Aussichtspunkt

Wenn man sich Petra von Süden nähert, kommt man an einem Aussichtspunkt vorbei, von dem man auf die zerklüfteten Felsen sehen kann in denen sich die Ruinenstadt versteckt. Von der Dachterrasse des Souvenirladens hat man den schönsten Blick.

Wadi Musa

Das schmucklose Städtchen Wadi Musa (Tal des Moses) ist die moderne Stadt am Eingang zu Petra. Hier werden die Touristenbusse entladen, hier findet man Hotels und Restaurants. Der hügelige Ort mit rund 10.000 Einwohnern lebt von den Touristen und hat selbst nichts zu bieten.

Petra Visitor Center

Das Petra Visitor Center befindet sich am Stadtrand von Wadi Musa. Um einen großen Platz stehen Restaurants Toiletten und das Visitor Center. Die Eintrittspreise sind deutlich niedriger, wenn man in Wadi Musa übernachtet. Ohne Übernachtung muss man den stolzen Preise von 90 Jordanischen Dinar bezahlen, was 2019 etwa 115 € entspricht. Für aktuelle Preise siehe Link.

Nach dem Visitor Center kommt man auf einen Pfad durch das Bab Al Siq (Tor zum Siq), hier kann man schon die ersten Grabstätten bewundern. Der Weg führt leicht bergab und wird von niedrigen, rund gewaschenen Felsen begleitet. Die großen Eckigen Felsblöcke werden Djinn-Blöcke genannt, weil die Araber hier Geister vermuteten. Auf dem Foto sieht man das Obeliskengrab. Es besteht aus einem oberen und unteren Teil, die nicht zusammen gehören. Die Obelisken sind vermutlich nach ägyptischem Einfluss entstanden, während der untere Teil im nabatäischen Stil ausgeführt wurde und damit jüngeren Ursprungs ist.   

Siq

Der Siq (Schacht) ist der Weg nach Petra durch das ausgewaschene Fluss-Tal des Wadi Musa. Am Anfang des Siq befanden sich früher das Stadttor von Petra und der Damm, der das Wasser aufstaute und durch einen Tunnel in die Stadt leitete. Dadurch war der Siq als Weg vor Hochwasser geschützt. Auf der linken Seite des Fotos sieht man eine Wasserleitung die in die Stadt führt. Die Felsen auf beiden Seiten ragen bis zu 80 m in den Himmel. Der Weg ist zwischen 3 und 12 m breit. Für die Touristenströme reicht der Platz, es wird nur etwas eng, wenn die Pferdekutschen durch die Schlucht galoppieren. Der Weg vom Eingang des Siq bis zum Schatzhaus ist rund 1,2 Kilometer lang.

 

Siq 

Schatzhaus

Die enge Felsschlucht weitet sich plötzlich zu einem großen Platz und man erblickt das Schatzhaus, die Haupt-Sehenswürdigkeit von Petra. Der Name Schatzhaus ist wohl irreführend, man vermutet, dass die hohe Steinfassade im korinthischen Stil um 100 vor Christus entstand und als Grabstätte in den roten Fels geschlagen wurde. Der Innenraum kann nicht besichtigt werden. Hier befinden sich zwei Etagen mit je einer großen Kammer. Die rund 40 m hohe Fassade ist sehr gut erhalten. Auf Arabisch heißt das Grabmal Khazne al-Firaun (Schatzhaus des Pharao).

Theater

Wenn man vom Schatzhaus dem Siq in Richtung der alten Stadt Petra folgt, öffnen sich die Felswände nach kurzer Zeit und man erblickt das Theater. Auch das Theater von Petra wurde in den Fels gehauen. Die Zuschauerränge bilden einen Halbkreis, die ehemalige Bühne erkennt man an den noch vorhandenen Säulen. 

 

Theater 

Königsgräber

Die Königsgräber sind eine Reihe von prächtigen Felsfassaden, die ganz in der Nähe von Petra Stadt als Mausoleen in den Fels gehauen wurden. Ob die Gräber wirklich für Könige errichtet wurden ist nicht bekannt aber da es sich um die größten Grabmäler handelt, waren die dort bestatteten Personen sehr reich und mächtig. Das größte dieser Gräber ist das sogenannte Palastgrab mit einer fünfstöckigen Fassade. Daneben steht das stark verwitterte Korinthergrab, das dem Schatzhaus ähnelt aber nicht so gut erhalten ist. Es folgt das Seidengrab mit treppenartigen Halbzinnen. Der Name Seidengrab stammt von den feinen Farbunterschieden der Steinfassade, die wie bunte Seide aussieht. Das letzte in dieser Reihe ist das Urnengrab, das wegen einer kleinen Urne in der Fassade diesen Namen bekam. Das Urnengrab hat eine hohe Giebelfassade, die an einen Tempel erinnert. Um zum Eingang zu gelangen, muss man die Stufen emporsteigen und wird mit einer unglaublichen Aussicht auf Petra belohnt. der Innenraum ist auch sehr schöne. Hier kann man die unterschiedlichen Steinschichten erkennen, die ein farbiges Muster an der Decke erzeugen.

Stadt Petra

Wenn man dem Weg von den Königsgräbern weiter nach unten folgt, kommt man nach rund 500 m nach Petra Stadt. Das historische Stadtzentrum lag in der von Felswänden umgebenen Ebene am Wadi Musa. Die Wohnhäuser sind fast alle verschwunden, nur die Reste der bedeutenden Bauwerke sind noch zu erkennen. Die Hauptstraße von Petra wurde von den Römern als Cardo angelegt. Die Römer hatten Petra 106 n. Chr. erobert und umgestaltet. An der Cardo liegen die beiden Märkte Oberer- und Unterer Markt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Unteren Markts, befand sich der Königspalast, von dem nicht mehr viel zu erkennen ist. Am besten erhalten ist der Große Tempel (Foto), der sich auf einer Plattform oberhalb der Cardo befindet. Von dem um 100 vor Chr. errichteten Tempel sind noch viele Säulen erhalten und wieder aufgebaut worden, sodass man einen guten Eindruck der ursprünglichen Proportionen bekommt.

Nach dem Großen Tempel führt der Weg weiter durch das Temenos-Tor in den heiligen Bezirk. Nun kommt man zum Haupttempel von Petra, der dem Sonnengott Dushara gewidmet war. Die Beduinen nannten ihn Qasr el-Bint el-Faroun Palast der Pharaonentochter. Der Dushara-Tempel entstand im 1. Jahrhundert vor Christus.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Petra Stadt sind der Tempel der geflügelten Löwen und die Byzantinische Kirche mit schönen Mosaikfußböden.

 

Karte Petra Jordanien

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Petra - Jordanien

Willkommen in Petra

Petra ist ein mystischer Ort, der lange Zeit verschollen war und von den Beduinen bewusst versteckt wurde, weil sie hier Schätze vermuteten. Erst der Schweizer Johann Ludwig Burckhardt gelangte 1812 mit einer List in die verschollene Stadt. Burckhardt reiste verkleidet als muslimischer Gelehrter durch Arabien und konnte die Beduinen damit überzeugen Petra zu besuchen, weil er für dem Propheten Aaron opfern wollte. Zurück in Europa verbreitete er seine Entdeckung von Petra. Heute ist Petra die bekannteste Sehenswürdigkeit von Jordanien, die viele Millionen Besucher anzieht.

 

 

 

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