Wat Pho

Wat Pho ist einer der ältesten Tempel von Bangkok und eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Thailand. Der Tempel wurde 1793 auf einer älteren Tempelanlage errichtet, die Wat Potaram (Tempel des Bodhi-Baums) hieß. Nachdem der Wat Pho bis 1801 zum königlichen Tempel ausgebaut wurde, erhielt er von Rama I. den Namen Wat Pra Chetuphon. Der Name hat sich jedoch nicht durchgesetzt, weil die Bevölkerung den Tempel weiter Wat Pho nannte. Rama III. erweiterte das Kloster und ließ eine Volkshochschule für Thai-Medizin bauen. Deshalb ist der Wat Pho auch berühmt für seine Masseure, die im Tempel Fußmassagen anbieten.

Die größte Attraktion des Wat Pho ist der 46 m lange, Liegende Buddha (Reclining Buddha). Die gewaltige Skulptur besteht aus verputzten Ziegelsteinen, die mit Blattgold überzogen wurde. Die 15 m hohe Figur ist innen hohl. Auf den Fußsohlen wurde mit Perlmutteinlegearbeiten das Leben Buddhas dargestellt. Die Füße symbolisieren den Eingang ins Nirwana.

Sehenswert ist auch der Bot (Ubosot kurz Bot ist die Zentrale Zeremonienhalle des Tempels) mit einem meditierenden goldenen Buddha. Nicht verpassen sollte man die Wandelgänge rund um den Bot, mit rund 400 sehr schönen Buddha-Statuen. Ein beliebtes Fotomotiv ist auch der schwarze Phallus aus Stein (Lingam), der für Fruchtbarkeit sorgen soll.

Zwischen der Halle mit dem Liegenden Buddha und dem Bot befindet sich ein Platz mit Garten, hier stehen die 4 königlichen Chedis. Chedis (Stupa) sind glockenförmige Türme die sich nach oben verjüngen und meist eine Reliquie enthalten. Die vier Chedis wurden von den Königen Rama I-IV errichtet und enthalten wertvolle Buddhafiguren.

Neben allen Sehenswürdigkeiten ist der Wat Pho auch ein Musterbeispiel für thailändische Architektur und einer der schönsten Tempelanlagen des Landes.

 

Soi Chetuphon

www.watpho.com

 

Wat Arun

Der 70 m hohe Prang (Turm) von Wat Arun ist das weithin sichtbare Wahrzeichen von Bangkok. Der "Tempel der Morgenröte" steht in Thonburi am anderen Ufer des Chao Phraya. Dort befand sich zuvor ein chinesischer Tempel und der Königliche Palast, der 1780 von König Taksin errichtet wurde. Der buddhistische Tempel Wat Arun entstand ab 1800 unter Rama II. und wurde unter Rama III. (1824-1851) vollendet.

Wat Arun besteht aus 5 Türmen, der mittlere Turm Phra Prang ist über 80 m hoch und symbolisiert den heiligen Berg Meru. Die vier kleineren Türme symbolisieren die vier Weltmeere. Verkleidet ist der Tempel mit bunten Bruchstücken aus Porzellan und viele Figuren. Darunter sind Yakshahas (Wächter), Kinnaris (Vogelmädchen), Garudas (Vogelmenschen), Affen und sogar ein paar Europäer. Auf steilen Treppen kann man den Turm besteigen und über den Fluss auf das gegenüberliegende Ufer blicken.

Um den Haupttempel des Wat Arun liegen noch kleinere Nebentempel mit Buddha-Figuren und Glockentürmen.

Wie kommt man hin?

In der Nähe des Wat Pho befindet sich die Fährstation Tha Tien, von hier fahren Boote direkt zum Wat Arun auf der anderen Seite des Chao Phraya.

 

34 Arun Amarin Rd

www.watarun1.com

 

Königlicher Palast und Wat Phra Kaeo

Der Palast des Königs und der Tempel Wat Phra Kaeo bilden zusammen einen Komplex aus Architektur und Kunsthandwerk, der selbst in Thailand einmalig ist. Der Königspalast wurde 1782 von Rama I. gebaut, der Bankok zur Hauptstadt machte und hier sein neues Machtzentrum errichtete. Der Palastbezirk ist von eine 2 Kilometer langen Mauer umgeben. Innerhalb des Bezirks befinden sich der königliche Palast, repräsentative Audienzhallen, der königliche Tempel Wat Phra Kaeo und Ministerien. Die königliche Familie lebt heute im Chitralada Palast nördlich der Innenstadt. Der ehemalige Palastbezirk ist heute ein Museum und wird nur gelegentlich für repräsentative Anlässe und zur Krönung genutzt. 

Der Haupteingang befindet sich im Norden am Sanam Luang Park. Als erstes kommt man in den Tempelbezirk, der nur für den König errichtet wurde. Hier stehen goldene Chedis, Schreine für einzelne Gottheiten, ein Steinmodell von Agkor Wat (gehörte damals zu Thailand) und viele Türme. Alles steht so dicht beieinander, dass man unmöglich jedes Gebäude einzeln betrachten kann. Dazu kommen noch die Besuchermassen und die vielen zauberhaften Skulpturen, die vor den Bauwerken stehen. Um der totalen Reizüberflutung zu entgehen, sollte man sich eine etwas ruhigere Ecke suchen und diesen Wahnsinn aus Formen und Farben auf sich wirken lassen.

Das bedeutendste Heiligtum Thailands befindet sich Phra Ubosot (Bot). Die Haupthalle des Wat Phra Kaeo beherbert den Emerald Buddha (Smaragd Buddha). Eine 75 cm hohe Statue aus Jade, die ein Gewand aus Goldfäden trägt. Der Smaragd Buddha darf nicht fotografiert werden. Die Statue stand ursprünglich in einem Tempel in Chiang Mai, gelagte dann aber nach Luang Prabang in Laos. Nach einem Feldzug konnten die Thais den Emerald Buddha zurück erobern.

Der Grand Palace ( Phra Chakri Maha Prasat) ist der eigentliche Palast. Das Gebäude wurde von einem Engländer entworfen und hat eine Renaissace-Fassade aus Marmor und ein thailändisches Dach mit goldenen Türmchen. Flankiert wird der Große Palast von der Thronhalle Amarinda Vinichai (links) und der Audienzhalle Dusit Maha Prasat (rechts). Sehenswert ist auch der filigrane Amphornphimok Pavillon, der sich an der Nordwestecke des Platzes befindet.

Achtung: Im Palast muss man eine lange Hose tragen. Freie Schultern, kurze Hosen und Röcke, Leggings und Badelatschen sind verboten.

 

Na Phra Lan Rd

 

Golden Mount

Der ca. 76 m hohe künstliche Hügel "Golden Mount" wurde um 1800 als Verbrennungsstätte für verstorbene adlige errichtet. Um 1899 wurde auf dem Gipfel ein Chedi für eine buddhistische Reliquie errichtet und am Fuß des Hügels das Kloster Wat Sakhet mit 2 Gebetshallen. Über 300 Stufen führen auf die umlaufende Terrasse, von der man einen der schönsten Blicke über Bangkok genießen kann. Glocken und buddhistische Gesänge erzeugen am Abend eine sehr entspannte Stimmung auf dem Golden Mount, wenn sich der Himmel rosa färbt und die Tempeldächer der Umgebung die letzten Sonnenstrahlen reflektieren.

Im November steigt am Golden Mount das Tempelfest zu ehren der Reliquie. Dann werden Eßbuden aufgebaut und verschiedene Theatergruppen zeigen ein buntes Programm.

 

Mahachai Rd

 

Democracy Monument

Das Demokratie Monument wurde 1939 errichte. Anlass war der Übergang Thailands in eine konstitutionelle Monarchie. Die Siamesische Revolution war ein Militärputsch der 1932 zur Einführung der Demokratie führte. Das Monument steht auf einem begrünten Kreisel inmitten der Ratchadamnoen Klang Road. Nördlich des Democracy Monuments befindet sich der Kilometer Null für das thailändische Straßennetz.

 

Ratchadamnoen Klang

 

Wat Ratchanatda

Die Tempelanlage Wat Ratchanatda wurde 1846 von König Rama III. für seine Nichte Sommanad Wattanawadi errichtet, die spätere Frau von König Rama IV. Berühmt ist die Anlage für den Tempelturm Loha Prasat. Auf dem dreistufigen Bauwerk stehen 37 eiserne Chedis. Aus diesem Grund wird der Wat Ratchanatda auch "Eiserner Tempel" genannt. Der Loha Prasat wurde nach dem Vorbild des Tempels Lovamahapaya in Sri Lanka errichtet, den Rama III. bei seinem Studium auf der Insel kennen lernte. Mittlerweile wurden die 37 Chedis vergoldet, dadurch sieht der Tempel prächtiger aus aber auch nicht mehr so speziell.

Offiziell heißt der Tempel Wat Ratchanatdaram Worawihan aber das ist selbst den Thailändern zu lange und deshalb wird er einfach Wat Ratchanatda genannt. Dem Erbauer König Rama III. wurde auf der Grünfläche vor dem Tempel ein Denkmal errichtet.

 

Soi Damnoen Klang Tai

 

Baiyoke II Tower

Der 304 m hohe Wolkenkratzer ist das zweithöchste Hochhaus Thailands. Von der Aussichtsplattform des Baiyoke II Towers sieht man an klaren Tagen die ganze Stadt. Der Name "Baiyoke" bedeutet Jade Blatt. Der in unmittelbarer Nähe stehende Baiyoke I Tower ist nur 170 m hoch. 2017 wurde der "Baiyoke II Tower" vom 313 m hohen "Maha Nakhon" Tower des deutschen Architekten Ole Scheeren übertroffen.

 

222 Rajprarop Rd.

www.baiyokehotel.com

 

Jim Thompson House

Der amerikanische Architekt Jim Thompson belebte ab 1945 die thailändische Seidenweberei. Er vermarktete die Seide im Ausland und half so das traditionelle Kunsthandwerk zu bewahren. Jim Thompson war ein Abenteurer, dem ein großes Herz für die thailändische Damenwelt nachgesagt wird. Viele Gerüchte ranken sich um seine Person, dazu gehört auch, dass er angeblich für den amerikanischen Geheimdienst tätig war. Jim Thompson verschwand 1967 in den Bergen Malaysias.

In Bangkok baute er Teakholzhäuser im traditionellen Stil der thailändischen Architektur. Die Häuser stehen an einem Klong (Kanal) in einem Garten. In den Häusern werden Kunstwerke und  buddhistische Statuen ausgestellt. Am Eingang gibt es einen Laden in dem man Produkte aus Seidenstoff kaufen kann. Das Jim Thompson House ist eine bezaubernde Oase, mitten in der Stadt.

 

6 Soi Kasem San 2, Rama 1 Rd.

www.jimthompsonhouse.com

 

Bangkok China Town

China war schon immer einer der wichtigsten Handelspartner Thailands. Wie in vielen anderen Ländern der Region entstanden in der Nähe des Hafens Ansiedlungen chinesischer Kaufleute. Bangkoks Chinatown entstand auch aus solch einer Siedlung, die aber für den Bau des Palasts hierher verlegt wurde. Chinesische Geschäfte und Restaurants prägen mit bunten Leuchtreklamen das Bild rund um die Yaowarat Road. Wer noch nie in China war, kann hier einen Eindruck gewinnen, wie es im Reich der Mitte zugeht. Chinatown ist laut und voll mit Menschen, besonders abends füllen sich die Straßen und Restaurants. 

Yaowarat Road

 

Wat Benchamabophit

Der wegen des weißen Carrara Marmors auch als "Marble Temple" bekannte Wat Benchamabophit, wurde 1899 von König Rama V. erbaut. Der König Chulalongkorn (Rama V.) lebte selbst als Mönch für einige Zeit im Tempel.

Der Wat Benchamabophit besticht durch seine über 50 sehr schönen Buddha-Statuen, die sehr unterschiedliche Stile repräsentieren. Einige Exemplare stammen aus Japan, Myanmar und Sri Lanka. Im Bot des Tempels befindet sich einer der schönsten, sitzenden Buddha-Statuen Thailands. Es ist eine Nachbildung des Buddhas aus dem Wat Phra Si Rattana Mahathat aus Phitsanulok im Norden Thailands. Im Sockel des goldenen Buddhas befindet sich die Asche von Rama V.

Man kann sich vor dem Goldenen Buddha auf den Boden setzen und meditieren, was in den überlaufenen Tempeln der Innenstadt wenig Entspannung bringt, ist hier möglich. Tipp: Einfach zu den Meditierenden dazu setzten und dem Klang des Himmels lauschen.

 

Nakhon Pathom Rd.

 

Erawan Schrein

Der hinduistische "Erawan Schrein" wurde 1956 nach einer Unfallserie beim Bau des Erawan Hotels, für den Gott Brahma errichtet. Der viergesichtige Brahma wird mit Blumen geschmückt und erfreut sich großer Beliebtheit. 2006 wurde die Skulptur von einem Moslem mit einem Hammer zerstört, dieser wurde an Ort und Stelle von anwesenden Passanten gelyncht. 2015 detoniert hier eine Bombe und tötete 20 Personen. Der hinduistische Schrein ist immer wieder das Ziel radikaler Islamisten.

Erawan ist nach indischer Mythologie ein Elefant mit 33 Köpfen. Der weiße Elefant ist das Reittier von Indra und besitzt die Fähigkeit Regen zu machen. Der Erawan Schrein wurde nach dem Erawan Hotel benannt, deshalb sieht man hier keinen weißen Elefanten sondern den Gott Brahma. Auf thailändisch heißt er deshalb auch Brahma Tempel San Phra Phrom. Brahma gilt als Gott für Glück und Schutz, er wird auch von thailändischen Buddhisten verehrt.

 

Phloen Chit Rd.

 

Karte Sehenswürdigkeiten Bangkok

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Reiseführer Bangkok

Willkommen in Bangkok

Bangkok ist mit über 8 Millionen Einwohnern die Hauptstadt von Thailand. Bangkok wirk auf den ersten Blick wie ein riesiger Moloch aus Autobahnen, Hochbahnen und Hochhäusern. Auf den zweiten Blick ist die Stadt immer noch ein riesen Moloch aber Bangkok hat auch viel zu bieten. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich rund um den Wat Pho mit dem liegenden Buddha. Dieser Tempel ist auch die bekannteste Sehenswürdigkeit von Bangkok. Auch wenn der Taxifahrer behauptet der Tempel habe geschlossen, lassen sie sich trotzdem hin bringen. Viele Taxifahrer haben ihre eigene Auffassung von absoluter Wahrheit. Der Tempel hat fast immer zwischen 8:00 und 18:30 geöffnet.

Tipp: In den Meditationshallen sollten die Füße nicht in Richtung Buddha zeigen.

 

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Bangkok entdecken

Altes Zentrum

Bangkok besteht aus mehreren Stadtzentren, die sehr unterschiedlich sind. Das alte Zentrum rund um den Königs Palast bietet vielen historischen Bauwerken und bedeutenden Tempeln.

Klongs

Auf der anderen Seite des Chao Phraya steht der hoch aufragende "Wat Arun Tempel", hier gibt es auch noch Stadtviertel die sich auf Holzpfählen direkt am Wasser befinden. Auf einer "Klong-Tour" kann man sich durch diese faszinierende Wasserstadt fahren lassen. Vom Nonthaburi Pier starten mehrere Touren durch das Labyrinth der Klongs. Die Touren die im Stadtzentrum beginnen, sind oft deutlich teurer.

Central Business District

Das moderne Zentrum von Bangkok erstreckt sich entlang der Rama I Road bis zur Sukhumvit Road. Hier stehen die großen Einkaufszentren und Wolkenkratzer Bangkoks.

Backpacker District

Rund um die "Kaosan Road" gibt es unzählige Hostels und westliche Restaurants für "Rucksack-Touristen". Wer mit Asien fremdelt, kann sich hier fast wie zu Hause fühlen und viele Europäer und Amerikaner treffen. 

Bangkok Chinatown

Chinatown ist die kleine Schwester von Hongkong. Hier findet man das quirlige Treiben aus dem Süden Chinas. Chinatown sollte man abends besuchen wenn die Lichter das ganze Viertel erleuchten.

Rotlicht Viertel

Bangkok ist berühmt für sein Nachtleben mit Gogo-Bars und Bordellen. Auch wenn die Regierung Thailands große Anstrengungen unternimmt das Image des Landes als Bordell Asiens zu ändern, ist der Sex-Tourismus immer noch ein Teil Bangkoks. Besonders rund um den "Patpong Market" befinden sich viele Sex-Clubs. Ein weites Zentrum befindet sich in der Nähe der Hochbahnstation "Nana". 

Rooftop Bar

Zu den absoluten Highlights eines Bangkok Besuchs zählen die Bars auf den Hochhausdächern. Man sagt wer nicht einmal die glitzernde Stadt nachts von oben gesehen hat, war noch nicht in Bangkok. Man findet die Bars auf vielen Hoteltürmen der Stadt. zu den bekanntesten der Stadt zählt die Redsky Bar auf dem Centara Hotel.

www.centarahotelsresorts.com/redsky

999 Rama 1 Road

 

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Bangkok Informationen

Reisezeit

In Thailand gibt es eine Regenzeit die im Mai beginnt und im Dezember endet. In dieser Zeit regnet es täglich und bei starken Monsun-Gewittern können die Straßen überflutet werden. Die größten Niederschläge kommen im Oktober und November vor. Die Monate Dezember und Januar sind die Hauptreisezeit. In diesen Monaten sind die Preise für Flüge und Hotels am höchsten. 

Flughäfen

Bangkok hat zwei Flughäfen. Der "Suvarnambhuri Airport" ist der größere, hier kommen die meisten internationalen Flüge an. Der ältere "Don Mueang" Flughafen bietet Flüge in die Nachbarländer und innerhalb Thailands an. Wenn man in Bangkok umsteigt, sollte man vorher nachsehen von welchem Flughafen der Weiterflug startet. Mit dem Taxi benötigt man mindestens eine Stunde. Bei Stau können auch 3-4 Stunden daraus werden.