hafen von Gaza. Von hier wurde die kostbare Ware nach Europa verschifft. Entlang der Karawanenstraße gab es viele Versorgungsposten. Eine weitere Stadt auf der Weihrauchstraße in Israel ist Mamshit, die Stadt liegt rund 40 km weiter nördlich.

Avdat liegt auf einem Hügel oberhalb der Straße und kontrollierte diesen Abschnitt seit ca. 400 vC. Die Stadt florierte bis in die byzantinische Zeit, erst mit der Eroberung durch die Araber im Jahr 636 begann der Verfall. Ab 1870 wurden die Ruinen archäologisch Untersucht. 2005 wurde Avdat zusammen mit weitern Stationen auf der Weihrauchstraße zum UNESCO Welterbe erklärt.

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Palast

In Avdat gibt es viele gut erhaltene Bauwerke. Die Stadtmauer unterstreicht die Wehrhaftigkeit der Siedlung, die unter den Römern ein zusätzliches Militärlager in der Nähe hatte. Innerhalb der Stadtmauer findet man einen Palast, Tempel und Kirchen. Außerhalb der Mauer sind Überreste einer Weinpresse, ein römischer Wachturm und die Fundamente der Siedlung zu sehen. 

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Südkirche

Die Bauwerke stammen aus drei unterscheidlichen Epochen. Die ältesten Siedlungsreste wurden von den Nabatäern errichtet, es folgten die Römer ab 106 nC und schließlich die Byzantiner ab 395 nC. Die Südkirche ist relativ gut erhalten (Foto). Die Nabatäer übernahmen das Christentum von den Byzantinern.

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Die Ausgrabungsstätte

Die Ausgrabungsstätte von Avdat liegt an der Landstraße zwischen Be’er Sheva und Mitzpe Ramon. Wenige Kilometer entfernt befindet sich der sehenswerte Nationalpark En Awdat mit einer tiefen Schlucht.

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