Ginza

Im Jahr 1612 wurde hier die Münze (jap. Ginza) errichtet. Die Nähe zum Geld zog Banken und Kaufhäuser an. 1872 wurde das Viertel durch ein Feuer zerstört und nach westlichen Plänen neu errichtet. Ginza ist das alte, ehrwürdige Geschäftszentrum von Tokyo. Hier befinden sich die großen Kaufhäuser und fast alle Luxusmarken der Welt betreiben eine Filiale rund um die Yon-chome Kreuzung. Das runde San-ai Dream Center von Nikken Sekkei aus dem Jahr 1963 ist das Wahrzeichen von Ginza. Im ersten Obergeschoss gibt es ein Café mit Blick auf die berühmte Kreuzung. Von hier kann man das geschäftige Treiben ganz entspannt beobachten.

Senso-ji

Der Senso-ji Tempel entstand 628 und gilt als ältester und heiligster Tempel der Stadt. Die Gebäude wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört aber originalgetreu wieder aufgebaut. Der auch als Asakusa-Kannon Tempel bekannte Bau, ist die Top-Sehenswürdigkeit von Tokyo. Nach der Legende zogen zwei Fischer eine goldene Kannon-Statue (Göttin der Barmherzigkeit) aus dem Fluss Sumida. Für diese Statue wurde der erste Schrein errichtet, aus dem sich dieser große buddhistische Tempelkomplex entwickelte. Man betritt den heiligen Bereich des Sonso-ji über das Kaminarimon (Donnertor) in dem die zwei Holzfiguren Fujin und Raijin den Zugang zum Tempel bewachen. Hinter dem Tor beginnt die Einkaufsstraße Nakamise-dori mit zahlreichen kleinen Läden, die traditionelle Produkten, Räucherstäbchen und Touristen Tand verkaufen. Der eigentliche Tempelbereich beginnt nach dem Hozo-mon, einem großen roten Torhaus mit riesen Papier-Lampion in der Mitte. Links neben dem Hozo-mon sitzt der Nade Botokesan Buddha, der von Gläubigen blank gerieben wurde, die auf Glück und Gesundheit hoffen. Vor dem Lampion stehen Horden von Kimono-Chinesinnen, die sehr ausdauernd Selfies schießen. Weiter geht es Richtung Weihrauchgefäß, hier fächelt man sich den Rauch zu, um sich vor Krankheiten zu schützen. Dann steht man vor der Haupthalle des Senso-ji. Eine kurze steile Treppe führt nach oben in den großen Raum, in dem sich der goldene Schrein befindet. An der Decke befinden sich berühmte Gemälde von Domoto Insho. Wenn man den Asakusa Tempel Richtung Fünfstöckiger Pagode verlässt kommt man in das Amüsierviertel Yoshiwara mit vielen Cafés und Restaurants.

Kaiserpalast

Mit dem Bau des Kaiserpalasts wurde 1590 unter Shogun Ieyasu begonnen. Die folgenden Herrscher bauten den Palast immer weiter aus. Im Krieg wurde die Anlage zerstört und später nur teilweise wieder aufgebaut. Da der Kaiser im Palast wohnt, kann man ihn nicht besichtigen aber man sieht den westlichen Teil des Palastes von außen. Das Foto zeigt die Nijubashi-Brücke mit dem Palast im Hintergrund.    

Meiji-Jingu

Der Meiji-Schrein (Kaiser Schrein) wurde von Kaiser Mutsuhito 1920 errichtet und ist Tokyos wichtigster Shinto-Tempel. Der Meiji-Schrein ist auch die letzte Ruhestätte der Seele von Kaiser Mutsuhito und seiner Frau Shoken. Beerdigt wurde der Tenno in Kyoto. Die Tempelanlage wurde im Zweiten Weltkrieg 1945 zerstört und 1958 wieder aufgebaut. Der sehenswerte Schrein gilt als Pilgerstätte rechter Nationalisten, weil hier auch Kriegsverbrecher bestattet wurden und ist daher umstritten. Der Meiji-Schrein ist an Neujahr absolut überlaufen, dann versuchen Millionen von Japanern Glücksbringer für das Neue Jahr zu kaufen. Auch wenn der Meiji-Schrein eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Tokyo ist, so ist der Tempel auch groß genug, um mit vielen Besuchern klar zu kommen. Der Haupteingang befindet sich an der Station Harajuku. Hier empfängt ein riesiges Holz-Tori die Besucher. Über einen breiten Kiesweg gelangt man nach etwa 800 m durch den Wald zum Meiji-Schrein. Auf dem Weg durchschreitet man zwei weiter Tori, bis man auf einen großen Hof gelangt, an dem sich der kaiserliche Schrein befindet. Zum Meiji-Schrein gehört noch ein Schatzhaus mit Gemälden und Gewändern der Kaiser und der sehenswerte Meiji-Jingu-Gyoen-Garten.

Shibuya

Shibuya ist das größte Vergnügungsviertel der Stadt. Leuchtreklamen und Riesenbildschirme machen die Nacht zum Tag. Vor dem Bahnhof befindet sich die berühmte Kreuzung die bei grün komplett von Fußgängern geflutet wird. Shibuya ist das Einkaufs- und Vergnügungsviertel der Jugendlichen. Unzählige Restaurants und Bars lassen das Leben pulsieren.

Tsukiji Markt

Wer sehen will was es alles für Meerestiere in den japanischen Gewässern gibt und selbst gerne Fisch isst sollte sich den Besuch des Fischmarkts Tsukiji nicht entgehen lassen. Der große Fischmarkt von Tokyo ist an den Stadtrand gezogen aber der Tsukiji Markt mit vielen kleinen Verkaufsständen blieb erhalten. Hier findet man unzählige Sushi Restaurants aber auch andere Spezialitäten werden auf dem Markt angeboten. Der Tsukiji Markt besteht aus mehreren Verkaufsstraßen die einen größeren Häuserblock unterteilen. Der Markt ist hauptsächlich für Touristen aber wenn man selbst einer ist, ist das Okay. Es gibt viel zu sehen und zu probieren, man sollte nicht mit vollem Magen herkommen. 

Tokyo Tower

Von der Aussichtsplattform des 333 m hohen Fernsehturms hat man einen sehr schönen Blick auf die Stadt und die Bucht von Tokyo. Der 1958 eröffnete Tokyo Tower aus roten Fachwerkträgern, erinnert stark an den Eiffelturm in Paris. Es gibt drei Aussichtsebenen, Special Observatory ist die Höchste. Der Tokyo Tower wurde vom Architekturbüro Nikken Sekkei entworfen.

Metropolitan Buildings

Von den 243 m hohen Rathaustürmen kann man bei gutem Wetter den Fuji-san sehen. Die von Kenzo Tange geplanten Metropolitan Buildings wurden 1991 eröffnet. Das Tokyo Metropolitan Government Building steht im Stadtteil Shinjuku. Da die Region Tokyo keine einheitliche Stadt ist, sondern ein Zusammenschluss eigenständiger Städte, ist das Gebäude eigentlich kein Rathaus. Der obere Gebäudeteil besteht aus zwei Türmen, in denen sich jeweils eine Aussichtsplattform befindet, die kostenlos besucht werden kann. Wer den Moloch Tokyo von oben sehen möchte, bekommt hier eine spektakuläre Aussicht geboten.

Roppongi Hills

Der Mori-Tower ist mit 238 m das höchste Gebäude im 2003 eröffneten Roppongi-Hills-Komplex. Der Stadtteil Roppongi ist berühmt für seine Bars und Nachtclubs. Neben Geschäften, Büros und Kultureinrichtungen, wie dem Mori-Museum, bietet die Aussichtsplattform des Turms ein lohnendes Ziel für Besucher. Weil Roppongi zwischen Shinjuku und Ginza liegt, zählt der Mori-Tower zu den schönsten Aussichtspunkten von Tokyo. 

Shinjuku

Shinjuku ist das Banken- und Verwaltungsviertel von Tokyo. Hier entstanden die ersten Wolkenkratzer der Stadt. Shinjuku ist nicht so wuselig wie Shibuya oder Ginza aber es gibt auch hier viele interessante Geschäfte und hervorragende Restaurants.

Tokyo Skytree

Mit 634 m ist der Skytree der höchste Turm Japans und nach dem Burj Khalifa das zweithöchste Bauwerk der Welt. Die Höhe von 634 Metern hat eine symbolische Bedeutung, da die Zahl auf japanisch Mu-Sa-Shi gelesen wird, so hieß früher die Provinz auf dem der Tokyo Skytree steht. Der gewaltige Stahlturm erreichte 2011 seine maximale Höhe, eröffnet wurde der Skytree 2012. Damit löste der Tokyo Skytree den Canton Tower in Guangzhou als höchsten Turm der Welt ab, der Burj Khalifa gilt als Hochhaus und zählt hier nicht mit. Der Skytree hat zwei Aussichtsebenen, das Tembo Deck auf 350 m und die Tembo Galleria auf 450 m. Wer ganz nach oben will braucht das Tembo Deck + das Tembo Galleria Ticket weil man auf dem Tembo Deck umsteigen muss. Da die Warteschlangen vor dem Ticketschalter ost sehr lang sind, gibt es für internationale Besucher das Fast Skytree Ticket (Pass erforderlich), damit spart man sich die Wartezeit und kommt direkt aufs Tembo Deck. Je nach Ticket kostet der Skytree zwischen 2.060-4.000 Yen (Stand 2019). Der Blick vom niedrigeren Tembo Deck ist oft besser als von ganz oben, da es hier nicht so diesig ist. Der Skytree ist einer der Hauptattraktionen von Tokyo und zum neuen Wahrzeichen der Stadt geworden.

Wie kommt man hin?

Der Skytree hat zwei Stationen, die Skytree Station und die Oshiage Station. Der Eingang zum Turm befindet sich zwischen diesen beiden Stationen.

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Reiseführer Tokyo

Willkommen in Tokyo

Im Großraum Tokyo leben etwa 30 Millionen Menschen, damit gehört Tokyo zu den größten Städten der Welt. Wie findet man sich in einer solchen Mega-City zurecht? Die japanischen Schriftzeichen kann man nicht lesen aber oft stehen lateinische Buchstaben darunter. Das U-Bahnnetz ist gut ausgebaut, man kommt einfach an alle wichtigen Orte. Für Touristen sind die Stadtteile Shinjuku, Ginza, Asakusa und Shibuya am besten geeignet. Hier befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten und die lateinische Beschilderung ist fast überall vorhanden. Zum Ausgehen eignet sich auch der Stadtteil Roppongi.

 

 

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Tokyo entdecken

Die kleinen Holzhäuser wurden im Krieg zerstört, Tokyo ist heute eine moderne Großstadt mit vielen Hochhäusern, Stadtautobahnen und Bahntrassen. Der Reiz von Tokyo ist das chaotische, kleine schmale Häuser stehen direkt neben großen hohen Gebäuden. Es wir an keiner Stelle der Stadt Rücksicht genommen was neben an passiert. Jeder baut wie es ihm gefällt. Tokyo ist das genaue Gegenteil des preußischen Berlins, wo jedes Haus gleich hoch ist, gleich breit ist und gleich aussieht. Im Architekturführer Tokyo haben wir die interessantesten Bauwerke für euch zusammen gestellt.

 

 

 

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