Kalta Minor

Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Chiwa ist das Kalta Minor. Der Name Kalta Minor bedeutet Kurzes Minarett. Der Khan Muhammad Amin wollte ein 80 m hohes Minarett errichten, es sollte das höchste Minarett der Welt werden. Im Jahr 1850 wurde mit dem Bau begonnen, da der Khan aber 5 Jahre später in einer Schlacht ums Leben kam, wurde das Kalta Minor nie vollendet. Trotzdem ist der rund 26 m hohe Turm zum Wahrzeichen von Chiwa geworden.

Das Kalta Minor ist komplett mit farbigen Keramikfliesen verkleidet und hebt sich dadurch von der Lehmarchitektur der Umgebung ab. Die Grundfarbe ist Türkis, dazu mischen sich Blau- und Grüntöne. Gerippte Muster und Inschriften, sorgen für eine abwechslungsreiche Gestaltung. Das Kalta Minor gehört zur Medrese Muhammad Amin Khan.

 

Kalta Minor

 

Bakcha Darvaza Tor

Die Altstadt von Chiwa Ichan Qala ist von einer Stadtmauer aus Lehm umschlossen. Es gibt 4 Stadttore, je eines pro Himmelsrichtung. Die beiden Tore im Norden und Osten sind am besten erhalten. Auf dem Foto sieht man das Nordtor Bakcha Darvaza, mit zwei verkachelten Turmhauben. 

 

Bakcha Darvaza

 

Konya Ark

Am Westtor befindet sich die Zitadelle von Chiwa die Koyna Ark. Der Name bedeutet "Alte Festung", allerdings wurde mit dem Bau der Anlage erst 1804 begonnen. Das "Alt" bezieht sich eher auf die Festung, die zuvor an dieser Stelle unter Khan Muhammad Erenke, im 17. Jahrhundert, erbaut wurde. Die Konya Ark ist wie die Stadtmauer aus Lehm erbaut und hebt sich nur durch einen Turm vom Rest der Befestigung ab. 

Die Festung war gleichzeitig der Regierungssitz des Khan und funktionierte wie eine Stadt in der Stadt. Es gab einen Thronsaal, einen Harem, eine Waffenkammer, die Münzstätte, eine Schtzkammer, Pferdeställe und mehrere Moscheen. Sehenswert ist die Sommermoschee und der Wohnbereich des Khan. 1873 wurde Chiwa von Russland erobert, der letzte Khan Said Muhammad Rahim II. lebte noch bis 1910 in der Festung. 

 

Koyna Ark

 

Juma Masjid

Die Juma Masjid ist eine für Chiwa eher ungewöhnliche Moschee. Sie hat keinen offenen Innenhof sondern ist überdacht. Folglich stehen im Gebetsraum viele Stützen. Die Säulenmoschee ist ein eher arabischer Baustil, der in Zentralasien selten vorkommt. Holzsäulen und hölzerne Decken sind selbst in Arabien selten. Dadurch ist die Juma Masjid ein kostbares Kleinod, der muslimischen Baugeschichte. Um Licht in den dunklen Innenraum zu bringen, wurden einzelne Dachfelder offen gelassen. Die Große Freitagsmoschee Juma Masjid wurde 1789 errichtet. Für ihren Bau wurden Holzpfeiler aus älteren Bauwerken verwendet.

 

Juma Masjid

 

Pahlavan Mahmud Mausoleum

Pahlavan Mahmud war ein Sufi-Lehrer und Philosoph, der von 1247 bis 1326 lebte und an dieser Stelle begraben wurde. Der Sufismus ist eine asketische, eher spirituelle Richtung des Islam, die Parallelen zum Buddhismus aufweist. Zu den 4 Stufen des Sufi gehört das Auslöschen der sinnlichen Wahrnehmung, die Aufgabe individueller Eigenschaften, die Aufgabe des Ego und die Verschmelzung mit dem göttlichen Prinzip. Das Mausoleum über dem Grab von Pahlavan Mahmud wurde erst 1810 unter Khan Muhammad Rahim I. errichtet. Durch seine hohe grüne Kuppel ist das Pahlavan Mahmud Mausoleum eines der auffälligsten Bauwerke in Chiwa. Im prächtig gestalteten Innenraum befindet sich der Sarkophag von Muhammad Rahim I. und weiteren Personen.

 

Pakhlavan Makmoud

 

Tosh Hovli Palast

Der Tosh Hovli Palast wurde von Khan Alla Kuli 1840 errichtet. Der Name Tosh Hovli bedeutet steinerner Hof. Der neue Palast im Osten der historischen Altstadt Ichan Qala nimmt die Tradition der Hofhäuser aus Zentralasien auf. Die Räume des Palasts liegen um einen langen, rechteckigen Hof, der an vielen Stellen durch Iwane (zu einer Seite hin offener, überdachter Raum) unterbrochen wird. Die Iwane sind aufwendig gestaltet und haben filigrane Deckenverzierungen. Der Tosh Hovli Palast hat insgesamt 3 Innenhöfe, der Hof des Harems war von den anderen Teilen des Palasts getrennt. Der Palast ist wegen seiner reichen Verzierung und den kostbaren Materialien sehr sehenswert.

 

Tosh Hovli

 

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